Nymphenfischen – ein kontroverses Thema (TEIL1)

23 01 2014

von Alex

Hin und wieder (früher noch wesentlich häufiger) verschlägt es mich in der Mittagspause, wenn gerade kein schöner Kurzfilm zur Hand ist, in unterschiedliche Foren zum Thema ‚Fliegenfischen‘. Dort interessieren mich neben den immer wiederkehrenden Diskussionen über neues Tackle insbesondere solche Threads, in denen es um Techniken und Taktiken am Wasser geht. Neulich erst fand ich wieder einen Post, der meine Aufmerksamkeit erregte. Es ging (bzw. ‚es geht‘, denn die Diskussion wird dort vermutlich weiterhin hitzig geführt) um das Fischen mit der Nymphe. Eine komplexe Facette des Fliegenfischens, die mich besonders fasziniert und sowohl in der Theorie als auch in der Praxis fesselt. In diesem Zusammenhang wurde ausgangs gefragt, ob die Verwendung eines Bissanzeigers sinnvoll sei und falls ja, welcher Bissanzeiger verwendet werden solle.

Zwei auf den ersten Blick unschuldige, kurze und eindeutige Fragen, die allerdings vor Ort eine 8-seitige, kontroverse Debatte nach sich zogen. Zunächst spielte ich mit dem Gedanken, meine ganz subjektive Meinung gepaart mit einigen eher objektiven Gesichtspunkten in aller Kürze nahtlos in die restlichen Reaktionen der Forumsnutzer einzureihen. Beim Verfassen meiner Antwort merkte ich aber schnell, dass die beiden Fragen nicht so flux und einfach geklärt werden konnten. Außerdem juckte es mich in den Fingern zusätzlich auch einen kritischen Kommentar zur Art und Weise des – für mich – wenig konstruktiv geführten Diskurses abzugeben. Da die Mittagspause hierfür aber bei weitem nicht ausreichte entschloss ich mich, statt eines Posts im Forum, einfach einen Artikel auf FLY.BEI zur Beantwortung dieser beiden Fragen zu erarbeiten (was ich hiermit nun z.T. auch schon getan habe). Zudem hoffe ich natürlich, dass das Thema ‚Nymphenfischen‚ auch für einige von Euch von Interesse ist.

Vorweg 1: Beantworten kann ich die beiden Fragen hier letztlich auch nicht, aber die von mir diskutierten Aspekte sind zumindest Bestandteile einer möglichen Antwort, die ich beispielsweise im Rahmen meiner Nymphen-Kurse unmittelbar am Wasser zu formulieren versuche.

Vorweg 2: Da ich mit Fabian und Lennet interessante und anregende Gedankenaustausche zu dieser Thematik hatte – beide haben hier eine etwas andere Sicht als ich – und diese ebenfalls gerne einfließen lassen möchte, wird dieser Artikel zwei-, nein sogar drei-geteilt. Dreigeteilt deswegen, weil ich nach meinem Fazit im zweiten Teil abschließend an dieser Stelle noch einen sehr erfahrenen Nymphenfischer zu Wort kommen lassen möchte. Eine Prämiere für FLY.BEI sozusagen, denn ein Interview hat es hier noch nicht gegeben. Auf das Gespräch mit Philippe Hardy, mehrmaliger belgischer Meister im Fliegenfischen am Fluss und See, freue ich mich jetzt schon und ich bin gespannt, was er im Hinblick auf das Nymphenfischen zu erzählen hat.

Dies hier ist also TEIL 1, verstanden und zu lesen als mein Beitrag zum Thread (wenn auch nicht im Thread gepostet). Dieser erste Teil wird widerum in Kürze durch TEIL 2 thematisch fortgeführt und durch das Interview in TEIL 3 ergänzt werden.

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TEIL1: Nymphenfischen mit ‚externen‘ Bissanzeigern

Ich verfolge Diskussionen wie diese hier (Das Nymphenfischen mit/ohne Bissanzeiger und wenn ‚ja‘, mit welchem?) immer mit großem Interesse, da aus meiner Sicht aus einigen Richtungen leider keine Argumente vorgetragen werden, sondern lediglich persönliche Einstellungen zur Thematik zum Ausdruck kommen. Das endet dann schnell in kleinen persönlichen Off-Topic Schamützeln, ironischen oder sarkastischen Bermerkungen die schnell missverstanden werden können etc. Zur eigentlich interessanten, weil kontroversen Ausgangsfrage wird sachlich aber im Grunde nicht mehr viel beigetragen. Dies liegt offensichtlich daran, dass bei diesem (und vielen anderen Themen) ‚Fliegenfischer-Welten‘ aufeinander prallen.

Im Extremfall stehen, metaphorisch gesprochen, in der einen ‚Ringecke‘ jene Fliegenfischer, für die das Fliegenfischen darin besteht, mit einer Gespließten und einer Trockenfliege an einem englischen Chalkstream zu fischen. In der anderen Ecke hingegen diejeniegen, für die Fliegenfischen auch darin bestehen kann, möglichst effektiv Bachforellen/Äschen mit gleich mehreren Tungsten-Nymphen (momöglich noch im Rahmen eines Wettkampfes) zu überlisten.

Effektivität, nur um nicht missverstanden zu werden, messe ich hier am Verhältnis von fressenden Fischen zu gefangenen Fischen. Wenn ich z.B. aus einer Rinne 10 von insgesamt 15 aktiven Fischen fange bin ich effektiver als jmd. der 5 der 15 fangen kann (Das ich dabei auch mehr oder weniger effizient sein kann, werde ich später versuchen zu klären).

Aber bitte nicht missverstehen: Dies heißt nicht, dass der mit den 10 gefangenen Fischen der ‚bessere‘ Fliegenfischer ist. Es geht in diesem Zusammenhang auch nicht um mögliche Mutmaßungen, dass sich für den effektiven Fliegenfischer z.B. ein Tag am Wasser nur durch die Anzahl der gefangenen Fische auszeichne. Es geht weiterhin nicht um das subjektive Empfinden von Spaß am Fliegenfischen, welches als subjektiver Maßstab zur kritischen Bewertung dieser Effektivität führen könnte. Es geht auch nicht darum, dass es sich der effektive Fliegenfischer in der Wahl seiner Methoden zu einfach mache, statt sich auf die Suche nach einer wirklichen Herausforderung in der Verführung des Fisches zu begeben. Nein! Es geht letztlich hier nur um eine urteilsfreie Auseinandersetzung mit der Frage: Wie komme ich zum nymphenden Zielfisch? Und um unterschiedliche Wege zum Zielfisch im Hinblick auf ihre Vor- und Nachteile vergleichen zu können, benötige ich ein möglichst objektives Kriterium. Und genau dies erfüllt die Effektivität im oben genannten Verständnis. Nicht mehr und nicht weniger.

Aber jetzt zurück zu den beiden ‚Ringecken‘ und den unterschiedlichen ‚Fliegenfischer-Welten‘: Natürlich habe ich für beide Standpunkte Verständnis und an unterschiedlichen Tagen ordne ich mich auf dieser Skala (mit unglaublich vielen anderen Postionen zwischen den beiden skizzierten Polen) an ganz unterschiedlichen Stellen an. Wichtig ist mir nur – und das ist die grundsätzliche Gefahr dieser Diskussionen – dass in den individuellen Beurteilungen nicht mit ‚richtig‘ und ‚falsch‘ oder ‚gut‘ und ’schlecht‘ gearbeitet wird. Dies führt nicht weiter! Meiner Meinung nach haben alle Techniken ihre Berechtigung, solange sie fischgerecht ausgeführt werden. In der Praxis kommt es letztlich doch nur darauf an, was der einzelne Fliegenfischer möchte und wo er sich selber auf der Skala – sobald er am Wasser steht – verorten möchte.

Im Folgenden beziehe ich mich also auf einen Fliegenfischer, für den es keine ‚richtigen‘ und ‚falschen‘ Techniken beim Fischen mit der Nymphe gibt, der sich bei der Wahl seiner Methode aber für jene entscheidet, die an seinem Gewässer (im Rahmen der vorgeschriebenen Gewässerordnung, also z.B. die mögliche Begrenzung auf einen Haken) möglichst effektiv ist. Zunächst einmal ist seine Entscheidung für die Nymphe in den meisten Situationen effektiv, denn Bachforellen und insbesondere Äschen nehmen den Großteil ihrer Nahrung unter der Oberfläche auf. Auch wenn diese Aussage wie ein immerkluger Allgemeinplatz klingt, so ist sie doch für die meisten Gewässertypen und viele Situationen nachweislich zutreffend – so gerne ich auch mit der Trockenfliege fische…

Der erste (und wichtigste) Faktor in der Wahl der geeigneten Nymphentechnik ist meines Erachtens die Gewässerstruktur. Für ein schnelles Pocket-Water mit vielen unterschiedlichen Strömungen und „kleinen“ Standplätzen (strömungsarme Taschen, Mikro-Pools, kurze Rinnen, Kehrströmungen etc.), in denen nur wenige Fische gleichzeitig Platz finden, sind bestimmte Nymphentechniken – und damit auch bestimmte Bissanzeiger – sinnvoller als andere. Für ein gleichmäßig fließendes Gewässer, wo hingegen viele Fische in einer langen und tiefen Rinne Platz finden, können ganz andere Nymphentechniken und Bissanzeiger erfolgreich sein. Warum dies so ist wird sich spätestens in TEIL 2 zeigen.

Zwei Techniken die mit einem Bissanzeiger arbeiten möchte ich vergleichen. In beiden Fällen wird in der Regel (Ausnahmen gibt es in der Praxis natürlich immer) stromaufwärts gefischt, da diese Bewegungsrichtung im Fluss zumeist zwei Vorteile besitzt: (1.) eine geringere Scheuchwirkung (Sichtfeld des Fisches, aufgewirbeltes Sediment etc.) und (2.) eine ‚leichter‚ umzusetzende freie d.h. natürliche Drift der Nymphe. Mit ‚leichter‚ meine ich hier u.a., dass es vielen Fliegenfischern (so meine Erfahrung) leichter fällt Flugschnur und Vorfach in der Fließgeschwindigkeit des Gewässers aufzunehmen, statt sie stromabwärts ständig nachzufüttern. Dieser Aspekt von ‚leicht‘ wäre also ein möglicher Bestandteil von Effizienz, nicht Effektivität. Denn Effizienz wird bestimmt durch das Erreichen des gewünschten Ergebnis bzw. Ziels mit möglichst geringem Aufwand.

Die erste der beiden Fragen im Ausgangspost (Warum ein Bissanzeiger?) möchte ich eingangs nur ganz kurz, pragmatisch und vermutlich zu oberflächlich beantworten, denn viel wichtiger und interessanter erscheint mir doch die zweite Frage (Welcher Bissanzeiger?). Die Verwendung eines Bissanzeigers  – abgesehen von einem ggf. leicht veränderten Wurfgefühl – hat auf einer wertfreien/sachlichen Ebene und für einen effektiven und zugleich effizienten Fliegenfischer keinen Nachteil! Natürlich kann auch die Flugschnur auf der Wasseroberfläche (was aber, wie weiter unten gezeigt werden wird, u.U. vermieden werden sollte) einen Biss anzeigen. Natürlich gibt es auch Nymphentechniken die stromabwärts ausgeführt werden und bei denen sich die Fische fast selbst haken, aber diese zwei Optionen ohne Bissanzeiger besitzen keine Vorteile gegenüber der Verwendung von Bissanzeigern in den nun beschriebenen Formen:

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Technik I: Ein ‚externer‘ Bissanzeiger

Mit ‚extern‘ meine ich hier solche Bissanzeiger, die nachträglich an das Vorfach angebracht werden können. Das kann z.B. in Anlehnung an amerikanische oder auch neuseeländische ‚Indicator Rigs‘ eine gut schwimmende Trockenfliege sein, ein Bündel gefetteter (synthetischer) Fasern oder auch ein Bissanzeiger aus Schaumstoff oder einem anderen schwimmfähigen Material (z.B. sog. ‚Rugbys‘). Auf mit Luft gefüllte und an Wasserkugeln erinnernde Bissanzeiger möchte ich hier aufgrund einer persönlichen Abneigung nicht eingehen.

Es gibt Vor- und Nachteile dieser drei Typen und wenn erlaubt, würde der an Effektivität und Effizienz orientierte Fliegenfischer vermutlich auf die Trockenfliege zurückgreifen. Dies hat mindestens 9 Gründe:

  • 1. Die Trockenfliege lässt sich gut werfen.
  • 2. Sie setzt sanft auf und hat eine geringe Scheuchwirkung.
  • 3. Sie besitzt abhängig vom gewählten Muster gute Schwimmeigenschaften.
  • 4. Sie kann schnell montiert werden.
  • 5. Sie zeigt – wenn der Springer kurz genug montiert wurde – den Biss eindeutig und schnell (d.h. also zuverlässig) an.
  • 6. Davon abgesehen ist das Schwimmverahlten der Trockenfliege nicht nur ein guter Indikator für eine saubere Drift (Dreggen/Furchen wird leicht erkannt), sondern kann…
  • 7. … dem Gewässertyp und Insektenaufkommen entsprechend flexibel angepasst werden: Brauche ich an schnellen Passagen bei einem guten Bestand an Köcherfliegen eine hoch-schwimmende und im wilden Wasser erkennbare Elk-Hair-Caddis mit Sichthilfe, oder reicht eine kleine, unauffällige und tief-sitzende Klinkhammer für gleichmäßig-strömende Stellen?
  • 8. Darüber hinaus wird ein zweiter Beißpunkt (selbst wenn die Trockenfliege aufgrund des Gewichts der Nymphe absäuft) angeboten und es kann dadurch zusätzlich aktiv nach ’steiglustigen‘ Fischen gesucht werden. Für den effektiven Fliegenfischer ist dieser letztgenannte Aspekt natürlich durchaus auch von Interesse  – und kann u.U. sogar dazu führen, gänzlich auf die Nymphe zu verzichten.
  • 9. Ein letzter Vorteil  gegenüber den anderen ‚externen‘ Bissanzeigern: Sinkt die Trockenfliege wiederholt und nachhaltig ab (was vielleicht sogar zu Bissen größerer Fische führen kann) bedeutet dies ggf. nicht nur, dass ihre Tragfähigkeit für die gewählte Nymphe und/oder Fließgeschwindigkeit nicht ausreicht, sondern auch, dass die Nymphe „tiefer fischen möchte als es die Trockenfliege erlaubt“. Bei sehr aktiven Fischen – die sich vom Grund lösen und für die Nahrungsaufnahme bis ins Mittelwasser aufsteigen – muss dies nicht zwangsläufig etwas ausmachen. Der effektive Fliegenfischer wird hier aber vermutlich den Abstand zwischen Trockenfliege und Nymphe anpassen, indem er das Monofil zwischen Trockenfliege (am Springer) und Nymphe (am Point) verlängert, oder im Falle wiederholter Hänger verkürzt. Ein Bissanzeiger aus Schaumstoff sollte hinsichtlich dieses Punktes folgerichtig auch nie so groß gewählt werden, dass er diesen „Fehler im System“ nicht auch anzeigen kann. Meiner Meinung nach sollte der externe Bissanzeiger also die Nymphe nicht gänzlich und unter allen Umständen tragen können!

Nachteile besitzt die Trockenfliege gegenüber den beiden anderen Typen von externen Bissanzeigern aber natürlich auch, insbesondere im Hinblick auf einen Aspekt des letztgenannten Punktes: Die meisten externen Bissanzeiger lassen sich auf dem Vorfach mühelos verschieben, die Trockenfliege nicht! Dieser offensichtliche Vorteil von Faserbündel und Schaumstoff-Bissanzeiger kann jedoch meines Erachtens nur durch „Faulheit“ des Fliegenfischers zum Tragen kommen und wiegt die oben genannten 9 Gründe „pro Trockenfliege“ objektiv nicht im Geringsten auf.

Alle externen Bissanzeiger (und wenn erlaubt eben die Trockenfliege) werden nun stromäufwärts serviert. Dabei ist es notwendig, dass Trockenfliege und Nymphe in einer Strömung fischen. Dies ist der wichtigste Punkt beim Fischen mit externen Bissanzeigern, denn befinden sich Trockenfliege und Nymphe in unterschiedlichen Strömungen, so können grundsätzlich 2 Dinge passieren, die der effektive Fliegenfischer vermeiden möchte:

Fall 1: Die Trockenfliege befindet sich in einer schnelleren Strömung als die Nymphe. In diesem Fall wird die Nymphe – ausreichende Schwimmfähigkeit und Tragfähigkeit der Trockenfliege vorausgesetzt – in Richtung der schnelleren Strömung mitgerissen. Eine natürliche Drift ist offensichtlich nicht gegeben.

Fall 2: Die Trockenfliege befindet sich in einer langsameren Strömung als die Nymphe. In diesem Fall – wieder ausreichende Schwimmfähigkeit und Tragfähigkeit der Trockenfliege vorausgesetzt – wird die Nymphe gebremst und steigt auf. Auch hier haben wir keine natürliche Drift – die oftmals eher nahe des Flussgrundes verortert werden kann.

Je nacht Verhältnis von (1.) Tragfähigkeit/Schwimmfähigkeit von Trockenfliege auf der einen Seite und (2.) Gewicht der Nymphe auf der anderen Seite ergeben sich bei unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten hier unterschiedliche Ergebnisse, wovon die beiden beschriebenen Fälle nur die „Extreme“ darstellen. Dabei ist der Fall 2 weniger fatal als Fall 1, denn in bestimmten Situationen sind es gerade aufsteigende Nymphen, die zum Biss führen. Unabhängig davon steht jedoch für die meisten Situationen fest: Trockenfliege und Nymphe sollten idealerweise in der gleichen Strömung angeboten werden um eine natürliche Drift der Nymphe zu gewährleisten.

Neben den beiden Faktoren ‚Trockenfliege‘ und ‚Nymphe‘ haben zudem das Vorfach und die Flugschnur als zwei weitere Parameter Einfluss auf die freie Drift – zumindest wenn sich beide auf der Wasseroberfläche befinden! Im ‚worst case‘ habe ich 3 unterschiedliche Anker (Flugschnur, Vorfach, Trockenfliege), die das für den Fliegenfischer unsichtbare Verhalten der Nymphe unter Wasser beeinflussen und von ihm zu kontrollieren sind. Nicht ohne Grund fischen pragmatisch orientierte, effiziente Fliegenfischer an Gewässern mit unterschiedlichen Strömungsverhältnissen auf kurze Distanzen mit einem erhobenem Arm und trotz starkem Uferbewuchs mit einer langen Rute. Die viel zitierte Faustregel „Kleiner Bach, kleine Rute!“ stimmt meines Erachtens nur in wenigen Fällen, denn durch diese zwei einfachen Maßnahmen (Wahl der Rute + Rutenhaltung) werden auf einfache Art und Weise zumindest Flugschnur und Vorfach so weit es geht „aus dem Spiel“ der Strömung genommen. Der effiziente Fliegenfischer – der sich also fragt, was ihn leichter und mit weniger Aufwand zum Ziel führt – verzichtet somit auf das aufwendige Menden der Flugschnur oder das Nutzen von Trickwürfen.

Soweit so gut. Zeit für ein kurzes Zwischenfazit:

Objektiv gesehen (ohne wertende subjektive Beurteilungen und persönliche Einstellungen aus den Ringecken) gibt es für einen an Effektivität orientierten Fliegenfischer keinen Grund auf einen Bissanzeiger zu verzichten. Für die Wahl ‚externe‘ Bissanzeiger gibt es viele gute Gründe. Insbesondere die Trockenfliege als externer Bissanzeiger ist dabei von besonderem Interesse.

Allerdings besitzen externe Bissanzeiger (ja, auch die Trockenfliege) je nach Gewässerstruktur auch einige Nachteile gegenüber anderen Bissanzeigern, die ich in TEIL 2 dieses Artikels als ‚intern‘ bezeichnen werde. Ich werde versuchen zu zeigen, dass es für den effektiven Fliegenfischer sinnvoll sein kann, je nach Situation zwischen externen und internen Bissanzeigern zu wechseln und er bewusst entscheiden können sollte, wann er welche Möglichkeit zur Anwendung bringt.


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One response

4 02 2014
Von magischen Äschen | FLY.BEI - We are haunted by waters.

[…] einen Bissanzeiger aus farbigem Monofil am ca. 6 Meter langen Vorfach (dazu mehr im 2. Teil meines Artikels über Bissanzeiger) und entschieden uns für zwei unterschiedliche Nymphen aus den Restbeständen der letzten Saison: […]

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