Auf engstem Raum

6 07 2014

von Alex

Nach Kursen auf Barbe und Forelle in den letzten Tagen, zog es mich gestern Abend selber auch noch einmal ganz kurz ans Wasser. Ich hatte vor zwei Wochen an einem schmalen Bach einen kleinen, sehr versteckten Pool entdeckt, den ich unbedingt noch einmal ausprobieren wollte. Bei meinem ersten Besuch gab es dort bereits einen 40+ Fisch und im Drill meinte ich, eine noch größere Bachforelle gesehen zu haben. Ich war mir aufgrund des schnellen Wassers allerdings nicht ganz sicher gewesen. Dies wollte ich unbedingt überprüfen.

Der Mini-Gumpen war etwa so breit wie tief und im vorderen Teil hatten sich viele, viele Äste angesammelt. Im hinteren Teil war die Uferseite komplett unterspült, und dichte, rote Wurzeln boten einen zweiten sicheren Standplatz. Insgesamt eine heikle Stelle, sollte man hier auf einen kräftigen Fisch treffen, denn auch die Strömung im Zulauf war äußerst stark.

Ich näherte mich dem Pool stromauf und ließ meine 16er Nymphe mit erhobenem Arm und einem fast gestreckten Vorfach kontrolliert in den Auslauf trudeln. Ich hatte mich entschieden, hier nur mit einer Nymphe zu fischen, denn einen möglichen Hänger des zweiten Musters im Drill wollte ich unbedingt vermeiden. Außerdem fischte ich mit einer 5x Vorfachspitze, für dieses kleine Gewässer und den niedrigen Pegel ansonsten etwas zu dick. Aber falls ich Kontakt bekommen sollte, musste sofort Gegendruck ausgeübt werden, um eine Flucht in die Äste oder die Wurzeln zu verhindern.

Schon bei der ersten Drift sah ich im klaren Wasser, dass sich eine stattliche Bachforelle, die ich zuvor nicht entdeckt hatte, obwohl ich mich auf maximal 3 Meter genähert hatte, vom Grund löste und meine Nymphe im Mittelwasser nahm. Ich zog sie schnell aus dem Pool und drillte sie kurz unterhalb aus. 42cm! Aber weder der Fisch den ich bereits kannte, noch der größere Fisch, der mir seitdem nicht aus dem Kopf gegangen war. Also ein zweiter Versuch.

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Ich wartete einen Moment und machte meine nächste Drift. Diesmal in die Mitte des Pools. Ich ließ die Nymphe mit der Strömung in Richtung Ufer und Wurzeln abtreiben, senkte sie leicht ab und bewegte sie in der Geschwindigkeit der Strömung in Richtung Auslauf. Eine zweite größere Bachforelle verließ das Wurzelwerk und folgte ihr, verpasste aber. Ich wartete nochmals ein paar Minuten, ließ die Forelle ihren Standplatz wieder einnehmen und wiederholte die Drift. Diesmal nahm sie! Auch hier das gleiche Spiel, ich versuchte den Fisch vom Zug stromauf abzuhalten und konnte sie wenig später im Auslauf auf engstem Raum unter den überhängenden Ästen landen. 43cm! Der mir bekannte Fisch von vor zwei Wochen.

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Abermals ein paar Minuten später war dann der Hotspot des Pools dran. Der Einlauf mit den vielen Ästen und der Kehrströmung, die sich oberhalb des Baumes mit den Wurzeln am Ufer gebildet hatte. Am erhobenen Arm platzierte ich die Nymphe über die schnelle Strömung hinweg in den ruhigen Bereich und unmittelbar war meine Rute das dritte Mal krumm. Ich merkte schnell, dass diese Forelle wesentlich größer war, denn sowohl der erste Schwall an der Oberfläche, als auch der Zug in Richtung Grund zeugten von immenser Kraft. Meiner 3er Rute wurde richtig gefordert. Mit der Cult im Halbkreis versuchte ich dem Fisch Paroli zu bieten und daran zu hindern, sich gegen die Strömung zu bewegen. Aber vergebens, er zog vom Auslauf, wohin ich ihn kurz dirigieren konnte, in Richtung Einlauf. Er wusste offenbar genau, dass er dort im dichten Unterwassergestrüpp angespülter Äste die besten Chancen hatte. Und die nutze er! Denn wenig später spürte ich, dass mein Vorfach einen Ast touchiert haben musste, die Bewegungen der Forelle waren nicht mehr zu spüren. Ein Hänger?! … Was jetzt?! Ich entschied mich für die positive Variante, hielt meine 10ft. Rute auf Spannung und kletterte in den Pool, die Rute weit hinter mir ausgestreckt. Wie befürchtet, hatte sich mein Vorfach um einen der vielen Äste gewickelt. Zum Glück war er recht dünn, so dass ich ihn schnell überbrechen konnte. Und da waren auch die Bewegungen des Fisches wieder, mein Schonhaken hatte gehalten. Glück gehabt! Direkt griff ich zum Kescher auf meinem Rücken und hielt ihn tief ins Wasser. Der Fisch hatte keine Möglichkeit mehr auszuweichen und fand sich in meinem Schonnetz wieder. Erleichterung! Der bisher herausfordernste Drill dieser Art mit vielen unangenehmen Entscheidungen in kürzester Zeit. Der Fisch war es allemal wert! Eine sehr alte Bachforelle, dunkel gefärbt, etwas aus dem Futter und mit einem großen, markanten Kopf. 54cm!

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Nach insgesamt vielleicht 20 Minuten und mit ein paar Schnappschüssen im Gepäck, machte ich mich durchs tiefe Unterholz auf den Weg zurück, um an anderer Stelle den Abend gemütlich mit der Trockenfliege ausklingen zu lassen.

Ich hoffe, dass Ihr ebenfalls ein schönes Wochenende mit hoffentlich ähnlich glücklich endenden Herausforderungen am Wasser hattet!

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Rückblick Juni und einige News

30 06 2014

von Alex

Mein letzer Post für FLY.BEI liegt schon wieder über 3 Wochen zurück. Verdammt! Ich komme derzeit einfach nicht hinterher, neben meinen Kursen und Guidings und natürlich meinen eigenen Ausflügen ans Wasser, alles Erlebte hier für mich – und natürlich für Euch – festzuhalten. Zum Glück gibt es Facebook, wo ich abends zwischen zwei schnellen Nymphen für den nächsten Tag noch einen kleinen Beitrag einschieben kann. Denn zu berichten gibt es einiges! Und das auf allen Ebenen:

Aus fischereilicher Sicht wüsste ich derzeit gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen. Ich könnte weit ausholen und würde vermutlich viele Superlative verwenden. Um es aber mal auf den Punkt zu bringen: Es ist mit Abstand meine bisher beste Forellensaison! Ich habe meine zu Beginn des Jahres formulierten persönlichen Ziele allesamt schon lange erreicht. Um ehrlich zu sein, bei weitem übertroffen. Beim Fussball würde man wohl sagen „Jetzt kann befreit aufgespielt werden.“ Auf das Fischen passt dieser Spruch jedoch nicht ganz, denn so etwas wie ‚Druck‘ habe ich noch nie verspürt. Das wäre ja auch das Ende! Das Fliegenfischen, der Fluss und die Fische sind neben meiner Familie meine wichtigsten Energiespender. Klingt ziemlich esoterisch, ist aber so. ‚Fliegenfischen‘ ist mehr als ein Hobby oder eine Freizeitbeschäftigung für mich. Diese Begriffe treffen es nicht ansatzweise. Es ist vielleicht so etwas wie eine ‚Passion‘ oder eine Leidenschaft. Aber auch das klingt zu schwach. Ich möchte nicht wissen, wie viele Stunden am Tag ich mich mit irgendeiner der unzähligen Facetten des Themas – auch ohne eine Wathose zu tragen – auseinandersetze. Hierin könnte vielleicht auch einer der Gründe für diese fantastische Saison liegen, denn ich versuche derzeit so viele Informationen wie nur möglich über Techniken und Taktiken zu sammeln, zu vergleichen und mit meinen persönlichen Erfahrungen vom Wasser zu konfrontieren.

Mein Fokus liegt dabei natürlich auf dem Nymphenfischen. Es ist ein unfassbar komplexes Feld und es gibt so viele unterschiedliche Stellräder, die justiert werden können. Ob es die Zusammenstellung des Vorfachs ist. Ob es die Auswahl der Nymphen ist. Ob es die Anordnung der Nymphen ist. Ob es die Präsentationstechnik ist. Ob es die Auswahl der Stellen ist. Ob es der Zielfisch ist. Neulich erwiderte jemand auf einen Beitrag von mir im Fliegenfischer Forum zum Thema ‚Nymphenvorfächer‘, dass das Vorfach (und einiges mehr) doch völlig überbewertet seien. Das wichtigste sei (Zitat) „das Handwerk“. Ich hatte keine Lust auf eine Diskussion, aber fragte mich noch ein paar Mal, was denn dieses „Handwerk“ eigentlich sein soll. Ich stelle mir darunter vor, zu wissen UND begründen zu können, ‚wann‘ ich ‚was‘ am Wasser mache und ‚wie‘ ich dieses ‚was‘ dann auch tatsächlich praktisch (möglichst effizient) umsetzen kann. Und dazu gehört definitiv auch so etwas wie der Aufbau eines auf die Präsentationstechnik, die Gewässerstruktur und die Auswahl der Nymphen abgestimmtes Vorfach. Zum „Handwerk“ eines Fliegenfischers gehört meiner Meinung nach weit weit mehr, als das bloße Beherrschen des Wurfes. Es ist alles, was den Fang eines Fisches beeinflusst. Gengug aber jetzt von diesem esoterischen und theoretischen Gedankengängen. Zurück zur Fischerei der letzten Wochen und zum eigentlichen Handwerk!

Kristof und ich haben in dieser Saison jede von uns gefangene Bachforelle sowie jede Äsche über 40cm fotografiert. Damit aber nicht genug, wir haben alle möglichen Daten zu den einzelnen Fängen und ihren Umständen gesammelt. Dabei sind schon jetzt einige interessante Erkenntnisse entstanden. Insbesondere, weil wir einige Fische schon aus unseren Fotoarchiven der letzten Jahre kannten, oder aber so viel Glück hatten, sie in der laufenden Saison wiederholt zu Gesicht bekommen zu haben. Eine im März gefangene 40+ Bachforelle war z.B. Ende Mai bereits fast 4cm gewachsen, eine 54er aus dem letzten Herbst maß nun schon stattliche 64cm. Andere waren hingegen in zwei Jahren kaum gewachsen. Von vielen Bachforellen konnten wir ihre Wege durchs Gewässer rekonstruieren, trafen sie an unterschiedlichen Stellen (abhängig vom Wasserstand) an. Auch das Fressverhalten bei unterschiedlichen Wasserständen und Wetterbedingungen ist interessant zu beobachten. Wann geht eine Großforelle auf abendliche Kleinfischjagd im flachen Uferbereich und wann zeichnet sie sanfte Ringe auf die Oberfläche? Gemeinsam haben wir in diesem Jahr nun eine hohe zweistellige Anzahl unterschiedlicher Salmoniden aus unterschiedlichen Flüssen in unserer Datenbank und hoffen, dass in den Monaten bis zur Schonzeit noch einige dazu kommen werden.

In der Gallerie unten seht ihr eine Auswahl der schönsten Fische der letzten Wochen. Die Zeichnungen und Körperformen sind so unterschiedlich, wie die Standplätze und Gewässer, wo sie gefangen wurden. An schmalen Flussläufen und aus deren kleinen Gumpen mit leichten Mustern hervorgenympht. In breiten Passagen mit gleichmäßiger Strömung auf Sicht mit der Trockenen überlistet. Oder aber in tiefen Rinnen mit schweren Jigs hartnäckig überredet. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass sie sich allesamt einige Jahre im jeweiligen Gewässer behaupten mussten und nicht ‚fettgezüchtet‘ besetzt wurden. Dies macht sich nicht nur in ihrem Aussehen, sondern vorranig auch in ihrer Kampfkraft bemerkbar! Vor ein paar Tagen war ich mit Lennet an einer für uns neuen Stelle unterwegs und wir konnten auf 100m Flusslauf Fisch auf Fisch fangen. Beim ersten besseren Exemplar knapp über 30cm war Lennet erstaunt, wie viel Energie die noch recht junge Rotgetupfte hatte, nur um wenig später die Rutenspitze der sensiblen ‚Cult‚ bis ins Handteil gebogen zu sehen und seine erste 40+ Bachforelle in diesem Jahr – nach spektakulärem Drill am Rande einer Baumwurzel auf engstem Raum – in den nassen Händen halten zu dürfen.

Lennet

(42cm – Und die 3er ‚Cult‚ im Halbkreis)

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In besonderer Erinnerung sind mir in den letzten Wochen vier Fische geblieben:

Den ersten in der Reihe hatten wir wochenlang ‚verfolgt‘ bzw. mehrmals Kontakt mit ihm gehabt. Das kräftige Männchen stand an einer sehr schwer zu befischenden Stelle mit ungleichen Strömungen und schlug uns drei Mal ein Schnippchen. Entweder, weil er mit heftigen Kopfstößen früh im Drill ausstieg, oder aber sich in das dichte Totholz seines Standplatzes kämpfte. Bei der vierten Begenung behielten wir die Oberhand und kannten seine Fluchtwege. Kristof parierte den ersten Marsch stromauf, ich stellte mich dem Fisch in den Weg, er kehrte um und zog in Richtung einer ruhig fließenderen Passage stromab. Dort war es dann kein Problem ihn auszudrillen und die schwere Köcherfliegennymphe behutsam aus seinem gewaltigen Maul – das insbesondere durch einen langen spitzen Zahn gekennzeichnet war – zu lösen.

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(Kräftiges Männchen – Wir nennen ihn ‚The Tooth‘)

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Der zweite Fisch von besonderer Bedeutung für mich war der erste auf meine neue MAG 3/4 mit 10ft. Der Tag war für Kristof und mich wohl auch wegen eines kühlen Nordwindes eher schleppend verlaufen und wir waren kurz davor, unsere Zelte am ausgewählten Flussabschnitt abzubrechen. Wir standen unterhalb einer langen Rinne, die wir bereits befischt hatten und aus der wir in der jüngeren Vergangenheit einige große Bachforellen und Äschen locken konnten. An diesem Tag hatten wir uns die Stelle aber rausgepickt, weil ich wenige Tage zuvor dort einen 14er Jig-Haken im Drill aufgebogen bekommen hatte. Ein gewaltiger Fisch zog mit meiner Nymphe stromauf, ohne sich mir zu zeigen und hinterließ mich und meinen offenen Hakenbogen vollkommen fassungslos. Dieses gewaltige Exemplar musste ich einfach sehen! Offenbar aber nicht an diesem Tag, denn wir hatten wirklich einiges probiert. Wir überlegten also, wohin es uns für den Abendsprung verschlagen sollte und noch während wir diskutierten und ich nebenbei mit einem Auge weiterfischte, überraschte mich aus dem Nichts ein satter Biss. Fast hätte ich den Anschlag versemmelt, aber etwas verspätet schien der Haken doch gepackt zu haben. Es folgte eine lange, lange Flucht stromabwärts und ein Spurt von mir und Kristof durchs bauchhohe Wasser. In einer ruhigeren Passage kescherte mein Freund den Fisch und ich eilte, die vielen Meter Schnur aufkurbelnd herbei. Eine der schönsten Bachforellen, die ich bisher gesehen habe. Sie hatte nur sehr wenige blasse rote Punkte und das erste woran ich dachte, als ich sie sah war: Neuseeland! Sie war hochrückig, hatte eine massive Schwanzflosse und war weitaus schwerer als einige längere Exemplare, die wir die Wochen zuvor gefangen hatten.

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(Neuseeland – Nur nicht so weit weg)

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Den dritten Fisch schenkte ich mir dann selber zu meinem Geburtstag. Wieder ein Männchen. Ich hatte die Forelle einige Wochen zuvor aus hoher Position gesehen, aber konnte sie damals nicht überlisten. An diesem Tag stimmte der Wasserstand für die Stelle, an der das Wasser in einer engen Kurve mit einem lauten Rauschen ans Ufer prallt. Bei etwas mehr Wasser vermutete ich den Fisch jedoch nicht in dieser starken Strömung am Kurveneinlauf, sondern etwas weiter hinten im Pool. Vielleicht geschützt, tief sitzend neben einem der großen Steine. Und so war es auch. Bereits eine der ersten Driften im ruhigeren Wasser brachte den erhofften Kontakt, noch bevor sich eine der vielen kleineren Rotgetupften im gemächlichen Auslauf meine Nymphe schnappen konnten. Zum Glück zog das torpedoförmige Männchen mit mir stromabwärts, denn in Richtung Kurveneingang hätte ich aufgrund des vielen Totholzes und sehr tiefen Wassers schlechte Karten gehabt. Zumal ich an diesem Tag ausnahmsweise alleine unterwegs war. In diesen Fällen ist es sonst oft ein taktischer Schachzug, dass der jeweils andere den Fisch schleunigst überholt, sich ihm in den Weg stellt, so zur Umkehr auffordert und im Endeffekt von den Gefahrenherden unter Wasser abhält. Alleine ist dies auch machbar, bedarf aber ein bisschen mehr Aufwand. Ich hätte am Fisch vorbei sprinten und dabei die Schnur auf Spannung halten müssen. Oberhalb von ihm hätte ich Druck ausüben müssen und ihn so als natürliche Reaktion in die Gegenrichtung bewegen können (Denn oftmals gilt: Übe ich zu Beginn des Drills Druck nach rechts aus, geht der Fisch nach links. Gleiches natürlich umgekehrt; Möchtet ihr also eine Großforelle unmittelbar nach dem Take vom Totholz fernhalten, kann es erfolgreich sein, ihn in Richtung des Totholzes zu ziehen. Er wird den Druck erwidern und in die Gegenrichtung schwimmen). Ich bin mir sicher, dass wir viele unserer Großforellen alleine und ohne diese Tricks nicht, oder vielleicht nur nach viel längeren und für den Fisch anstrengenderen Drills, gefangen hätten. Ein Freund mit einem großen Kescher, der genau weiß, was er machen soll ist einfach Gold wert!

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(Mein Geburtstagsgeschenk – An der neuen MAG 3/4 10ft.)

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Die vierte Forelle haben Kristof und ich uns hart erarbeitet und für sie einige Strapazen auf uns genommen. Kurz nach Sonnenaufgang erreichten wir bei Nieselregen, mit wenig Schlaf in den Knochen und nach einem längeren Fußmarsch die auf den ersten Blick unspektakuläre Stelle. Hier war in diesem Jahr mit Sicherheit noch nie oder nur wenig gefischt worden. Der Pegel war sehr niedrig und das Wasser floss hier flach und schnell an einer Baumwurzel vorbei. Unterhalb des Baums war ein kleiner Pool, maximal 2m lang und etwa einen Meter tief. Wir näherten uns ihm stromaufwärts, Kristof fischte vor mir mit zwei schwereren Nymphen, ich mit einer leichten Hasenohr auf einen 16er Haken hinterher. Er hatte die Stelle gefunden, also war dies mehr als fair 🙂 Wir fingen im Auslauf des Pools schnell einige Fische und näherten uns Drift für Drift dem Baum und seinem roten Wurzelwerk. Als Kristof vor mir die Stelle mit seinen schweren Nymphen ausgefischt hatte, platzierte ich meine Hasenohr an den Rand der Wurzeln und ließ sie an der kurzen Leine kontrolliert in das winzige Becken trudeln. Sofort kam der Biss! Der Fisch schoss stromauf in Richtung Rausche, Baum und Wurzeln, aber Kristof reagierte schnell. Er stellte sich in den flachen Bereich und der Fisch kehrte in den Pool zurück. Im Auslauf konnten wir ihn wenig später das erste Mal in voller Pracht bewundern und sahen im klaren Wasser seine Punkte leuchtend orange scheinen. Sie sahen aus, wie mit einem zu großen Pinsel und satter Farbe aufgetragen. Makellos!

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(Stealth Mode On – Vorsichtiges Anpirschen brachte dieses Prachtexemplar)

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Bevor ich diesen Artikel beende und überlege, welche Geschichte ich im hoffentlich schon morgen oder übermorgen erscheinenden nächsten Artikel auf FLY.BEI unterbringen werde, noch ein paar abschließende Ankündigungen – mit denen ich die Brücke zur Einleitung dieses Posts schlagen möchte. Zu berichten gibt es nämlich z.B. noch, dass ich im August und September zwei ganz besondere Kurse anbieten werde, auf die ich mich persönlich sehr freue. Hierzu hole ich mir Verstärkung aus Belgien, von bekannten Fliegenfischern, die schon viele Erfahrungen auf nationalen und internationalen Meisterschaften gesammelt und viele Erfolge erzielt haben. Eine einmalige Chance!

Am 17. August werden Philippe Hardy und ich unter dem Titel ‚Nymphing Master Class‚ einen vollen Tag ganz im Zeichen des ‚Euro Nymphings‘ und anderer erfolgreicher Nymphen-Techniken gestalten. Der Kurs richtet sich an Fortgeschrittene oder Neulinge, die sich intensiv mit dem Thema ‚Nymphenfischen‘ auseinandersetzen möchten und die wichtigsten Basics bereits sicher beherrschen. Abhängig von den Wetter- und Wasserbedingungen wird der Kurs entweder in der Eifel oder aber an einem von drei Flüssen in der Wallonie stattfinden. Die Anfahrt vom Dreiländerpunkt wird aber nicht länger als 60 Minuten betragen. Der Kurs ist für maximal 6 Personen ausgelegt, so dass wir Euch intensiv am Wasser begleiten und unterstützen können. Ich werde meinen Beitrag zum Workshop auf Deutsch gestalten, Philippe wird in Englisch unterrichten. Im Fokus stehen neben unterschiedlichen Präsentationstechniken natürlich das eigenständige Aufbauen von Vorfächern, das bewusste Einsätzen unterschiedlicher Muster, das Lesen des Gewässers und das besondere Werfen mit der Nymphe. Nähere Informationen zu diesem Workshop erhaltet ihr jetzt schon bei mir per Mail (kontakt@flybei.de), oder aber spätestens in einem eigenen Infotext, der in Kürze online gehen wird.

Philippe Hardy

(Nymphing Master Class – Workshop mit Philippe Hardy)

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Der Kurs im September (voraussichtlich an einem Tag des Wochenendes 20/21. September) steht unter dem gleichen Motto. Da ich aber hierzu noch ein paar Dinge abschließend abstimmen muss, kommen die konkreten Angaben erst in ein paar Tagen. Aber auch zu diesem Workshop könnt ihr Euch jetzt schon bei mir erkundigen. Ich gehe davon aus, dass die 6 Plätze auch hierzu rasch vergeben sein werden.

Was gibt es daneben sonst noch? Die ersten Hechttouren stehen an und auch die ersten Hechtkurse sind ebenfalls bereits geplant. Ab September (bei schlechtem Wetter auch schon ab Ende August) geht es regelmässig los! Bei Interesse einfach jetzt schon melden.

Hatte ich übrigens schon die neue FLY.BEI Webseite erwähnt? Auch darauf freue ich mich ganz besonderes. Sie geht ebenfalls in Kürze online und wird definitiv dazu beitragen, dass ich neben meiner Aktivität auf Facebook wieder etwas aktiver zum Schreiben komme. Daneben gibt es noch eine für mich persönlich sehr positive Neuigkeit, die ich Euch hoffentlich Ende der Woche mitteilen kann. Vorher werdet ihr aber nochmal hier von mir hören bzw. lesen, denn der gestrige Ausflug in die Eifel muss unbedingt festgehalten werden. (So etwas nennt man im Film einen Cliffhanger, oder?)

Bis dahin: Tight Lines!

Euer Alex

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1/3 und 2/3 und zwei Büsche

2 06 2014

von Alex

Ich bin heute früh aufgewacht und habe mit Blick auf den Kalender und die näherrückende Pfingswoche erschrocken realisiert, dass wir schon Juni haben. What?! Wie schnell sind denn bitte die letzten 11 Wochen vergangen? Ich weiß nicht wie es Euch ergeht, aber ich habe immer noch das Gefühl, als habe die Forellensaison 2014 eben erst begonnen. Es ist aber schon 1/3 um…

Dabei zeigen sich die im März noch trostlosen Flüsse und ihre kahlen Ufer doch schon seit einigen Wochen in lebendiger und grüner Pracht. Alleine dadurch hätte mir das rasante Fortschreiten der Jahreszeit ja wohl auffallen müssen. Oder zumindest dadurch, dass ich mich mittlerweile durch hohe Brennesseln kämpfen muss, um zu meinen Lieblingsstellen zu kommen. Auch die ersten Sonnenbrände sind eingefangen, weil ich beim ungedulgigen Verlassen des Hauses in der Morgendämmerung keinen Gedanken an die brütende Hitze unter der Nachmittagssonne verschenkt habe.

Vielleicht habe ich all das aber kaum bemerkt, weil sich die Fischerei seit dem Frühling nicht viel verändert hat. Wir kämpfen – mit einigen wenigen Tagen Ausnahme – seit Beginn mit Niedrigwasser. Tage, an denen ich mich stromauf durch die wilde Rur kämpfen musste? Fehlanzeige. Leider. Ein ähnliches Spiel an den Flüssen in der belgischen Wallonie. Die Fische scheint dies dort aber etwas weniger zu stören, sind sie seit März recht regelmässig bei meinen Besuchen gestiegen. Man muss sich nur die Zeit nehmen, sich sehr vorsichtig am Ufer bewegen und geduldig beobachten. Es ist verblüffend was passiert, wenn man sich einfach mal eine Viertelstunde geschützt in die Böschung setzt und still aufs Wasser schaut. Der Fluss beginnt sich langsam in eine Art Aquarium zu verwandeln. Aufgrund der niedrigen Pegel und des dadurch klareren Wassers sieht man mit etwas Konzentration auf den Flussgrund und dank einer guten Polbrille unfassbar viele Fische und darf Zeuge kleiner, spannender Geschichten sein. Ob es zwei Barben sind, die sich um einen großen Stein verfolgen und immer näher herankommen. Ob es die großen Döbel sind, die sich in der Mittagshitze träge unter den schattigen Büschen versammeln. Ob es die Schule von prachtvollen Äschen ist, aus der sich ab und an eine Fahnenträgerin löst und einen kleinen Ring auf die Oberfläche zeichnet. Oder aber ob es die 60+ Forelle ist, die am Abend langsam und vorsichtig am Ufer patroulliert, um dann blitzschnell – wie ein Hecht – in einen Schwarm Jungfische zu schießen.

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(Die erste Barbe 2014 – Auf Sicht gefangen)

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Eines der spannendsten Erlebnisse war in dieser Hinsicht sicherlich vor ein paar Tagen der Fang einer absoluten Prachtforelle. Ich war mit Kristof unterwegs und wir hatten uns für den Morgen einen sehr langsam fließenden Gewässerabschnitt ausgesucht. Der Fluss stand hier beinahe und nur an den wenigen Pollen auf der Oberfläche war eine langsame Strömung zu erahnen. Bei einem, zwei oder meinegwegen auch drei Schoko-Croissants begannen wir, die Stelle genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit dem buttrigen Teiggebäck im Mund und den Händen seitlich am Gesicht versuchten wir uns auf den Flussgrund zu konzentrieren und mögliche Bewegungen wahrzunehmen. So arbeiteten wir uns systematisch stromauf vor. Beinahe zeitgleich sahen wir dann endlich etwas: Am gegenüberliegenden Ufer war ein heller Fleck im maximal knietiefen Wasser. Unmittelbar oberhalb eines versunkenen Astes und tief unter einem überhängenden Busch. Eine Forelle. Und was für eine! Zunächst schien sie recht regungslos, nur ab und an war eine leichte Bewegung ihrer Schwanzflosse auszumachen. Dann plötzlich ein Zucken ihres beeindruckenden Körpers und tatsächlich: Sie stieg auf, hinterließ nur einen winzigen Ring, der schnell vom Ufer verschluckt wurde und stellte sich wieder vor ihren Ast. Diskreter geht es nicht.

Da wir uns beide am Vortag schon jeweils über eine 50+ Bachforelle freuen durfte und somit keiner ’nachzulegen‘ hatte, spielten wir Schnick-Schnack-Schnuck (oder Stein-Schere-Papier, ganz wie ihr wollt). Dieses Spiel hatte sich bei vergleichbaren Fällen in den Vorwochen für uns etabliert. Außerdem macht es Spaß, steigert zusätzlich die Spannung und bei einem Sieg natürlich vorallem die Vorfreude auf die Präsentation der eigenen Fliege. Die erste Runde endete jedenfalls mit einem Unentschieden: Schere und Schere. Ich dachte ‚Ok, wenn er Schere hatte, dann nimmt er vielleicht jetzt etwas, was gegen die Schere verliert, weil er denkt, dass ich sicher nicht nochmal die Schere nehme und auf Stein oder Papier umsteige. Vielleicht nimmt er aber auch nochmal Schere und denkt, dass ich denke, dass er ja wohl nicht nochmal die Schere nimmt. Aber vielleicht… ach was solls: SCHERE!‘ Kristof hatte natürlich Stein und somit ging der Versuch, den stolzen Fisch zum Steigen zu bringen, an ihn.

Ich blieb mit einem stummen Schrei und geballten Fäusten in erhöhter Position am Ufer und mein belgischer Freund pirtschte sich mit einem breiten Grinsen und einem ‚The next one is for you.‚ langsam in Position, ohne natürlich auch nur einen Fuß ins Wasser zu setzen und den glatten Spiegel zu zerstören. Er knüpfte eine kleine Köcherfliege ans Vorfach, während ich die Videokamera aufbaute. In solchen Situationen zeigt sich wieder, warum es viele Vorteile hat zu zweit zu fischen, denn unten am Fluss konnte er den Fisch nicht mehr sehen. Von meinem erhöhten Standplatz aus konnte ich ihm hingegen genau beschreiben, wo die Rotgetupfte stand und ob seine Präsentation in Ordnung war. Und die war nicht leicht, denn es hieß etwa 15 Meter Distanz zu überbrücken und die CDC-Sedge kurz in der angedeuteten Kehrströmung zu halten, während die Flugschnur mit den Pollen stromab trieb. Keine einfach Aufgabe!

Nach einigen erfolgslosen Driften dann endlich eine Regung der Bachforelle. Allerdings nicht auf Kristofs Fliege. Weil die Forelle aber vermutlich schonmal auf dem Weg war, machte sie kehrt und steuerte langsam auf die ‚falsche‘ (also die ‚richtige‘; also die ‚künstliche‘) Köcherfliege zu, die etwa einen Meter seitlich vorbeitrieb. Das Gefühl in diesem Moment ist unfassbar! Du weißt, dass gleiche eine riesen Bachforelle Deine Trockene nehmen wird. Zig Dinge gehen Dir durch den Kopf. Wird sie überhaupt nehmen oder doch noch abdrehen? Bloß nicht zu schnell anschlagen! Wird das feine Tippet die erste Flucht überstehen? Wo ist mögliches Totholz im Wasser, das dem Fisch zum Vorteil sein und mir zum Verhängnis werden könnte?

Alles ging gut. Die Forelle schlürfte die Köcherfliege von der Oberfläche, der sanfte Anhieb saß, die ersten Kopfstöße und der erste Marsch flussaufwärts wurden von der sensiblen 4er Rute spielend abgefedert und auch der restliche Drill verlief problemlos. Ich packte meine Kamera ein, spurtete los und wenig später hatten wir die Bachforelle im Schonnetz. 64cm und mit einem dicken Hängebauch. Was für ein Fisch!

64er Bafo

(Ein Prachtexemplar – 64cm und ’still rising‘)

Nach der euphorischen Freude entfaltete sich bei mir anschließend die motivierende Aussicht, dass der nächste Flossenfund dieser Art ohne Schnick und Schnack und Schnuck dann an mich gehen sollte. Der Tag war ja noch lang und voller Möglichkeiten. So machten wir viele viele Kilometer vom Busch der 64er bei einem anderen Busch Bekanntschaft mit einer 46er Äsche sowie zwei ü50 Forellen. Dabei hatten wir es zunächst auf einen ganz anderen Fisch abgesehen. Und das kam so…

Ich stand im Wasser und war nach der Scheren-Falle am Morgen an der Reihe. Kristof robbte auf allen vieren vorsichtig am rechten Ufer, um einen Blick unter einen Busch zu werfen – wieder ein Busch. Ich hatte einige Wochen zuvor an diesem schattigen Unterstand schon gute Erfahrungen gemacht und wollte es auf einen zweiten Versuch, trotz eines langen Fußmarsches, unbedingt ankommen lassen. Kristof lag im Gras und sah nach einigen Augenblicken schon die Schwanzflosse einer Bachforelle. Kurz darauf bekam er den passenden Fisch zur Flosse zu Gesicht und schätze ihn auf ca. 40cm. Ich fing also an, meine Nymphen oberhalb des Busches zu platzieren und am langen Vorfach ganz natürlich stromab treiben zu lassen. Nichts! Bei jeder Drift näherte ich mich der steinernen Uferbefestigung ein paar Zentimeter und fing außerdem an, die Nymphen am Ende der Drift langsam aufsteigen zu lassen. Da kam der ersehnte Biss. Es war allerdings nicht die 40er-Bachforelle, sondern eine wunderschöne, kräftige Äsche.

Äsche

(Äsche – Auf eine aufsteigende Nymphe)

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Nach ihrem Release warteten wir ein paar Minuten und ließen die Stelle ruhen. Dann war Kristof an der Reihe. Nach etwa 10-15 Driften auch bei ihm ein Biss. Allerdings wieder nicht die Bachforelle, die er gesehen hatten, sondern ein weit größeres Exemplar von 52cm. Also nochmal ein paar Minuten warten. Die 40er musste ja noch da sein. Es war also wieder mein Turn und nochmals einige Präsentationen später war meine Rute erneut krumm. Das musste sie jetzt aber sein. Nein. Es war wieder nicht die 40er, sondern diesmal eine 55er Bachforelle! Wir waren baff und amüsiert zugleich. DAS hätten wir unter diesem kleinen Busch wirklich nicht erwartet…

Achja: Danach haben wir die Stelle und den Busch verlassen. Die 40er und ihre unvorsichtige Schwanzflosse hatten uns so viel Glück gebracht, da durfte sie an diesem sonnigen Mittag ruhig im Schatten bleiben. Außerdem lagen noch ein paar andere Büsche auf unserer Route für den Nachmittag. Davon aber beim nächsten Mal mehr.

 

Abschließend noch eine Auswahl weiterer Fotos der letzten Tage und Wochen – eine zweite Gallerie folgt in Kürze. Ich werde es leider zeitlich nicht schaffen, alle Fische mit der passenden Geschichte zu würdigen, obwohl ich mich an alle genau erinnere. Ich werde aber versuchen (ähnlich wie auf der FLY.BEI Facebookseite), künftig noch mehr Kurzberichte zu schreiben. Vielleicht schon ganz bald, denn die nächsten spannenden Trips stehen unmittelbar bevor. Es geht das erste Mal wieder auf Hecht und anschließend treffe ich Fabian, um mit ihm die Wiesent – hoffentlich zeitgleich mit einem schönen Maifliegenschlupf – zu befischen. Dazwischen werde ich mich natürlich um meine hiesigen Gewässer kümmern. Einer muss es ja machen 🙂 Und ich bin mir sicher, wenn ich drei Mal mit den Augen gezwinkert habe, ist das nächste Drittel der Forellensaison vorbei…

Ich hoffe, dass ihr das 1/3 ebenso genießen konntet und ich wünsche Euch für die restlichen 2/3 ‚Tight Lines‘!

Euer Alex

P.S. Vielelicht sehe ich ja den ein oder anderen von Euch heute Abend beim Stammtisch im Kapellchen. Würde mich freuen!

Impressionen der letzten Tage:





Es geht los!

14 03 2014

von Alex

Wir haben lange darauf gewartet: Die Saisoneröffnung! Dieses Wochenende starten die meisten von Euch ins Fliegenfischerjahr 2014. Die letzten Tage haben wir alle viel Zeit damit verbracht, unsere Sachen vorzubereiten, die letzten Lücken in unseren Fliegendosen zu füllen und uns in allen Facetten auszumalen, wie die ersten Stunden am Wasser wohl sein werden. Die Aussichten, dies gilt wohl für die meisten Gewässer unserer Region, sind aufgrund der sehr milden Temperaturen der letzten Zeit sehr gut. Die Forellen sind – wie ich vielerorts beobachtet habe – sehr aktiv und nehmen bereits die ersten, kleinen Eintagsfliegen von der Oberfläche. Regelmäßige Ringe sprechen für die ersten ausgeprägten Schlüpfe. Während wir im letzten Jahr bei erhöhtem Pegel und Schnee das erste Mal ins Rauschen des Flusses eingetaucht sind, erwartet uns diesmal (zumindest bei uns) ein recht niedriger Wasserstand – zu meinem Bedauern, liebe ich doch insbesondere die Fischerei im schnellen Wildwasser. Aber ich werde sicherlich auch bei diesen Bedingungen ein breites Grinsen auf dem Gesicht haben. Denn das wichtigste ist doch, dass wir unsere Freunde am Ufer wieder treffen, unsere über den Winter veränderten Gewässer neu entdecken können und wieder da sind, wo wir hingehören: in unseren Wathosen.

Für mich geht es in diesem Moment los. Meine Taschen stehen gepackt vor mir, das Auto ist aufgetankt. In 5 Minuten geht es in Richtung Belgien, um morgen in aller Früh die Nymphen zu wässern. Wohin es mich am Sonntag verschlägt ist noch unklar, vielleicht an die Rur, vielleicht bleibe ich aber auch in der Wallonie. Ich werde mich überraschen lassen und wünsche Euch, dass auch Ihr auf die ein oder andere Überraschung trefft – hoffentlich ist sie rotgetupft!

Einen ausführlichen Bericht zu meiner Saisoneröffnung, Bilder meiner aktuellen Fliegendosen und (hoffentlich) einige Fotos der ersten Bachforellen findet Ihr am Sonntagabend auf unserer Facebookseite oder am Montag hier auf FLY.BEI.

Tight Lines!

Euer Alex

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Saisonstart





Von magischen Äschen

4 02 2014

von Alex

In einem meiner letzten Beiträge habe ich von der winterlichen Fischerei auf Äschen berichtet. Wobei winterlich hier in 2013/14 lediglich meint, dass ich kalte Füße und eine rote Nase hatte. Denn wirklich winterlich, also so richtig mit Schnee und Eis und so, war es in den letzten Wochen/Monaten selbst in der tiefen Nordeifel nicht.

Dennoch hat auch diese nicht-so-richtig-winterliche Zeit etwas Besonderes. Der Fluss und sein Ufer scheinen in einen entspannten Halbschlaf gefallen zu sein und abgesehen von den durch Regenfälle schwankenden Pegeln ist es ruhig, auf den ersten Blick beinahe trostlos: Die karge und raue Landschaft, die laublosen und feuchten Bäume, der fehlende fröhliche Sing-Sang der Vögel und ein zumeist tiefhängender, grauer Himmel, der alles unter sich zu erdrücken scheint.

Aber manchmal, leider viel zu selten, reißt dieser triste Schleier auf. Die Sonne bahnt sich ihren Weg durchs Grau und alles wird ganz anders, beinahe ‚magisch‘. Das klare und kalte Wasser beginnt plötzlich in den hellsten Farben zu funkeln, die Schneeglöckchen leuchten zwischen den dunklen Tannen und die ersten winzigen Eintagsfliegen tanzen über die Wasseroberfläche. Und wenn man geduldig und aufmerksam am Ufer sitzt, dann darf man mit etwas Glück sogar eine ‚lady of the stream‘ beim vorsichtigen Steigen beobachten.

Genau solch einen ‚magischen‘ Moment erwischten Nino und ich, als wir vor ein paar Tagen spontan in die Eifel aufbrachen, statt uns ins Bellyboot zu schwingen und den niederländischen Hechten nachzustellen. Schon bei unserer Fahrt Richtung Süden wurden wir von der tief stehenden Sonne geblendet und wussten, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten – ganz gleich ob wir nun Äschen finden würden oder nicht. Noch auf dem steinigen Fußweg hinunter ins tiefe Tal versuchte ich unsere Hoffnungen und Erwartungen einzudämmen. „Wenn jeder von uns eine Äsche fängt bin ich vollkommen zufrieden, Hauptsache am Wasser!„, sagte ich zu Nino, der zu Besuch aus Frankfurt gekommen war und noch am Abend wieder abreisen musste.

Der Fluss führte eiskaltes Schmelzwasser und der erhöhte Pegel versprach eine schnelle und aktive Fischerei. Das Wasser war glasklar und auf dem Grund zeichneten sich die dunklen Schieferplatten deutlich ab, nur hier und da leuchtete ein gelber Kiesel. In den schattigen Ecken lag noch etwas Schnee und die Pfützen am Ufer waren mit einer dünnen Eisschicht überzogen. Wir entschieden uns für einen Flussabschnitt, wo Tal und Nachmittagssonne auf einer Linie lagen. Denn nur hier erreichte das Licht die Sohle des Tals und wärmte Gesicht und Wasseroberfläche zugleich. Außerdem konnten wir dort trotz des erhöhten Pegels und einer schnellen Oberflächenströmung deutliche Vertiefungen im Flussgrund erkennen. Wir vermuteten, dass die Äschen am steinigen Grund klebten und entschieden uns für eine feine Nymphentechnik an der kurzen Leine, mit der man kontrolliert diese Rinnen erreichen konnte.

Ich fischte wieder mit meiner 10 ft. langen Guideline LeCie in Klasse 3, Nino hingegen eine LPXe mit 9 Füßen in der Klasse 5. Wir montierten einen Bissanzeiger aus farbigem Monofil am ca. 6 Meter langen Vorfach (dazu mehr im 2. Teil meines Artikels über Bissanzeiger) und entschieden uns für zwei unterschiedliche Nymphen aus den Restbeständen der letzten Saison: An den Springer kam eine 12er Nymphe mit 3,5mm Tungstenperle, einem gelblichen Körper aus ‚Polish Quill‚ und einem Schwanz aus Goldfasan. An den Point knüpfte ich eine schlichte 16er Pheasant-Tail mit 2,5mm Tungstenperle in pink, auf die wir uns letztlich Bisse erhofften.

Nino stand noch unter den Tannen am Ufer und bereitete dieses Setup vor, als ich mich bereits über die erste Äsche freuen durfte. Das ging ja viel schneller als zu erwarten war! Die Fahnenträgerin stand an der äußeren Strömungskante und hatte meine über den Flussgrund taumelnde PT bei der dritten, leicht verlangsamten Drift vorsichtig genommen. Der Biss war kaum zu sehen, lediglich ein leichter Impuls Dank gestrecktem Vorfach im Zeigefinger zu spüren. Und trotz der feinen Rute war der Drill der 35cm Äsche im schnellen Wasser (auch Dank 16er Monofil) überhaupt kein Problem und die Schönheit fand sich schnell und sicher in meinen nässen Händen wieder. Sie glänzte gewohnt silbrig, hatte aber einen beinahe schwarzen Rücken und am Bauch einen großen lila-roten Fleck. Bildhübsch! Besser konnte es für mich kaum werden.

Bevor ich mein Glück aber noch einmal versuchen durfte, war Nino erst einmal an der Reihe. Er begann mit der 5er Rute, wechselte dann aber schnell auf die 3er. Auch, um den Unterschied zwischen den beiden Rutentypen unter gleichen Bedingungen, bei gleicher Technik, gleichem Vorfachaufbau und mit gleichen Nymphen zu testen. Und tatsächlich, nur wenige Zentimeter flussaufwärts stand die nächste willige Fahnenträgerin und die filigrane LeCie bog sich abermals zum Halbkreis. Wieder war der Biss kaum zu sehen gewesen und wieder war es die einfache Fasanenschwanz, die uns eine wunderschöne Äsche bescherte.

In der Folge fingen wir in ein und derselben Rinne in kürzester Zeit noch ein paar weitere Äschen und fanden heraus, dass sie die Nahrung nicht nur grundnah nahmen, sondern auch aufsteigende Nymphen interessant fanden. Wir begannen unsere Driften zu verlängern, indem wir die Rute und den Bissanzeiger an uns vorbei stromabwärts führten, senkten die erhobene Spitze in der Geschwindigkeit des Wassers ab und ließen so am Ende die Nymphen ins Mittelwasser kommen. Gerade hier und mit diesem ‚Lift‘ fingen (und verloren) wir die schönsten Exemplare unseres kurzweiligen Nachmittags! Interessanterweise aber nicht auf die kleine PT, sondern auf die größere Imitation am Springer.

Nachdem wir die lange Rinne gründlich ausgefischt hatten, fischten wir noch kurz eine weitere, schnellere und wildere Passage. Hier standen die Äschen am strömungsärmeren Rand unter schützenden Ästen der Nadelbäume. Für uns bot sich nur hier da ein ‚Loch‘ im dichten Uferbewuchs, dies genügte aber, um die Nymphen in Position zu bringen und mit ganz flacher Rute auf Reise zu schicken.

Auf die Reise machten wir uns erst, als die schwächer werdende Sonne unseren Talabschnitt verließ und hinter den steilen Hügeln zu unserer Rechten verschwand. Unsere Zehen froren und schnell wurde es jetzt richtig kalt. Ganz anders wieder oben auf dem Kamm, als wir unseren Weg die Hänge hinauf gefunden hatten. Wir warfen noch ein paar letzte Blicke hinunter auf den dunklen Fluss und waren froh, ein paar ‚magische‘ Stunden an diesem nicht-so-richtig-winterlichen Winternachmittag erwischt zu haben.





Nymphenfischen – ein kontroverses Thema (TEIL1)

23 01 2014

von Alex

Hin und wieder (früher noch wesentlich häufiger) verschlägt es mich in der Mittagspause, wenn gerade kein schöner Kurzfilm zur Hand ist, in unterschiedliche Foren zum Thema ‚Fliegenfischen‘. Dort interessieren mich neben den immer wiederkehrenden Diskussionen über neues Tackle insbesondere solche Threads, in denen es um Techniken und Taktiken am Wasser geht. Neulich erst fand ich wieder einen Post, der meine Aufmerksamkeit erregte. Es ging (bzw. ‚es geht‘, denn die Diskussion wird dort vermutlich weiterhin hitzig geführt) um das Fischen mit der Nymphe. Eine komplexe Facette des Fliegenfischens, die mich besonders fasziniert und sowohl in der Theorie als auch in der Praxis fesselt. In diesem Zusammenhang wurde ausgangs gefragt, ob die Verwendung eines Bissanzeigers sinnvoll sei und falls ja, welcher Bissanzeiger verwendet werden solle.

Zwei auf den ersten Blick unschuldige, kurze und eindeutige Fragen, die allerdings vor Ort eine 8-seitige, kontroverse Debatte nach sich zogen. Zunächst spielte ich mit dem Gedanken, meine ganz subjektive Meinung gepaart mit einigen eher objektiven Gesichtspunkten in aller Kürze nahtlos in die restlichen Reaktionen der Forumsnutzer einzureihen. Beim Verfassen meiner Antwort merkte ich aber schnell, dass die beiden Fragen nicht so flux und einfach geklärt werden konnten. Außerdem juckte es mich in den Fingern zusätzlich auch einen kritischen Kommentar zur Art und Weise des – für mich – wenig konstruktiv geführten Diskurses abzugeben. Da die Mittagspause hierfür aber bei weitem nicht ausreichte entschloss ich mich, statt eines Posts im Forum, einfach einen Artikel auf FLY.BEI zur Beantwortung dieser beiden Fragen zu erarbeiten (was ich hiermit nun z.T. auch schon getan habe). Zudem hoffe ich natürlich, dass das Thema ‚Nymphenfischen‚ auch für einige von Euch von Interesse ist.

Vorweg 1: Beantworten kann ich die beiden Fragen hier letztlich auch nicht, aber die von mir diskutierten Aspekte sind zumindest Bestandteile einer möglichen Antwort, die ich beispielsweise im Rahmen meiner Nymphen-Kurse unmittelbar am Wasser zu formulieren versuche.

Vorweg 2: Da ich mit Fabian und Lennet interessante und anregende Gedankenaustausche zu dieser Thematik hatte – beide haben hier eine etwas andere Sicht als ich – und diese ebenfalls gerne einfließen lassen möchte, wird dieser Artikel zwei-, nein sogar drei-geteilt. Dreigeteilt deswegen, weil ich nach meinem Fazit im zweiten Teil abschließend an dieser Stelle noch einen sehr erfahrenen Nymphenfischer zu Wort kommen lassen möchte. Eine Prämiere für FLY.BEI sozusagen, denn ein Interview hat es hier noch nicht gegeben. Auf das Gespräch mit Philippe Hardy, mehrmaliger belgischer Meister im Fliegenfischen am Fluss und See, freue ich mich jetzt schon und ich bin gespannt, was er im Hinblick auf das Nymphenfischen zu erzählen hat.

Dies hier ist also TEIL 1, verstanden und zu lesen als mein Beitrag zum Thread (wenn auch nicht im Thread gepostet). Dieser erste Teil wird widerum in Kürze durch TEIL 2 thematisch fortgeführt und durch das Interview in TEIL 3 ergänzt werden.

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TEIL1: Nymphenfischen mit ‚externen‘ Bissanzeigern

Ich verfolge Diskussionen wie diese hier (Das Nymphenfischen mit/ohne Bissanzeiger und wenn ‚ja‘, mit welchem?) immer mit großem Interesse, da aus meiner Sicht aus einigen Richtungen leider keine Argumente vorgetragen werden, sondern lediglich persönliche Einstellungen zur Thematik zum Ausdruck kommen. Das endet dann schnell in kleinen persönlichen Off-Topic Schamützeln, ironischen oder sarkastischen Bermerkungen die schnell missverstanden werden können etc. Zur eigentlich interessanten, weil kontroversen Ausgangsfrage wird sachlich aber im Grunde nicht mehr viel beigetragen. Dies liegt offensichtlich daran, dass bei diesem (und vielen anderen Themen) ‚Fliegenfischer-Welten‘ aufeinander prallen.

Im Extremfall stehen, metaphorisch gesprochen, in der einen ‚Ringecke‘ jene Fliegenfischer, für die das Fliegenfischen darin besteht, mit einer Gespließten und einer Trockenfliege an einem englischen Chalkstream zu fischen. In der anderen Ecke hingegen diejeniegen, für die Fliegenfischen auch darin bestehen kann, möglichst effektiv Bachforellen/Äschen mit gleich mehreren Tungsten-Nymphen (momöglich noch im Rahmen eines Wettkampfes) zu überlisten.

Effektivität, nur um nicht missverstanden zu werden, messe ich hier am Verhältnis von fressenden Fischen zu gefangenen Fischen. Wenn ich z.B. aus einer Rinne 10 von insgesamt 15 aktiven Fischen fange bin ich effektiver als jmd. der 5 der 15 fangen kann (Das ich dabei auch mehr oder weniger effizient sein kann, werde ich später versuchen zu klären).

Aber bitte nicht missverstehen: Dies heißt nicht, dass der mit den 10 gefangenen Fischen der ‚bessere‘ Fliegenfischer ist. Es geht in diesem Zusammenhang auch nicht um mögliche Mutmaßungen, dass sich für den effektiven Fliegenfischer z.B. ein Tag am Wasser nur durch die Anzahl der gefangenen Fische auszeichne. Es geht weiterhin nicht um das subjektive Empfinden von Spaß am Fliegenfischen, welches als subjektiver Maßstab zur kritischen Bewertung dieser Effektivität führen könnte. Es geht auch nicht darum, dass es sich der effektive Fliegenfischer in der Wahl seiner Methoden zu einfach mache, statt sich auf die Suche nach einer wirklichen Herausforderung in der Verführung des Fisches zu begeben. Nein! Es geht letztlich hier nur um eine urteilsfreie Auseinandersetzung mit der Frage: Wie komme ich zum nymphenden Zielfisch? Und um unterschiedliche Wege zum Zielfisch im Hinblick auf ihre Vor- und Nachteile vergleichen zu können, benötige ich ein möglichst objektives Kriterium. Und genau dies erfüllt die Effektivität im oben genannten Verständnis. Nicht mehr und nicht weniger.

Aber jetzt zurück zu den beiden ‚Ringecken‘ und den unterschiedlichen ‚Fliegenfischer-Welten‘: Natürlich habe ich für beide Standpunkte Verständnis und an unterschiedlichen Tagen ordne ich mich auf dieser Skala (mit unglaublich vielen anderen Postionen zwischen den beiden skizzierten Polen) an ganz unterschiedlichen Stellen an. Wichtig ist mir nur – und das ist die grundsätzliche Gefahr dieser Diskussionen – dass in den individuellen Beurteilungen nicht mit ‚richtig‘ und ‚falsch‘ oder ‚gut‘ und ’schlecht‘ gearbeitet wird. Dies führt nicht weiter! Meiner Meinung nach haben alle Techniken ihre Berechtigung, solange sie fischgerecht ausgeführt werden. In der Praxis kommt es letztlich doch nur darauf an, was der einzelne Fliegenfischer möchte und wo er sich selber auf der Skala – sobald er am Wasser steht – verorten möchte.

Im Folgenden beziehe ich mich also auf einen Fliegenfischer, für den es keine ‚richtigen‘ und ‚falschen‘ Techniken beim Fischen mit der Nymphe gibt, der sich bei der Wahl seiner Methode aber für jene entscheidet, die an seinem Gewässer (im Rahmen der vorgeschriebenen Gewässerordnung, also z.B. die mögliche Begrenzung auf einen Haken) möglichst effektiv ist. Zunächst einmal ist seine Entscheidung für die Nymphe in den meisten Situationen effektiv, denn Bachforellen und insbesondere Äschen nehmen den Großteil ihrer Nahrung unter der Oberfläche auf. Auch wenn diese Aussage wie ein immerkluger Allgemeinplatz klingt, so ist sie doch für die meisten Gewässertypen und viele Situationen nachweislich zutreffend – so gerne ich auch mit der Trockenfliege fische…

Der erste (und wichtigste) Faktor in der Wahl der geeigneten Nymphentechnik ist meines Erachtens die Gewässerstruktur. Für ein schnelles Pocket-Water mit vielen unterschiedlichen Strömungen und „kleinen“ Standplätzen (strömungsarme Taschen, Mikro-Pools, kurze Rinnen, Kehrströmungen etc.), in denen nur wenige Fische gleichzeitig Platz finden, sind bestimmte Nymphentechniken – und damit auch bestimmte Bissanzeiger – sinnvoller als andere. Für ein gleichmäßig fließendes Gewässer, wo hingegen viele Fische in einer langen und tiefen Rinne Platz finden, können ganz andere Nymphentechniken und Bissanzeiger erfolgreich sein. Warum dies so ist wird sich spätestens in TEIL 2 zeigen.

Zwei Techniken die mit einem Bissanzeiger arbeiten möchte ich vergleichen. In beiden Fällen wird in der Regel (Ausnahmen gibt es in der Praxis natürlich immer) stromaufwärts gefischt, da diese Bewegungsrichtung im Fluss zumeist zwei Vorteile besitzt: (1.) eine geringere Scheuchwirkung (Sichtfeld des Fisches, aufgewirbeltes Sediment etc.) und (2.) eine ‚leichter‚ umzusetzende freie d.h. natürliche Drift der Nymphe. Mit ‚leichter‚ meine ich hier u.a., dass es vielen Fliegenfischern (so meine Erfahrung) leichter fällt Flugschnur und Vorfach in der Fließgeschwindigkeit des Gewässers aufzunehmen, statt sie stromabwärts ständig nachzufüttern. Dieser Aspekt von ‚leicht‘ wäre also ein möglicher Bestandteil von Effizienz, nicht Effektivität. Denn Effizienz wird bestimmt durch das Erreichen des gewünschten Ergebnis bzw. Ziels mit möglichst geringem Aufwand.

Die erste der beiden Fragen im Ausgangspost (Warum ein Bissanzeiger?) möchte ich eingangs nur ganz kurz, pragmatisch und vermutlich zu oberflächlich beantworten, denn viel wichtiger und interessanter erscheint mir doch die zweite Frage (Welcher Bissanzeiger?). Die Verwendung eines Bissanzeigers  – abgesehen von einem ggf. leicht veränderten Wurfgefühl – hat auf einer wertfreien/sachlichen Ebene und für einen effektiven und zugleich effizienten Fliegenfischer keinen Nachteil! Natürlich kann auch die Flugschnur auf der Wasseroberfläche (was aber, wie weiter unten gezeigt werden wird, u.U. vermieden werden sollte) einen Biss anzeigen. Natürlich gibt es auch Nymphentechniken die stromabwärts ausgeführt werden und bei denen sich die Fische fast selbst haken, aber diese zwei Optionen ohne Bissanzeiger besitzen keine Vorteile gegenüber der Verwendung von Bissanzeigern in den nun beschriebenen Formen:

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Technik I: Ein ‚externer‘ Bissanzeiger

Mit ‚extern‘ meine ich hier solche Bissanzeiger, die nachträglich an das Vorfach angebracht werden können. Das kann z.B. in Anlehnung an amerikanische oder auch neuseeländische ‚Indicator Rigs‘ eine gut schwimmende Trockenfliege sein, ein Bündel gefetteter (synthetischer) Fasern oder auch ein Bissanzeiger aus Schaumstoff oder einem anderen schwimmfähigen Material (z.B. sog. ‚Rugbys‘). Auf mit Luft gefüllte und an Wasserkugeln erinnernde Bissanzeiger möchte ich hier aufgrund einer persönlichen Abneigung nicht eingehen.

Es gibt Vor- und Nachteile dieser drei Typen und wenn erlaubt, würde der an Effektivität und Effizienz orientierte Fliegenfischer vermutlich auf die Trockenfliege zurückgreifen. Dies hat mindestens 9 Gründe:

  • 1. Die Trockenfliege lässt sich gut werfen.
  • 2. Sie setzt sanft auf und hat eine geringe Scheuchwirkung.
  • 3. Sie besitzt abhängig vom gewählten Muster gute Schwimmeigenschaften.
  • 4. Sie kann schnell montiert werden.
  • 5. Sie zeigt – wenn der Springer kurz genug montiert wurde – den Biss eindeutig und schnell (d.h. also zuverlässig) an.
  • 6. Davon abgesehen ist das Schwimmverahlten der Trockenfliege nicht nur ein guter Indikator für eine saubere Drift (Dreggen/Furchen wird leicht erkannt), sondern kann…
  • 7. … dem Gewässertyp und Insektenaufkommen entsprechend flexibel angepasst werden: Brauche ich an schnellen Passagen bei einem guten Bestand an Köcherfliegen eine hoch-schwimmende und im wilden Wasser erkennbare Elk-Hair-Caddis mit Sichthilfe, oder reicht eine kleine, unauffällige und tief-sitzende Klinkhammer für gleichmäßig-strömende Stellen?
  • 8. Darüber hinaus wird ein zweiter Beißpunkt (selbst wenn die Trockenfliege aufgrund des Gewichts der Nymphe absäuft) angeboten und es kann dadurch zusätzlich aktiv nach ’steiglustigen‘ Fischen gesucht werden. Für den effektiven Fliegenfischer ist dieser letztgenannte Aspekt natürlich durchaus auch von Interesse  – und kann u.U. sogar dazu führen, gänzlich auf die Nymphe zu verzichten.
  • 9. Ein letzter Vorteil  gegenüber den anderen ‚externen‘ Bissanzeigern: Sinkt die Trockenfliege wiederholt und nachhaltig ab (was vielleicht sogar zu Bissen größerer Fische führen kann) bedeutet dies ggf. nicht nur, dass ihre Tragfähigkeit für die gewählte Nymphe und/oder Fließgeschwindigkeit nicht ausreicht, sondern auch, dass die Nymphe „tiefer fischen möchte als es die Trockenfliege erlaubt“. Bei sehr aktiven Fischen – die sich vom Grund lösen und für die Nahrungsaufnahme bis ins Mittelwasser aufsteigen – muss dies nicht zwangsläufig etwas ausmachen. Der effektive Fliegenfischer wird hier aber vermutlich den Abstand zwischen Trockenfliege und Nymphe anpassen, indem er das Monofil zwischen Trockenfliege (am Springer) und Nymphe (am Point) verlängert, oder im Falle wiederholter Hänger verkürzt. Ein Bissanzeiger aus Schaumstoff sollte hinsichtlich dieses Punktes folgerichtig auch nie so groß gewählt werden, dass er diesen „Fehler im System“ nicht auch anzeigen kann. Meiner Meinung nach sollte der externe Bissanzeiger also die Nymphe nicht gänzlich und unter allen Umständen tragen können!

Nachteile besitzt die Trockenfliege gegenüber den beiden anderen Typen von externen Bissanzeigern aber natürlich auch, insbesondere im Hinblick auf einen Aspekt des letztgenannten Punktes: Die meisten externen Bissanzeiger lassen sich auf dem Vorfach mühelos verschieben, die Trockenfliege nicht! Dieser offensichtliche Vorteil von Faserbündel und Schaumstoff-Bissanzeiger kann jedoch meines Erachtens nur durch „Faulheit“ des Fliegenfischers zum Tragen kommen und wiegt die oben genannten 9 Gründe „pro Trockenfliege“ objektiv nicht im Geringsten auf.

Alle externen Bissanzeiger (und wenn erlaubt eben die Trockenfliege) werden nun stromäufwärts serviert. Dabei ist es notwendig, dass Trockenfliege und Nymphe in einer Strömung fischen. Dies ist der wichtigste Punkt beim Fischen mit externen Bissanzeigern, denn befinden sich Trockenfliege und Nymphe in unterschiedlichen Strömungen, so können grundsätzlich 2 Dinge passieren, die der effektive Fliegenfischer vermeiden möchte:

Fall 1: Die Trockenfliege befindet sich in einer schnelleren Strömung als die Nymphe. In diesem Fall wird die Nymphe – ausreichende Schwimmfähigkeit und Tragfähigkeit der Trockenfliege vorausgesetzt – in Richtung der schnelleren Strömung mitgerissen. Eine natürliche Drift ist offensichtlich nicht gegeben.

Fall 2: Die Trockenfliege befindet sich in einer langsameren Strömung als die Nymphe. In diesem Fall – wieder ausreichende Schwimmfähigkeit und Tragfähigkeit der Trockenfliege vorausgesetzt – wird die Nymphe gebremst und steigt auf. Auch hier haben wir keine natürliche Drift – die oftmals eher nahe des Flussgrundes verortert werden kann.

Je nacht Verhältnis von (1.) Tragfähigkeit/Schwimmfähigkeit von Trockenfliege auf der einen Seite und (2.) Gewicht der Nymphe auf der anderen Seite ergeben sich bei unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten hier unterschiedliche Ergebnisse, wovon die beiden beschriebenen Fälle nur die „Extreme“ darstellen. Dabei ist der Fall 2 weniger fatal als Fall 1, denn in bestimmten Situationen sind es gerade aufsteigende Nymphen, die zum Biss führen. Unabhängig davon steht jedoch für die meisten Situationen fest: Trockenfliege und Nymphe sollten idealerweise in der gleichen Strömung angeboten werden um eine natürliche Drift der Nymphe zu gewährleisten.

Neben den beiden Faktoren ‚Trockenfliege‘ und ‚Nymphe‘ haben zudem das Vorfach und die Flugschnur als zwei weitere Parameter Einfluss auf die freie Drift – zumindest wenn sich beide auf der Wasseroberfläche befinden! Im ‚worst case‘ habe ich 3 unterschiedliche Anker (Flugschnur, Vorfach, Trockenfliege), die das für den Fliegenfischer unsichtbare Verhalten der Nymphe unter Wasser beeinflussen und von ihm zu kontrollieren sind. Nicht ohne Grund fischen pragmatisch orientierte, effiziente Fliegenfischer an Gewässern mit unterschiedlichen Strömungsverhältnissen auf kurze Distanzen mit einem erhobenem Arm und trotz starkem Uferbewuchs mit einer langen Rute. Die viel zitierte Faustregel „Kleiner Bach, kleine Rute!“ stimmt meines Erachtens nur in wenigen Fällen, denn durch diese zwei einfachen Maßnahmen (Wahl der Rute + Rutenhaltung) werden auf einfache Art und Weise zumindest Flugschnur und Vorfach so weit es geht „aus dem Spiel“ der Strömung genommen. Der effiziente Fliegenfischer – der sich also fragt, was ihn leichter und mit weniger Aufwand zum Ziel führt – verzichtet somit auf das aufwendige Menden der Flugschnur oder das Nutzen von Trickwürfen.

Soweit so gut. Zeit für ein kurzes Zwischenfazit:

Objektiv gesehen (ohne wertende subjektive Beurteilungen und persönliche Einstellungen aus den Ringecken) gibt es für einen an Effektivität orientierten Fliegenfischer keinen Grund auf einen Bissanzeiger zu verzichten. Für die Wahl ‚externe‘ Bissanzeiger gibt es viele gute Gründe. Insbesondere die Trockenfliege als externer Bissanzeiger ist dabei von besonderem Interesse.

Allerdings besitzen externe Bissanzeiger (ja, auch die Trockenfliege) je nach Gewässerstruktur auch einige Nachteile gegenüber anderen Bissanzeigern, die ich in TEIL 2 dieses Artikels als ‚intern‘ bezeichnen werde. Ich werde versuchen zu zeigen, dass es für den effektiven Fliegenfischer sinnvoll sein kann, je nach Situation zwischen externen und internen Bissanzeigern zu wechseln und er bewusst entscheiden können sollte, wann er welche Möglichkeit zur Anwendung bringt.





Bleistift vs. Besenstiel

13 12 2013

von Alex

Kennt Ihr das? Ihr fischt das halbe Jahr primär mit der leichten 5er oder 4er Rute am Fluss und geht dann auf die erste Hechtpirsch? Oder andersrum: Ihr stellt im Spätherbst regelmäßig den Hechten nach und habt dann doch noch einmal die Möglichkeit auf Winter-Äschen zu fischen? Nicht nur, dass die Gewässer und Techniken nicht vergleichbar sind. Nein, zu allererst sind es schon vor dem ersten Wurf die Ruten, an denen man große Unterschiede bemerkt. Zumindest ging es mir vor ein paar Tagen wieder so.

Nach fast 30 Ausflügen an Seen und Kanäle in den Niederlanden zog es mich aufgrund des strahlenden Sonnenscheins und eines interessanten Wasserstandes noch einmal für ein paar morgendliche Stunden an den Fluss. Aber nicht nur, weil die Bedingungen passend zu sein schienen machte ich mich auf den Weg in die kalte Eifel. Vorallem, weil ich endlich meine „neue alte“ Guideline LeCie in Klasse 3 testen wollte. Ich hatte das skandinavische Leichtgewicht mit 10ft. vor ein paar Wochen glücklicherweise von einem Bekannten erwerben können, bisher aber leider keine passende Gelegenheit gefunden, das nicht mehr produzierte Stöckchen intensiv auf seine Praxistauglichkeit hin zu untersuchen.

Und dann stand ich da. Bei -2 Grad, die gerade aufgegangene Sonne im Nacken, den knirschenden Bodenfrost unter den Watschuhen und mit diesem fast vergessenen Gefühl: Wie geil filigran kann Fliegenfischen eigentlich sein?! Natürlich waren es auch die spärliche 16er Nymphe und das feine Tippet, welche dieses Gefühl bereits beim Montieren mit den steifen Fingern in ein Lächeln auf meinem Gesicht verwandelten. Aber insbesondere die neue Rute war es, die mich stark an einen Bleistift oder einen Zauberstab in meiner Hand erinnerte. Und dabei ist meine neue Kombi für die Jagd auf Entenschnäbel schon sehr leicht gewählt und wesentlich sensibler, als noch das Besenstiel-Gespann aus Rute und Rolle zuvor. Und dennoch: Die 3er Rute in der Rechten ist doch etwas ganz, ganz, ganz anderes als eine 8er!

Leider verpufft dieser „aha-Effekt“ nach nur wenigen Minuten wieder, denn dann hat man sich an das federleichte Etwas schon gewöhnt. Und als wäre das nicht genug, fühlte ich mich beim Nymphenfischen seltsamerweise schnell wieder an den jährlichen Saisonstart erinnert. Denn nach nur einer Stunde merkte ich meine Schulter, wo ich doch bereits nach den ersten Ausflügen im März den ganzen Tag mühelos und ohne Pause mit erhobenem Arm fischen kann. Der menschliche Körper vergisst schnell (lernt zum Glück aber auch schnell wieder hinzu). Jeder Neuling beim Fliegenfischen und jeder, der mit diesen speziellen Techniken beim Trocken- oder Nymphenfischen zum ersten Mal in Berührung kommt, weiß wovon ich hier spreche 😉

Aber zurück zur Rute: Ich war begeistert! Noch einen Tick feinfühliger als meine 10 ft. Klasse 4 und gleichzeitig ebenwürdig beim Transport beschwerter Nymphen – selbst zwei gleichzeitig gefischte Tungstenköpfe mit 3,5mm und 3mm waren auf die kurzen Distanzen kein Problem! An den ruhigeren Passagen präsentierte die 3er hingegen ohne Mühen eine kleine Klinkhammer am Springer mit einer 14er oder 16er Nymphe am Point (auch hier Tungstenköpfe). Und abgesehen davon, war ich insbesondere von den Drilleigenschaften des langen Leichtgewichts fasziniert, verlor ich doch nur eine der Äschen nach dem sanften Take und dem Setzen des Hakens. Ich behaupte, dass es mit leichten Ruten gerade bei der Fischerei mit der Nymphe und beim Einsatz feiner Vorfächer wesentlich weniger Aussteiger gibt als beispielsweise mit einer sogenannten „Allround-Rute“. Achwas, das brauche ich gar nicht zu behaupten, ich denke, dass die meisten von Euch dies als gut begründete Feststellung so unterschreiben würden 🙂

Mein Tipp daher für alle die noch nach dem passenden Tackle für nächste Saison suchen: Möchtet ihr gezielt mit der Nymphe an der kurzen Leine Fischen? Holt Euch eine leichte, mindestens 9,6 ft. lange Rute (Midflex schlägt hier Tipflex) in Klasse 3 oder 4! Lasst Eure 5er oder gar 6er Rute getrost zu Hause und erlebt eine unvergleichlich feinfühligere Fischerei am Fluss. Und keine Angst, Reserven haben auch diese Geräte „en masse“, so dass Salmoniden ü50 bei weitem keine unlösbare Aufgabe darstellen. Die größte Bachforelle in der letzten Saison an meiner Fario maß 58cm und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, sie nicht schnell und sicher ausdrillen zu können. Habt Vertrauen in Eure Rute, an ihr wird es mit Sicherheit nicht scheitern.

Apropos (ja, dieser Übergang liest sich jetzt vielleicht thematisch nicht ganz passend): Nach dem überraschenden Bruch des Handteils meiner 8er LPXe RS V2 habe ich innerhalb von nur wenigen Tagen ein neues Teil aus dem Hause Guideline bekommen. Da eine Rute normalerweise niemals an dieser Stelle brechen darf, wurde mir der Austausch nicht einmal in Rechnung gestellt. Natürlich gehört hier neben einer kundenfreundlichen Garantiepolitik auch ein kommunikativer Händler dazu. Mein Dank geht daher nicht nur nach Schweden, sondern zunächst nach Bedburg-Hau am Niederrhein und nach Peine für die schnelle und reibungslose Abwicklung. Ohne diesen vorbildlichen Service hätte ich die schönen Hechte der letzten Tage vermutlich nicht gefangen!

Ja, schön waren sie wirklich. Insbesondere zwei Exemplare ü80 cm, die ich wieder mit einem beschwerten Streamer im Barsch-Look verführen konnte. Wird Zeit, dass ich mich wieder mit Bucktail in weiß, grün und orange eindecke, denn der ein oder andere 6/0 und 4/0 Haken hat schon wieder meinen Bindestock verlassen. Dabei war ich doch gerade erst shoppen bzw. habe meine Weihnachts-Wunschliste abgehakt. Was drauf stand? Einiges! Dazu aber in einem späteren Beitrag mehr 😉

Die farbenfrohen Fotos dieser Galerie verdanke ich Max von Troutstalking.








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