Der Herbst ist da

2 10 2013

von Alex

Der Herbst ist da! Das merkt man aber nicht nur an den fallenden Temperaturen, dem ersten nächtlichen Bodenfrost in der tiefen Eifel oder dem gelben Laub auf dem Wasser. Nein, auch daran, dass immer mehr Äschen in unseren heimischen Gewässern zu finden sind. Auch wenn sich mir ein Steigen der bildhübschen Fahnenträgerinnen in den letzten sonnigen Herbsttagen noch nicht so oft geboten hat, durfte ich mich dennoch über zahlreiche Vertreterinnen der Gattung ‚Thymallus thymallus‘ freuen. Die tief geführte Nymphe bzw. wo erlaubt, ein Setup aus einem schweren Dropper und einem leichteren Modell auf Hakengrößen #14 oder #16 am Point, bescherten mir einige prächtige Fänge in Belgien und an Rur.

Guideline Fario

Einen Anteil daran hat sicher auch meine hierfür erworbene neue Rute: Seit ich mit der Guideline Fario in Klasse 4 mit 10 ft. fische, bekomme ich das Verhalten der Nymphen am Flussgrund noch besser mit. Sowohl das Rollen der Nymphen über die Steine als auch jeder noch so sanfte Take werden über das gestreckte Vorfach und die sensible Spitze des Blanks übertragen. Das geringe Gewicht der Rute mit ca. 80g in Kombination mit einer recht leichten Rolle (ich habe mich für eine Guideline Haze V2 entschieden) erlauben es mir noch einfacher, mit gestrecktem und erhobenem Arm stundenlang zu fischen – wobei natürlich insbesondere die zusätzlichen 30cm gegenüber meiner 9ft. Rute dabei die Fischerei entspannter machen.

Aber nicht nur die Äschen, sondern auch die Bachforellen waren in letzer Zeit sehr aktiv. Dies hing allerdings immer stark vom Pegel der unterschiedlichen Flüsse ab. An der Rur hatte ich auf unterschiedlichen Abschnitten das Glück, einige Tage mit 30cm oder mehr verbringen zu dürfen. Obwohl das ansonsten leicht rötliche Wasser aufgrund der nächtlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt im Hohen Venn glasklar war, konnte ich einige farbenprächtige Rotgetupfte auf Trockenfliege und Nymphe fangen. Es war sehr interessant zu sehen, wie die sich häufig verändernden Wasser- und Wetterbedingungen einen direkten Einfluss auf die Fischerei hatten. Nicht nur was die verwendeten Methoden anging, sondern insbesondere auch die Fliegenmuster und eingesetzten Vorfächer wirkten sich stark auf das Ergebnis am Wasser aus. Von den besetzten Standplätzen ganz zu Schweigen. Man könnte an dieser Stelle regelrecht von „launischen“ Bachforellen sprechen.

Bachforelle - Rur

Der Hohepunkt war in diesem Zusammenhang mit Sicherheit eine wilde Bachforelle von 61 cm, die ich an einem sonnigen Nachmittag bei schwierigeren Bedingungen im Beisein von Kristof aus Antwerpen fangen durfte. Danke nochmals fürs Keschern und das tolle Foto! Der Fisch war ein Prachtexemplar eines Milchners, der hoffentlich in Kürze während der Schonzeit aktiv dazu beitragen wird, dass der Bestand von Bachforellen im Fluss gesund bleibt! Wenn ich an meine ersten Erfahrungen in Belgien oder an der Rur zurück denke, kann ich es fast nicht glauben, dass dies bereits mein dritter Wildfisch in diesem Jahr über 60cm war. Aber auch Kristof konnte in Belgien zwei abgewachsene Bachforellen über der 60er-Marke landen. Insgesamt meiner Meinung nach Indikatoren für das reichhaltige Nahrungsangebot und Potential meiner Hausgewässer.

Ein Prachtexemplar

Besonders gefreut hat mich darüber hinaus auch der Besuch von Max (www.troutstalking.de), mit dem ich drei Tage gefischt, gebunden, die Flüsse in der Grenzregion erkundet und meine 100 Ausflüge in diesem Jahr geknackt habe. Aufgrund der nahen Schonzeit trafen wir viele andere Fliegenfischer am Wasser an und entschieden uns daher meist dazu, einige neue und teils abgelegene Stellen zu befischen. Eine gute Entscheidung! Man sollte viel öfter die ausgedehnten Trampelpfade und bekannten Hotspots links liegen lassen und nach „Neuem“ suchen. Die gemeinsame Fischerei hat mir unterm Strich aber auch noch einmal eindrücklich gezeigt, dass es für Besucher an unseren Gewässern nicht immer ganz leicht ist, direkt erfolgreich zu sein. Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie sich effektive Techniken doch von Fluss zu Fluss unterscheiden.

Etwas sentimental wurde ich dann kurze Zeit später bei meinem letzten Besuch des Flusses – auf diesem Teilstück. Hier endet die Fischerei immer bereits am 30. September. Es ist schon komisch am Abend aus dem Wasser zu steigen und am Ufer zu sitzen mit der Gewissheit, erst wieder in 6 Monaten am selben Ort die Rute schwingen zu dürfen. Hiervon abgesehen war der letzte Abend aber sehr gewinnbringend für mich: Denn als ich mich gerade flussaufwärts zu einer vielversprechenden Stelle bewegte, kreuzten sich meine Wege mit denen eines guten, sehr guten Fliegenfischers (und Fliegenbinders) aus Ostbelgien. Wir kannten uns bereits von einigen kurzen Treffen und Gesprächen, hatten es aber bisher nicht koordiniert bekommen, gemeinsam Fischen zu gehen. Glücklicherweise hatte er mein Auto an der Straße gesehen und kam mit einem „I knew it was you“ die steile Böschung hinunter. So ergab es sich noch, dass wir innerhalb der Saison zusammen fischten. Und allein in dieser kurzen Zeit habe ich mir einiges abschauen können. Es ist immer wieder verblüffend zu sehen, welche kleinen Verbesserungen – auf unterschiedlichsten Ebenen – noch machbar sind und wie sich die Anpassung einzelner Variablen auf das große Ganze unseres Hobbys auswirken. Das ist es auch, was ich letzten Endes am Fliegenfischen so liebe: der Reichtum an Facetten und unendliche Möglichkeiten, sich weiterzubilden!

Impressionen vom Herbst:





Schnappschüsse der letzten Tage

11 09 2013

von Alex

In den letzten Wochen habe ich viel zu wenig Fotos gemacht! Entweder, weil ich meine Kamera zu Hause vergessen habe (irgendwie schein ich nicht immer ganz bei mir zu sein, denn ich war auch schon 2 Mal ohne Wathose los) oder aber, weil ich alleine unterwegs war und nichts davon halte, Fische zum Ablichten ins Gras zu legen. Ob nass oder trocken. Ausprobiert habe ich deswegen auch hier und da mal den „3-Sekunden-Selbstauslöser“ meiner Canon Powershot. Damit macht sie drei Fotos unmittelbar hintereinander und nach dem schnellen Release muss man darauf hoffen, dass einer der Schnappschüsse das Ziel erfasst hat. Und das am besten auch noch scharf. Dies klappt leider noch nicht immer, aber ich arbeite dran 🙂

An der Maas, genauer an der „Grenzmaas“, war ich vor kurzem aber zum Glück in Begleitung. So konnte Marc meine ersten beiden Zander mit der Fliegenrute und mein dementsprechend breites Grinsen im Gesicht festhalten. Eigentlich waren wir in den Niederlanden um auf Barben zu fischen, aber die überraschende Begegnung mit den raubenden Stachelrittern hat mich auch sehr glücklich gemacht. Gefangen habe ich sie mit der Schwimmschnur auf einen schwarzen Forellenstreamer knapp unter der Oberfläche. Nachdem ich sie einige Male habe Kleinfisch jagen sehen, musste ich eigentlich nur über den vermeintlichen Standplatz werfen und den mit Tungsten beschwerten Leech zum schnellen jiggen bringen. Beide Bisse waren kurz vor meinen Füßen und im klaren, niedrigen Wasser der Grenzmaas gut zu sehen. Ein toller Anblick!

Auch an meinen belgischen Flüssen wird derzeit viel geraubt, dies erkennt man an den fetten „Wampen“ der Rotgetupften. Insbesondere Elritzen sind das Objekt der Begierde. In großen Schwärmen findet man die schwarz/goldenen Kleinfische – die keine Skrupel vor einer 12er Nymphe haben – in den stilleren Uferzonen. Bis etwa 10cm Länge und habe ich sie dort am Haken gehabt. Teilweise schon recht nervig, wenn man an den Strömungskanten eigentlich nach Forellen sucht. Zumal vermutlich die grösseren Exemplare der Farios irgendwann einen Grossteil ihres Nahrungsbedarfs durchs abendliche Rauben abdecken. Aber abgesehen von diesen zweifachen „Schwierigkeiten“ für uns Fliegenfischer, sind eine Vielzahl an Elritzen natürlich positiver Indikator für die Qualität des Gewässers. Und zum Glück braucht man ihretwegen noch lange nicht mit dem Streamer losziehen. Die tief geführte Nymphe funktioniert, gerade seit den Regenfällen der letzten Woche, noch bzw. wieder wunderbar. Ich teste derzeit vermehrt neue Bissanzeiger und habe den Eindruck, eine stimmige Kombination aus Vorfach und Strike Indicator gefunden zu haben. Jedenfalls habe ich die Nymphe selten so gut über den Flussgrund rollen gespürt. Hierzu aber in Kürze mehr.

Daneben bringt derzeit aber auch die Trockenfliege Erfolge, konnte ich doch unmittelbar hintereinander an einem langen Pool zwei regelmässig steigende, makellose Äschen knapp über 40cm überlisten. Während eines Schlupfes winziger brauner Eintagsfliegen, war eine spärliche Hasenohr mit Goldrippung, gebunden auf einen 18er Haken, offenbar die passende Wahl. Steigende Forellen sind hingegen in den letzten Wochen vermehrt erst in den Abendstunden zu beobachten. Obwohl auch tagsüber Unmengen an kleinen braunen und schwarzen Sedges sowie unterschiedliche Eintagsfliegen auf dem Wasser sind, scheinen die Bafos keinen Anreiz zu verspüren, sich nach oben zu orientieren.

Unterm Strich hoffe ich, dass der Fluss bis zum Saisonabschluss Ende September seinen Pegel halten kann. Ich setze in den kommenden zwei Wochen jedenfalls auf einige letzte schöne Stunden in Ostbelgien. Der Oktober gehört dann wieder ganz der Rur, auch hier ist der Wasserstand mit 20cm an der Station in Monschau wieder etwas „besser“, nachdem in den letzten Wochen absolutes Niedrigwasser war und man an einigen Stellen fast trockenen Fußes den Fluss queren konnte. Und was gibt es schlimmeres als kein Wasser um die Beine zu haben?

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Wasser, wir brauchen Wasser

15 08 2013

von Alex

Während ich mich in einem meiner letzten Berichte Anfang Juli über die konstanten Wasserstände an Rur und in Ostbelgien noch gefreut habe, hat sich aus dieser „Freude“ mittlerweile ein kleiner Frust entwickelt. Naja, „Frust“ ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber die Pegel sind in den letzten Wochen permanent gefallen und haben sich nun bei absolutem Niedrigwasser eingependelt. Kurze Regenschauern hier und da ändern daran leider nichts. Die Rur hat derzeit an der Messstation in Dedenborn (warum ist die in Monschau eigentlich seit ein paar Wochen nicht mehr aktiv?!) meist weniger als 18 cm. Zudem ist das wenige Wasser auch noch glasklar – was die Fischerei bei strahlendem Wetter nicht gerade erleichtert. Insbesondere die größeren Bachforellen scheinen bei diesen Konditionen die meiste Zeit ihre Köpfe einzuziehen und sich unter Steinen zu verstecken. Zwar fängt man tagsüber mit laaaangen Vorfächern und tief sitzenden, kleineren Fliegenmustern noch einige Fische (Marc und ich waren in den lezten zwei Wochen zwei Mal für jeweils einen ganzen Tag in der Eifel und konnten uns über die Anzahl nicht beschweren), aber alles ü40 cm lässt sich nur zu bestimmten Tageszeiten und bei bestimmten Wetterverhältnissen blicken. Zudem hat man derzeit nicht dieses typische „Rur-Feeling“, dass die Farios scheinbar nur auf die Fliege warten. Mails, SMS von Freunden und Bekannten sowie Begegnungen mit anderen Fliegenfischern am Ufer, die von einer sehr schwierigen Fischerei berichten, wundern mich jedenfalls nicht.

Was allerdings weiterhin gut funktioniert ist das Nymphenfischen auf Äschen. Die Fahnenträgerinnen halten sich im Moment in den strömungsreichen, unruhigen und etwas tieferen Zügen auf und sind bei entsprechender Präsentation regelmässig – teils in stattlichen Größen – zu fangen. Dies gilt sowohl für die Rur als auch die meine belgischen Flüsse. Für die größeren Bachforellen muss man sich, wie oben angedeutet, allerdings etwas einfallen lassen, was mir bzw. uns in den letzten Wochen teilweise auch ganz gut gelungen ist. In den belgischen Ardennen konnte ich an einer „beschissenen“ Stelle (nicht wahr Lennet?) eine meiner bisher schwersten Rotgetupften in der diesjährigen Saison in Belgien überlisten. Auf ein kurzes Foto-Shooting hatte die kugelrunde Schönheit allerdings keine Lust, da half auch ein verfolgender Hechtsprung von mir in ihren stinkenden Pool nichts…

Einen Tag später durfte ich allerdings dafür eine sehr beeindruckende Bachforelle mit dem Blitz im Dunkeln einfangen. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Peter für seine perfekte Landung! Dieser Fisch hätte niemals in meinen Kescher gepasst. Da muss definitiv ein größeres Modell von Brodin her (vielleicht der Gallatin?). Ich war jedenfalls seit langer Zeit nochmal richtig „baff“ ob der Statur und der Kopfgröße einer Forelle…So ein Prachtexemplar bewohnt das Gewässer mit Sicherheit schon ein paar Jährchen und weiß sich unter verschiedensten Bedingungen souverän zu behaupten. Ich hoffe das bleibt auch so!

Was ist sonst noch passiert? Ich gehe ab und an am Abend in den nahen Niederlanden ein wenig Hechtfischen, aber das Wasser in den Seen ist recht trüb. Bisher hatte ich dennoch in den meisten Fällen Glück und bin seltenst als Schneider wieder über die Grenze nach Hause gefahren. Spätestens im November werden dann hier auch wieder regelmässig die ersten größeren Exemplare zu sehen sein. Dann geht es nämlich mit einem bunten Mix aus Flybei und Troutstalking für eine ganze Woche nach Holland. Drei Boote warten darauf geentert zu werden 😉 Vielleicht zusätzlich auch die neue Version des Bellyboots „Drifter“ von Guideline, welches am Wochenende hier eintreffen wird und natürlich intensiv getestet werden will. Als erstes wohl an der Maas, denn da geht es in der nächsten Woche hin. Ich hoffe auf ein paar an der Oberfläche raubende Rapfen! Alles in allem: Ich freu mich auf die nächste Zeit am Wasser! Ob am Fluss, am See, in der Eifel, in Belgien, in den Niederlanden oder sonstwo. Gerade ist noch eine Einladung nach Rügen aufs Handy geflattert. Es wird Zeit, meine Urlaubstage nochmal zu zählen!

Nachtrag:

Meine Regentänze der lezten Tage haben Wirkung gezeigt, auch wenn sich die Pegel nach den paar kleineren Schauern noch nicht sonderlich beeindruckt gezeigt haben. Aber immerhin funktioniert die Messstation in Monschau wieder! Ich lege noch ein paar Tänze ein und hoffe, dass die 20-Zentimeter-Marke bald wieder geknackt sein wird. Drunter macht es tagsüber derzeit wenig Sinn. Da lohnt ein Abstecher nach Belgien schon eher. Am Sonntag konnte ich alleine im erste Pool 8 Forellen/Äschen landen.





Frühsommer an der Rur

1 07 2013

von Alex

Nachdem die Forellensaison 2013 für mich mit einigen richtig großen Bachforellen an der Rur und in Belgien furios gestartet war, hinterließen der späte April und Mai eher gemischte Gefühle bei mir: Ein Auf und Ab der Pegel, kaltes und nasses Wetter, wenige Insekten und undichte Wathosen sorgten nicht gerade für Frühlingsgefühle im Hause Flybei. Die letzten Wochen liefen hingegen wieder deutlich besser, denn zumindest an der Rur hatten wir beinahe konstante Wasserstände und so viele Maifliegen wie viele Jahre nicht mehr. Etlich andere Flüsse waren in dieser besonderen Zeit hingegen von ständigem Hochwasser betroffen. So mussten Fabian, Nino und ich leider einen lang ersehnten Trip an die Wiesent kurzerhand absagen (DAS holen wir aber im nächsten Jahr nach Jungs!).

Neben den Maifliegen, die in der letzten Woche immer noch vereinzelt zu sehen waren, lassen mittlerweile auch die großen Stein- und Köcherfliegen die Bachforellen ihre tiefen Standplätze regelmässig verlassen. Große Elk-Hair-Caddis, helle Goddard-Sedges oder kleine Jack-Sedges sind unter den Trockenfliegen daher derzeit meine erste Wahl. Aber auch kleine, olivefarbene Eintagsfliegen haben mir – insbesondere in ruhigeren Passagen – viele schöne Rotgetupfte beschert. Sogar die Äschen sind mir wohl gesonnen, konnte ich doch sowohl an der Rur als auch in der Wallonie meine bisher größte Fahnenträgerin auf Nymphe fangen. Auf die Trockene lassen sich die silbrig-grauen Salmoniden hingegen noch ein wenig „bitten“, aber das kommt sicher auch noch.

Was mir gleichzeitig allerdings auch auffällt ist, dass relativ viele – insbesondere große – Fische kurz nach dem Take wieder aussteigen. Jedenfalls musste ich bereits das ein oder andere Mal sehr tief durchatmen 😉 Vielleicht kann hier demnächst meine neue Rute, eine Guideline Fario in 10ft. (#4) Abhilfe schaffen. Von ihrer etwas weicheren Spitze, im Vergleich zu meiner jetzigen Rute, erhoffe ich mir jedenfalls beim Fischen mit der Nymphe ein sanfteres und feinfühligeres Abfedern der ersten starken und plötzlichen Flucht. Einen kleinen Testbericht zur Rute wird es an dieser Stelle natürlich auch geben, aber erst, sobald ich damit die ersten Streifzüge hinter mich gebracht habe.

Vielleicht werde ich den Test dann auch schon mit meiner neuen HeroGoPro Videokamera einfangen – ein Geschenk meiner gesamten Familie und meiner Tochter zu meinem ehhhhh ehhhhh „21.“ Geburtstag 😉 Wenn ich die passenden Einstellungen für das kleine Teil gefunden und mich mit der Software für die Videoverarbeitung vertraut gemacht habe, dann gibt es auf Flybei in Kürze auch bewegte Bilder.

Mit mittlerweile über 50 Ausflügen ans Wasser darf ich mich auch „quantitativ“ betrachtet nicht gerade beschweren, wobei viel Zeit davon auf den Feierabend entfiel. Wiederholt waren es nach einem schleppenden Arbeitstag die kostbaren Stunden am Abend, die mich und meine Freunde am Fluss haben zusammen kommen lassen. So kann es die nächsten Monate gerne weiter gehen!

Auch abseits des Forellenfischens waren wir aktiv: In diesem Jahr haben wir eine Bootslizenz für einen See in der belgischen Eifel und durften uns über die ersten Schlechtwetter-Hechte freuen. Bisher hatten wir vor Ort immer nur vom Ufer gefischt, vom See aus hat man nun jedoch einen wesentlich besseren Zugriff auf die flachen Bereiche und die fischreichen Kanten. Um diese zu einfacher zu finden, haben Marc und ich unser Boot nun auch mit einem Echolot ausgestattet. Ich hoffe Euch also in der nächsten Zeit zusätzlich einige schöne Hechte präsentieren zu können. Bisher haben unsere Fänge leider die 70er Marke kaum überschritten.

Für die kommenden Monate ist neben dieser Fischerei außerdem ein Trip nach Österreich und ein Gruppenausflug nach Irland in Planung. Hoffentlich klappt alles! Wir sind mit den Vorbereitungen mal wieder nicht gerade früh dran…





Herbstspaziergang an der Rur

7 10 2012

Herbstzeit – frischer Wind, bunte Blätter, feuchte Erde, kalte Luft… und: Erkältungen! Nachdem mich die letzten Tage eine hartnäckige Version einer eben solchen ans Bett gefesselt hatte, wollte/musste ich heute nochmal raus. Raus aus dem Dunst von Salbeitee und Tiegerbalm, raus aus den Fängen des Inhalierboys. Raus an die Rur! Asperin Complex, Globulis und Nasenspray hatten mich bis zum Nachmittag so weit aufgepeppelt, dass einer kurzen Pirsch auf herbstliche Äschen nichts im Wege zu stehen schien. Außer vielleicht der Pegelstand, der durch die sintflutartigen Regenfälle der letzten Tage um das 3-fache gestiegen war. Und obwohl eine aussichtsreiche Fischerei unwahrscheinlich schien, packte ich neben Kinderwagen und Thermoskanne auch meine Wathose ein – die durch meine Abstinenz der letzten Tage endlich einmal Gelegenheit zum Trocknen bekommen hatte.

An meinem Lieblingsstück der Rur angekommen, ließ eine erster Blick auf den Fluss meine leisen Hoffnungen auf eine silberne Äsche im rotgrünen Blättertunnel schnell im Keim ersticken. Eine Wasserwalze rollte mir entgegen und auf ihr ein paar Kanuten, die meinen enttäuschten Blick offenbar missinterpretierten und mir aus den Fluten einen „tollen Sonntag“ wünschten…

Zum Glück hatte ich aber wenigstens die Kamera dabei und konnte ein paar Impressionen vom Fluss für Euch einfangen. Ein Gutes hatte der unfreiwillige Verzicht aufs Fischen dann aber wenigstens doch noch: die Vorfreude auf den nächsten Besuch dieses idyllischen Flussabschnitts steigt!

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Die Rur im Herbst:

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