Schleswig-Holstein verbietet C&R

27 06 2012

Wie ich kürzlich auf Facebook bei Dicht am Fisch lesen mussste, ist nun in Schleswig-Holstein Catch & Release (also das Zurücksetzen eines maßigen Fisches) offiziell verboten worden. So heißt es im dortigen Fischereigesetz:

“Das ‚Trophäenfischen‘ mit anschließendem Zurücksetzen (‚Catch & Release‘) ist jetzt explizit verboten. Verstöße gegen den § 39 können ab sofort auch nach dem Fischereigesetz geahndet werden.”

Demgegenüber ist nun – und das finde ich ebenso überraschend – die Verwendung von Setzkeschern erlaubt…

Über die Gründe des Verbots von C&R kann ich natürlich nur mutmaßen. Dass die verantworlichen Entscheidungsträger im Bundesland zwischen Nord- und Ostsee jedoch davon ausgehen, dass ein Zurücksetzen von Fischen diesen letzten Endes schadet, liegt für mich nahe. Mir stellt sich an dieser Stelle dann die Frage, wie ich in den letzten Jahren den gleichen Fisch – ich rede hier von Bachforellen ü45 cm – bereits mehrmals fangen und keine negativen Veränderungen an seiner Physis feststellen konnte. Gestüzt wird dieser, selbstverständlich in keinster Weise repräsentative Erfahrungswert, durch das unten angefügte Video.

Ich möchte an dieser Stelle keine Debatte über C&R entfachen, aber mich würde zumindest interessieren, ob Ihr vergleichbare Erfahrungen gemacht habt.


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2 responses

28 06 2012
Detlef

Hallo Alex,
Fische sind viel härter im Nehmen als man denkt. Werden sie einigermaßen fachgerecht behandelt ist für diese der Ausflug an der Leine ähnlich stressig und schädlich wie für dich ein Besuch im Piercingstudio oder im Tätoo-Laden!
Zudem steht dort eindeutig dass das Zurücksetzen eines maßigen Fisches nach Paragraph xyz verfolgt werden „kann“. Das heißt ja noch lange nicht, dass das auch automatisch so gehandhabt wird oder werden muss. Setzkescher sind z.B. in NRW nie verboten gewesen, obwohl viele der Meinung waren. Es gibt da lediglich eine „Empfehlung“, aber kein Gesetz! Allerdings kann jeder Fischereiberechtigte (Pächter) ein individuelles Verbot für „sein“ (angepachtetes / eigenes) Gewässer aussprechen. Im Streitfall ist immer das Gusto des jeweiligen Richters gefragt. Liegt nachweisbar Tierquälerei vor, kann man verdonnert werden……es muss aber nicht so sein.

Gruss
Detlef

28 06 2012
Alex

Hallo Detlef!

Vielen Dank für Deinen Beitrag.Dann hoffe ich, dass ich bald auch zum Kreise der Pächter gehöre. Halt Euch auf dem Laufenden😉

Viele Grüsse
Alex

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