Pike on the Fly – Teil 1

11 11 2009

Seit ein paar Wochen ist es nun schon Herbst. Den Anfang dieser bunten und abwechslungsreichen Jahreszeit machten für mich Anfang Oktober letzte Ausflüge nach Ostbelgien sowie an die Eifelflüsse Rur und Kyll. Letzte Ausflüge? Ja, denn am 1. Oktober (Belgien) bzw. am 15. Oktober (Deutschland) gingen die Bachforellen in ihre wohlverdiente Schonzeit und die meisten hiesigen Gewässer sind in diesem Zeitrum (bis etwa Mitte Märze) entsprechend geschlossen. Möglichkeiten der unheilsamen Sucht des Fliegenfischens nachzugehen gab es dennoch seither genug: Am Rande des Ruhrgebiets durfte ich mit Daniel einen unvergesslichen Tag lang farbenprächtigen Äschen nachstellen (Danke, dass wir nach deinem Sturz noch gefischt haben, war der Fisch des Jahres!!!) und in der Eifel mit Rolf die stolzen Fahnenträgerinnen im Rahmen seines Abschlussfischens ärgern. Dies – nur am Rande – durchaus mit einigem Erfolg😉

Nun sind aber auch diese tollen Möglichkeiten der „Jagd“ (c&r !) auf Mitglieder der Salmoniden Familie für dieses Jahr gänzlich ausgeschöpft. Was also tun? Antworten hierauf erhalte ich – wie so oft – aus Belgien: Fliegenfischen auf Hecht – Pike on the Fly!

Bereits vor einigen Wochen haben mein belgischer Kumpel Marc und ich angefangen, uns auf die düsterste Zeit im Jahr eines Forellen liebenden Fliegenfischers vorzubereiten und einen Trip nach Holland geplant. Nun ist es endlich soweit: am Wochenende geht’s los Richtung Alkmaar um den torpedoförmigen Entenschnäbeln mit der Fliege nachzustellen. Dabei werden wir hauptsächlich kleine Kanäle mit dem 2-Mann Boot beschippern und im seichten, trüben Wasser versuchen, einige Hechte zu einem kurzen Landgang zu überreden.

Marc kennt die Ecke (soweit dies seine eingerosteten Pfadfinder-Fähigkeiten zulassen😉 ) ziemlich gut und ist in dieser Disziplin ein „alter Hase“. Für mich ist das Fischen mit dem schwereren Gerät jedoch absolutes Neuland bzw. Neuwasser und als blutiger Anfänger bin ich entsprechend gespannt darauf, einiges von ihm zu lernen. Angefangen hat dieses Lernen bereits vor ein paar Wochen mit dem Binden von Hechtstreamern – vornehmlich aus Bucktail und Flashmaterialien. Es ist nicht übertrieben, im direkten Vergleich mit den mir wohlbekannten Nymphen und Trockenfliegen, hier von Raketen zu sprechen, auch wenn unsere Hecht-Muster durchaus noch zu den Leichteren zu zählen sind.

In den letzten Tagen konnten dann endlich auch die letzten Punkte auf der Liste der notwendigen Vorbereitungen abgehakt werden: Gerade noch rechtzeitig ist meine neue Hechtausrüstung Stück für Stück bei mir eingetrudelt:

Zum Glück konnte ich hierbei ein feines Händchen für „Schnäppchen“ beweisen. Ein interessanter Test zu meiner neuen Rute findet sich beim Yellowstone Angler George Anderson. Die Rute ist in den letzten Tagen von Sage aus dem Sortiment genommen und durch die neue XI3 ersetzt worden. Gut für mich und meinen Geldbeutel! Bei der Wahl der Rolle gab es keine Qual, fische ich doch auf meiner Z-Axis in Klasse 5 auch eine Danielsson (LW 2 five) und bin mit der robusten und formschönen Mühle der schwedischen Rollenschmiede mehr als zufrieden!

Hier noch ein kurzes (Werbe-)Video der Leland Flyfishing Outfitters zur XI2:

Jetzt steht einem erfolgreichen Wochenende nur noch eine ätzende Erkältung gepaart mit nervender Übelkeit im Wege😦 Diese hat mich heute spontan erwischt und total überrumpelt. Ich hoffe aber, dass ich den ungebetenen Gast bis zum Wochenende mit heißer Zitrone und einem guten Magen-Darm-Tee vor die Tür gesetzt bekomme.

Anfang der kommenden Woche werde ich dann einen ausführlichen Bericht über unseren Ausflug schreiben. Vielleicht ist mir das Glück ja wiedermal hold und ich kann ein paar schöne Fangfotos einstellen. Daumen drücken, toi toi toi und Petri Heil!


Aktionen

Information

2 responses

15 03 2010
Neue Rubrik: Am Wasser « Flybei – A Flyfishing Blog

[…] finden sich meine bereits publizierte 4-teilige Geschichte über das Hechtfischen in Nordholland (Pike on the Fly) sowie ein kurzer Reisebericht über meinen Urlaub an der österreichischen Taurach im August […]

30 11 2010
Den eigenen virtuellen Geburtstag verpennt « Flybei – A Flyfishing Blog

[…] Mein erster Artikel, den ich noch am selben Abend verfasste, war der Rückblick auf einen Hechttrip nach Holland. Dieser wurde wenig später durch drei weitere Teile und einen Artikel über meine ersten Hechtfliegen ergänzt. Seitdem haben 67 Artikel ihren Weg in meinen Mac und auf eure Bildschirme gefunden. Darunter vornehmlich persönliche Berichte über meine knapp 100 Tage am Wasser in den letzten knapp 400 Tagen. Als zusätzliche Illustration habe ich insgesamt 578 Bilder hochgeladen, umgerechnet knapp 700 mb Speicherplatz. Das Layout der Seite hat sich seither nur marginal verändert, auch wenn einige Funktionen und statische Seiten des Blogs mit der Zeit hinzugekommen sind. Ebenso – dank Anna – ein eigenes Logo. Die Besucherzahlen haben sich demgegenüber glücklicherweise stark verändert. Während sich in meinem ersten beiden aktiven Monaten „nur“ 1300 Besucher nach hier verirrten, finden sich mittlerweile monatlich zwischen 3000 und 4000 Besucher auf Flybei ein, Tendenz leicht steigend. Insgesamt durfte ich mich bis zu diesem Moment über 24.830 Visits, nein 24.831 Visits freuen 162 Kommentare wurden dabei von Euch zu meinen Artikeln oder im Gästebuch verfasst. […]

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




%d Bloggern gefällt das: