„Ich imitiere eine Trockenfliege“

24 08 2013

von Alex

Vor wenigen Minuten rief mich meine Mutter an. „Du warst gestern im Fernsehen, beim WDR!“ sagt sie durch den Hörer. „Achwas!“, sage ich am anderen Ende. Die Ausstrahlung der Sendung Wir sind NRW mit dem euregionalen Themenschwerpunkt Dreiländereck hatte ich vollkommen vergessen. Bereits im Juni wurden Marc und ich von einem Team des Lokalsenders an der Rur besucht. Christian Dassel und seine Kameramänner begleiteten uns einen sonnigen Tag lang durch den Fluss, der in Belgien entspringt und nach zahlreichen Kilometern durch die deutsche Eifel die Grenze in die nahen Niederlande überquert.

Die mittlerweile in der Mediathek wartende Folge wird aus fischereilicher Sicht ab Minute 29 interessant, dann schwingen wir uns nämlich in unsere Wathosen und tauchen ein ins Rauschen der Eifel-Rur. Es ist schon interessant zu sehen, was aus mehreren Stunden Videomaterial am Ende geworden ist. Meine Liebesbekundungen an den Fluss und seine Bewohner sowie meine philosophischen Ergüsse zum Fliegenfischen haben leider keinen Platz gefunden 😉

Dafür aber ein Spruch, der viel eher in die Outtakes gehört hätte: „Ich imitiere eine Trockenfliege“. Aber wer weiß, Vielleicht versuche ich das im nächsten Karneval einmal. Unabhängig davon habe ich jedenfalls mit der Trockenfliege (so zumindest die Interpretation des Kommentators), neben der Stein-, Köcher- und Eintagsfliege eine neue Ordnung von Fluginsekten benannt. Jemand müsste also bitte die Entomologie für Fliegenfischer entsprechend ergänzen. Danke! 😉

Bild 1





(Fliegen)fischen im TV

12 07 2013

von Alex

In meinem TV-Schrank haben sich in den letzten Jahren einige DVDs zum Thema ‚Fliegenfischen‘ angesammelt. Darunter zahlreiche Filme, die einen von der heimischen Couch an entfernte und abgelegene Gewässer entführen oder solche, bei denen wir versierten Bindern über die Schulter schauen dürfen. Neben diesen hochwertigen Produktionen tummeln sich im Netz zahlreiche, ebenfalls qualitativ anspruchsvolle (und zumeist kostenlose) Kurzfilme über die unterschiedlichsten Facetten unserer Leidenschaft. Einige davon habe ich Euch in den letzten Jahren an dieser Stelle wärmstens empfohlen.

Leider, so meine Meinung, gibt es allerdings im deutschen TV-Programm nur selten etwas zu sehen, was unsere Aufmerksamkeit beim abendlichen Zappen durch die Kanäle gewinnen kann – zumindest aus fischereilicher Sicht. Ab und an finden sich, meist auf den dritten Kanälen, Dokumentation oder Reportagen über Gewässer und ihre Bewohner. Diese sind zumeist sehr informativ, hier und da läuft auch ein „Angler“ durchs Bild, aber befriedigt bin ich davon als Fliegenfischer nicht. Dann gibt es außerdem Sendungen, die konkret auf „Angler“ zugeschnitten sind. So z.B. ein Angebot des NDR, auf das ich inhaltlich allerdings nicht weiter eingehen möchte. Warum? Ich müsste harsche Worte finden und das möchte ich nicht 🙂 Wenn Ihr Lust habt, könnt Ihr Euch ja selber ein Bild machen, Ihr versteht sicher was ich meine: NRD – „Angeln in Polen“

Im Gegensatz dazu ist der Ansatz von „Trout Diaries“ nicht nur vorbildlich, sondern auch genau auf unsere – oder zumindest doch meine – Bedürfnisse an ein solches Format zugeschnitten. In „Trout Diaries“ geht es um das Fliegenfischen in Neuseeland. Das alleine wäre wahrscheinlich schon Grund genug, sich die Sendung anzuschauen. Aber auch die Art und Weise ‚wie‘ hier das Fliegenfischen präsentiert wird, gefällt mir sehr gut. Derek Grzelewski – Autor zahlreicher Bücher zum Thema Fliegenfischen – nimmt den Zuschauer mit auf seine Reisen und Abenteuer in einer wunderschönen Landschaft und beweist einen verantwortungsvollen und reflektierten Umgang mit Gewässer und Fisch. Und das Ganze auch noch verpackt in tollen Bildern… Was will man mehr? Nichts! Außer vielleicht, dass sich DMAX um diese Sendung bemüht, damit wir in Deutschland auch etwas davon haben.

„The show has been inspired by my travels and adventures during the research and the writing of both The Trout Diaries and The Trout Bohemia books. It really brought home the fact that when it comes to fly fishing for big wild trout, there is no better place than New Zealand. Realising and pursuing that has certainly been the greatest adventure of my life.“ (Derek Grzelewski)





Beitrag im WDR: Entlang der Rur in sechs Tagen

27 02 2013

von Alex

Am letzten Wochenende (Sonntag, 24.02.13, 20:15 Uhr) wurde im WDR im Rahmen der Sendung Wunderschön! ein 90-minütiger Beitrag über die Rur ausgestrahlt. Unter dem Titel „Entlang der Rur in sechs Tagen“ konnten die Zuschauer vor dem Fernseher die beiden Protagonisten auf dem Radweg entlang des Flusses, von seiner Quelle im belgischen Teil des Hohen Venns bis zur Mündung in die Maas im niederländischen Roermond, begleiten.

Obwohl ich kein Freund dieser Form der Fortbewegung bin – mein letzter freiwilliger Ausflug auf einem Drahtesel liegt mittlerweile über 4 Jahre zurück – hatte die Sendung auch für mich einiges zu bieten: Zum einen Wissenswertes über die kleinen und größeren Städte entlang der Rur und ihre traditionellen Eigen- und Besonderheiten und zum anderen Interessantes über den Fluss als Lebens- und Erholungsraum. So waren für uns Fliegenfischer insbesondere zwei Themen besonders reizvoll. Zunächst eine kurze Einführung in das Insektenaufkommen des Flusses kurz unterhalb des Rursees und informative Erläuterungen hinsichtlich der Bedeutung unterschiedlicher Insektenarten als Indikatoren für die Wasserqualität (Minute 23). Anschließend wurde weiter stromabwärts in Richtung Düren das Fliegenfischen als eine besonders naturnahe und entspannende Form der Fischerei von Buchautor Werner Berens vorgestellt. Dabei waren nicht nur die bereits recht ansprechenden Rollwürfe der wissbegierigen Moderatorin, sondern auch der an einem Baum befestigte Bindestock als temporärer und spontaner Ersatz zum heimischen Bindetisch hübsch anzusehen (Minute 49). Auf diese Idee bin ich noch gar nicht gekommen! Werde ich mal ausprobieren.

Wer den Beitrag im WDR über unsere Rur vom Venn bis zur Maas verpasst hat, der hat glücklicherweise noch die Möglichkeit, die ganze Sendung in der Mediathek online anzuschauen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Wunderschön! – Entlang der Rur in sechs Tagen. Unterwegs mit Tamina Kallert.

 

Nachtrag:

Und wo wir gerade beim Thema „Fernsehen“ sind. Im Sommer werde ich dann vielleicht im WDR in einem Beitrag über das Fliegenfischen zu sehen sein. Genaueres hierzu erfahrt Ihr in Kürze.








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