Nymphenmuster – Darfs ein bisschen bunter sein?

11 03 2012

Beim Surfen bin ich auf dem Blog von „Field and Stream“ über einen neuen Artikel von Dirk Deeter gestolpert: Der Autor diskutiert den Einfluss von „hot spots“ bzw. „trigger points“ auf die Sichtbarkeit von Nympen in unterschiedlichen Gewässertiefen. Die beiden Begriffe bezeichnen farbige Akzente, die vom Fliegenbinder im Kopf- oder Schwanzbereich der Fliege gesetzt werden. Auch farbige (Tungsten-)Köpfe können – der Meinung des Autors nach – dazu beitragen, dass Forellen die vermeindliche Beute besser/schneller/leichter wahrnehmen und somit effektiver zum Biss verführt werden. Am Bindetisch kommen hauptsächlich fluoreszierende Farben wie Orange oder Chatreuse zum Einsatz, wobei insbesondere Rot und Violette in größeren Tiefen am besten geeignet sind. Denn: „The water column disperses most of the Blue, Yellow, Green and Orange light as you gain depth where Red and Violet colors are still present.“ (Steve Parrott)

In seinem Text nimmt Dirk Deeter Bezug auf Steve Parrott und verweist auf ein Foto, das dessen Fliegendose zum einen unter normalen Lichtbedingungen (links) und zum anderen in ultraviolettem Licht (rechts) zeigt – ein Lichtverhältnis, vergleichbar zu dem unter Wasser bzw. in „tieferen“ Gewässerabschnitten. Was „tief“ hier allerdings genau bedeutet, wird von den beiden Autoren leider nicht konkretisiert.

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Bild: Nymphenmuster mit fluoreszierendem Hot Spot in ultraviolettem Licht

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Das Foto zeigt für Parrott eindrücklich, das Hot Spots – gebunden mit fluoreszierenden Materialien – wesentlich länger/tiefer farbecht wahrgenommen werden können: „This creates a huge advantage over flies tied without fluorescent materials as they will appear dark brown or black with a brightly colored section glowing like a beacon in those deeper runs. This is an open invitation for fish to check it out and since they cannot grab the fly and inspect it with their hands, they use their mouth!!!“ (Steve Parrott)

Auch ich sammle in meiner Nymphendose seit längerem eine Vielzahl vergleichbarer Muster und habe gerade unter widrigen Bedingungen die Erfahrung gemacht, dass diese kleinen Unterschiede an der Fliege einen großen Unterschied am Wasser machen können! Abschließend bleibt dennoch die Frage, ob das Sehorgan des Fisches überhaupt vergleichbar zu dem des Fischers funktioniert. Ich würde mich freuen, wenn mir jemand zu diesem Thema eine aufschlussreiche Lektüre empfehlen würde.

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