kurzer Rückblick: Fliegenfischer-Salon bei Rolf Renell

27 05 2010

Bevor ich in Kürze den angekündigten ausführlichen Bericht über meinen „Vatertags-Trip“ nach Holland und in die Eifel veröffentliche, möchte ich kurz einen Rückblick auf Rolfs Fliegenfischer-Salon vor ein paar Wochen einwerfen.

In der Tradition der Idee eines geselligen Zusammenkommens und Fachsimpelns von Gleichgesinnten lud Rolf am 20. April zum ersten Fliegenfischer-Salon zu sich nach Hause ein. Auf Fliegenfischer-Messen war ich – u.a. in Belgien und Deutschland – bereits gewesen, was aber nun ein „Fliegenfischer-Salon“ war und inwiefern sich diese Form der Veranstaltung tatsächlich von einer „normalen Messe“ unterscheidet war mir zunächst nicht ganz klar. So kam ich Rolfs freundlicher Einladung sehr gerne nach und machte mich mit Marc und Udo morgens auf den Weg in Richtung Köln.

Bei Rolfs malerisch gelegenem Haus im Grünen angekommen, wurden wir am Eingang von einem freundlichen älteren Herrn begrüßt und bekamen ein Los für eine Tombola am Nachmittag in die Hand gedrückt. Eine Tombola? Mit Gewinnen? Meine Empfänglichkeit für Glückspiel ins Schwarze getroffen war es umgehend um mich geschehen und in den folgenden Stunden war ich gern gesehener Gast bei den jungen Damen, die mit bunten Losen gefüllten Gläsern emsig durch die Besucher streiften. Ob ein Los seinem Besitzer einen Gewinn oder (nur) einen klugen Spruch mit auf den Heimweg zu geben hatte, war schnell geklärt – Zahl auf dem Los? Gewinn! Um es kurz zu machen: Am Nachmittag füllten unzählige Zettel mit gut gemeinten Ratschlägen und zwei Zettel mit Zahlen meine pralle Hemdtasche. Marc war das Glück offenbar weit mehr zugeneigt. Seine Hemdtasche war weit weit wenig ausgebeult und beinhaltete zahlreiche Gewinner-Lose. Dazu aber später mehr.

Stellte sich mir vor unserem Besuch also noch die Frage nach dem Unterschied zwischen einem „Fliegenfischer-Salon“ und einer „Fliegenfischer-Messe“, war es mir nach den ersten Steifzügen durch Rolfs Garten mehr als klar: In einem sehr persönlichen und freundschaftlichen Ambiente kamen FliegenfischerInnen zusammen, um am reichhaltigen Buffet über ihre Leidenschaft zu plaudern, sich über traditionelle Facetten des Fliegenfischens (Gespließte Fliegenruten von Edgar Lange, japanisches Tenkara-Fischen) und aktuelle Produkte zu informieren (Hardy, Greys, Leicht-Rollen), handwerklich begabten Fliegenfischern über die Schulter zu schauen (Fliegenbinden, Vorfächer erstellen) und kulturelle Aspekte des eigenen Hobbys kennenzulernen (Malerei, Literatur). Neben diesen Einblicken konnte man sowohl sein eigenes als auch fremdes Gerät auf der Wurfwiese auf die Probe stellen und dabei erfahrene Wurfinstruktoren um Hilfestellungen bitten. Fernab des Konzepts einer annonymen Kaufveranstaltung hatte Rolf es auf diese Weise geschafft, ein angenehmes Klima – nicht nur wegen des strahlenden Sonnenscheins –  zu schaffen, welches mehr an eine gemütliche Familienfeier als eine Messeveranstaltung erinnerte.

Ein Highlight für mich persönlich war neben dem traditionell japanischen Tenkara-Fischen das Werfen mit der Zweihandrute unter der professionellen Anleitung von Rene: Das erste Mal hatte ich eine solche Rute in der Hand bzw. den Händen und konnte mir ein breites Grinsen beim gemütlichen Befördern der Leine durch die Luft nicht verkneifen. Da ich ohnehin auf Switch-Casts stehe, könnte ich mir gut vorstellen, zur Entspannung künftig ein bisschen mit der Zweihand im Park zu wedeln. Mal schauen😉 …

Am späten Nachmittag war es nach den vielen neuen Eindrücken und nach einem, oder zwei, oder drei oder einer hier nicht näher bestimmten Anzahl von Stück Kuchen dann Zeit, um meine Hemdtasche zu leeren. Meine Lose brachten mir eine kleine Dose mit Fliegen – die übrigens teilweise bereits erfolgreich in der Praxis eingesetzt wurden – und eine Spule Bindeseide. Marc war hingegen fast peinlich berührt, als er mit seinen Losen an der Reihe war. Man hätte meinen können, er habe sich freundlicherweise für mehrere Personenen zu einer „Sammelabholung“ bereit erklärt: Er durfte sich über ein paar Hechstreamer, eine Buch übers Fliegenbinden, eine WF-Schnur der Klasse 7 und ein paar weitere „Kleinigkeiten“ freuen. Damit er die Preise nicht mit einer Plastiktüte nach Hause tragen musste, gewann er außerdem noch einen schönen Fischkorb aus Bast. Das dicke Ende kam dann aber (wie immer) zum Schluss: Ein Gutschein für eine Woche Fliegenfischen in einem Hotel in der Nähe von Salzburg/Österreich… Na da weiß ich ja schon wo unser nächster gemeinsamer Urlaub hingeht🙂

Vielleicht sollte ich noch hinzufügen, dass das Bastkörbchen mittlerweile meine Bindezimmer schmückt (Marc hat bereits eines) und die Schwimmschnur auf meiner Daniellson L5W 6-nine mir meinen ersten Biss am Ostvoorne-Meer gebracht hat😉

Eine Fotogalerie des Fliegenfischer-Salons mit ein paar schönen Impressionen findet Ihr übrigens auf der Webseite von Rolf.


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2 responses

13 07 2010
Quo Vadis? « Flybei – A Flyfishing Blog

[…] es aber in der zweiten Woche gehen soll steht derzeit noch in den Sternen. Marc hat mir seinen bei Rolf Renell gewonnenen Gutschein für eine Woche Fischen im Hotel Bräurup angeboten. Ich habe mich natürlich versucht […]

21 07 2010
Nachtrag: Quo Vadis? « Flybei – A Flyfishing Blog

[…] waren zum einen die große Auswahl an Gewässern und zum anderen die Tatsache, dass Marc besagten Gutschein gewonnen, derzeit aber keine Möglichkeit hat ihn einzulösen. Ich bin mir sicher, dass wir unsere […]

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