Aachener-Fliegenfischer-Stammtisch #4

6 08 2014

von Alex

Nach einer kurzen Sommerpause geht unser Bindetreffen in Aachen in die 4. Runde der laufenden Saison. Viel Wasser ist seit unserem letzten gemeinsamen Abend im Aachener Kapellchen die Flüsse hinunter geflossen, viel haben wir alle seitdem an den unterschiedlichsten Ufern erlebt. Es ist also höchste Zeit, dass wir uns wieder einmal austauschen und einen gemütlichen Abend (ob am Bindestock oder nicht) miteinander verbringen.

Ich lade Euch daher für den 20. August in den großen Raum des Kapellchens ein. Wir treffen uns wie gehabt um 19.00 Uhr und es wäre nett, wenn ihr mir Eure Teilnahme kurz per Mail oder auf sonstigem Wege ankündigt – die Platzkapazität ist leider begrenzt.

Da es für mich drei Tage später nach Österreich geht, werde ich noch ein paar gut schwimmende Trockenfliegen binden. Wie z.B. diesen ‚Foam Beetle‘, auf den ich schon so manch schöne Rotgetupfte im schnellen Wasser fangen konnte. Er taugt übrigens auch sehr gut als Bissanzeiger im Gespann mit einer schweren Nymphe, denn der Schaumstoff-Körper hat zum einen viel Auftriebskraft und kann zum anderen leicht mit einer Sichthilfe (etwa aus Antron) ergänzt werden.

Ich freue mich auf Eure Berichte der letzten zwei Monate!

Bis dahin: Tight Lines!

 

 

Was: Aachener-Fliegenfischer-Stammtisch

Wann: Mittwoch, 20.08.2014 / ab 19.00 Uhr

Wo: Kapellchen, Malmedyer Str. 17, 52066 Aachen

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Ein kurzes Vergnügen

2 07 2014

von Alex

Oft habe ich die letzten Wochen die Pegel der Eifelgewässer beobachtet, in regelmässigen Abständen mit Spannung die entsprechenden Webseiten (z.B. hier) angesteuert. Meist wurde ich enttäuscht! Auch wenn hier und da mal ein paar Tropfen fielen, saugten die knochigen Böden schnell jedes Wasser auf. Fluss und Fisch gingen meist leer aus.

Am vergangenen Wochenende gab es dann endlich nochmal eine Dauerdusche mit Auswirkungen auf unsere hiesigen Gewässer. Am Freitagabend fing es wie angekündigt, aber für uns doch überraschend, an. Kristof und ich waren in der Wallonie unterwegs und zur abendlichen Primetime zogen sich die Wolken über unseren Köpfen merklich zu. Ein frischer Wind kam auf, der die freie Drift unsere Nymphen zunehmend beeinträchtigte. Innerhalb kürzester Zeit war das meiste Licht um uns herum verschluckt und die tiefstehende Sonne gänzlich verschwunden. Mit Gänsehaut auf den freien Armen und lauter werdendem Gewittergrollen im Nacken, hatte ich das Glück, innerhalb kurzer Zeit noch zwei schöne 40er im tiefen Auslauf eines langgezogenen Pools zu fangen, bevor wir in aller Eile zu unseren Autos rannten. Dort angekommen setze ein heftiger Schauer ein, welcher den breiten und klaren Fluss vor uns innerhalb kürzester Zeit in eine braune Suppe verwandelte. Aus unserer Sicht hätte dieses Schauspiel noch zwei Stunden warten können, aber unterm Strich und im Interesse des Flusses waren wir erleichtert: Endlich Wasser! Denn selbst an diesem größeren Gewässer war der Pegel in den letzten Wochen dramatisch gefallen und die dadurch fischereilich interessanten (und vorallem fischigen) Stellen rar, sie mussten gesucht oder gezielt angesteuert werden.

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Letzte Bafo vor dem Sturm

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Auf dem Heimweg durch die zunehmende Dunkelheit kamen mir beim monotonen Geräusch meiner hart arbeitenden Scheibenwischer zwei Dinge in den Kopf:

1. Der morgige Kurs an der Unteren-Rur muss verschoben werden. Nach einem solchen Gewitter ist der Fluss für mindestens 2 Tage nicht interessant.

2. Auch die für Sonntag angesetzte Clubausfahrt mit meinen Freunden von Mouche Passion an die luxemburgische Sauer (Semois) steht auf der Kippe.

Am freien Samstag holte ich daraufhin ein paar Erkundigungen ein und nach einigen Überlegungen entschieden Marc und ich für die Gruppe, den seit langem geplanten Trip nach Luxemburg kurzfristig abzublasen. Schon mit dem Hintergedanken an die Obere-Rur,  waren wir hierrüber aber nicht sonderlich enttäuscht. Denn der Eifelfluss ist gegenüber heftigen Regengüssen relativ unanfällig und gerade bei erhöhtem Pegel und leichter Sedimentierung ein lohnenswertes Ziel.

Und so standen ein paar Frühaufsteher von Mouche Passion am Sonntagmorgen am Fluss. Leicht angetrübt war er, sehr gut! Der Pegel war allerdings binnen 48 Stunden Niederschlag nur 8cm gestiegen und damit immer noch relativ niedrig. Aber: Allemal besser als 95% der vorherigen Tage dieser Saison. Die Vorfreude auf die gemeinsame Fischerei und das Rauschen im Ohr war dementsprechend groß, als Marc und ich unsere Nymphen ans Vorfach knüpften. Noch während mein langjähriger Mentor sein Setup fertig montierte, passierte dann das, was ich mir für diesen Tag erträumt hatte: eine große, wilde Bachforelle! Sie nahm meine ‚Moutarde‘ im schnellen Wasser an der Kante eines großen Felsens. Das Wasser hat hier den mächtigen Stein grundnah ein ganzes Stück ausgespült, eine schmale Passage zwischen der leicht schäumenden Hauptströmung und dem schwarzen Riesen ist deutlich langsamer fließend. Ein idealer Standplatz!

Genau hierhin hatte ich meine Nymphe platziert und mit hoch erhobener Rute und lockerem Vorfach schnell absinken lassen. Die gelb/oliv-farbene Imitation einer Köcherfliege erreichte etwas oberhalb des Hotspots den Grund und taumelte an der unterspülten Kante des Steines vorbei. Am Ende der Drift spürte ich den ersehnten Impuls im Zeigenfinger auf dem Rutenblank und ein leichtes Zucken meines fluofarbenen Monofil-Bissanzeigers unterstützte meine Warnehmung: ein Biss. Der sanfte Anhieb saß, Marc blickte auf und ich konnte ihm direkt versichern, dass ein guter Fisch die tiefgeführte Nymphe genommen haben musste. Den regelmäßigen Kopfstößen zu Folge war sie definitiv über 40cm. Ab etwa dieser Größe fangen Bachforellen meiner Erfahrung nach an, sich in der frühen Drillphase ganz speziell zu verhalten und zu bewegen. Und insbesondere die Kopfbewegungen sind es, die sie von kleineren Exemplaren unterscheiden. Ähnlich wie bei einem Hecht ist dieser anfängliche Versuch, dem Druck mittels horizontaler Kopfbewegungen zu entgehen, deutlich spürbar. Als ich sie wenig später aus der Strömung dirigiert und mit der 3er Rute und dank 16er Tippet das erste Mal an die Oberfläche geholt hatte, meinte Marc lachend nur: „Die ist aber deutlich größer als vierzig!“ Und in der Tat, die Rotgetupfte war wirklich ein stattliches Exemplar und die bisher größte an dieser Stelle. Sie zog mich noch 20 Meter flussabwärts, versuchte immer wieder mit einem heftigen Schwanzschlag in Richtung Grund zu ziehen, hatte aber in der hier ruhig fließenden Strömung keine Möglichkeit mehr, noch die Oberhand in der Endphase des Drills zu gewinnen. Gerade dieses ‚letzte Aufbäumen‘ hatte Kristof und mich in den letzten zwei Wochen gleich zwei Mal gute, sehr gute Fische gekostet. Diesmal jedoch nicht! Denn wenig später lag die Bachforelle sicher in meinem Schonnetz. Was für ein Start in den Tag, den Marc mit einem „Dann kannst Du ja jetzt Schluss machen!“ kommentierte.

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Erster Fisch des Tages

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Nachtürlich tat ich das nicht und so wechselten wir uns – wie wir es immer tun – ab: Ein Fisch er, ein Fisch ich. Geteilte Freude über gefangene Fische, ein paar bissige Kommentare bei verlorenen Fischen. Viel zu selten hatten wir dies in der laufenden Saison tun können. Eigentlich war es mit Ausnahme ein paar weniger Stunden in Belgien und einem Ausflug mit unseren seit kurzem motorisierten Bellybooten das erste Mal, dass wir uns mit dem Ausblick auf einen ganzen Tag gemeinsam stromauf vorarbeiteten. Aufgrund des aber immer noch recht niedrigen Pegels von 20cm gingen wir unsere Flusswanderung etwas selektiver als üblich an. Besuchten nur die wirklich guten und strömungsreichen Stellen. Entsprechend hoch war dann auch der Kontakt mit etwas größeren Fischen, die – so unsere schnelle Erkenntnis – nur darauf gewartet hatten, dass sie ihre steinigen Verstecke nochmals verlassen durften. Allerdings hatten die meisten ein paar Gramm zu wenig auf den Rippen. Dies war nicht verwunderlich, denn bei klarem Niedrigwasser verharren diese Exemplare über weite Strecken des Tages unter schützenden Kanten und gehen nur sporadisch auf Beutezug im nahrungsreicheren Freiwasser. So auch der letzte Fisch des Tages, der nach dem furiosen Auftakt am frühen Morgen der zweite war, der die 50er Marke knacken konnte und sich in einer schnellen Rausche eingestellt hatte.

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Der letzte Fisch des Tages

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Leider wird auch er in den kommenden Tagen keine Gelegenheit bekommen, sich den Bauch weiter vollzuschlagen und seinen Körper dem großen Kopf anzugleichen. Denn der Pegel ist bereits im Laufe des Tages schnell gesunken und binnen der folgenden 24 Stunden nach unserem Besuch an der Rur wieder auf seinen alten Stand gefallen. Die blau gezeichnete Wasserlinie auf der seitdem regelmässig von mir besuchten Webseite klebt erneut am unteren Ende meines Bildschirms. Mein Warten auf den nächsten Regen beginnt nun von vorne.

Euch wünsche ich, dass ihr nicht so lange warten müsst, bis ihr Euer Lieblingsgewässer wieder befischen könnt!

Tight Lines!

Euer Alex

 





Rückblick Juni und einige News

30 06 2014

von Alex

Mein letzer Post für FLY.BEI liegt schon wieder über 3 Wochen zurück. Verdammt! Ich komme derzeit einfach nicht hinterher, neben meinen Kursen und Guidings und natürlich meinen eigenen Ausflügen ans Wasser, alles Erlebte hier für mich – und natürlich für Euch – festzuhalten. Zum Glück gibt es Facebook, wo ich abends zwischen zwei schnellen Nymphen für den nächsten Tag noch einen kleinen Beitrag einschieben kann. Denn zu berichten gibt es einiges! Und das auf allen Ebenen:

Aus fischereilicher Sicht wüsste ich derzeit gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen. Ich könnte weit ausholen und würde vermutlich viele Superlative verwenden. Um es aber mal auf den Punkt zu bringen: Es ist mit Abstand meine bisher beste Forellensaison! Ich habe meine zu Beginn des Jahres formulierten persönlichen Ziele allesamt schon lange erreicht. Um ehrlich zu sein, bei weitem übertroffen. Beim Fussball würde man wohl sagen „Jetzt kann befreit aufgespielt werden.“ Auf das Fischen passt dieser Spruch jedoch nicht ganz, denn so etwas wie ‚Druck‘ habe ich noch nie verspürt. Das wäre ja auch das Ende! Das Fliegenfischen, der Fluss und die Fische sind neben meiner Familie meine wichtigsten Energiespender. Klingt ziemlich esoterisch, ist aber so. ‚Fliegenfischen‘ ist mehr als ein Hobby oder eine Freizeitbeschäftigung für mich. Diese Begriffe treffen es nicht ansatzweise. Es ist vielleicht so etwas wie eine ‚Passion‘ oder eine Leidenschaft. Aber auch das klingt zu schwach. Ich möchte nicht wissen, wie viele Stunden am Tag ich mich mit irgendeiner der unzähligen Facetten des Themas – auch ohne eine Wathose zu tragen – auseinandersetze. Hierin könnte vielleicht auch einer der Gründe für diese fantastische Saison liegen, denn ich versuche derzeit so viele Informationen wie nur möglich über Techniken und Taktiken zu sammeln, zu vergleichen und mit meinen persönlichen Erfahrungen vom Wasser zu konfrontieren.

Mein Fokus liegt dabei natürlich auf dem Nymphenfischen. Es ist ein unfassbar komplexes Feld und es gibt so viele unterschiedliche Stellräder, die justiert werden können. Ob es die Zusammenstellung des Vorfachs ist. Ob es die Auswahl der Nymphen ist. Ob es die Anordnung der Nymphen ist. Ob es die Präsentationstechnik ist. Ob es die Auswahl der Stellen ist. Ob es der Zielfisch ist. Neulich erwiderte jemand auf einen Beitrag von mir im Fliegenfischer Forum zum Thema ‚Nymphenvorfächer‘, dass das Vorfach (und einiges mehr) doch völlig überbewertet seien. Das wichtigste sei (Zitat) „das Handwerk“. Ich hatte keine Lust auf eine Diskussion, aber fragte mich noch ein paar Mal, was denn dieses „Handwerk“ eigentlich sein soll. Ich stelle mir darunter vor, zu wissen UND begründen zu können, ‚wann‘ ich ‚was‘ am Wasser mache und ‚wie‘ ich dieses ‚was‘ dann auch tatsächlich praktisch (möglichst effizient) umsetzen kann. Und dazu gehört definitiv auch so etwas wie der Aufbau eines auf die Präsentationstechnik, die Gewässerstruktur und die Auswahl der Nymphen abgestimmtes Vorfach. Zum „Handwerk“ eines Fliegenfischers gehört meiner Meinung nach weit weit mehr, als das bloße Beherrschen des Wurfes. Es ist alles, was den Fang eines Fisches beeinflusst. Gengug aber jetzt von diesem esoterischen und theoretischen Gedankengängen. Zurück zur Fischerei der letzten Wochen und zum eigentlichen Handwerk!

Kristof und ich haben in dieser Saison jede von uns gefangene Bachforelle sowie jede Äsche über 40cm fotografiert. Damit aber nicht genug, wir haben alle möglichen Daten zu den einzelnen Fängen und ihren Umständen gesammelt. Dabei sind schon jetzt einige interessante Erkenntnisse entstanden. Insbesondere, weil wir einige Fische schon aus unseren Fotoarchiven der letzten Jahre kannten, oder aber so viel Glück hatten, sie in der laufenden Saison wiederholt zu Gesicht bekommen zu haben. Eine im März gefangene 40+ Bachforelle war z.B. Ende Mai bereits fast 4cm gewachsen, eine 54er aus dem letzten Herbst maß nun schon stattliche 64cm. Andere waren hingegen in zwei Jahren kaum gewachsen. Von vielen Bachforellen konnten wir ihre Wege durchs Gewässer rekonstruieren, trafen sie an unterschiedlichen Stellen (abhängig vom Wasserstand) an. Auch das Fressverhalten bei unterschiedlichen Wasserständen und Wetterbedingungen ist interessant zu beobachten. Wann geht eine Großforelle auf abendliche Kleinfischjagd im flachen Uferbereich und wann zeichnet sie sanfte Ringe auf die Oberfläche? Gemeinsam haben wir in diesem Jahr nun eine hohe zweistellige Anzahl unterschiedlicher Salmoniden aus unterschiedlichen Flüssen in unserer Datenbank und hoffen, dass in den Monaten bis zur Schonzeit noch einige dazu kommen werden.

In der Gallerie unten seht ihr eine Auswahl der schönsten Fische der letzten Wochen. Die Zeichnungen und Körperformen sind so unterschiedlich, wie die Standplätze und Gewässer, wo sie gefangen wurden. An schmalen Flussläufen und aus deren kleinen Gumpen mit leichten Mustern hervorgenympht. In breiten Passagen mit gleichmäßiger Strömung auf Sicht mit der Trockenen überlistet. Oder aber in tiefen Rinnen mit schweren Jigs hartnäckig überredet. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass sie sich allesamt einige Jahre im jeweiligen Gewässer behaupten mussten und nicht ‚fettgezüchtet‘ besetzt wurden. Dies macht sich nicht nur in ihrem Aussehen, sondern vorranig auch in ihrer Kampfkraft bemerkbar! Vor ein paar Tagen war ich mit Lennet an einer für uns neuen Stelle unterwegs und wir konnten auf 100m Flusslauf Fisch auf Fisch fangen. Beim ersten besseren Exemplar knapp über 30cm war Lennet erstaunt, wie viel Energie die noch recht junge Rotgetupfte hatte, nur um wenig später die Rutenspitze der sensiblen ‚Cult‚ bis ins Handteil gebogen zu sehen und seine erste 40+ Bachforelle in diesem Jahr – nach spektakulärem Drill am Rande einer Baumwurzel auf engstem Raum – in den nassen Händen halten zu dürfen.

Lennet

(42cm – Und die 3er ‚Cult‚ im Halbkreis)

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In besonderer Erinnerung sind mir in den letzten Wochen vier Fische geblieben:

Den ersten in der Reihe hatten wir wochenlang ‚verfolgt‘ bzw. mehrmals Kontakt mit ihm gehabt. Das kräftige Männchen stand an einer sehr schwer zu befischenden Stelle mit ungleichen Strömungen und schlug uns drei Mal ein Schnippchen. Entweder, weil er mit heftigen Kopfstößen früh im Drill ausstieg, oder aber sich in das dichte Totholz seines Standplatzes kämpfte. Bei der vierten Begenung behielten wir die Oberhand und kannten seine Fluchtwege. Kristof parierte den ersten Marsch stromauf, ich stellte mich dem Fisch in den Weg, er kehrte um und zog in Richtung einer ruhig fließenderen Passage stromab. Dort war es dann kein Problem ihn auszudrillen und die schwere Köcherfliegennymphe behutsam aus seinem gewaltigen Maul – das insbesondere durch einen langen spitzen Zahn gekennzeichnet war – zu lösen.

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(Kräftiges Männchen – Wir nennen ihn ‚The Tooth‘)

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Der zweite Fisch von besonderer Bedeutung für mich war der erste auf meine neue MAG 3/4 mit 10ft. Der Tag war für Kristof und mich wohl auch wegen eines kühlen Nordwindes eher schleppend verlaufen und wir waren kurz davor, unsere Zelte am ausgewählten Flussabschnitt abzubrechen. Wir standen unterhalb einer langen Rinne, die wir bereits befischt hatten und aus der wir in der jüngeren Vergangenheit einige große Bachforellen und Äschen locken konnten. An diesem Tag hatten wir uns die Stelle aber rausgepickt, weil ich wenige Tage zuvor dort einen 14er Jig-Haken im Drill aufgebogen bekommen hatte. Ein gewaltiger Fisch zog mit meiner Nymphe stromauf, ohne sich mir zu zeigen und hinterließ mich und meinen offenen Hakenbogen vollkommen fassungslos. Dieses gewaltige Exemplar musste ich einfach sehen! Offenbar aber nicht an diesem Tag, denn wir hatten wirklich einiges probiert. Wir überlegten also, wohin es uns für den Abendsprung verschlagen sollte und noch während wir diskutierten und ich nebenbei mit einem Auge weiterfischte, überraschte mich aus dem Nichts ein satter Biss. Fast hätte ich den Anschlag versemmelt, aber etwas verspätet schien der Haken doch gepackt zu haben. Es folgte eine lange, lange Flucht stromabwärts und ein Spurt von mir und Kristof durchs bauchhohe Wasser. In einer ruhigeren Passage kescherte mein Freund den Fisch und ich eilte, die vielen Meter Schnur aufkurbelnd herbei. Eine der schönsten Bachforellen, die ich bisher gesehen habe. Sie hatte nur sehr wenige blasse rote Punkte und das erste woran ich dachte, als ich sie sah war: Neuseeland! Sie war hochrückig, hatte eine massive Schwanzflosse und war weitaus schwerer als einige längere Exemplare, die wir die Wochen zuvor gefangen hatten.

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(Neuseeland – Nur nicht so weit weg)

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Den dritten Fisch schenkte ich mir dann selber zu meinem Geburtstag. Wieder ein Männchen. Ich hatte die Forelle einige Wochen zuvor aus hoher Position gesehen, aber konnte sie damals nicht überlisten. An diesem Tag stimmte der Wasserstand für die Stelle, an der das Wasser in einer engen Kurve mit einem lauten Rauschen ans Ufer prallt. Bei etwas mehr Wasser vermutete ich den Fisch jedoch nicht in dieser starken Strömung am Kurveneinlauf, sondern etwas weiter hinten im Pool. Vielleicht geschützt, tief sitzend neben einem der großen Steine. Und so war es auch. Bereits eine der ersten Driften im ruhigeren Wasser brachte den erhofften Kontakt, noch bevor sich eine der vielen kleineren Rotgetupften im gemächlichen Auslauf meine Nymphe schnappen konnten. Zum Glück zog das torpedoförmige Männchen mit mir stromabwärts, denn in Richtung Kurveneingang hätte ich aufgrund des vielen Totholzes und sehr tiefen Wassers schlechte Karten gehabt. Zumal ich an diesem Tag ausnahmsweise alleine unterwegs war. In diesen Fällen ist es sonst oft ein taktischer Schachzug, dass der jeweils andere den Fisch schleunigst überholt, sich ihm in den Weg stellt, so zur Umkehr auffordert und im Endeffekt von den Gefahrenherden unter Wasser abhält. Alleine ist dies auch machbar, bedarf aber ein bisschen mehr Aufwand. Ich hätte am Fisch vorbei sprinten und dabei die Schnur auf Spannung halten müssen. Oberhalb von ihm hätte ich Druck ausüben müssen und ihn so als natürliche Reaktion in die Gegenrichtung bewegen können (Denn oftmals gilt: Übe ich zu Beginn des Drills Druck nach rechts aus, geht der Fisch nach links. Gleiches natürlich umgekehrt; Möchtet ihr also eine Großforelle unmittelbar nach dem Take vom Totholz fernhalten, kann es erfolgreich sein, ihn in Richtung des Totholzes zu ziehen. Er wird den Druck erwidern und in die Gegenrichtung schwimmen). Ich bin mir sicher, dass wir viele unserer Großforellen alleine und ohne diese Tricks nicht, oder vielleicht nur nach viel längeren und für den Fisch anstrengenderen Drills, gefangen hätten. Ein Freund mit einem großen Kescher, der genau weiß, was er machen soll ist einfach Gold wert!

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(Mein Geburtstagsgeschenk – An der neuen MAG 3/4 10ft.)

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Die vierte Forelle haben Kristof und ich uns hart erarbeitet und für sie einige Strapazen auf uns genommen. Kurz nach Sonnenaufgang erreichten wir bei Nieselregen, mit wenig Schlaf in den Knochen und nach einem längeren Fußmarsch die auf den ersten Blick unspektakuläre Stelle. Hier war in diesem Jahr mit Sicherheit noch nie oder nur wenig gefischt worden. Der Pegel war sehr niedrig und das Wasser floss hier flach und schnell an einer Baumwurzel vorbei. Unterhalb des Baums war ein kleiner Pool, maximal 2m lang und etwa einen Meter tief. Wir näherten uns ihm stromaufwärts, Kristof fischte vor mir mit zwei schwereren Nymphen, ich mit einer leichten Hasenohr auf einen 16er Haken hinterher. Er hatte die Stelle gefunden, also war dies mehr als fair 🙂 Wir fingen im Auslauf des Pools schnell einige Fische und näherten uns Drift für Drift dem Baum und seinem roten Wurzelwerk. Als Kristof vor mir die Stelle mit seinen schweren Nymphen ausgefischt hatte, platzierte ich meine Hasenohr an den Rand der Wurzeln und ließ sie an der kurzen Leine kontrolliert in das winzige Becken trudeln. Sofort kam der Biss! Der Fisch schoss stromauf in Richtung Rausche, Baum und Wurzeln, aber Kristof reagierte schnell. Er stellte sich in den flachen Bereich und der Fisch kehrte in den Pool zurück. Im Auslauf konnten wir ihn wenig später das erste Mal in voller Pracht bewundern und sahen im klaren Wasser seine Punkte leuchtend orange scheinen. Sie sahen aus, wie mit einem zu großen Pinsel und satter Farbe aufgetragen. Makellos!

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(Stealth Mode On – Vorsichtiges Anpirschen brachte dieses Prachtexemplar)

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Bevor ich diesen Artikel beende und überlege, welche Geschichte ich im hoffentlich schon morgen oder übermorgen erscheinenden nächsten Artikel auf FLY.BEI unterbringen werde, noch ein paar abschließende Ankündigungen – mit denen ich die Brücke zur Einleitung dieses Posts schlagen möchte. Zu berichten gibt es nämlich z.B. noch, dass ich im August und September zwei ganz besondere Kurse anbieten werde, auf die ich mich persönlich sehr freue. Hierzu hole ich mir Verstärkung aus Belgien, von bekannten Fliegenfischern, die schon viele Erfahrungen auf nationalen und internationalen Meisterschaften gesammelt und viele Erfolge erzielt haben. Eine einmalige Chance!

Am 17. August werden Philippe Hardy und ich unter dem Titel ‚Nymphing Master Class‚ einen vollen Tag ganz im Zeichen des ‚Euro Nymphings‘ und anderer erfolgreicher Nymphen-Techniken gestalten. Der Kurs richtet sich an Fortgeschrittene oder Neulinge, die sich intensiv mit dem Thema ‚Nymphenfischen‘ auseinandersetzen möchten und die wichtigsten Basics bereits sicher beherrschen. Abhängig von den Wetter- und Wasserbedingungen wird der Kurs entweder in der Eifel oder aber an einem von drei Flüssen in der Wallonie stattfinden. Die Anfahrt vom Dreiländerpunkt wird aber nicht länger als 60 Minuten betragen. Der Kurs ist für maximal 6 Personen ausgelegt, so dass wir Euch intensiv am Wasser begleiten und unterstützen können. Ich werde meinen Beitrag zum Workshop auf Deutsch gestalten, Philippe wird in Englisch unterrichten. Im Fokus stehen neben unterschiedlichen Präsentationstechniken natürlich das eigenständige Aufbauen von Vorfächern, das bewusste Einsätzen unterschiedlicher Muster, das Lesen des Gewässers und das besondere Werfen mit der Nymphe. Nähere Informationen zu diesem Workshop erhaltet ihr jetzt schon bei mir per Mail (kontakt@flybei.de), oder aber spätestens in einem eigenen Infotext, der in Kürze online gehen wird.

Philippe Hardy

(Nymphing Master Class – Workshop mit Philippe Hardy)

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Der Kurs im September (voraussichtlich an einem Tag des Wochenendes 20/21. September) steht unter dem gleichen Motto. Da ich aber hierzu noch ein paar Dinge abschließend abstimmen muss, kommen die konkreten Angaben erst in ein paar Tagen. Aber auch zu diesem Workshop könnt ihr Euch jetzt schon bei mir erkundigen. Ich gehe davon aus, dass die 6 Plätze auch hierzu rasch vergeben sein werden.

Was gibt es daneben sonst noch? Die ersten Hechttouren stehen an und auch die ersten Hechtkurse sind ebenfalls bereits geplant. Ab September (bei schlechtem Wetter auch schon ab Ende August) geht es regelmässig los! Bei Interesse einfach jetzt schon melden.

Hatte ich übrigens schon die neue FLY.BEI Webseite erwähnt? Auch darauf freue ich mich ganz besonderes. Sie geht ebenfalls in Kürze online und wird definitiv dazu beitragen, dass ich neben meiner Aktivität auf Facebook wieder etwas aktiver zum Schreiben komme. Daneben gibt es noch eine für mich persönlich sehr positive Neuigkeit, die ich Euch hoffentlich Ende der Woche mitteilen kann. Vorher werdet ihr aber nochmal hier von mir hören bzw. lesen, denn der gestrige Ausflug in die Eifel muss unbedingt festgehalten werden. (So etwas nennt man im Film einen Cliffhanger, oder?)

Bis dahin: Tight Lines!

Euer Alex

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1/3 und 2/3 und zwei Büsche

2 06 2014

von Alex

Ich bin heute früh aufgewacht und habe mit Blick auf den Kalender und die näherrückende Pfingswoche erschrocken realisiert, dass wir schon Juni haben. What?! Wie schnell sind denn bitte die letzten 11 Wochen vergangen? Ich weiß nicht wie es Euch ergeht, aber ich habe immer noch das Gefühl, als habe die Forellensaison 2014 eben erst begonnen. Es ist aber schon 1/3 um…

Dabei zeigen sich die im März noch trostlosen Flüsse und ihre kahlen Ufer doch schon seit einigen Wochen in lebendiger und grüner Pracht. Alleine dadurch hätte mir das rasante Fortschreiten der Jahreszeit ja wohl auffallen müssen. Oder zumindest dadurch, dass ich mich mittlerweile durch hohe Brennesseln kämpfen muss, um zu meinen Lieblingsstellen zu kommen. Auch die ersten Sonnenbrände sind eingefangen, weil ich beim ungedulgigen Verlassen des Hauses in der Morgendämmerung keinen Gedanken an die brütende Hitze unter der Nachmittagssonne verschenkt habe.

Vielleicht habe ich all das aber kaum bemerkt, weil sich die Fischerei seit dem Frühling nicht viel verändert hat. Wir kämpfen – mit einigen wenigen Tagen Ausnahme – seit Beginn mit Niedrigwasser. Tage, an denen ich mich stromauf durch die wilde Rur kämpfen musste? Fehlanzeige. Leider. Ein ähnliches Spiel an den Flüssen in der belgischen Wallonie. Die Fische scheint dies dort aber etwas weniger zu stören, sind sie seit März recht regelmässig bei meinen Besuchen gestiegen. Man muss sich nur die Zeit nehmen, sich sehr vorsichtig am Ufer bewegen und geduldig beobachten. Es ist verblüffend was passiert, wenn man sich einfach mal eine Viertelstunde geschützt in die Böschung setzt und still aufs Wasser schaut. Der Fluss beginnt sich langsam in eine Art Aquarium zu verwandeln. Aufgrund der niedrigen Pegel und des dadurch klareren Wassers sieht man mit etwas Konzentration auf den Flussgrund und dank einer guten Polbrille unfassbar viele Fische und darf Zeuge kleiner, spannender Geschichten sein. Ob es zwei Barben sind, die sich um einen großen Stein verfolgen und immer näher herankommen. Ob es die großen Döbel sind, die sich in der Mittagshitze träge unter den schattigen Büschen versammeln. Ob es die Schule von prachtvollen Äschen ist, aus der sich ab und an eine Fahnenträgerin löst und einen kleinen Ring auf die Oberfläche zeichnet. Oder aber ob es die 60+ Forelle ist, die am Abend langsam und vorsichtig am Ufer patroulliert, um dann blitzschnell – wie ein Hecht – in einen Schwarm Jungfische zu schießen.

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(Die erste Barbe 2014 – Auf Sicht gefangen)

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Eines der spannendsten Erlebnisse war in dieser Hinsicht sicherlich vor ein paar Tagen der Fang einer absoluten Prachtforelle. Ich war mit Kristof unterwegs und wir hatten uns für den Morgen einen sehr langsam fließenden Gewässerabschnitt ausgesucht. Der Fluss stand hier beinahe und nur an den wenigen Pollen auf der Oberfläche war eine langsame Strömung zu erahnen. Bei einem, zwei oder meinegwegen auch drei Schoko-Croissants begannen wir, die Stelle genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit dem buttrigen Teiggebäck im Mund und den Händen seitlich am Gesicht versuchten wir uns auf den Flussgrund zu konzentrieren und mögliche Bewegungen wahrzunehmen. So arbeiteten wir uns systematisch stromauf vor. Beinahe zeitgleich sahen wir dann endlich etwas: Am gegenüberliegenden Ufer war ein heller Fleck im maximal knietiefen Wasser. Unmittelbar oberhalb eines versunkenen Astes und tief unter einem überhängenden Busch. Eine Forelle. Und was für eine! Zunächst schien sie recht regungslos, nur ab und an war eine leichte Bewegung ihrer Schwanzflosse auszumachen. Dann plötzlich ein Zucken ihres beeindruckenden Körpers und tatsächlich: Sie stieg auf, hinterließ nur einen winzigen Ring, der schnell vom Ufer verschluckt wurde und stellte sich wieder vor ihren Ast. Diskreter geht es nicht.

Da wir uns beide am Vortag schon jeweils über eine 50+ Bachforelle freuen durfte und somit keiner ’nachzulegen‘ hatte, spielten wir Schnick-Schnack-Schnuck (oder Stein-Schere-Papier, ganz wie ihr wollt). Dieses Spiel hatte sich bei vergleichbaren Fällen in den Vorwochen für uns etabliert. Außerdem macht es Spaß, steigert zusätzlich die Spannung und bei einem Sieg natürlich vorallem die Vorfreude auf die Präsentation der eigenen Fliege. Die erste Runde endete jedenfalls mit einem Unentschieden: Schere und Schere. Ich dachte ‚Ok, wenn er Schere hatte, dann nimmt er vielleicht jetzt etwas, was gegen die Schere verliert, weil er denkt, dass ich sicher nicht nochmal die Schere nehme und auf Stein oder Papier umsteige. Vielleicht nimmt er aber auch nochmal Schere und denkt, dass ich denke, dass er ja wohl nicht nochmal die Schere nimmt. Aber vielleicht… ach was solls: SCHERE!‘ Kristof hatte natürlich Stein und somit ging der Versuch, den stolzen Fisch zum Steigen zu bringen, an ihn.

Ich blieb mit einem stummen Schrei und geballten Fäusten in erhöhter Position am Ufer und mein belgischer Freund pirtschte sich mit einem breiten Grinsen und einem ‚The next one is for you.‚ langsam in Position, ohne natürlich auch nur einen Fuß ins Wasser zu setzen und den glatten Spiegel zu zerstören. Er knüpfte eine kleine Köcherfliege ans Vorfach, während ich die Videokamera aufbaute. In solchen Situationen zeigt sich wieder, warum es viele Vorteile hat zu zweit zu fischen, denn unten am Fluss konnte er den Fisch nicht mehr sehen. Von meinem erhöhten Standplatz aus konnte ich ihm hingegen genau beschreiben, wo die Rotgetupfte stand und ob seine Präsentation in Ordnung war. Und die war nicht leicht, denn es hieß etwa 15 Meter Distanz zu überbrücken und die CDC-Sedge kurz in der angedeuteten Kehrströmung zu halten, während die Flugschnur mit den Pollen stromab trieb. Keine einfach Aufgabe!

Nach einigen erfolgslosen Driften dann endlich eine Regung der Bachforelle. Allerdings nicht auf Kristofs Fliege. Weil die Forelle aber vermutlich schonmal auf dem Weg war, machte sie kehrt und steuerte langsam auf die ‚falsche‘ (also die ‚richtige‘; also die ‚künstliche‘) Köcherfliege zu, die etwa einen Meter seitlich vorbeitrieb. Das Gefühl in diesem Moment ist unfassbar! Du weißt, dass gleiche eine riesen Bachforelle Deine Trockene nehmen wird. Zig Dinge gehen Dir durch den Kopf. Wird sie überhaupt nehmen oder doch noch abdrehen? Bloß nicht zu schnell anschlagen! Wird das feine Tippet die erste Flucht überstehen? Wo ist mögliches Totholz im Wasser, das dem Fisch zum Vorteil sein und mir zum Verhängnis werden könnte?

Alles ging gut. Die Forelle schlürfte die Köcherfliege von der Oberfläche, der sanfte Anhieb saß, die ersten Kopfstöße und der erste Marsch flussaufwärts wurden von der sensiblen 4er Rute spielend abgefedert und auch der restliche Drill verlief problemlos. Ich packte meine Kamera ein, spurtete los und wenig später hatten wir die Bachforelle im Schonnetz. 64cm und mit einem dicken Hängebauch. Was für ein Fisch!

64er Bafo

(Ein Prachtexemplar – 64cm und ’still rising‘)

Nach der euphorischen Freude entfaltete sich bei mir anschließend die motivierende Aussicht, dass der nächste Flossenfund dieser Art ohne Schnick und Schnack und Schnuck dann an mich gehen sollte. Der Tag war ja noch lang und voller Möglichkeiten. So machten wir viele viele Kilometer vom Busch der 64er bei einem anderen Busch Bekanntschaft mit einer 46er Äsche sowie zwei ü50 Forellen. Dabei hatten wir es zunächst auf einen ganz anderen Fisch abgesehen. Und das kam so…

Ich stand im Wasser und war nach der Scheren-Falle am Morgen an der Reihe. Kristof robbte auf allen vieren vorsichtig am rechten Ufer, um einen Blick unter einen Busch zu werfen – wieder ein Busch. Ich hatte einige Wochen zuvor an diesem schattigen Unterstand schon gute Erfahrungen gemacht und wollte es auf einen zweiten Versuch, trotz eines langen Fußmarsches, unbedingt ankommen lassen. Kristof lag im Gras und sah nach einigen Augenblicken schon die Schwanzflosse einer Bachforelle. Kurz darauf bekam er den passenden Fisch zur Flosse zu Gesicht und schätze ihn auf ca. 40cm. Ich fing also an, meine Nymphen oberhalb des Busches zu platzieren und am langen Vorfach ganz natürlich stromab treiben zu lassen. Nichts! Bei jeder Drift näherte ich mich der steinernen Uferbefestigung ein paar Zentimeter und fing außerdem an, die Nymphen am Ende der Drift langsam aufsteigen zu lassen. Da kam der ersehnte Biss. Es war allerdings nicht die 40er-Bachforelle, sondern eine wunderschöne, kräftige Äsche.

Äsche

(Äsche – Auf eine aufsteigende Nymphe)

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Nach ihrem Release warteten wir ein paar Minuten und ließen die Stelle ruhen. Dann war Kristof an der Reihe. Nach etwa 10-15 Driften auch bei ihm ein Biss. Allerdings wieder nicht die Bachforelle, die er gesehen hatten, sondern ein weit größeres Exemplar von 52cm. Also nochmal ein paar Minuten warten. Die 40er musste ja noch da sein. Es war also wieder mein Turn und nochmals einige Präsentationen später war meine Rute erneut krumm. Das musste sie jetzt aber sein. Nein. Es war wieder nicht die 40er, sondern diesmal eine 55er Bachforelle! Wir waren baff und amüsiert zugleich. DAS hätten wir unter diesem kleinen Busch wirklich nicht erwartet…

Achja: Danach haben wir die Stelle und den Busch verlassen. Die 40er und ihre unvorsichtige Schwanzflosse hatten uns so viel Glück gebracht, da durfte sie an diesem sonnigen Mittag ruhig im Schatten bleiben. Außerdem lagen noch ein paar andere Büsche auf unserer Route für den Nachmittag. Davon aber beim nächsten Mal mehr.

 

Abschließend noch eine Auswahl weiterer Fotos der letzten Tage und Wochen – eine zweite Gallerie folgt in Kürze. Ich werde es leider zeitlich nicht schaffen, alle Fische mit der passenden Geschichte zu würdigen, obwohl ich mich an alle genau erinnere. Ich werde aber versuchen (ähnlich wie auf der FLY.BEI Facebookseite), künftig noch mehr Kurzberichte zu schreiben. Vielleicht schon ganz bald, denn die nächsten spannenden Trips stehen unmittelbar bevor. Es geht das erste Mal wieder auf Hecht und anschließend treffe ich Fabian, um mit ihm die Wiesent – hoffentlich zeitgleich mit einem schönen Maifliegenschlupf – zu befischen. Dazwischen werde ich mich natürlich um meine hiesigen Gewässer kümmern. Einer muss es ja machen 🙂 Und ich bin mir sicher, wenn ich drei Mal mit den Augen gezwinkert habe, ist das nächste Drittel der Forellensaison vorbei…

Ich hoffe, dass ihr das 1/3 ebenso genießen konntet und ich wünsche Euch für die restlichen 2/3 ‚Tight Lines‘!

Euer Alex

P.S. Vielelicht sehe ich ja den ein oder anderen von Euch heute Abend beim Stammtisch im Kapellchen. Würde mich freuen!

Impressionen der letzten Tage:





Von magischen Äschen

4 02 2014

von Alex

In einem meiner letzten Beiträge habe ich von der winterlichen Fischerei auf Äschen berichtet. Wobei winterlich hier in 2013/14 lediglich meint, dass ich kalte Füße und eine rote Nase hatte. Denn wirklich winterlich, also so richtig mit Schnee und Eis und so, war es in den letzten Wochen/Monaten selbst in der tiefen Nordeifel nicht.

Dennoch hat auch diese nicht-so-richtig-winterliche Zeit etwas Besonderes. Der Fluss und sein Ufer scheinen in einen entspannten Halbschlaf gefallen zu sein und abgesehen von den durch Regenfälle schwankenden Pegeln ist es ruhig, auf den ersten Blick beinahe trostlos: Die karge und raue Landschaft, die laublosen und feuchten Bäume, der fehlende fröhliche Sing-Sang der Vögel und ein zumeist tiefhängender, grauer Himmel, der alles unter sich zu erdrücken scheint.

Aber manchmal, leider viel zu selten, reißt dieser triste Schleier auf. Die Sonne bahnt sich ihren Weg durchs Grau und alles wird ganz anders, beinahe ‚magisch‘. Das klare und kalte Wasser beginnt plötzlich in den hellsten Farben zu funkeln, die Schneeglöckchen leuchten zwischen den dunklen Tannen und die ersten winzigen Eintagsfliegen tanzen über die Wasseroberfläche. Und wenn man geduldig und aufmerksam am Ufer sitzt, dann darf man mit etwas Glück sogar eine ‚lady of the stream‘ beim vorsichtigen Steigen beobachten.

Genau solch einen ‚magischen‘ Moment erwischten Nino und ich, als wir vor ein paar Tagen spontan in die Eifel aufbrachen, statt uns ins Bellyboot zu schwingen und den niederländischen Hechten nachzustellen. Schon bei unserer Fahrt Richtung Süden wurden wir von der tief stehenden Sonne geblendet und wussten, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten – ganz gleich ob wir nun Äschen finden würden oder nicht. Noch auf dem steinigen Fußweg hinunter ins tiefe Tal versuchte ich unsere Hoffnungen und Erwartungen einzudämmen. „Wenn jeder von uns eine Äsche fängt bin ich vollkommen zufrieden, Hauptsache am Wasser!„, sagte ich zu Nino, der zu Besuch aus Frankfurt gekommen war und noch am Abend wieder abreisen musste.

Der Fluss führte eiskaltes Schmelzwasser und der erhöhte Pegel versprach eine schnelle und aktive Fischerei. Das Wasser war glasklar und auf dem Grund zeichneten sich die dunklen Schieferplatten deutlich ab, nur hier und da leuchtete ein gelber Kiesel. In den schattigen Ecken lag noch etwas Schnee und die Pfützen am Ufer waren mit einer dünnen Eisschicht überzogen. Wir entschieden uns für einen Flussabschnitt, wo Tal und Nachmittagssonne auf einer Linie lagen. Denn nur hier erreichte das Licht die Sohle des Tals und wärmte Gesicht und Wasseroberfläche zugleich. Außerdem konnten wir dort trotz des erhöhten Pegels und einer schnellen Oberflächenströmung deutliche Vertiefungen im Flussgrund erkennen. Wir vermuteten, dass die Äschen am steinigen Grund klebten und entschieden uns für eine feine Nymphentechnik an der kurzen Leine, mit der man kontrolliert diese Rinnen erreichen konnte.

Ich fischte wieder mit meiner 10 ft. langen Guideline LeCie in Klasse 3, Nino hingegen eine LPXe mit 9 Füßen in der Klasse 5. Wir montierten einen Bissanzeiger aus farbigem Monofil am ca. 6 Meter langen Vorfach (dazu mehr im 2. Teil meines Artikels über Bissanzeiger) und entschieden uns für zwei unterschiedliche Nymphen aus den Restbeständen der letzten Saison: An den Springer kam eine 12er Nymphe mit 3,5mm Tungstenperle, einem gelblichen Körper aus ‚Polish Quill‚ und einem Schwanz aus Goldfasan. An den Point knüpfte ich eine schlichte 16er Pheasant-Tail mit 2,5mm Tungstenperle in pink, auf die wir uns letztlich Bisse erhofften.

Nino stand noch unter den Tannen am Ufer und bereitete dieses Setup vor, als ich mich bereits über die erste Äsche freuen durfte. Das ging ja viel schneller als zu erwarten war! Die Fahnenträgerin stand an der äußeren Strömungskante und hatte meine über den Flussgrund taumelnde PT bei der dritten, leicht verlangsamten Drift vorsichtig genommen. Der Biss war kaum zu sehen, lediglich ein leichter Impuls Dank gestrecktem Vorfach im Zeigefinger zu spüren. Und trotz der feinen Rute war der Drill der 35cm Äsche im schnellen Wasser (auch Dank 16er Monofil) überhaupt kein Problem und die Schönheit fand sich schnell und sicher in meinen nässen Händen wieder. Sie glänzte gewohnt silbrig, hatte aber einen beinahe schwarzen Rücken und am Bauch einen großen lila-roten Fleck. Bildhübsch! Besser konnte es für mich kaum werden.

Bevor ich mein Glück aber noch einmal versuchen durfte, war Nino erst einmal an der Reihe. Er begann mit der 5er Rute, wechselte dann aber schnell auf die 3er. Auch, um den Unterschied zwischen den beiden Rutentypen unter gleichen Bedingungen, bei gleicher Technik, gleichem Vorfachaufbau und mit gleichen Nymphen zu testen. Und tatsächlich, nur wenige Zentimeter flussaufwärts stand die nächste willige Fahnenträgerin und die filigrane LeCie bog sich abermals zum Halbkreis. Wieder war der Biss kaum zu sehen gewesen und wieder war es die einfache Fasanenschwanz, die uns eine wunderschöne Äsche bescherte.

In der Folge fingen wir in ein und derselben Rinne in kürzester Zeit noch ein paar weitere Äschen und fanden heraus, dass sie die Nahrung nicht nur grundnah nahmen, sondern auch aufsteigende Nymphen interessant fanden. Wir begannen unsere Driften zu verlängern, indem wir die Rute und den Bissanzeiger an uns vorbei stromabwärts führten, senkten die erhobene Spitze in der Geschwindigkeit des Wassers ab und ließen so am Ende die Nymphen ins Mittelwasser kommen. Gerade hier und mit diesem ‚Lift‘ fingen (und verloren) wir die schönsten Exemplare unseres kurzweiligen Nachmittags! Interessanterweise aber nicht auf die kleine PT, sondern auf die größere Imitation am Springer.

Nachdem wir die lange Rinne gründlich ausgefischt hatten, fischten wir noch kurz eine weitere, schnellere und wildere Passage. Hier standen die Äschen am strömungsärmeren Rand unter schützenden Ästen der Nadelbäume. Für uns bot sich nur hier da ein ‚Loch‘ im dichten Uferbewuchs, dies genügte aber, um die Nymphen in Position zu bringen und mit ganz flacher Rute auf Reise zu schicken.

Auf die Reise machten wir uns erst, als die schwächer werdende Sonne unseren Talabschnitt verließ und hinter den steilen Hügeln zu unserer Rechten verschwand. Unsere Zehen froren und schnell wurde es jetzt richtig kalt. Ganz anders wieder oben auf dem Kamm, als wir unseren Weg die Hänge hinauf gefunden hatten. Wir warfen noch ein paar letzte Blicke hinunter auf den dunklen Fluss und waren froh, ein paar ‚magische‘ Stunden an diesem nicht-so-richtig-winterlichen Winternachmittag erwischt zu haben.





Termin: Aachener-Fliegenfischer-Stammtisch

15 01 2014

von Alex

Noch genau zwei Monate!

„Was dann?“ mag der ein oder andere jetzt fragen. Na DANN ist das Warten für viele unter uns vorbei und die Forellensaison 2014 wird endlich eingeläutet – zumindest bei uns in NRW und an einigen Flüssen in der belgischen Wallonie. Die Vorbereitungen laufen bei vielen daher schon auf Hochtouren. Sie reichen von Besuchen unterschiedlicher Messeveranstaltungen und dem Kauf neuen Gerätes bis hin zu ausgedehnten abendlichen Stunden am Bindestock. Und da ich persönlich nicht unbedingt gerne alleine Binde und mich stattdessen lieber mit anderen austausche, habe ich im letzten Jahr versucht, ein (unregelmäßig stattfindendes) Treffen für Fliegenfischern aus Aachen und der Euregio zu organisieren.

Nach einer längeren Pause in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison kommt es nun endlich zur nächsten Auflage: am 17.02.2014 laden wir alle Interessierten wieder herzlich ein, unsere Runde im Aachener Kapellchen zu vergrößern! Es wird gebunden, es wird gequatscht und die Vorfreude auf die neue Saison mit Gleichgesinnten geteilt. Es wird natürlich auch wieder gut gegessen und getrunken, denn das Kapellchen ist eine Bar/Pizzeria – im Herzen Burtscheids und mit optimaler Anbindung an die nahe Autobahn für Leute aus dem Aachener Umland oder aus Mönchengladbach, Köln und DDorf etc.

Wie gewohnt werden wir vor Ort wieder einen eigenen Raum (für max. 15 Personen) haben. Zwecks Planung bitte ich Euch daher, mir Euer Kommen unverbindlich im Vorhinein anzukündigen. Alternativ könnt Ihr Euch auch auf Facebook für die Veranstaltung eintragen: https://www.facebook.com/events/1409269882653013/

Bis dahin!

 

NACHTRAG (07.02.14):

Mittlerweile haben wir 13 Zusagen. Das freut mich sehr! Die beiden Plätze kriegen wir auch noch voll, oder?





Ein Blick zurück, ein Blick nach vorn

9 01 2014

von Alex

Frohes Neues! Bis wann ist es eigentlich üblich, dass man sich ein frohes Neues Jahr wünscht? Gibt es da irgendwelche Konventionen? Ab dem x. Januar ist Schluss! Ich weiß es nicht. Ich finde es jedenfalls durchaus noch angebracht, Euch auf diesem Wege einen guten Start in 2014 zu wünschen. Ich hoffe, dass Eure kleinen und großen Träume und Vorhaben – wie auch immer sie aussehen sollten – in Erfüllung gehen. Insbesondere hoffe ich, dass Ihr reichlich Zeit mit den Füßen im Wasser verbringen und Euch über den ein oder anderen Fisch, ob alleine oder mit Freunden freuen könnt!

Vielleicht habt Ihr Euch, wie ich auch, ebenfalls ein paar „konkrete Ziele“ gesteckt. Ich möchte in diesem Jahr z.B. ein europäisches Land besuchen, in dem ich bisher noch nicht gefischt habe. Ich bin mir noch nicht sicher wohin die Reise gehen wird, ich bin mir auch noch nicht sicher „wann“ und mit „wem“. Aber ich bin sicher, dass es großartig werden wird! Außerdem möchte ich in der kommenden Saison in Belgien eine wilde 70+ Bachforelle fangen. Ich weiß, dass es möglich ist und weiß wo es möglich ist. Im letzten Jahr hatte ich hierfür drei Chancen, die ich alle leider nicht nutzen konnte. In diesem Jahr werde ich mich gezielter vorbereiten und werde gerüstet sein. Hierfür habe ich mir z.B. eine bzw. zwei 6er Ruten zugelegt. Zum einen eine Guideline „LPXe“ und zum anderen eine gebrauchte „LeCie“. Ich bin gespannt auf den direkten Vergleich und natürlich auf die ersten Rotgetupften, die hoffentlich schon Mitte März den Blank ordentlich zum Biegen bringen werden. Ich habe mich bei der Rutenwahl bewusst wieder für ein 10ft. Modell entschieden, da ich hiermit nicht nur am Fluss unterwegs sein werde und dort die Schnurkontrolle auf größere Distanzen wesentlich leichter fällt, sondern auch am See fischen möchte. Meine 9ft. 5er hat mir zwar immer ganz gute Dienste geleistet, aber bei starkem Gegenwind in Ostvoorne macht die Klasse höher z.B. durchaus Sinn. Zudem lassen sich lange Nymphen-Vorfächer am Stillwasser dank der 30cm „mehr“ besser handhaben. Als Schnur habe ich mich schnell gegen eine „Presentation“ und nach langem hin und her zwischen einer „High Water“ und einer „4-Cast“ für letztgenannte aus dem Hause Guideline entschieden. Die „Presentation“ ist vielleicht für die Streamerfischerei am Fluss noch sehr gut geeignet, da sie schwere Tungstenköpfe problemlos ans andere Ufer befördert. Am See hat ihre kurze und knackige Keule aber schnell das Nachsehen wenn es darum geht, „weit“ raus zu kommen. Und manchmal muss es eben ein bisschen weiter sein 😉 Die „High Water“ hingegen hat genau hier ihre Vorteile, ihre 14m Keule ist aber vielleicht für manche Flussabschnitte etwas zu lang und ich bin kein Freund von Leerwürfen. Für die Trockenfliege mag die Schnur durchaus ok sein, aber der Gedanke an einen 5mm Tungstenkopf hat mich dann – neben dem recht happigen Anschaffungspreis von ca. 90 Euro – zur „4-Cast“ umschwenken lassen. Ihre Keule liegt mit etwa 11m zwischen den beiden anderen und ist vielleicht im Hinblick auf die beiden primären Einsatzgebiete der passende Kompromiss. Was nun noch fehlt ist eine Sinktip für die bestellte E-Spule. Hier bin ich mir noch unschlüssig ob ich (wie für meine 8er) zu einer „Sixth Sense“ von Airflo greifen soll, oder aber mit Blick auf breitere, tiefere Passagen am Fluss eher ein anderes Modell wählen soll (z.B. die „Streamer Max“ von Airflo). Falls Ihr einen konkreten Tipp für mich habt: Ich bin sehr interessiert und offen für Anregungen!

Ein weiteres Ziel – zumindest noch bis Ende Februar und somit bis zum Beginn der Hechtschonzeit – bleibt weiterhin der Meterhecht in der laufenden Saison. Mit den Stückzahlen seit September bin ich höchst zufrieden, gestern konnte ich in kurzer Zeit die Hechte 111 und 112 landen. Mit dem „Metern“ (ja, dieser neue Terminus hat sich mittlerweile in das Vokabular von Daniel und mir eingeschlichen) will es aber einfach nicht klappen. Dabei habe ich wirklich einige Mühen investiert und meine Tage am Wasser vor Sylvester noch auf 151 hochgeschraubt – somit mein bisher aktivstes Jahr überhaupt! Umso kurioser ist es, dass ein Bekannter, den ich kürzlich vom Spinn- zum Fliegenfischer bekehren konnte, prompt mit seinem ersten Hecht die magische Marke geknackt hat. Unverschämt, oder? Nein, es freut mich ungemein für ihn, da er zuletzt mit Wobbler, Jerk und Co meist leer ausgegangen ist. Außerdem zeigt es mir, dass die Chance auf eine Rasur an meinen Gewässern da ist und DAS ist doch schonmal beruhigend 😉

Noch ein Ziel ist weiterhin der stetige Ausbau meines Kurs- und Guidingangebotes. Es hat mich wahnsinnig gefreut, im letzten Jahr viele Neulinge ans Fliegenfischen heranführen zu dürfen, aber auch mit „alten Hasen“ an meinen Gewässern unterwegs gewesen zu sein. Es macht nicht nur unglaublich viel Spaß auch außerhalb der Universitätsgemäuer didaktisch aktiv zu sein, sondern ich lerne selber auch ungemein viel dazu, etwa über Methoden der Wissensvermittlung. Außerdem habe ich – insbesondere im Rahmen der mehrtägigen Trips – viele neue Bekanntschaften knüpfen und sehr interessante Menschen kennenlernen dürfen. Die Gruppe „Fliegenfischer“ in meinem iphone-Adressbuch ist jedenfalls stark gewachsen im letzten Jahr. Schön finde ich auch, dass der Kontakt mit den meisten bestehen blieb. Ich freue mich immer über jedes Foto Eurer gefangenen Fische oder über Eure kurzen Berichte vom Wasser – keep it coming! In 2014 möchte ich diesen Weg weitergehen und sehe den bereits fett markierten Kurs- und Guidingterminen in April, Mai und Juni mit Freude entgegen. Neben den Aktivitäten an heimischen Gewässern wird es auch wieder ins Ausland gehen, zum einen wieder mehrfach in die Niederlande, zum anderen aber auch wieder nach Österreich. Infos hierzu könnt Ihr jetzt schon per Mail erhalten oder aber in den kommenden Wochen/Monaten hier auf dem Blog. Darüber hinaus werde ich einen weiteren Trip anbieten, die Planungen laufen und sobald ich die Eckdaten habe, werde ich Euch informieren.

Von diesen Vorhaben abgesehen, werde ich hoffentlich im neuen Jahr ein ganz neues und facettenreiches Projekt auf die Beine stellen können. Hierzu kann ich leider noch nicht viel verraten, da ich noch Mitten in der Konzeption und in den Vorbereitungen stecke und einige Dinge noch nicht in trockenen Tüchern sind. Aber ich bin mit Eifer und Motivation dabei und hoffe, Euch bald mehr mitteilen zu können.

Mit Blick nach hinten auf die letzten Jahre und einem Blick nach vorne kann ich jetzt schon sagen, dass 2014 für mich persönlich das bisher spannendste werden wird. Zumindest DAS steht jetzt schon fest.








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