Es macht mich froh…

21 05 2014

von Alex

Es macht mich immer wieder froh zu sehen, wenn jemanden das Fliegenfischer-Fieber so richtig packt. Noch viel mehr freut es mich natürlich, wenn ich daran in irgendeiner Form beteiligt sein darf. So etwa geschehen vor ein paar Wochen in der Eifel, als Alex und Andi gemeinsam mit mir ihre ersten Schritte am Fluss unternommen haben. An solchen Tagen denke ich zurück an meine anfänglichen Erfahrungen mit der Fliegenrute und kann ihre Begeisterung und Motivation nur zu gut nachempfinden.

Ihre persönlichen Eindrücke zum Wochenende haben die beiden Frohnaturen nun auf ihrer Webseite veröffentlich, auf der sie ihren Einstieg in unsere Passion dokumentieren. Ich bedanke mich für die lustigen Stunden, wünsche Euch weiterhin viel Spaß am Wasser und allzeit Tight Lines!

Alex und Andi

(Alex und AndiDie ersten Schritte mit der Fliegenrute)

 

Gefreut hat mich ebenso das darauf folgende Kurswochenende: Hans-Jörg fischte bereits einige Jahre an der Unteren-Rur und kann schon lange nicht mehr als ‚Einsteiger‘ bezeichnet werden. Im Hinblick auf Techniken und Taktiken zum effektiven Befischen seines Hausgewässers hatte er allerdings noch einige offene Fragen und lud mich daher zu sich, in die Nähe der niederländischen Grenze, ein.  Ich kenne die Rur auch unterhalb des Eifel-Stausees, so weit flussab war ich selber allerdings bisher auch noch nicht an ihren Ufern unterwegs gewesen. Die von uns befischten Gewässerabschnitte suchte daher nicht ich, sondern mein ortskundiger Gastgeber aus. Ich steuerte lediglich meine Empfehlungen zum optimalen Umgang mit dem Gerät und den Gegebenheiten bei. Der Fokus musste meines erachtens dabei insbesondere auf Techniken zum tiefen Präsentieren der Nymphe liegen, denn die Rur war hier unten teils weit über 2m tief und zeichnete sich an den markanten und von Hans-Jörg ausgewählten Stellen durch eine flotte Oberflächenströmung aus. Schnell hatte er die wichtigsten Grundlagen verinnerlicht und schon nach kurzer Zeit drillte er vor den Augen eines erstaunten Ansitzanglers eine Barbe mit weit über 70cm – die sich nach einigen Minuten und vielen Fluchten leider zurück in die schützende Rinne verabschiedete. Der Frust über den verlorenen Prachtfisch währte aber nur kurz und sein konzentriertes Nymphen wurde mit einer weiteren Barbe über 70cm belohnt. Mit einem breiten Grinsen verabschiedeten wir den stattlichen Kämpfer. Ihm folgten nur wenig später eine weitere Barbe in dieser Größenordnung, Hans-Jörgs bisher größte Äsche mit knapp 40cm und seine erste Forelle am eigenen Gewässer überhaupt. Das alles mit den gleichen Nymphenmustern, dem gleichen Vorfachaufbau und der gleichen Präsentation. So einfach kann Fliegenfischen sein!

Ich bin mir sicher, dass Hans-Jörg an den kommenden Feierabenden einige weitere Barben, Döbel, Äschen oder auch Forellen wird überlisten können. Und gerade diese Ungewissheit, welcher Fisch als nächstes die Nymphe am Flussgrund nimmt, zeichnet für mich diese spannende Fischerei am Mischgewässer aus. Jedenfalls habe ich nach diesem Tag richtig Lust bekommen, es auch noch einmal auf Barben zu versuchen🙂

Hans-Jörg

(Hans-Jörg – Eine 70+ Barbe aus der Unteren-Rur)


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