Von Stein zu Stein – Ein Tag an der Prüm

26 07 2010

Nach den letzten anstrengenden Wochen auf der Arbeit ist seit Freitag (endlich) ein wenig (wohlverdiente) Ruhe eingekehrt: Das Sommersemester ist vorbei!

…der Sommer damit aber noch lange nicht!!!

Das sehnlichst erwartete Wochende ohne lange Stunden am Schreibtisch vor den Augen, informierten Andi und ich uns bereits vor ein paar Tagen über mögliche Ausflugsziele in die nahe Eifel. In Tagen des digitalen Zeitalters von Internet und Co. eine recht einfache Aufgabe – so möchte man zumindest meinen. Die traurige Realität sieht aber leider anders aus: veraltete und wenig aussagekräftige Webseiten sowie eine (be- oder unbewusste?) „Geheimhaltungspoltik“ von Vereinen und Gewässerpächtern lassen die Recherche für den interessierten Fliegenfischer zu einem Hürdenlauf werden. Dennoch stolperten uns nach und nach drei Namen – bzw. Flüsse – über den digitalen Weg: Salm, Ruwer und Prüm (Pegel). Nach ein paar Telefonaten und E-Mails stand unsere Entscheidung schnell fest: Am Sonntag gehts an die Prüm in der Eifel südlich von Bitburg.

Im Nachhinein eine gute Entscheidung! Warum? Dafür gibt es mindestens drei Gründe:

.

1. Andi hat seine erste Äsche gefangen! Er konnte die stolze Fahnenträgerin in einer schnellen Rausche mit der Trockenfliege zum Steigen überreden. Leider hat er zwei weitere, größere Exemplare kurz vor den Watschuhen verloren.

Foto 1: Andis erste Äsche

.

2. Das Gewässer ist schnell und abwechslungsreich! Der von uns befischte Abschnitt der Prüm stürzt sich zwischen großen Felsen von einem Becken ins nächste. Man muss allerdings hier fairerweise anmerken, dass der Fluss nach diesem ca. 2km langen steilen Gefälle deutlich langsamer (und breiter) – und damit für mich auch deutlich uninteressanter – wird. Während im oberen Streckenabschnitt Bachforellen und Äschen die tiefen Gumpen bewohnen, ziehen weiter stromab Barsche, Döbel und zahlreiche andere Weißfischarten gemütlich ihre Runden.

Foto 2: Von Stein zu Stein

.

3. Die Techniken können/sollten variiert werden! Während sich für die schnellen Passagen die Trockenfliege (braune und grüne, gut schwimmende Köcherfliegen) als geeigente Wahl herausgestellt hat, lohnte sich für die teils großen, ruhigen und mit über 2m sehr tiefen Pools ein Blick in die Streamerbox (Woolley Bugger in schwarz oder grizzly). Darüber hinaus gibt es zahlreiche Rinnen in denen die tief geführte Nymphe Erfolg verspricht.

Foto 3: Eine Bachforelle aus der Prüm

.

Gut zu Fuß sollte man allerdings bei dieser Art der Fischerei sein, denn um ein Klettern von Stein zu Stein – oder Fels zu Fels – kommt man nicht umher. Als Belohnung für die schweren Beine am Abend wird man aber mit interessanten Stellen belohnt, die mit Sicherheit nicht jeder Besucher der Prüm befischt und rotgetupfte Überraschungen als Belohnung bereit hält.


Aktionen

Information

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




%d Bloggern gefällt das: