Rückblick Österreich Teil VII: Untertauern Tag 7 (aus Annas Perspektive)

15 10 2010

Obwohl es in diesem Bericht eigentlich um unseren letzten Urlaubstag in Untertauern gehen sollte, will ich noch kurz auf den Abend davor eingehen. Alex eher ins Wasser gefallenes Erlebnis mit den italienischen Jungs wurde recht schnell durch das wieder einmal sehr gute Abendessen aus unseren Gedanken verscheucht. Da ich noch mein Buch fertiglesen und Alex seine Fliegendose wieder auffüllen wollte, machten wir es uns direkt nach dem Essen am Bindetisch bequem.

Es war – wie immer – wieder erstaunlich für mich, zu beobachten wie schnell man durch diese künstlerische Betätigung mit den anderen Gästen im Gasthof zur Post ins Gespräch kommt. Schon als Alex noch die zahlreichen Utensilien aus seinem Körbchen zauberte und ich gerade mein Buch aufschlug, gesellten sich plötzlich zwei Fliegenfischer zu uns  (Chris und Zoran) und stellten neugierige Fragen zum Fliegenbinden. Alex schob kurzerhand seinen zweiten Bindestock quer über den Tisch und empfahl, es doch einfach mal auszuprobieren. Hochkonzentrierte zwei Stunden und einige ausgetauschte, lokalspezifische Flyfishingtipps später hielten sowohl ein sehr stolzer Chris als auch ein begeisterter Zoran, je ihre erste selbstgebundene Fliege hoch. Sie waren sich jedoch einig „…zu schön, um tatsächlich an den Fisch gebracht zu werden“ und waren wohl in Gedanken schon dabei, einen geeigneten prominenten Ausstellungsort für ihre Kunstwerke – eine Elk Hair Caddis und eine Adams Parachute – zu suchen.

Am nächsten Morgen – der Gasthof zur Post war noch in eine Nebelwolke gehüllt – standen Alex und ich vorm Auto und überlegten, welche Stelle des Bachs wir zur Feier des letzten Tages vor unserer Weiterreise besuchen wollten, als Klaus und seine Frau fröhlich daherspazierten… Klaus überzeugtes „Wir fahren oben an den See. Das Wetter wird dort heute super!“ sorgte dann dafür, dass wir eine halbe Stunde später ebenfalls ein Boot aussuchten. Den Rest der Fischgeschichte können wieder einmal unsere Fotos erzählen…

Bilder 1-2: Nach kurzem Drill zurück ins Wasser

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Mittags wurden wir übrigens noch von guten Freunden und ihrem kleinen Sohn aus Salzburg überrascht, mit denen wir eine entspannte, gesellige Käse-Buttermilch-Jause auf der Tauernkar-Alm einlegten.

Bilder 3-4: Der letzte Tag am Tauernkarsee
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Der Tag war damit aber noch nicht beendet. Am Abend sollte ich noch meinen ersten Fisch dieses Urlaubs in der Taurach fangen (im See hatte ich ja gloreicherweise <danke für den Applaus> schon einige erwischt, bei meinem ersten Versuch im Fluss aber keinen in den Händen halten dürfen). Da wir mit Chris und Zoran am Parkplatz des Wildparks verabredet waren, hüpften wir nach dem gemütlichen Nachmittag auf der Alm in unser Auto, das uns auf dem geschlungenen Waldweg trotz schwindelig, steiler Abhänge wieder heil zurück ins Tal bugsierte… und da warteten dann auch schon unsere neuen Fliegenfischerfreunde.

Da nicht mehr allzuviel Zeit bis zum Abendessen war, befischten wir nur das Bachstück entlang Forellenzucht & Wildpark (vom tiefen Pool bis zur Brücke am Parkplatz). Zoran wollte unbedingt einem richtig großen Exemplar der Gattung Salmo trutta nachstellen und beschränkte seine Jagdzone daher auf den Pool. Chris, Alex und ich bewegten uns Bachaufwärts, wobei Chris die rechte Seite übernahm und ich und Alex uns auf der gegenüberliegenden linken Seite abwechselten.

Bild 5: Zoran, Chris und Alex

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Nach einigen Würfen (und einigen korrigierenden Hinweisen von meinem Personal-Trainer) war es dann auch soweit! Zack! Sie war anscheinend gar nicht mal so klein und schwups schon in Richtung Zoran unterwegs… Vor Schreck kurbelte ich ohne es zu merken in die falsche Richtung (siehe Beweismaterial), weshalb ich mich dann auch gewaltig zurücklehnen musste, damit meine agile Freundin von Alex gekäschert werden konnte. Naja,… also nicht so elegant, aber immerhin🙂

Bild 6: Vor Schreck in die falsche Richtung gekurbelt…

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Alex und Chris hatten natürlich auch wieder mehrere, bewundernswerte Exemplare und Chris war begeistert, dass Alex Tipps zum Fischen im schnellen Wasser so gute Resultate lieferten. Während die drei noch fischten, machte ich schnell noch ein paar Fotos, bevor die Sonne schließlich für uns zum letzten Mal hinter den nahegelegenen Berggipfeln verschwand. Der letzte Abend in Untertauern brach an. Wir waren aber nicht zuuuu traurig, denn es sollte am nächsten Tag ja nicht nach Hause, sondern zur nächsten Urlaubsstation nach Mittersill gehen…Obwohl: Wir wären natürlich gerne noch länger im Hause Kohlmayrs geblieben!

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Die anderen Tage

Teil 1: Untertauern Tag 1

Teil 2: Untertauern Tag 2

Teil 3: Untertauern Tag 3

Teil 4: Untertauern Tag 4

Teil 5: Untertauern Tag 5

Teil 6: Untertauern Tag 6


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Impressionen Untertauern Tag 7


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2 responses

15 10 2010
Frank

Hab herzlichen Dank, liebe Anna – auch für die tollen Fotos. Von mir bekommst du ganz hohe Haltungsnoten in der Pflicht und – besonders! – der Kür!

Dein Frank

18 10 2010
Anna

Hallo Frank, danke für deine aufbauenden Worte🙂
Viele Grüße,
Anna

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