Rückblick Juni und einige News

30 06 2014

von Alex

Mein letzer Post für FLY.BEI liegt schon wieder über 3 Wochen zurück. Verdammt! Ich komme derzeit einfach nicht hinterher, neben meinen Kursen und Guidings und natürlich meinen eigenen Ausflügen ans Wasser, alles Erlebte hier für mich – und natürlich für Euch – festzuhalten. Zum Glück gibt es Facebook, wo ich abends zwischen zwei schnellen Nymphen für den nächsten Tag noch einen kleinen Beitrag einschieben kann. Denn zu berichten gibt es einiges! Und das auf allen Ebenen:

Aus fischereilicher Sicht wüsste ich derzeit gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen. Ich könnte weit ausholen und würde vermutlich viele Superlative verwenden. Um es aber mal auf den Punkt zu bringen: Es ist mit Abstand meine bisher beste Forellensaison! Ich habe meine zu Beginn des Jahres formulierten persönlichen Ziele allesamt schon lange erreicht. Um ehrlich zu sein, bei weitem übertroffen. Beim Fussball würde man wohl sagen „Jetzt kann befreit aufgespielt werden.“ Auf das Fischen passt dieser Spruch jedoch nicht ganz, denn so etwas wie ‚Druck‘ habe ich noch nie verspürt. Das wäre ja auch das Ende! Das Fliegenfischen, der Fluss und die Fische sind neben meiner Familie meine wichtigsten Energiespender. Klingt ziemlich esoterisch, ist aber so. ‚Fliegenfischen‘ ist mehr als ein Hobby oder eine Freizeitbeschäftigung für mich. Diese Begriffe treffen es nicht ansatzweise. Es ist vielleicht so etwas wie eine ‚Passion‘ oder eine Leidenschaft. Aber auch das klingt zu schwach. Ich möchte nicht wissen, wie viele Stunden am Tag ich mich mit irgendeiner der unzähligen Facetten des Themas – auch ohne eine Wathose zu tragen – auseinandersetze. Hierin könnte vielleicht auch einer der Gründe für diese fantastische Saison liegen, denn ich versuche derzeit so viele Informationen wie nur möglich über Techniken und Taktiken zu sammeln, zu vergleichen und mit meinen persönlichen Erfahrungen vom Wasser zu konfrontieren.

Mein Fokus liegt dabei natürlich auf dem Nymphenfischen. Es ist ein unfassbar komplexes Feld und es gibt so viele unterschiedliche Stellräder, die justiert werden können. Ob es die Zusammenstellung des Vorfachs ist. Ob es die Auswahl der Nymphen ist. Ob es die Anordnung der Nymphen ist. Ob es die Präsentationstechnik ist. Ob es die Auswahl der Stellen ist. Ob es der Zielfisch ist. Neulich erwiderte jemand auf einen Beitrag von mir im Fliegenfischer Forum zum Thema ‚Nymphenvorfächer‘, dass das Vorfach (und einiges mehr) doch völlig überbewertet seien. Das wichtigste sei (Zitat) „das Handwerk“. Ich hatte keine Lust auf eine Diskussion, aber fragte mich noch ein paar Mal, was denn dieses „Handwerk“ eigentlich sein soll. Ich stelle mir darunter vor, zu wissen UND begründen zu können, ‚wann‘ ich ‚was‘ am Wasser mache und ‚wie‘ ich dieses ‚was‘ dann auch tatsächlich praktisch (möglichst effizient) umsetzen kann. Und dazu gehört definitiv auch so etwas wie der Aufbau eines auf die Präsentationstechnik, die Gewässerstruktur und die Auswahl der Nymphen abgestimmtes Vorfach. Zum „Handwerk“ eines Fliegenfischers gehört meiner Meinung nach weit weit mehr, als das bloße Beherrschen des Wurfes. Es ist alles, was den Fang eines Fisches beeinflusst. Gengug aber jetzt von diesem esoterischen und theoretischen Gedankengängen. Zurück zur Fischerei der letzten Wochen und zum eigentlichen Handwerk!

Kristof und ich haben in dieser Saison jede von uns gefangene Bachforelle sowie jede Äsche über 40cm fotografiert. Damit aber nicht genug, wir haben alle möglichen Daten zu den einzelnen Fängen und ihren Umständen gesammelt. Dabei sind schon jetzt einige interessante Erkenntnisse entstanden. Insbesondere, weil wir einige Fische schon aus unseren Fotoarchiven der letzten Jahre kannten, oder aber so viel Glück hatten, sie in der laufenden Saison wiederholt zu Gesicht bekommen zu haben. Eine im März gefangene 40+ Bachforelle war z.B. Ende Mai bereits fast 4cm gewachsen, eine 54er aus dem letzten Herbst maß nun schon stattliche 64cm. Andere waren hingegen in zwei Jahren kaum gewachsen. Von vielen Bachforellen konnten wir ihre Wege durchs Gewässer rekonstruieren, trafen sie an unterschiedlichen Stellen (abhängig vom Wasserstand) an. Auch das Fressverhalten bei unterschiedlichen Wasserständen und Wetterbedingungen ist interessant zu beobachten. Wann geht eine Großforelle auf abendliche Kleinfischjagd im flachen Uferbereich und wann zeichnet sie sanfte Ringe auf die Oberfläche? Gemeinsam haben wir in diesem Jahr nun eine hohe zweistellige Anzahl unterschiedlicher Salmoniden aus unterschiedlichen Flüssen in unserer Datenbank und hoffen, dass in den Monaten bis zur Schonzeit noch einige dazu kommen werden.

In der Gallerie unten seht ihr eine Auswahl der schönsten Fische der letzten Wochen. Die Zeichnungen und Körperformen sind so unterschiedlich, wie die Standplätze und Gewässer, wo sie gefangen wurden. An schmalen Flussläufen und aus deren kleinen Gumpen mit leichten Mustern hervorgenympht. In breiten Passagen mit gleichmäßiger Strömung auf Sicht mit der Trockenen überlistet. Oder aber in tiefen Rinnen mit schweren Jigs hartnäckig überredet. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass sie sich allesamt einige Jahre im jeweiligen Gewässer behaupten mussten und nicht ‚fettgezüchtet‘ besetzt wurden. Dies macht sich nicht nur in ihrem Aussehen, sondern vorranig auch in ihrer Kampfkraft bemerkbar! Vor ein paar Tagen war ich mit Lennet an einer für uns neuen Stelle unterwegs und wir konnten auf 100m Flusslauf Fisch auf Fisch fangen. Beim ersten besseren Exemplar knapp über 30cm war Lennet erstaunt, wie viel Energie die noch recht junge Rotgetupfte hatte, nur um wenig später die Rutenspitze der sensiblen ‚Cult‚ bis ins Handteil gebogen zu sehen und seine erste 40+ Bachforelle in diesem Jahr – nach spektakulärem Drill am Rande einer Baumwurzel auf engstem Raum – in den nassen Händen halten zu dürfen.

Lennet

(42cm – Und die 3er ‚Cult‚ im Halbkreis)

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In besonderer Erinnerung sind mir in den letzten Wochen vier Fische geblieben:

Den ersten in der Reihe hatten wir wochenlang ‚verfolgt‘ bzw. mehrmals Kontakt mit ihm gehabt. Das kräftige Männchen stand an einer sehr schwer zu befischenden Stelle mit ungleichen Strömungen und schlug uns drei Mal ein Schnippchen. Entweder, weil er mit heftigen Kopfstößen früh im Drill ausstieg, oder aber sich in das dichte Totholz seines Standplatzes kämpfte. Bei der vierten Begenung behielten wir die Oberhand und kannten seine Fluchtwege. Kristof parierte den ersten Marsch stromauf, ich stellte mich dem Fisch in den Weg, er kehrte um und zog in Richtung einer ruhig fließenderen Passage stromab. Dort war es dann kein Problem ihn auszudrillen und die schwere Köcherfliegennymphe behutsam aus seinem gewaltigen Maul – das insbesondere durch einen langen spitzen Zahn gekennzeichnet war – zu lösen.

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(Kräftiges Männchen – Wir nennen ihn ‚The Tooth‘)

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Der zweite Fisch von besonderer Bedeutung für mich war der erste auf meine neue MAG 3/4 mit 10ft. Der Tag war für Kristof und mich wohl auch wegen eines kühlen Nordwindes eher schleppend verlaufen und wir waren kurz davor, unsere Zelte am ausgewählten Flussabschnitt abzubrechen. Wir standen unterhalb einer langen Rinne, die wir bereits befischt hatten und aus der wir in der jüngeren Vergangenheit einige große Bachforellen und Äschen locken konnten. An diesem Tag hatten wir uns die Stelle aber rausgepickt, weil ich wenige Tage zuvor dort einen 14er Jig-Haken im Drill aufgebogen bekommen hatte. Ein gewaltiger Fisch zog mit meiner Nymphe stromauf, ohne sich mir zu zeigen und hinterließ mich und meinen offenen Hakenbogen vollkommen fassungslos. Dieses gewaltige Exemplar musste ich einfach sehen! Offenbar aber nicht an diesem Tag, denn wir hatten wirklich einiges probiert. Wir überlegten also, wohin es uns für den Abendsprung verschlagen sollte und noch während wir diskutierten und ich nebenbei mit einem Auge weiterfischte, überraschte mich aus dem Nichts ein satter Biss. Fast hätte ich den Anschlag versemmelt, aber etwas verspätet schien der Haken doch gepackt zu haben. Es folgte eine lange, lange Flucht stromabwärts und ein Spurt von mir und Kristof durchs bauchhohe Wasser. In einer ruhigeren Passage kescherte mein Freund den Fisch und ich eilte, die vielen Meter Schnur aufkurbelnd herbei. Eine der schönsten Bachforellen, die ich bisher gesehen habe. Sie hatte nur sehr wenige blasse rote Punkte und das erste woran ich dachte, als ich sie sah war: Neuseeland! Sie war hochrückig, hatte eine massive Schwanzflosse und war weitaus schwerer als einige längere Exemplare, die wir die Wochen zuvor gefangen hatten.

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(Neuseeland – Nur nicht so weit weg)

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Den dritten Fisch schenkte ich mir dann selber zu meinem Geburtstag. Wieder ein Männchen. Ich hatte die Forelle einige Wochen zuvor aus hoher Position gesehen, aber konnte sie damals nicht überlisten. An diesem Tag stimmte der Wasserstand für die Stelle, an der das Wasser in einer engen Kurve mit einem lauten Rauschen ans Ufer prallt. Bei etwas mehr Wasser vermutete ich den Fisch jedoch nicht in dieser starken Strömung am Kurveneinlauf, sondern etwas weiter hinten im Pool. Vielleicht geschützt, tief sitzend neben einem der großen Steine. Und so war es auch. Bereits eine der ersten Driften im ruhigeren Wasser brachte den erhofften Kontakt, noch bevor sich eine der vielen kleineren Rotgetupften im gemächlichen Auslauf meine Nymphe schnappen konnten. Zum Glück zog das torpedoförmige Männchen mit mir stromabwärts, denn in Richtung Kurveneingang hätte ich aufgrund des vielen Totholzes und sehr tiefen Wassers schlechte Karten gehabt. Zumal ich an diesem Tag ausnahmsweise alleine unterwegs war. In diesen Fällen ist es sonst oft ein taktischer Schachzug, dass der jeweils andere den Fisch schleunigst überholt, sich ihm in den Weg stellt, so zur Umkehr auffordert und im Endeffekt von den Gefahrenherden unter Wasser abhält. Alleine ist dies auch machbar, bedarf aber ein bisschen mehr Aufwand. Ich hätte am Fisch vorbei sprinten und dabei die Schnur auf Spannung halten müssen. Oberhalb von ihm hätte ich Druck ausüben müssen und ihn so als natürliche Reaktion in die Gegenrichtung bewegen können (Denn oftmals gilt: Übe ich zu Beginn des Drills Druck nach rechts aus, geht der Fisch nach links. Gleiches natürlich umgekehrt; Möchtet ihr also eine Großforelle unmittelbar nach dem Take vom Totholz fernhalten, kann es erfolgreich sein, ihn in Richtung des Totholzes zu ziehen. Er wird den Druck erwidern und in die Gegenrichtung schwimmen). Ich bin mir sicher, dass wir viele unserer Großforellen alleine und ohne diese Tricks nicht, oder vielleicht nur nach viel längeren und für den Fisch anstrengenderen Drills, gefangen hätten. Ein Freund mit einem großen Kescher, der genau weiß, was er machen soll ist einfach Gold wert!

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(Mein Geburtstagsgeschenk – An der neuen MAG 3/4 10ft.)

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Die vierte Forelle haben Kristof und ich uns hart erarbeitet und für sie einige Strapazen auf uns genommen. Kurz nach Sonnenaufgang erreichten wir bei Nieselregen, mit wenig Schlaf in den Knochen und nach einem längeren Fußmarsch die auf den ersten Blick unspektakuläre Stelle. Hier war in diesem Jahr mit Sicherheit noch nie oder nur wenig gefischt worden. Der Pegel war sehr niedrig und das Wasser floss hier flach und schnell an einer Baumwurzel vorbei. Unterhalb des Baums war ein kleiner Pool, maximal 2m lang und etwa einen Meter tief. Wir näherten uns ihm stromaufwärts, Kristof fischte vor mir mit zwei schwereren Nymphen, ich mit einer leichten Hasenohr auf einen 16er Haken hinterher. Er hatte die Stelle gefunden, also war dies mehr als fair 🙂 Wir fingen im Auslauf des Pools schnell einige Fische und näherten uns Drift für Drift dem Baum und seinem roten Wurzelwerk. Als Kristof vor mir die Stelle mit seinen schweren Nymphen ausgefischt hatte, platzierte ich meine Hasenohr an den Rand der Wurzeln und ließ sie an der kurzen Leine kontrolliert in das winzige Becken trudeln. Sofort kam der Biss! Der Fisch schoss stromauf in Richtung Rausche, Baum und Wurzeln, aber Kristof reagierte schnell. Er stellte sich in den flachen Bereich und der Fisch kehrte in den Pool zurück. Im Auslauf konnten wir ihn wenig später das erste Mal in voller Pracht bewundern und sahen im klaren Wasser seine Punkte leuchtend orange scheinen. Sie sahen aus, wie mit einem zu großen Pinsel und satter Farbe aufgetragen. Makellos!

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(Stealth Mode On – Vorsichtiges Anpirschen brachte dieses Prachtexemplar)

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Bevor ich diesen Artikel beende und überlege, welche Geschichte ich im hoffentlich schon morgen oder übermorgen erscheinenden nächsten Artikel auf FLY.BEI unterbringen werde, noch ein paar abschließende Ankündigungen – mit denen ich die Brücke zur Einleitung dieses Posts schlagen möchte. Zu berichten gibt es nämlich z.B. noch, dass ich im August und September zwei ganz besondere Kurse anbieten werde, auf die ich mich persönlich sehr freue. Hierzu hole ich mir Verstärkung aus Belgien, von bekannten Fliegenfischern, die schon viele Erfahrungen auf nationalen und internationalen Meisterschaften gesammelt und viele Erfolge erzielt haben. Eine einmalige Chance!

Am 17. August werden Philippe Hardy und ich unter dem Titel ‚Nymphing Master Class‚ einen vollen Tag ganz im Zeichen des ‚Euro Nymphings‘ und anderer erfolgreicher Nymphen-Techniken gestalten. Der Kurs richtet sich an Fortgeschrittene oder Neulinge, die sich intensiv mit dem Thema ‚Nymphenfischen‘ auseinandersetzen möchten und die wichtigsten Basics bereits sicher beherrschen. Abhängig von den Wetter- und Wasserbedingungen wird der Kurs entweder in der Eifel oder aber an einem von drei Flüssen in der Wallonie stattfinden. Die Anfahrt vom Dreiländerpunkt wird aber nicht länger als 60 Minuten betragen. Der Kurs ist für maximal 6 Personen ausgelegt, so dass wir Euch intensiv am Wasser begleiten und unterstützen können. Ich werde meinen Beitrag zum Workshop auf Deutsch gestalten, Philippe wird in Englisch unterrichten. Im Fokus stehen neben unterschiedlichen Präsentationstechniken natürlich das eigenständige Aufbauen von Vorfächern, das bewusste Einsätzen unterschiedlicher Muster, das Lesen des Gewässers und das besondere Werfen mit der Nymphe. Nähere Informationen zu diesem Workshop erhaltet ihr jetzt schon bei mir per Mail (kontakt@flybei.de), oder aber spätestens in einem eigenen Infotext, der in Kürze online gehen wird.

Philippe Hardy

(Nymphing Master Class – Workshop mit Philippe Hardy)

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Der Kurs im September (voraussichtlich an einem Tag des Wochenendes 20/21. September) steht unter dem gleichen Motto. Da ich aber hierzu noch ein paar Dinge abschließend abstimmen muss, kommen die konkreten Angaben erst in ein paar Tagen. Aber auch zu diesem Workshop könnt ihr Euch jetzt schon bei mir erkundigen. Ich gehe davon aus, dass die 6 Plätze auch hierzu rasch vergeben sein werden.

Was gibt es daneben sonst noch? Die ersten Hechttouren stehen an und auch die ersten Hechtkurse sind ebenfalls bereits geplant. Ab September (bei schlechtem Wetter auch schon ab Ende August) geht es regelmässig los! Bei Interesse einfach jetzt schon melden.

Hatte ich übrigens schon die neue FLY.BEI Webseite erwähnt? Auch darauf freue ich mich ganz besonderes. Sie geht ebenfalls in Kürze online und wird definitiv dazu beitragen, dass ich neben meiner Aktivität auf Facebook wieder etwas aktiver zum Schreiben komme. Daneben gibt es noch eine für mich persönlich sehr positive Neuigkeit, die ich Euch hoffentlich Ende der Woche mitteilen kann. Vorher werdet ihr aber nochmal hier von mir hören bzw. lesen, denn der gestrige Ausflug in die Eifel muss unbedingt festgehalten werden. (So etwas nennt man im Film einen Cliffhanger, oder?)

Bis dahin: Tight Lines!

Euer Alex

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Es macht mich froh…

21 05 2014

von Alex

Es macht mich immer wieder froh zu sehen, wenn jemanden das Fliegenfischer-Fieber so richtig packt. Noch viel mehr freut es mich natürlich, wenn ich daran in irgendeiner Form beteiligt sein darf. So etwa geschehen vor ein paar Wochen in der Eifel, als Alex und Andi gemeinsam mit mir ihre ersten Schritte am Fluss unternommen haben. An solchen Tagen denke ich zurück an meine anfänglichen Erfahrungen mit der Fliegenrute und kann ihre Begeisterung und Motivation nur zu gut nachempfinden.

Ihre persönlichen Eindrücke zum Wochenende haben die beiden Frohnaturen nun auf ihrer Webseite veröffentlich, auf der sie ihren Einstieg in unsere Passion dokumentieren. Ich bedanke mich für die lustigen Stunden, wünsche Euch weiterhin viel Spaß am Wasser und allzeit Tight Lines!

Alex und Andi

(Alex und AndiDie ersten Schritte mit der Fliegenrute)

 

Gefreut hat mich ebenso das darauf folgende Kurswochenende: Hans-Jörg fischte bereits einige Jahre an der Unteren-Rur und kann schon lange nicht mehr als ‚Einsteiger‘ bezeichnet werden. Im Hinblick auf Techniken und Taktiken zum effektiven Befischen seines Hausgewässers hatte er allerdings noch einige offene Fragen und lud mich daher zu sich, in die Nähe der niederländischen Grenze, ein.  Ich kenne die Rur auch unterhalb des Eifel-Stausees, so weit flussab war ich selber allerdings bisher auch noch nicht an ihren Ufern unterwegs gewesen. Die von uns befischten Gewässerabschnitte suchte daher nicht ich, sondern mein ortskundiger Gastgeber aus. Ich steuerte lediglich meine Empfehlungen zum optimalen Umgang mit dem Gerät und den Gegebenheiten bei. Der Fokus musste meines erachtens dabei insbesondere auf Techniken zum tiefen Präsentieren der Nymphe liegen, denn die Rur war hier unten teils weit über 2m tief und zeichnete sich an den markanten und von Hans-Jörg ausgewählten Stellen durch eine flotte Oberflächenströmung aus. Schnell hatte er die wichtigsten Grundlagen verinnerlicht und schon nach kurzer Zeit drillte er vor den Augen eines erstaunten Ansitzanglers eine Barbe mit weit über 70cm – die sich nach einigen Minuten und vielen Fluchten leider zurück in die schützende Rinne verabschiedete. Der Frust über den verlorenen Prachtfisch währte aber nur kurz und sein konzentriertes Nymphen wurde mit einer weiteren Barbe über 70cm belohnt. Mit einem breiten Grinsen verabschiedeten wir den stattlichen Kämpfer. Ihm folgten nur wenig später eine weitere Barbe in dieser Größenordnung, Hans-Jörgs bisher größte Äsche mit knapp 40cm und seine erste Forelle am eigenen Gewässer überhaupt. Das alles mit den gleichen Nymphenmustern, dem gleichen Vorfachaufbau und der gleichen Präsentation. So einfach kann Fliegenfischen sein!

Ich bin mir sicher, dass Hans-Jörg an den kommenden Feierabenden einige weitere Barben, Döbel, Äschen oder auch Forellen wird überlisten können. Und gerade diese Ungewissheit, welcher Fisch als nächstes die Nymphe am Flussgrund nimmt, zeichnet für mich diese spannende Fischerei am Mischgewässer aus. Jedenfalls habe ich nach diesem Tag richtig Lust bekommen, es auch noch einmal auf Barben zu versuchen 🙂

Hans-Jörg

(Hans-Jörg – Eine 70+ Barbe aus der Unteren-Rur)





Ein Blick zurück, ein Blick nach vorn

9 01 2014

von Alex

Frohes Neues! Bis wann ist es eigentlich üblich, dass man sich ein frohes Neues Jahr wünscht? Gibt es da irgendwelche Konventionen? Ab dem x. Januar ist Schluss! Ich weiß es nicht. Ich finde es jedenfalls durchaus noch angebracht, Euch auf diesem Wege einen guten Start in 2014 zu wünschen. Ich hoffe, dass Eure kleinen und großen Träume und Vorhaben – wie auch immer sie aussehen sollten – in Erfüllung gehen. Insbesondere hoffe ich, dass Ihr reichlich Zeit mit den Füßen im Wasser verbringen und Euch über den ein oder anderen Fisch, ob alleine oder mit Freunden freuen könnt!

Vielleicht habt Ihr Euch, wie ich auch, ebenfalls ein paar „konkrete Ziele“ gesteckt. Ich möchte in diesem Jahr z.B. ein europäisches Land besuchen, in dem ich bisher noch nicht gefischt habe. Ich bin mir noch nicht sicher wohin die Reise gehen wird, ich bin mir auch noch nicht sicher „wann“ und mit „wem“. Aber ich bin sicher, dass es großartig werden wird! Außerdem möchte ich in der kommenden Saison in Belgien eine wilde 70+ Bachforelle fangen. Ich weiß, dass es möglich ist und weiß wo es möglich ist. Im letzten Jahr hatte ich hierfür drei Chancen, die ich alle leider nicht nutzen konnte. In diesem Jahr werde ich mich gezielter vorbereiten und werde gerüstet sein. Hierfür habe ich mir z.B. eine bzw. zwei 6er Ruten zugelegt. Zum einen eine Guideline „LPXe“ und zum anderen eine gebrauchte „LeCie“. Ich bin gespannt auf den direkten Vergleich und natürlich auf die ersten Rotgetupften, die hoffentlich schon Mitte März den Blank ordentlich zum Biegen bringen werden. Ich habe mich bei der Rutenwahl bewusst wieder für ein 10ft. Modell entschieden, da ich hiermit nicht nur am Fluss unterwegs sein werde und dort die Schnurkontrolle auf größere Distanzen wesentlich leichter fällt, sondern auch am See fischen möchte. Meine 9ft. 5er hat mir zwar immer ganz gute Dienste geleistet, aber bei starkem Gegenwind in Ostvoorne macht die Klasse höher z.B. durchaus Sinn. Zudem lassen sich lange Nymphen-Vorfächer am Stillwasser dank der 30cm „mehr“ besser handhaben. Als Schnur habe ich mich schnell gegen eine „Presentation“ und nach langem hin und her zwischen einer „High Water“ und einer „4-Cast“ für letztgenannte aus dem Hause Guideline entschieden. Die „Presentation“ ist vielleicht für die Streamerfischerei am Fluss noch sehr gut geeignet, da sie schwere Tungstenköpfe problemlos ans andere Ufer befördert. Am See hat ihre kurze und knackige Keule aber schnell das Nachsehen wenn es darum geht, „weit“ raus zu kommen. Und manchmal muss es eben ein bisschen weiter sein 😉 Die „High Water“ hingegen hat genau hier ihre Vorteile, ihre 14m Keule ist aber vielleicht für manche Flussabschnitte etwas zu lang und ich bin kein Freund von Leerwürfen. Für die Trockenfliege mag die Schnur durchaus ok sein, aber der Gedanke an einen 5mm Tungstenkopf hat mich dann – neben dem recht happigen Anschaffungspreis von ca. 90 Euro – zur „4-Cast“ umschwenken lassen. Ihre Keule liegt mit etwa 11m zwischen den beiden anderen und ist vielleicht im Hinblick auf die beiden primären Einsatzgebiete der passende Kompromiss. Was nun noch fehlt ist eine Sinktip für die bestellte E-Spule. Hier bin ich mir noch unschlüssig ob ich (wie für meine 8er) zu einer „Sixth Sense“ von Airflo greifen soll, oder aber mit Blick auf breitere, tiefere Passagen am Fluss eher ein anderes Modell wählen soll (z.B. die „Streamer Max“ von Airflo). Falls Ihr einen konkreten Tipp für mich habt: Ich bin sehr interessiert und offen für Anregungen!

Ein weiteres Ziel – zumindest noch bis Ende Februar und somit bis zum Beginn der Hechtschonzeit – bleibt weiterhin der Meterhecht in der laufenden Saison. Mit den Stückzahlen seit September bin ich höchst zufrieden, gestern konnte ich in kurzer Zeit die Hechte 111 und 112 landen. Mit dem „Metern“ (ja, dieser neue Terminus hat sich mittlerweile in das Vokabular von Daniel und mir eingeschlichen) will es aber einfach nicht klappen. Dabei habe ich wirklich einige Mühen investiert und meine Tage am Wasser vor Sylvester noch auf 151 hochgeschraubt – somit mein bisher aktivstes Jahr überhaupt! Umso kurioser ist es, dass ein Bekannter, den ich kürzlich vom Spinn- zum Fliegenfischer bekehren konnte, prompt mit seinem ersten Hecht die magische Marke geknackt hat. Unverschämt, oder? Nein, es freut mich ungemein für ihn, da er zuletzt mit Wobbler, Jerk und Co meist leer ausgegangen ist. Außerdem zeigt es mir, dass die Chance auf eine Rasur an meinen Gewässern da ist und DAS ist doch schonmal beruhigend 😉

Noch ein Ziel ist weiterhin der stetige Ausbau meines Kurs- und Guidingangebotes. Es hat mich wahnsinnig gefreut, im letzten Jahr viele Neulinge ans Fliegenfischen heranführen zu dürfen, aber auch mit „alten Hasen“ an meinen Gewässern unterwegs gewesen zu sein. Es macht nicht nur unglaublich viel Spaß auch außerhalb der Universitätsgemäuer didaktisch aktiv zu sein, sondern ich lerne selber auch ungemein viel dazu, etwa über Methoden der Wissensvermittlung. Außerdem habe ich – insbesondere im Rahmen der mehrtägigen Trips – viele neue Bekanntschaften knüpfen und sehr interessante Menschen kennenlernen dürfen. Die Gruppe „Fliegenfischer“ in meinem iphone-Adressbuch ist jedenfalls stark gewachsen im letzten Jahr. Schön finde ich auch, dass der Kontakt mit den meisten bestehen blieb. Ich freue mich immer über jedes Foto Eurer gefangenen Fische oder über Eure kurzen Berichte vom Wasser – keep it coming! In 2014 möchte ich diesen Weg weitergehen und sehe den bereits fett markierten Kurs- und Guidingterminen in April, Mai und Juni mit Freude entgegen. Neben den Aktivitäten an heimischen Gewässern wird es auch wieder ins Ausland gehen, zum einen wieder mehrfach in die Niederlande, zum anderen aber auch wieder nach Österreich. Infos hierzu könnt Ihr jetzt schon per Mail erhalten oder aber in den kommenden Wochen/Monaten hier auf dem Blog. Darüber hinaus werde ich einen weiteren Trip anbieten, die Planungen laufen und sobald ich die Eckdaten habe, werde ich Euch informieren.

Von diesen Vorhaben abgesehen, werde ich hoffentlich im neuen Jahr ein ganz neues und facettenreiches Projekt auf die Beine stellen können. Hierzu kann ich leider noch nicht viel verraten, da ich noch Mitten in der Konzeption und in den Vorbereitungen stecke und einige Dinge noch nicht in trockenen Tüchern sind. Aber ich bin mit Eifer und Motivation dabei und hoffe, Euch bald mehr mitteilen zu können.

Mit Blick nach hinten auf die letzten Jahre und einem Blick nach vorne kann ich jetzt schon sagen, dass 2014 für mich persönlich das bisher spannendste werden wird. Zumindest DAS steht jetzt schon fest.





Die letzten Wochen an der Rur

12 10 2012

In den letzten Wochen ist der bunte Herbst – meine liebste Jahreszeit – langsam aber stetig ins obere Rurtal eingezogen. Während die ersten Ausflüge an die Eifel-Rur noch von Sonnenschein und Niedrigwasser geprägt waren, stieg der Pegel nach teils heftigen Regenschauern von 20 auf über 80 Zentimeter an. Glücklicherweise konnte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch viele Stunden am Wasser verbringen. Selten war ich dabei alleine unterwegs: Mit Fabian habe ich vor seinem Um- bzw. Rückzug in die fränkische Heimat noch einmal unser Lieblingsstück der Rur befischt und zahlreiche Äschen von einer leichten 16er Nymphe mit pinkfarbenem Köpfchen überzeugen können. Auch mit Tankred war ich bei den letzten wärmenden Sonnenstrahlen des Jahres am Ufer des abwechslungsreichen Eifelflusses unterwegs und habe hauptsächlich den tief stehenden Fahnenträgerinnen nachgestellt. Ich bin gespannt, was der fliegenfischende Blogger bzw. bloggende Fliegenfischer aus Köln in Kürze über unsere gemeinsamen Ausflüge auf seiner informativen Seite „Forelle und Äsche“ berichten wird. Nicht mehr ganz so erfreulich – und damit beziehe ich mich selbstverständlich ausschließlich auf die Wetterbedingungen – erging es anschließend Bernd. Bei fallenden Temperaturen und ersten längeren Schauern konnte der wissbegierige und motivierte Einsteiger nach einem Wurfkurs nun endlich seine ersten Bachforellen und Äschen, sowohl auf Trockenfliegen als auch auf Nymphen, landen. Mittlerweile hat er seine ersten eigenen Muster gebunden und ich habe gehört, dass ein weiterer Bindestock auf dem Weg in Richtung Dreiländereck ist 😉

Auch der Kurs mit Dirk und Sören war von heftigen Regenfällen begleitet. Und obwohl der Wasserstand auf den ersten Blick mit knapp über 30cm ideal schien, waren die Rotgetupften aufgrund der über den Tag rasch zunehmenden Trübung nicht in bester Beißlaune. Selten sind solche Tage an der Rur, aber es gibt sie. Denn meiner Erfahrung nach ist ein leicht getrübtes Wasser auf diesem Flussabschnitt kein Grund aus der Wathose zu schlüpfen. Eher im Gegenteil! Dennoch: hier und da durften wir sowohl Bachforellen als auch – für den von uns befischten Parcours – sehr selten aufzuspürende Äschen kurz in unseren feuchten Händen halten. Nur der sonst typische „Rur-Effekt“ war eben nicht zu spüren: an beinahe jeder aussichtsreichen Stelle lauert ein Fisch, der sich, eine saubere Präsentation vorausgesetzt, aufgrund der schnellen Strömung eher für als gegen das über ihm vorbei treibende Insektenimitat entscheidet. Ich hoffe (und bin mir ziemlich sicher), dass sich die beiden noch vor der anstehenden Schonzeit hiervon überzeugen können. Dann aber mit selbstgebundenen Nymphen, denn auch die beiden Aachener haben in der Zwischenzeit ihre ersten (Dirk) bzw. weitere (Sören) Erfahrungen im Fliegenbinden gesammelt und gesehen, dass man mit wenigen Mitteln bereits eine Vielzahl ansprechender Muster kreieren kann.

Das nächste Guiding an der Rur schien hingegen ziemlich herausfordernd zu werden: Das hatte nichts mit Björn zu tun, der bereits beim gemeinsamen Binden von Nymphen ein aufmerksames Interesse bewiesen hatte. Nein, ein Wasserstand von knapp über 50 cm erwartete mich und den Ex-Eupener, der seine ersten Schritte in der Rur bereits Anfang des Jahres gemacht hatte. Fünfzig Zentimeter hören sich zunächst nicht besonders beeindruckend an, wer aber einmal unter diesen Konditionen den wilden Eifelfluss befischt hat weiß, dass dies eine sehr aufmerksame und aktive Fischerei verlangt, die nichts mehr mit der entspannten und feinen Präsentation einer Trockenfliege zu tun hat. Und wer mich kennt weiß außerdem, dass ich solche Bedingungen liebe 😉 Nachdem das Thermometer endlich über den Nullpunkt geklettert war und sich die Sonne ihren Weg über die steilen Berge ins Tal gebahnt hatte, fingen wir an vielen Stellen gleich mehrere Bachforellen – zu unserer Überraschung teilweise sogar auf die Trockene, eine gut schwimmende Elk-Hair-Caddis. Ein spektakulärer Höhepunkt unter den vielen anderen schönen Momenten am Wasser war aber wohl der Drill einer ü50er: Wir befischten eine schmale, tiefe Rinne mit einer starken Oberflächenströmung. An beiden Strömungskanten bilden sich hier zum steinigen Ufer hin gleichmäßige Kehrströmungen. Gute Standplätze für eine Bachforelle, oder? Ja, auf das linke Ufer trifft diese Einschätzung auch stets zu und so überraschte es mich nicht, dass Björn gleich zwei Bachforellen hier zum Biss verleiten konnten. Am rechten Ufer hingegen hatte ich nie einen Fisch fangen dürfen – das erzählte ich meinem Begleiter auch. Björn bestand trotzdem darauf, dass ich meine Tungstennymphe am langen Arm über die Strömung in die kleine Tasche servierte. Kaum hatte der Bachflohkrebs die dunkle Oberfläche berührt, wurde das kreisende Wasser von einem Schwall durchbrochen. Bereits da war klar, dass es sich um eine große Bachforelle handeln musste. Dass es ein Exemplar jenseits der 50 cm war, war spätestens dann klar, als ich dem Fisch flussabwärts in den Pool am Ende der Rinne folgen musste. Hier war nach zwei Luftsprüngen und dem mehrfachen Versuch einer aggressiven Flucht unter die tief hängenden Äste zweier Bäume aber noch lange nicht Schluss. Denn obwohl ich Vertrauen in mein Gerät hatte und versuchte den Drill schnell zu beenden, musste ich meinem Bachflohkrebs noch etwa 100m weiter flussabwärts durch die Fluten folgen bis mein Kescher endlich (erfolgreich) zum Einsatz kam. Das auf dem Weg bis zur Landung in der Wathose gesammelte Wasser nahm ich dafür gerne in Kauf 😉

Zeit zum Trocknen will ich meiner strapazierten Wathose aber nicht geben, immerhin steht die Schonzeit vor der Tür. Darum geht es am Wochenende auch wieder in Richtung Eifel, die letzten Tage der Saison wollen genossen werden. Ich hoffe, dass Wetter und Pegel für mich und Nino mitspielen. Und wenn nicht? Was solls! Hauptsache raus, raus ans Wasser. Falls es Euch auch zum Rauschen zieht wünsche ich Euch einen gute Zeit. Genießt den Herbst!





Aller Anfang ist schwer? Nicht unbedingt!

5 10 2012

In den letzten Jahren habe ich viele Einsteiger ins Fliegenfischen kennengelernt. Einige von ihnen haben mehrtägige und teils kostspielige Wurfkurse bei erfahrenen, professionellen Instruktoren besucht, andere widerum haben sich das Fliegenwerfen autodidaktisch beigebracht oder aber von einem befreundeten Fliegenfischer zeigen lassen. Alle beherrschten die notwendigen Grundlagen des Wurfablaufs – die einen verständlicherweise besser als die anderen. Aber viele standen am Wasser vor dem gleichen Problem: Was jetzt?

In einem kurzen Beitrag vor über zwei Jahren habe ich das erste Mal davon gesprochen bzw. geschrieben, dass ich in meiner Freizeit gerne als Guide tätig wäre und Einsteigern ins Fliegenfischen meine gesammelten Erfahrungen weiter geben möchte. Seitdem habe ich in vielen Artikeln versucht, die häufigsten Probleme am Wasser zu benennen. Dass diese Beiträge keine umfassenden Antworten auf häufig gestellt Fragen waren und ledigliche Ansätze von Hilfestellungen sein konnten, war bzw. ist mir selbstverständlich bewusst. Aber obwohl es mittlerweile im Internet zahlreiche und teils sehr hochwertige und umfassende Informationen für wissbegierige Neulinge gibt – ob nun als Text oder Video -, bleiben die Fragen stets die selben. Daher habe ich Anfang des Jahres fernab des Bildschirms, mit den Füßen im Wasser, begonnen, konkrete Antworten auf diese Fragen zu geben. Daraus entstanden ist ein praxisorientierter Fischereikurs für Einsteiger und Fortgeschrittene. Ein Intensivkurs als Kombination aus „Guiding“ und „Anleitung“, der sich explizit nicht als Ersatz zu einem klassischen Wurfkurs versteht. Vielmehr soll es darum gehen, sich selbstständig am Wasser zu orientieren sowie letztlich gezielt und erfolgreich Fische fangen zu können – ob nun Forellen, Äschen oder Hechte. Die Schwerpunkte der bisherigen Kurse wurden dabei ganz individuell gesetzt: Während der eine lediglich eines meiner Hausgewässer und aussichtsreiche Standplätze kennenlernen wollte, interessierten den anderen hingegen unterschiedliche Nymphentaktiken und der Umgang mit schwierigen Strömungsverhältnissen. Widerum andere waren überhaupt das erste Mal am Wasser und fühlten sich noch auf allen Ebenen überfordert.

Für die nächsten Monate und das Jahr 2013 werden die Erfahrungen hinter Flybei in unterschiedliche Kurse weiter ausdifferenziert und ein umfassendes Angebot erarbeitet. Einen Eindruck von den Flybei-Intensivkurse bekommt Ihr hier. Bei etwaigen Fragen schreibt Ihr mir am besten einfach eine kurze Mail.








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