Schnappschüsse der letzten Tage

11 09 2013

von Alex

In den letzten Wochen habe ich viel zu wenig Fotos gemacht! Entweder, weil ich meine Kamera zu Hause vergessen habe (irgendwie schein ich nicht immer ganz bei mir zu sein, denn ich war auch schon 2 Mal ohne Wathose los) oder aber, weil ich alleine unterwegs war und nichts davon halte, Fische zum Ablichten ins Gras zu legen. Ob nass oder trocken. Ausprobiert habe ich deswegen auch hier und da mal den „3-Sekunden-Selbstauslöser“ meiner Canon Powershot. Damit macht sie drei Fotos unmittelbar hintereinander und nach dem schnellen Release muss man darauf hoffen, dass einer der Schnappschüsse das Ziel erfasst hat. Und das am besten auch noch scharf. Dies klappt leider noch nicht immer, aber ich arbeite dran🙂

An der Maas, genauer an der „Grenzmaas“, war ich vor kurzem aber zum Glück in Begleitung. So konnte Marc meine ersten beiden Zander mit der Fliegenrute und mein dementsprechend breites Grinsen im Gesicht festhalten. Eigentlich waren wir in den Niederlanden um auf Barben zu fischen, aber die überraschende Begegnung mit den raubenden Stachelrittern hat mich auch sehr glücklich gemacht. Gefangen habe ich sie mit der Schwimmschnur auf einen schwarzen Forellenstreamer knapp unter der Oberfläche. Nachdem ich sie einige Male habe Kleinfisch jagen sehen, musste ich eigentlich nur über den vermeintlichen Standplatz werfen und den mit Tungsten beschwerten Leech zum schnellen jiggen bringen. Beide Bisse waren kurz vor meinen Füßen und im klaren, niedrigen Wasser der Grenzmaas gut zu sehen. Ein toller Anblick!

Auch an meinen belgischen Flüssen wird derzeit viel geraubt, dies erkennt man an den fetten „Wampen“ der Rotgetupften. Insbesondere Elritzen sind das Objekt der Begierde. In großen Schwärmen findet man die schwarz/goldenen Kleinfische – die keine Skrupel vor einer 12er Nymphe haben – in den stilleren Uferzonen. Bis etwa 10cm Länge und habe ich sie dort am Haken gehabt. Teilweise schon recht nervig, wenn man an den Strömungskanten eigentlich nach Forellen sucht. Zumal vermutlich die grösseren Exemplare der Farios irgendwann einen Grossteil ihres Nahrungsbedarfs durchs abendliche Rauben abdecken. Aber abgesehen von diesen zweifachen „Schwierigkeiten“ für uns Fliegenfischer, sind eine Vielzahl an Elritzen natürlich positiver Indikator für die Qualität des Gewässers. Und zum Glück braucht man ihretwegen noch lange nicht mit dem Streamer losziehen. Die tief geführte Nymphe funktioniert, gerade seit den Regenfällen der letzten Woche, noch bzw. wieder wunderbar. Ich teste derzeit vermehrt neue Bissanzeiger und habe den Eindruck, eine stimmige Kombination aus Vorfach und Strike Indicator gefunden zu haben. Jedenfalls habe ich die Nymphe selten so gut über den Flussgrund rollen gespürt. Hierzu aber in Kürze mehr.

Daneben bringt derzeit aber auch die Trockenfliege Erfolge, konnte ich doch unmittelbar hintereinander an einem langen Pool zwei regelmässig steigende, makellose Äschen knapp über 40cm überlisten. Während eines Schlupfes winziger brauner Eintagsfliegen, war eine spärliche Hasenohr mit Goldrippung, gebunden auf einen 18er Haken, offenbar die passende Wahl. Steigende Forellen sind hingegen in den letzten Wochen vermehrt erst in den Abendstunden zu beobachten. Obwohl auch tagsüber Unmengen an kleinen braunen und schwarzen Sedges sowie unterschiedliche Eintagsfliegen auf dem Wasser sind, scheinen die Bafos keinen Anreiz zu verspüren, sich nach oben zu orientieren.

Unterm Strich hoffe ich, dass der Fluss bis zum Saisonabschluss Ende September seinen Pegel halten kann. Ich setze in den kommenden zwei Wochen jedenfalls auf einige letzte schöne Stunden in Ostbelgien. Der Oktober gehört dann wieder ganz der Rur, auch hier ist der Wasserstand mit 20cm an der Station in Monschau wieder etwas „besser“, nachdem in den letzten Wochen absolutes Niedrigwasser war und man an einigen Stellen fast trockenen Fußes den Fluss queren konnte. Und was gibt es schlimmeres als kein Wasser um die Beine zu haben?

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One response

11 09 2013
Jakob

Sehr schöne Fische! Petri!:)

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