Aachener-Fliegenfischer-Stammtisch #4

6 08 2014

von Alex

Nach einer kurzen Sommerpause geht unser Bindetreffen in Aachen in die 4. Runde der laufenden Saison. Viel Wasser ist seit unserem letzten gemeinsamen Abend im Aachener Kapellchen die Flüsse hinunter geflossen, viel haben wir alle seitdem an den unterschiedlichsten Ufern erlebt. Es ist also höchste Zeit, dass wir uns wieder einmal austauschen und einen gemütlichen Abend (ob am Bindestock oder nicht) miteinander verbringen.

Ich lade Euch daher für den 20. August in den großen Raum des Kapellchens ein. Wir treffen uns wie gehabt um 19.00 Uhr und es wäre nett, wenn ihr mir Eure Teilnahme kurz per Mail oder auf sonstigem Wege ankündigt – die Platzkapazität ist leider begrenzt.

Da es für mich drei Tage später nach Österreich geht, werde ich noch ein paar gut schwimmende Trockenfliegen binden. Wie z.B. diesen ‚Foam Beetle‘, auf den ich schon so manch schöne Rotgetupfte im schnellen Wasser fangen konnte. Er taugt übrigens auch sehr gut als Bissanzeiger im Gespann mit einer schweren Nymphe, denn der Schaumstoff-Körper hat zum einen viel Auftriebskraft und kann zum anderen leicht mit einer Sichthilfe (etwa aus Antron) ergänzt werden.

Ich freue mich auf Eure Berichte der letzten zwei Monate!

Bis dahin: Tight Lines!

 

 

Was: Aachener-Fliegenfischer-Stammtisch

Wann: Mittwoch, 20.08.2014 / ab 19.00 Uhr

Wo: Kapellchen, Malmedyer Str. 17, 52066 Aachen

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Rückblick Juni und einige News

30 06 2014

von Alex

Mein letzer Post für FLY.BEI liegt schon wieder über 3 Wochen zurück. Verdammt! Ich komme derzeit einfach nicht hinterher, neben meinen Kursen und Guidings und natürlich meinen eigenen Ausflügen ans Wasser, alles Erlebte hier für mich – und natürlich für Euch – festzuhalten. Zum Glück gibt es Facebook, wo ich abends zwischen zwei schnellen Nymphen für den nächsten Tag noch einen kleinen Beitrag einschieben kann. Denn zu berichten gibt es einiges! Und das auf allen Ebenen:

Aus fischereilicher Sicht wüsste ich derzeit gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen. Ich könnte weit ausholen und würde vermutlich viele Superlative verwenden. Um es aber mal auf den Punkt zu bringen: Es ist mit Abstand meine bisher beste Forellensaison! Ich habe meine zu Beginn des Jahres formulierten persönlichen Ziele allesamt schon lange erreicht. Um ehrlich zu sein, bei weitem übertroffen. Beim Fussball würde man wohl sagen „Jetzt kann befreit aufgespielt werden.“ Auf das Fischen passt dieser Spruch jedoch nicht ganz, denn so etwas wie ‚Druck‘ habe ich noch nie verspürt. Das wäre ja auch das Ende! Das Fliegenfischen, der Fluss und die Fische sind neben meiner Familie meine wichtigsten Energiespender. Klingt ziemlich esoterisch, ist aber so. ‚Fliegenfischen‘ ist mehr als ein Hobby oder eine Freizeitbeschäftigung für mich. Diese Begriffe treffen es nicht ansatzweise. Es ist vielleicht so etwas wie eine ‚Passion‘ oder eine Leidenschaft. Aber auch das klingt zu schwach. Ich möchte nicht wissen, wie viele Stunden am Tag ich mich mit irgendeiner der unzähligen Facetten des Themas – auch ohne eine Wathose zu tragen – auseinandersetze. Hierin könnte vielleicht auch einer der Gründe für diese fantastische Saison liegen, denn ich versuche derzeit so viele Informationen wie nur möglich über Techniken und Taktiken zu sammeln, zu vergleichen und mit meinen persönlichen Erfahrungen vom Wasser zu konfrontieren.

Mein Fokus liegt dabei natürlich auf dem Nymphenfischen. Es ist ein unfassbar komplexes Feld und es gibt so viele unterschiedliche Stellräder, die justiert werden können. Ob es die Zusammenstellung des Vorfachs ist. Ob es die Auswahl der Nymphen ist. Ob es die Anordnung der Nymphen ist. Ob es die Präsentationstechnik ist. Ob es die Auswahl der Stellen ist. Ob es der Zielfisch ist. Neulich erwiderte jemand auf einen Beitrag von mir im Fliegenfischer Forum zum Thema ‚Nymphenvorfächer‘, dass das Vorfach (und einiges mehr) doch völlig überbewertet seien. Das wichtigste sei (Zitat) „das Handwerk“. Ich hatte keine Lust auf eine Diskussion, aber fragte mich noch ein paar Mal, was denn dieses „Handwerk“ eigentlich sein soll. Ich stelle mir darunter vor, zu wissen UND begründen zu können, ‚wann‘ ich ‚was‘ am Wasser mache und ‚wie‘ ich dieses ‚was‘ dann auch tatsächlich praktisch (möglichst effizient) umsetzen kann. Und dazu gehört definitiv auch so etwas wie der Aufbau eines auf die Präsentationstechnik, die Gewässerstruktur und die Auswahl der Nymphen abgestimmtes Vorfach. Zum „Handwerk“ eines Fliegenfischers gehört meiner Meinung nach weit weit mehr, als das bloße Beherrschen des Wurfes. Es ist alles, was den Fang eines Fisches beeinflusst. Gengug aber jetzt von diesem esoterischen und theoretischen Gedankengängen. Zurück zur Fischerei der letzten Wochen und zum eigentlichen Handwerk!

Kristof und ich haben in dieser Saison jede von uns gefangene Bachforelle sowie jede Äsche über 40cm fotografiert. Damit aber nicht genug, wir haben alle möglichen Daten zu den einzelnen Fängen und ihren Umständen gesammelt. Dabei sind schon jetzt einige interessante Erkenntnisse entstanden. Insbesondere, weil wir einige Fische schon aus unseren Fotoarchiven der letzten Jahre kannten, oder aber so viel Glück hatten, sie in der laufenden Saison wiederholt zu Gesicht bekommen zu haben. Eine im März gefangene 40+ Bachforelle war z.B. Ende Mai bereits fast 4cm gewachsen, eine 54er aus dem letzten Herbst maß nun schon stattliche 64cm. Andere waren hingegen in zwei Jahren kaum gewachsen. Von vielen Bachforellen konnten wir ihre Wege durchs Gewässer rekonstruieren, trafen sie an unterschiedlichen Stellen (abhängig vom Wasserstand) an. Auch das Fressverhalten bei unterschiedlichen Wasserständen und Wetterbedingungen ist interessant zu beobachten. Wann geht eine Großforelle auf abendliche Kleinfischjagd im flachen Uferbereich und wann zeichnet sie sanfte Ringe auf die Oberfläche? Gemeinsam haben wir in diesem Jahr nun eine hohe zweistellige Anzahl unterschiedlicher Salmoniden aus unterschiedlichen Flüssen in unserer Datenbank und hoffen, dass in den Monaten bis zur Schonzeit noch einige dazu kommen werden.

In der Gallerie unten seht ihr eine Auswahl der schönsten Fische der letzten Wochen. Die Zeichnungen und Körperformen sind so unterschiedlich, wie die Standplätze und Gewässer, wo sie gefangen wurden. An schmalen Flussläufen und aus deren kleinen Gumpen mit leichten Mustern hervorgenympht. In breiten Passagen mit gleichmäßiger Strömung auf Sicht mit der Trockenen überlistet. Oder aber in tiefen Rinnen mit schweren Jigs hartnäckig überredet. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass sie sich allesamt einige Jahre im jeweiligen Gewässer behaupten mussten und nicht ‚fettgezüchtet‘ besetzt wurden. Dies macht sich nicht nur in ihrem Aussehen, sondern vorranig auch in ihrer Kampfkraft bemerkbar! Vor ein paar Tagen war ich mit Lennet an einer für uns neuen Stelle unterwegs und wir konnten auf 100m Flusslauf Fisch auf Fisch fangen. Beim ersten besseren Exemplar knapp über 30cm war Lennet erstaunt, wie viel Energie die noch recht junge Rotgetupfte hatte, nur um wenig später die Rutenspitze der sensiblen ‚Cult‚ bis ins Handteil gebogen zu sehen und seine erste 40+ Bachforelle in diesem Jahr – nach spektakulärem Drill am Rande einer Baumwurzel auf engstem Raum – in den nassen Händen halten zu dürfen.

Lennet

(42cm – Und die 3er ‚Cult‚ im Halbkreis)

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In besonderer Erinnerung sind mir in den letzten Wochen vier Fische geblieben:

Den ersten in der Reihe hatten wir wochenlang ‚verfolgt‘ bzw. mehrmals Kontakt mit ihm gehabt. Das kräftige Männchen stand an einer sehr schwer zu befischenden Stelle mit ungleichen Strömungen und schlug uns drei Mal ein Schnippchen. Entweder, weil er mit heftigen Kopfstößen früh im Drill ausstieg, oder aber sich in das dichte Totholz seines Standplatzes kämpfte. Bei der vierten Begenung behielten wir die Oberhand und kannten seine Fluchtwege. Kristof parierte den ersten Marsch stromauf, ich stellte mich dem Fisch in den Weg, er kehrte um und zog in Richtung einer ruhig fließenderen Passage stromab. Dort war es dann kein Problem ihn auszudrillen und die schwere Köcherfliegennymphe behutsam aus seinem gewaltigen Maul – das insbesondere durch einen langen spitzen Zahn gekennzeichnet war – zu lösen.

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(Kräftiges Männchen – Wir nennen ihn ‚The Tooth‘)

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Der zweite Fisch von besonderer Bedeutung für mich war der erste auf meine neue MAG 3/4 mit 10ft. Der Tag war für Kristof und mich wohl auch wegen eines kühlen Nordwindes eher schleppend verlaufen und wir waren kurz davor, unsere Zelte am ausgewählten Flussabschnitt abzubrechen. Wir standen unterhalb einer langen Rinne, die wir bereits befischt hatten und aus der wir in der jüngeren Vergangenheit einige große Bachforellen und Äschen locken konnten. An diesem Tag hatten wir uns die Stelle aber rausgepickt, weil ich wenige Tage zuvor dort einen 14er Jig-Haken im Drill aufgebogen bekommen hatte. Ein gewaltiger Fisch zog mit meiner Nymphe stromauf, ohne sich mir zu zeigen und hinterließ mich und meinen offenen Hakenbogen vollkommen fassungslos. Dieses gewaltige Exemplar musste ich einfach sehen! Offenbar aber nicht an diesem Tag, denn wir hatten wirklich einiges probiert. Wir überlegten also, wohin es uns für den Abendsprung verschlagen sollte und noch während wir diskutierten und ich nebenbei mit einem Auge weiterfischte, überraschte mich aus dem Nichts ein satter Biss. Fast hätte ich den Anschlag versemmelt, aber etwas verspätet schien der Haken doch gepackt zu haben. Es folgte eine lange, lange Flucht stromabwärts und ein Spurt von mir und Kristof durchs bauchhohe Wasser. In einer ruhigeren Passage kescherte mein Freund den Fisch und ich eilte, die vielen Meter Schnur aufkurbelnd herbei. Eine der schönsten Bachforellen, die ich bisher gesehen habe. Sie hatte nur sehr wenige blasse rote Punkte und das erste woran ich dachte, als ich sie sah war: Neuseeland! Sie war hochrückig, hatte eine massive Schwanzflosse und war weitaus schwerer als einige längere Exemplare, die wir die Wochen zuvor gefangen hatten.

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(Neuseeland – Nur nicht so weit weg)

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Den dritten Fisch schenkte ich mir dann selber zu meinem Geburtstag. Wieder ein Männchen. Ich hatte die Forelle einige Wochen zuvor aus hoher Position gesehen, aber konnte sie damals nicht überlisten. An diesem Tag stimmte der Wasserstand für die Stelle, an der das Wasser in einer engen Kurve mit einem lauten Rauschen ans Ufer prallt. Bei etwas mehr Wasser vermutete ich den Fisch jedoch nicht in dieser starken Strömung am Kurveneinlauf, sondern etwas weiter hinten im Pool. Vielleicht geschützt, tief sitzend neben einem der großen Steine. Und so war es auch. Bereits eine der ersten Driften im ruhigeren Wasser brachte den erhofften Kontakt, noch bevor sich eine der vielen kleineren Rotgetupften im gemächlichen Auslauf meine Nymphe schnappen konnten. Zum Glück zog das torpedoförmige Männchen mit mir stromabwärts, denn in Richtung Kurveneingang hätte ich aufgrund des vielen Totholzes und sehr tiefen Wassers schlechte Karten gehabt. Zumal ich an diesem Tag ausnahmsweise alleine unterwegs war. In diesen Fällen ist es sonst oft ein taktischer Schachzug, dass der jeweils andere den Fisch schleunigst überholt, sich ihm in den Weg stellt, so zur Umkehr auffordert und im Endeffekt von den Gefahrenherden unter Wasser abhält. Alleine ist dies auch machbar, bedarf aber ein bisschen mehr Aufwand. Ich hätte am Fisch vorbei sprinten und dabei die Schnur auf Spannung halten müssen. Oberhalb von ihm hätte ich Druck ausüben müssen und ihn so als natürliche Reaktion in die Gegenrichtung bewegen können (Denn oftmals gilt: Übe ich zu Beginn des Drills Druck nach rechts aus, geht der Fisch nach links. Gleiches natürlich umgekehrt; Möchtet ihr also eine Großforelle unmittelbar nach dem Take vom Totholz fernhalten, kann es erfolgreich sein, ihn in Richtung des Totholzes zu ziehen. Er wird den Druck erwidern und in die Gegenrichtung schwimmen). Ich bin mir sicher, dass wir viele unserer Großforellen alleine und ohne diese Tricks nicht, oder vielleicht nur nach viel längeren und für den Fisch anstrengenderen Drills, gefangen hätten. Ein Freund mit einem großen Kescher, der genau weiß, was er machen soll ist einfach Gold wert!

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(Mein Geburtstagsgeschenk – An der neuen MAG 3/4 10ft.)

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Die vierte Forelle haben Kristof und ich uns hart erarbeitet und für sie einige Strapazen auf uns genommen. Kurz nach Sonnenaufgang erreichten wir bei Nieselregen, mit wenig Schlaf in den Knochen und nach einem längeren Fußmarsch die auf den ersten Blick unspektakuläre Stelle. Hier war in diesem Jahr mit Sicherheit noch nie oder nur wenig gefischt worden. Der Pegel war sehr niedrig und das Wasser floss hier flach und schnell an einer Baumwurzel vorbei. Unterhalb des Baums war ein kleiner Pool, maximal 2m lang und etwa einen Meter tief. Wir näherten uns ihm stromaufwärts, Kristof fischte vor mir mit zwei schwereren Nymphen, ich mit einer leichten Hasenohr auf einen 16er Haken hinterher. Er hatte die Stelle gefunden, also war dies mehr als fair 🙂 Wir fingen im Auslauf des Pools schnell einige Fische und näherten uns Drift für Drift dem Baum und seinem roten Wurzelwerk. Als Kristof vor mir die Stelle mit seinen schweren Nymphen ausgefischt hatte, platzierte ich meine Hasenohr an den Rand der Wurzeln und ließ sie an der kurzen Leine kontrolliert in das winzige Becken trudeln. Sofort kam der Biss! Der Fisch schoss stromauf in Richtung Rausche, Baum und Wurzeln, aber Kristof reagierte schnell. Er stellte sich in den flachen Bereich und der Fisch kehrte in den Pool zurück. Im Auslauf konnten wir ihn wenig später das erste Mal in voller Pracht bewundern und sahen im klaren Wasser seine Punkte leuchtend orange scheinen. Sie sahen aus, wie mit einem zu großen Pinsel und satter Farbe aufgetragen. Makellos!

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(Stealth Mode On – Vorsichtiges Anpirschen brachte dieses Prachtexemplar)

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Bevor ich diesen Artikel beende und überlege, welche Geschichte ich im hoffentlich schon morgen oder übermorgen erscheinenden nächsten Artikel auf FLY.BEI unterbringen werde, noch ein paar abschließende Ankündigungen – mit denen ich die Brücke zur Einleitung dieses Posts schlagen möchte. Zu berichten gibt es nämlich z.B. noch, dass ich im August und September zwei ganz besondere Kurse anbieten werde, auf die ich mich persönlich sehr freue. Hierzu hole ich mir Verstärkung aus Belgien, von bekannten Fliegenfischern, die schon viele Erfahrungen auf nationalen und internationalen Meisterschaften gesammelt und viele Erfolge erzielt haben. Eine einmalige Chance!

Am 17. August werden Philippe Hardy und ich unter dem Titel ‚Nymphing Master Class‚ einen vollen Tag ganz im Zeichen des ‚Euro Nymphings‘ und anderer erfolgreicher Nymphen-Techniken gestalten. Der Kurs richtet sich an Fortgeschrittene oder Neulinge, die sich intensiv mit dem Thema ‚Nymphenfischen‘ auseinandersetzen möchten und die wichtigsten Basics bereits sicher beherrschen. Abhängig von den Wetter- und Wasserbedingungen wird der Kurs entweder in der Eifel oder aber an einem von drei Flüssen in der Wallonie stattfinden. Die Anfahrt vom Dreiländerpunkt wird aber nicht länger als 60 Minuten betragen. Der Kurs ist für maximal 6 Personen ausgelegt, so dass wir Euch intensiv am Wasser begleiten und unterstützen können. Ich werde meinen Beitrag zum Workshop auf Deutsch gestalten, Philippe wird in Englisch unterrichten. Im Fokus stehen neben unterschiedlichen Präsentationstechniken natürlich das eigenständige Aufbauen von Vorfächern, das bewusste Einsätzen unterschiedlicher Muster, das Lesen des Gewässers und das besondere Werfen mit der Nymphe. Nähere Informationen zu diesem Workshop erhaltet ihr jetzt schon bei mir per Mail (kontakt@flybei.de), oder aber spätestens in einem eigenen Infotext, der in Kürze online gehen wird.

Philippe Hardy

(Nymphing Master Class – Workshop mit Philippe Hardy)

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Der Kurs im September (voraussichtlich an einem Tag des Wochenendes 20/21. September) steht unter dem gleichen Motto. Da ich aber hierzu noch ein paar Dinge abschließend abstimmen muss, kommen die konkreten Angaben erst in ein paar Tagen. Aber auch zu diesem Workshop könnt ihr Euch jetzt schon bei mir erkundigen. Ich gehe davon aus, dass die 6 Plätze auch hierzu rasch vergeben sein werden.

Was gibt es daneben sonst noch? Die ersten Hechttouren stehen an und auch die ersten Hechtkurse sind ebenfalls bereits geplant. Ab September (bei schlechtem Wetter auch schon ab Ende August) geht es regelmässig los! Bei Interesse einfach jetzt schon melden.

Hatte ich übrigens schon die neue FLY.BEI Webseite erwähnt? Auch darauf freue ich mich ganz besonderes. Sie geht ebenfalls in Kürze online und wird definitiv dazu beitragen, dass ich neben meiner Aktivität auf Facebook wieder etwas aktiver zum Schreiben komme. Daneben gibt es noch eine für mich persönlich sehr positive Neuigkeit, die ich Euch hoffentlich Ende der Woche mitteilen kann. Vorher werdet ihr aber nochmal hier von mir hören bzw. lesen, denn der gestrige Ausflug in die Eifel muss unbedingt festgehalten werden. (So etwas nennt man im Film einen Cliffhanger, oder?)

Bis dahin: Tight Lines!

Euer Alex

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Kurswoche: Fliegenfischen im Gebirgsfluss

17 02 2014

von Alex

In diesem Sommer – genauer gesagt vom vom 24. bis 31. August – geht es endlich wieder zum Fliegenfischen nach Österreich. Wie in den letzten Jahren auch, werde ich Familie Kohlmayr in ihrem gastfreundlichen Hotel südlich von Salzburg besuchen. Diesmal werde ich die Taurach in und um Unterrauern allerdings nicht alleine befischen, sondern vielleicht mit einigen von Euch!

In Zusammenarbeit mit dem Gasthof zur Post habe ich eine Fliegenfischerwoche unter dem Motto ‚Fliegenfischen am Gebirgsfluss‚ konzipiert. Den Auftakt macht ein informativer Bindeabend am Sonntag, den 24. August. In gemütlicher Runde wird es um Grundlegendes zur Trocken- und Nymphenfischerei im Wildwasser gehen. Außerdem werden wir gemeinsam einige erfolgreiche Muster für die kommenden Tage am Fluss binden.

Am Montag und Dienstag (25. + 26. August) findet dann ein Intensivkurs statt, in dem es nicht nur um die geeigneten Würfe und Präsentationen der Trockenfliege am Gebirgsfluss gehen wird, sondern auch Techniken und Taktiken der Nymphenfischerei in der Praxis erprobt werden. Wir werden an beiden Tagen jeweils 9 Stunden am Wasser sein und unterschiedliche Flussabschnitte und Gewässerstrukturen der abwechslungsreichen  Taurach kennenlernen. Dieser Intensivkurs ist lediglich für 4 Personen (sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene) gedacht, so dass jeder von Euch am Wasser individuell und intensiv begleitet werden kann.

In den darauffolgenden Tagen gibt es zudem die Möglichkeit, die Taurach im Rahmen eines exklusiven Guidings (ganzer od. halber Tag) zu erkunden und dabei bestimmte Schwerpunkte, die wir im Vorhinein gemeinsam besprechen und festlegen, zu behandeln.

Ich würde mich sehr freuen, Euch im Rahmen dieses Intensivkurses, oder aber beim Guiding unter vier Augen, meine Erfahrungen mit der Fliege am schnellen Gewässer weiterzugeben. Falls Ihr Euch ein Bild von der Taurach machen möchtet, empfehle ich Euch einen Blick in meine ‚Berichte‚ der letzten Jahre.

Nähere Informationen und die Konditionen der Fliegenfischerwoche ‚Fliegenfischen am Gebirgsfluss‚ erhaltet ihr auf der Webseite des Ferienhotels Gasthof zur Post. Dort findet Ihr grundsätzlich natürlich auch alle speziellen Angebote für Fliegenfischer, die Euren Urlaub in Untertauern betreffen. Da die Plätze stark begrenzt sind, könnt ihr Euch zum Kleingruppenkurs nur bis zum 1. August direkt bei Familie Kohlmayr anmelden. Die Guidings können entweder jetzt schon über die Webseite vom Gasthof zur Post, oder – solange noch Termine frei sind – kurzfristig vor Ort im Hotel gebucht werden.

Bei Fragen könnt Ihr Euch natürlich jederzeit an mich wenden: kontakt@flybei.de

Wir sehen uns in Österreich, wir sehen uns am Wasser! Tight Lines!

Euer Alex

Fliegenfischerwoche

Fliegenfischen im Gebirgsfluss

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Info-Text zur Fliegenfischerwoche ‚Fliegenfischen am Gebirgsfluss‚:

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Die junge Taurach lässt das Herz eines jeden Fliegenfischers höher schlagen: der wilde Charakter des Gebirgsflusses mit seinen vielen tiefen Pools, Störsteinen und Kehrströmungen bietet auf einer Länge von über 18 km farbenfrohen Bach‐ und Regenbogenforellen sowie kampfstarken Saiblingen unzählige Standplätze.

Das schnelle und unruhige Wasser ermöglicht sowohl mit der Trockenfliege als auch mit der Nymphe eine aktive, abwechslungsreiche und kurzweilige Fischerei und aufgrund des klaren Wassers sind mit einem geübten Auge viele der hellen Fische auf dem weißen Kieselgrund auszumachen.

Dennoch ist die saubere Präsentation der Fliege im Gebirgsfluss nicht immer einfach, denn die strömungsarmen Taschen – in denen die Salmoniden oftmals geduldig auf Nahrung warten – sind klein, die aussichtsreichen Pools tief und die vielversprechenden Rinnen möglicherweise von langen Ästen überragt. Schnell können sich am Wasser dann die ersten wichtigen Fragen stellen:

  • Wie kann ich meine Trockenfliege in der Kehrströmung halten?
  • Wie komme ich mit meiner Nymphe auf Tiefe und wie erkenne ich den Biss?
  • Mit welchem Wurf meistere ich den dichten Uferbewuchs?

Auf diese und viele weitere Fragen geben der Intensivkurs ‚Fliegenfischen am Gebirgsfluss‚ von Alexander Keus und seine exklusiven Guidings an unserem Gewässer konkrete, praxisnahe Antworten.

Alexander Keus kennt beinahe jeden Stein der Taurach und begleitet Sie durch den abwechslungsreichen Gebirgsfluss. Er führt Sie zu den fischreichen Stellen im Gewässer und zeigt Ihnen, wie Sie die unterschiedlichen Anforderungen des Flusses sicher und souverän meistern und Ihre Fliege gezielt zum Fisch bringen.

Seinen Service passt er dabei flexibel an Ihre Kenntnisse (egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener) und Ihre Wünsche an: Möchten Sie ein exklusives Einzelguiding an einem ganz bestimmten Tag Ihres Urlaubs oder lieber am Intensivkurs (2 Tage, jeweils 9 Stunden, max. 4 Personen) teilnehmen? Geht es Ihnen um das effektive Befischen tiefer Pools im unteren Flussabschnitt oder sind Sie interessiert an einer Flusswanderung durch die tiefe Taurachschlucht? Wie wäre es, im Rahmen eines abendlichen Bindekurses die effektiven Muster für die Taurach kennen zu lernen und für den gemeinsamen Ausflug selber zu binden? Sprechen Sie uns einfach an und buchen Sie vor Ihrem Urlaub Ihr ganz individuelles Fliegenfischer‐Paket!

 

Im Detail…

  • Der Termin: Der Auftakt zum 2-tägigen Intensivkurs „Fliegenfischen im Gebirgsfluss“ ist am bereits am Abend des 24. August. Beim Fischerstammtisch gibt es eine Einführung in das Binden erfolgreicher Fliegenmuster für die Taurach und grundlegende Informationen zum Fliegenfischen im Wildwasser.
  • Der Intensivkurs: Während des 2-tägigen Intensivkurses (Montag & Dienstag, jeweils 9 Stunden) liegt das Hauptaugenmerk auf den Wurf- und Präsentationstechniken am schnellen Gebirgsfluss. Lernen Sie in einer Kleingruppe die erfolgreichsten Techniken der Nymphen- und Trockenfliegenfischerei kennen.
  • Das Guiding: Für die restliche Woche steht Alexander Keus unseren Hotelgästen mit einem exklusiven, auf Ihre individuellen Wünsche angepasstem Guiding-Angebot zur Verfügung. Lassen Sie sich zu den fischreichen Stellen unserer Strecke begleiten und lernen Sie die effektivsten Präsentations-Techniken unter vier Augen kennen.
  • Die Kosten:

Intensivkurs: € 140,00 pro Teilnehmer (2 Tage, je 9 Stunden – max. 4 Personen)

Guiding: € 95,00 pro Tag oder alternativ €   50,00 pro 1/2-Tag


Anmeldefrist für dieses spezielle Angebot ist der 1. August 2014
Die Guidings können – solange Termine frei sind – auch noch kurzfristig vor Ort gebucht werden. Eine Besprechung der Inhalte und Schwerpunkte für den gemeinsamen Tag am Wasser findet jeweils am Vorabend statt oder bereits vor Urlaubsantritt per Mail (kontakt@flybei.de).

Für alle Fragen zu diesen Angeboten steht Ihnen Alexander Keus per Mail gerne zur Verfügung: kontakt@flybei.de

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Nachtrag:

Falls Ihr auch ein paar bewegte Bilder vom Wasser sehen wollt, kann ich Euch die Videos von Max (Troutstalking) nur wärmstens empfehlen. Er war im letzten Jahr an der Taurach und hat von seinem Urlaub drei schöne Kurzvideos erstellt.

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Termin: Aachener-Fliegenfischer-Stammtisch

15 01 2014

von Alex

Noch genau zwei Monate!

„Was dann?“ mag der ein oder andere jetzt fragen. Na DANN ist das Warten für viele unter uns vorbei und die Forellensaison 2014 wird endlich eingeläutet – zumindest bei uns in NRW und an einigen Flüssen in der belgischen Wallonie. Die Vorbereitungen laufen bei vielen daher schon auf Hochtouren. Sie reichen von Besuchen unterschiedlicher Messeveranstaltungen und dem Kauf neuen Gerätes bis hin zu ausgedehnten abendlichen Stunden am Bindestock. Und da ich persönlich nicht unbedingt gerne alleine Binde und mich stattdessen lieber mit anderen austausche, habe ich im letzten Jahr versucht, ein (unregelmäßig stattfindendes) Treffen für Fliegenfischern aus Aachen und der Euregio zu organisieren.

Nach einer längeren Pause in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison kommt es nun endlich zur nächsten Auflage: am 17.02.2014 laden wir alle Interessierten wieder herzlich ein, unsere Runde im Aachener Kapellchen zu vergrößern! Es wird gebunden, es wird gequatscht und die Vorfreude auf die neue Saison mit Gleichgesinnten geteilt. Es wird natürlich auch wieder gut gegessen und getrunken, denn das Kapellchen ist eine Bar/Pizzeria – im Herzen Burtscheids und mit optimaler Anbindung an die nahe Autobahn für Leute aus dem Aachener Umland oder aus Mönchengladbach, Köln und DDorf etc.

Wie gewohnt werden wir vor Ort wieder einen eigenen Raum (für max. 15 Personen) haben. Zwecks Planung bitte ich Euch daher, mir Euer Kommen unverbindlich im Vorhinein anzukündigen. Alternativ könnt Ihr Euch auch auf Facebook für die Veranstaltung eintragen: https://www.facebook.com/events/1409269882653013/

Bis dahin!

 

NACHTRAG (07.02.14):

Mittlerweile haben wir 13 Zusagen. Das freut mich sehr! Die beiden Plätze kriegen wir auch noch voll, oder?





Termin: Fête de la Pêche à la Mouche 2014 – Fliegenfischermesse

13 01 2014

von Alex

Es gibt nur wenige regelmässige Termine, abgesehen natürlich von Saisoneröffnung und -ende, die in meinem Terminkalender jährlich fett markiert sind. Einer dieser Termine ist jedoch stets das letzte Wochenende im Januar.

An zwei Tagen findet dann nahe der belgischen Stadt Charleroi die „Fête de la Pêche à la Mouche“ (19. Ausgabe) statt. Samstags und sonntags drängen sich weit über 6000 Besucher – hauptsächlich aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden (ein paar Deutsche sollen wohl auch hier und da zu hören sein) – durch zwei große Hallen, um insbesondere Bindematerialien unter die Lupe zu nehmen und sich über das neuste Tackle für die anstehende Saison zu informieren.

Genau hier unterscheidet sich die Messe von den eher überschaubaren, aber dafür umso persönlicheren Veranstaltungen von Händlern und Fachgeschäften. Diese locken Fliegenfischer nicht nur mit Ihrem Sortiment, sondern im besten Fall auch mit interessanten Vorträgen, Fliegenbindern und Wurfdemonstrationen in die eigenen vier Wände.  Letztgenanntes Rahmenprogramm sucht man in Charleroi nämlich vergeblich. Zwar tüddelt an einem Stand auch mal ein versierter Binder etwas auf den Haken, aber der Fokus liegt in Charleroi eindeutig auf dem Verkauf. Der Vorteil dieser Veranstaltungsform besteht demgegenüber darin, dass man sich so gut wie alle Materialien auf dem Markt – und dies ist meiner Meinung nach insbesondere für natürliche Bindeprodukte wie Federn, Felle etc. relevant – GENAU anschauen kann. Wer von Euch hat sich nicht schon einmal nach einer Online-Bestellung über ein zu kurzes Bucktail oder eine Packung zu „un-flauschiges“ CDC geärgert?! Glück hat hier nur, wer einen Händler des Vertrauens besitzt und sich darauf verlassen kann, dass die Rosinen aus dem Regal gepickt werden. Ja, so etwas soll es tatsächlich geben 😉

Neben diesem Aspekt bedeutet die Messe für mich persönlich aber auch, ganz unabhängig von ein paar Sachen die mit Sicherheit in meinem Rucksack landen werden, dass ich einen entspannten Tag mit Freunden erleben, bei einem Baguette mit „Filet Americain“  fachsimpeln und mich über Neuigkeiten der Vereine, Gewässer und Organisationen in den benachbarten Ländern informieren kann. Allen die hierauf ebenfalls Lust haben und sich ein Bild vom Fliegenfischen in Belgien machen möchten, empfehle ich die Messe in Charleroi daher mit Nachdruck!

Informationen „Fête de la Pêche à la Mouche“

  • Wann: 25.01.14 und 26.01.14
  • Wo: Rue du Président John Fitzgerald Kennedy, 150
    6250 Roselies (Aiseau-Presles), Belgien







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