WICHTIG: NEUE WEBSEITE

5 03 2015

von Alex

FLYBEI bekommt ein Face Lift! Ab der kommenden Woche findet ihr unter den Adressen www.flybei.de und www.fliegenfischen-euregio.de unsere neue Webseite. Ein neues Design, neue Funktionalitäten und viele viele Neuigkeiten für 2015 warten dann dort auf euch.

Auf der derzeitigen Übergangsseite könnt ihr euch jetzt bereits zu unserem neuen NEWSLETTER anmelden. Der alte Newsletter wird nicht weiter gepflegt werden und eure Abos können leider nicht automatisch mit umziehen. Falls ihr also auch weiterhin unseren Newsletter erhalten wollt und vor allen anderen über unsere Beiträge, Aktivitäten und Angebote informiert werden möchtet, müsst ihr euch schnell und einfach nochmal hier anmelden. Unter allen Anmeldungen bis zum offiziellen Start der neuen Webseite werden 3 Preise verlost. Genaueres dazu erfahrt ihr in Kürze nochmal hier oder wie immer auf unserer Facebook-Seite.

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Und noch eine zweite kurze Ankündigung für alle Fliegenfischer aus der Euregio und der Umgebung: Kurz vor dem Saisonstart findet die erste Ausgabe unseres Bindestammtisches in Aachen statt. Wir treffen uns am 12. März wie immer um 19.00 Uhr im Aachener Kapellchen (Malmedyer Straße 17, 52066 Aachen). Wir haben den großen Raum reserviert und wieder Platz für 15-20 Leute. Bitte gebt mir kurz Bescheid ob ihr kommt (kontakt@flybei.de) oder sagt unserer Veranstaltung bei Facebook zu. Thematisch habe ich keine konkreten Vorschläge. Mich würden natürlich eure Fliegendosen für den Saisonstart interessen. Natürlich bringe ich auch meine Dosen mit, habe allerdings bis dahin noch einiges zu tun 🙂

Also nochmal in kur: Newsletter anmelden, www.flybei.de unter den Favoriten speichern und zum Bindestammtisch kommen.

Wer es nicht zum Stammtisch schafft, aber sich für die neue Saison noch mit ein paar Dingen eindecken muss oder ein paar letzte Tipps braucht, der kann mich am Samstag (7. März) auch in Herzbrock treffen. Dort bin ich auf der Jubiläumsmesse bei Thomas Dürkop von Full-Service-Flyfishing zu Gast und stelle die neuen Produkte von Vision Fly Fishing für 2015 vor. Würde mich freuen dort das ein oder andere Gesicht zu sehen!

Tight Lines!

Alex

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Auf engstem Raum

6 07 2014

von Alex

Nach Kursen auf Barbe und Forelle in den letzten Tagen, zog es mich gestern Abend selber auch noch einmal ganz kurz ans Wasser. Ich hatte vor zwei Wochen an einem schmalen Bach einen kleinen, sehr versteckten Pool entdeckt, den ich unbedingt noch einmal ausprobieren wollte. Bei meinem ersten Besuch gab es dort bereits einen 40+ Fisch und im Drill meinte ich, eine noch größere Bachforelle gesehen zu haben. Ich war mir aufgrund des schnellen Wassers allerdings nicht ganz sicher gewesen. Dies wollte ich unbedingt überprüfen.

Der Mini-Gumpen war etwa so breit wie tief und im vorderen Teil hatten sich viele, viele Äste angesammelt. Im hinteren Teil war die Uferseite komplett unterspült, und dichte, rote Wurzeln boten einen zweiten sicheren Standplatz. Insgesamt eine heikle Stelle, sollte man hier auf einen kräftigen Fisch treffen, denn auch die Strömung im Zulauf war äußerst stark.

Ich näherte mich dem Pool stromauf und ließ meine 16er Nymphe mit erhobenem Arm und einem fast gestreckten Vorfach kontrolliert in den Auslauf trudeln. Ich hatte mich entschieden, hier nur mit einer Nymphe zu fischen, denn einen möglichen Hänger des zweiten Musters im Drill wollte ich unbedingt vermeiden. Außerdem fischte ich mit einer 5x Vorfachspitze, für dieses kleine Gewässer und den niedrigen Pegel ansonsten etwas zu dick. Aber falls ich Kontakt bekommen sollte, musste sofort Gegendruck ausgeübt werden, um eine Flucht in die Äste oder die Wurzeln zu verhindern.

Schon bei der ersten Drift sah ich im klaren Wasser, dass sich eine stattliche Bachforelle, die ich zuvor nicht entdeckt hatte, obwohl ich mich auf maximal 3 Meter genähert hatte, vom Grund löste und meine Nymphe im Mittelwasser nahm. Ich zog sie schnell aus dem Pool und drillte sie kurz unterhalb aus. 42cm! Aber weder der Fisch den ich bereits kannte, noch der größere Fisch, der mir seitdem nicht aus dem Kopf gegangen war. Also ein zweiter Versuch.

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Ich wartete einen Moment und machte meine nächste Drift. Diesmal in die Mitte des Pools. Ich ließ die Nymphe mit der Strömung in Richtung Ufer und Wurzeln abtreiben, senkte sie leicht ab und bewegte sie in der Geschwindigkeit der Strömung in Richtung Auslauf. Eine zweite größere Bachforelle verließ das Wurzelwerk und folgte ihr, verpasste aber. Ich wartete nochmals ein paar Minuten, ließ die Forelle ihren Standplatz wieder einnehmen und wiederholte die Drift. Diesmal nahm sie! Auch hier das gleiche Spiel, ich versuchte den Fisch vom Zug stromauf abzuhalten und konnte sie wenig später im Auslauf auf engstem Raum unter den überhängenden Ästen landen. 43cm! Der mir bekannte Fisch von vor zwei Wochen.

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Abermals ein paar Minuten später war dann der Hotspot des Pools dran. Der Einlauf mit den vielen Ästen und der Kehrströmung, die sich oberhalb des Baumes mit den Wurzeln am Ufer gebildet hatte. Am erhobenen Arm platzierte ich die Nymphe über die schnelle Strömung hinweg in den ruhigen Bereich und unmittelbar war meine Rute das dritte Mal krumm. Ich merkte schnell, dass diese Forelle wesentlich größer war, denn sowohl der erste Schwall an der Oberfläche, als auch der Zug in Richtung Grund zeugten von immenser Kraft. Meiner 3er Rute wurde richtig gefordert. Mit der Cult im Halbkreis versuchte ich dem Fisch Paroli zu bieten und daran zu hindern, sich gegen die Strömung zu bewegen. Aber vergebens, er zog vom Auslauf, wohin ich ihn kurz dirigieren konnte, in Richtung Einlauf. Er wusste offenbar genau, dass er dort im dichten Unterwassergestrüpp angespülter Äste die besten Chancen hatte. Und die nutze er! Denn wenig später spürte ich, dass mein Vorfach einen Ast touchiert haben musste, die Bewegungen der Forelle waren nicht mehr zu spüren. Ein Hänger?! … Was jetzt?! Ich entschied mich für die positive Variante, hielt meine 10ft. Rute auf Spannung und kletterte in den Pool, die Rute weit hinter mir ausgestreckt. Wie befürchtet, hatte sich mein Vorfach um einen der vielen Äste gewickelt. Zum Glück war er recht dünn, so dass ich ihn schnell überbrechen konnte. Und da waren auch die Bewegungen des Fisches wieder, mein Schonhaken hatte gehalten. Glück gehabt! Direkt griff ich zum Kescher auf meinem Rücken und hielt ihn tief ins Wasser. Der Fisch hatte keine Möglichkeit mehr auszuweichen und fand sich in meinem Schonnetz wieder. Erleichterung! Der bisher herausfordernste Drill dieser Art mit vielen unangenehmen Entscheidungen in kürzester Zeit. Der Fisch war es allemal wert! Eine sehr alte Bachforelle, dunkel gefärbt, etwas aus dem Futter und mit einem großen, markanten Kopf. 54cm!

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Nach insgesamt vielleicht 20 Minuten und mit ein paar Schnappschüssen im Gepäck, machte ich mich durchs tiefe Unterholz auf den Weg zurück, um an anderer Stelle den Abend gemütlich mit der Trockenfliege ausklingen zu lassen.

Ich hoffe, dass Ihr ebenfalls ein schönes Wochenende mit hoffentlich ähnlich glücklich endenden Herausforderungen am Wasser hattet!

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Ein kurzes Vergnügen

2 07 2014

von Alex

Oft habe ich die letzten Wochen die Pegel der Eifelgewässer beobachtet, in regelmässigen Abständen mit Spannung die entsprechenden Webseiten (z.B. hier) angesteuert. Meist wurde ich enttäuscht! Auch wenn hier und da mal ein paar Tropfen fielen, saugten die knochigen Böden schnell jedes Wasser auf. Fluss und Fisch gingen meist leer aus.

Am vergangenen Wochenende gab es dann endlich nochmal eine Dauerdusche mit Auswirkungen auf unsere hiesigen Gewässer. Am Freitagabend fing es wie angekündigt, aber für uns doch überraschend, an. Kristof und ich waren in der Wallonie unterwegs und zur abendlichen Primetime zogen sich die Wolken über unseren Köpfen merklich zu. Ein frischer Wind kam auf, der die freie Drift unsere Nymphen zunehmend beeinträchtigte. Innerhalb kürzester Zeit war das meiste Licht um uns herum verschluckt und die tiefstehende Sonne gänzlich verschwunden. Mit Gänsehaut auf den freien Armen und lauter werdendem Gewittergrollen im Nacken, hatte ich das Glück, innerhalb kurzer Zeit noch zwei schöne 40er im tiefen Auslauf eines langgezogenen Pools zu fangen, bevor wir in aller Eile zu unseren Autos rannten. Dort angekommen setze ein heftiger Schauer ein, welcher den breiten und klaren Fluss vor uns innerhalb kürzester Zeit in eine braune Suppe verwandelte. Aus unserer Sicht hätte dieses Schauspiel noch zwei Stunden warten können, aber unterm Strich und im Interesse des Flusses waren wir erleichtert: Endlich Wasser! Denn selbst an diesem größeren Gewässer war der Pegel in den letzten Wochen dramatisch gefallen und die dadurch fischereilich interessanten (und vorallem fischigen) Stellen rar, sie mussten gesucht oder gezielt angesteuert werden.

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Letzte Bafo vor dem Sturm

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Auf dem Heimweg durch die zunehmende Dunkelheit kamen mir beim monotonen Geräusch meiner hart arbeitenden Scheibenwischer zwei Dinge in den Kopf:

1. Der morgige Kurs an der Unteren-Rur muss verschoben werden. Nach einem solchen Gewitter ist der Fluss für mindestens 2 Tage nicht interessant.

2. Auch die für Sonntag angesetzte Clubausfahrt mit meinen Freunden von Mouche Passion an die luxemburgische Sauer (Semois) steht auf der Kippe.

Am freien Samstag holte ich daraufhin ein paar Erkundigungen ein und nach einigen Überlegungen entschieden Marc und ich für die Gruppe, den seit langem geplanten Trip nach Luxemburg kurzfristig abzublasen. Schon mit dem Hintergedanken an die Obere-Rur,  waren wir hierrüber aber nicht sonderlich enttäuscht. Denn der Eifelfluss ist gegenüber heftigen Regengüssen relativ unanfällig und gerade bei erhöhtem Pegel und leichter Sedimentierung ein lohnenswertes Ziel.

Und so standen ein paar Frühaufsteher von Mouche Passion am Sonntagmorgen am Fluss. Leicht angetrübt war er, sehr gut! Der Pegel war allerdings binnen 48 Stunden Niederschlag nur 8cm gestiegen und damit immer noch relativ niedrig. Aber: Allemal besser als 95% der vorherigen Tage dieser Saison. Die Vorfreude auf die gemeinsame Fischerei und das Rauschen im Ohr war dementsprechend groß, als Marc und ich unsere Nymphen ans Vorfach knüpften. Noch während mein langjähriger Mentor sein Setup fertig montierte, passierte dann das, was ich mir für diesen Tag erträumt hatte: eine große, wilde Bachforelle! Sie nahm meine ‚Moutarde‘ im schnellen Wasser an der Kante eines großen Felsens. Das Wasser hat hier den mächtigen Stein grundnah ein ganzes Stück ausgespült, eine schmale Passage zwischen der leicht schäumenden Hauptströmung und dem schwarzen Riesen ist deutlich langsamer fließend. Ein idealer Standplatz!

Genau hierhin hatte ich meine Nymphe platziert und mit hoch erhobener Rute und lockerem Vorfach schnell absinken lassen. Die gelb/oliv-farbene Imitation einer Köcherfliege erreichte etwas oberhalb des Hotspots den Grund und taumelte an der unterspülten Kante des Steines vorbei. Am Ende der Drift spürte ich den ersehnten Impuls im Zeigenfinger auf dem Rutenblank und ein leichtes Zucken meines fluofarbenen Monofil-Bissanzeigers unterstützte meine Warnehmung: ein Biss. Der sanfte Anhieb saß, Marc blickte auf und ich konnte ihm direkt versichern, dass ein guter Fisch die tiefgeführte Nymphe genommen haben musste. Den regelmäßigen Kopfstößen zu Folge war sie definitiv über 40cm. Ab etwa dieser Größe fangen Bachforellen meiner Erfahrung nach an, sich in der frühen Drillphase ganz speziell zu verhalten und zu bewegen. Und insbesondere die Kopfbewegungen sind es, die sie von kleineren Exemplaren unterscheiden. Ähnlich wie bei einem Hecht ist dieser anfängliche Versuch, dem Druck mittels horizontaler Kopfbewegungen zu entgehen, deutlich spürbar. Als ich sie wenig später aus der Strömung dirigiert und mit der 3er Rute und dank 16er Tippet das erste Mal an die Oberfläche geholt hatte, meinte Marc lachend nur: „Die ist aber deutlich größer als vierzig!“ Und in der Tat, die Rotgetupfte war wirklich ein stattliches Exemplar und die bisher größte an dieser Stelle. Sie zog mich noch 20 Meter flussabwärts, versuchte immer wieder mit einem heftigen Schwanzschlag in Richtung Grund zu ziehen, hatte aber in der hier ruhig fließenden Strömung keine Möglichkeit mehr, noch die Oberhand in der Endphase des Drills zu gewinnen. Gerade dieses ‚letzte Aufbäumen‘ hatte Kristof und mich in den letzten zwei Wochen gleich zwei Mal gute, sehr gute Fische gekostet. Diesmal jedoch nicht! Denn wenig später lag die Bachforelle sicher in meinem Schonnetz. Was für ein Start in den Tag, den Marc mit einem „Dann kannst Du ja jetzt Schluss machen!“ kommentierte.

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Erster Fisch des Tages

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Nachtürlich tat ich das nicht und so wechselten wir uns – wie wir es immer tun – ab: Ein Fisch er, ein Fisch ich. Geteilte Freude über gefangene Fische, ein paar bissige Kommentare bei verlorenen Fischen. Viel zu selten hatten wir dies in der laufenden Saison tun können. Eigentlich war es mit Ausnahme ein paar weniger Stunden in Belgien und einem Ausflug mit unseren seit kurzem motorisierten Bellybooten das erste Mal, dass wir uns mit dem Ausblick auf einen ganzen Tag gemeinsam stromauf vorarbeiteten. Aufgrund des aber immer noch recht niedrigen Pegels von 20cm gingen wir unsere Flusswanderung etwas selektiver als üblich an. Besuchten nur die wirklich guten und strömungsreichen Stellen. Entsprechend hoch war dann auch der Kontakt mit etwas größeren Fischen, die – so unsere schnelle Erkenntnis – nur darauf gewartet hatten, dass sie ihre steinigen Verstecke nochmals verlassen durften. Allerdings hatten die meisten ein paar Gramm zu wenig auf den Rippen. Dies war nicht verwunderlich, denn bei klarem Niedrigwasser verharren diese Exemplare über weite Strecken des Tages unter schützenden Kanten und gehen nur sporadisch auf Beutezug im nahrungsreicheren Freiwasser. So auch der letzte Fisch des Tages, der nach dem furiosen Auftakt am frühen Morgen der zweite war, der die 50er Marke knacken konnte und sich in einer schnellen Rausche eingestellt hatte.

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Der letzte Fisch des Tages

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Leider wird auch er in den kommenden Tagen keine Gelegenheit bekommen, sich den Bauch weiter vollzuschlagen und seinen Körper dem großen Kopf anzugleichen. Denn der Pegel ist bereits im Laufe des Tages schnell gesunken und binnen der folgenden 24 Stunden nach unserem Besuch an der Rur wieder auf seinen alten Stand gefallen. Die blau gezeichnete Wasserlinie auf der seitdem regelmässig von mir besuchten Webseite klebt erneut am unteren Ende meines Bildschirms. Mein Warten auf den nächsten Regen beginnt nun von vorne.

Euch wünsche ich, dass ihr nicht so lange warten müsst, bis ihr Euer Lieblingsgewässer wieder befischen könnt!

Tight Lines!

Euer Alex

 





Rückblick Juni und einige News

30 06 2014

von Alex

Mein letzer Post für FLY.BEI liegt schon wieder über 3 Wochen zurück. Verdammt! Ich komme derzeit einfach nicht hinterher, neben meinen Kursen und Guidings und natürlich meinen eigenen Ausflügen ans Wasser, alles Erlebte hier für mich – und natürlich für Euch – festzuhalten. Zum Glück gibt es Facebook, wo ich abends zwischen zwei schnellen Nymphen für den nächsten Tag noch einen kleinen Beitrag einschieben kann. Denn zu berichten gibt es einiges! Und das auf allen Ebenen:

Aus fischereilicher Sicht wüsste ich derzeit gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen. Ich könnte weit ausholen und würde vermutlich viele Superlative verwenden. Um es aber mal auf den Punkt zu bringen: Es ist mit Abstand meine bisher beste Forellensaison! Ich habe meine zu Beginn des Jahres formulierten persönlichen Ziele allesamt schon lange erreicht. Um ehrlich zu sein, bei weitem übertroffen. Beim Fussball würde man wohl sagen „Jetzt kann befreit aufgespielt werden.“ Auf das Fischen passt dieser Spruch jedoch nicht ganz, denn so etwas wie ‚Druck‘ habe ich noch nie verspürt. Das wäre ja auch das Ende! Das Fliegenfischen, der Fluss und die Fische sind neben meiner Familie meine wichtigsten Energiespender. Klingt ziemlich esoterisch, ist aber so. ‚Fliegenfischen‘ ist mehr als ein Hobby oder eine Freizeitbeschäftigung für mich. Diese Begriffe treffen es nicht ansatzweise. Es ist vielleicht so etwas wie eine ‚Passion‘ oder eine Leidenschaft. Aber auch das klingt zu schwach. Ich möchte nicht wissen, wie viele Stunden am Tag ich mich mit irgendeiner der unzähligen Facetten des Themas – auch ohne eine Wathose zu tragen – auseinandersetze. Hierin könnte vielleicht auch einer der Gründe für diese fantastische Saison liegen, denn ich versuche derzeit so viele Informationen wie nur möglich über Techniken und Taktiken zu sammeln, zu vergleichen und mit meinen persönlichen Erfahrungen vom Wasser zu konfrontieren.

Mein Fokus liegt dabei natürlich auf dem Nymphenfischen. Es ist ein unfassbar komplexes Feld und es gibt so viele unterschiedliche Stellräder, die justiert werden können. Ob es die Zusammenstellung des Vorfachs ist. Ob es die Auswahl der Nymphen ist. Ob es die Anordnung der Nymphen ist. Ob es die Präsentationstechnik ist. Ob es die Auswahl der Stellen ist. Ob es der Zielfisch ist. Neulich erwiderte jemand auf einen Beitrag von mir im Fliegenfischer Forum zum Thema ‚Nymphenvorfächer‘, dass das Vorfach (und einiges mehr) doch völlig überbewertet seien. Das wichtigste sei (Zitat) „das Handwerk“. Ich hatte keine Lust auf eine Diskussion, aber fragte mich noch ein paar Mal, was denn dieses „Handwerk“ eigentlich sein soll. Ich stelle mir darunter vor, zu wissen UND begründen zu können, ‚wann‘ ich ‚was‘ am Wasser mache und ‚wie‘ ich dieses ‚was‘ dann auch tatsächlich praktisch (möglichst effizient) umsetzen kann. Und dazu gehört definitiv auch so etwas wie der Aufbau eines auf die Präsentationstechnik, die Gewässerstruktur und die Auswahl der Nymphen abgestimmtes Vorfach. Zum „Handwerk“ eines Fliegenfischers gehört meiner Meinung nach weit weit mehr, als das bloße Beherrschen des Wurfes. Es ist alles, was den Fang eines Fisches beeinflusst. Gengug aber jetzt von diesem esoterischen und theoretischen Gedankengängen. Zurück zur Fischerei der letzten Wochen und zum eigentlichen Handwerk!

Kristof und ich haben in dieser Saison jede von uns gefangene Bachforelle sowie jede Äsche über 40cm fotografiert. Damit aber nicht genug, wir haben alle möglichen Daten zu den einzelnen Fängen und ihren Umständen gesammelt. Dabei sind schon jetzt einige interessante Erkenntnisse entstanden. Insbesondere, weil wir einige Fische schon aus unseren Fotoarchiven der letzten Jahre kannten, oder aber so viel Glück hatten, sie in der laufenden Saison wiederholt zu Gesicht bekommen zu haben. Eine im März gefangene 40+ Bachforelle war z.B. Ende Mai bereits fast 4cm gewachsen, eine 54er aus dem letzten Herbst maß nun schon stattliche 64cm. Andere waren hingegen in zwei Jahren kaum gewachsen. Von vielen Bachforellen konnten wir ihre Wege durchs Gewässer rekonstruieren, trafen sie an unterschiedlichen Stellen (abhängig vom Wasserstand) an. Auch das Fressverhalten bei unterschiedlichen Wasserständen und Wetterbedingungen ist interessant zu beobachten. Wann geht eine Großforelle auf abendliche Kleinfischjagd im flachen Uferbereich und wann zeichnet sie sanfte Ringe auf die Oberfläche? Gemeinsam haben wir in diesem Jahr nun eine hohe zweistellige Anzahl unterschiedlicher Salmoniden aus unterschiedlichen Flüssen in unserer Datenbank und hoffen, dass in den Monaten bis zur Schonzeit noch einige dazu kommen werden.

In der Gallerie unten seht ihr eine Auswahl der schönsten Fische der letzten Wochen. Die Zeichnungen und Körperformen sind so unterschiedlich, wie die Standplätze und Gewässer, wo sie gefangen wurden. An schmalen Flussläufen und aus deren kleinen Gumpen mit leichten Mustern hervorgenympht. In breiten Passagen mit gleichmäßiger Strömung auf Sicht mit der Trockenen überlistet. Oder aber in tiefen Rinnen mit schweren Jigs hartnäckig überredet. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass sie sich allesamt einige Jahre im jeweiligen Gewässer behaupten mussten und nicht ‚fettgezüchtet‘ besetzt wurden. Dies macht sich nicht nur in ihrem Aussehen, sondern vorranig auch in ihrer Kampfkraft bemerkbar! Vor ein paar Tagen war ich mit Lennet an einer für uns neuen Stelle unterwegs und wir konnten auf 100m Flusslauf Fisch auf Fisch fangen. Beim ersten besseren Exemplar knapp über 30cm war Lennet erstaunt, wie viel Energie die noch recht junge Rotgetupfte hatte, nur um wenig später die Rutenspitze der sensiblen ‚Cult‚ bis ins Handteil gebogen zu sehen und seine erste 40+ Bachforelle in diesem Jahr – nach spektakulärem Drill am Rande einer Baumwurzel auf engstem Raum – in den nassen Händen halten zu dürfen.

Lennet

(42cm – Und die 3er ‚Cult‚ im Halbkreis)

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In besonderer Erinnerung sind mir in den letzten Wochen vier Fische geblieben:

Den ersten in der Reihe hatten wir wochenlang ‚verfolgt‘ bzw. mehrmals Kontakt mit ihm gehabt. Das kräftige Männchen stand an einer sehr schwer zu befischenden Stelle mit ungleichen Strömungen und schlug uns drei Mal ein Schnippchen. Entweder, weil er mit heftigen Kopfstößen früh im Drill ausstieg, oder aber sich in das dichte Totholz seines Standplatzes kämpfte. Bei der vierten Begenung behielten wir die Oberhand und kannten seine Fluchtwege. Kristof parierte den ersten Marsch stromauf, ich stellte mich dem Fisch in den Weg, er kehrte um und zog in Richtung einer ruhig fließenderen Passage stromab. Dort war es dann kein Problem ihn auszudrillen und die schwere Köcherfliegennymphe behutsam aus seinem gewaltigen Maul – das insbesondere durch einen langen spitzen Zahn gekennzeichnet war – zu lösen.

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(Kräftiges Männchen – Wir nennen ihn ‚The Tooth‘)

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Der zweite Fisch von besonderer Bedeutung für mich war der erste auf meine neue MAG 3/4 mit 10ft. Der Tag war für Kristof und mich wohl auch wegen eines kühlen Nordwindes eher schleppend verlaufen und wir waren kurz davor, unsere Zelte am ausgewählten Flussabschnitt abzubrechen. Wir standen unterhalb einer langen Rinne, die wir bereits befischt hatten und aus der wir in der jüngeren Vergangenheit einige große Bachforellen und Äschen locken konnten. An diesem Tag hatten wir uns die Stelle aber rausgepickt, weil ich wenige Tage zuvor dort einen 14er Jig-Haken im Drill aufgebogen bekommen hatte. Ein gewaltiger Fisch zog mit meiner Nymphe stromauf, ohne sich mir zu zeigen und hinterließ mich und meinen offenen Hakenbogen vollkommen fassungslos. Dieses gewaltige Exemplar musste ich einfach sehen! Offenbar aber nicht an diesem Tag, denn wir hatten wirklich einiges probiert. Wir überlegten also, wohin es uns für den Abendsprung verschlagen sollte und noch während wir diskutierten und ich nebenbei mit einem Auge weiterfischte, überraschte mich aus dem Nichts ein satter Biss. Fast hätte ich den Anschlag versemmelt, aber etwas verspätet schien der Haken doch gepackt zu haben. Es folgte eine lange, lange Flucht stromabwärts und ein Spurt von mir und Kristof durchs bauchhohe Wasser. In einer ruhigeren Passage kescherte mein Freund den Fisch und ich eilte, die vielen Meter Schnur aufkurbelnd herbei. Eine der schönsten Bachforellen, die ich bisher gesehen habe. Sie hatte nur sehr wenige blasse rote Punkte und das erste woran ich dachte, als ich sie sah war: Neuseeland! Sie war hochrückig, hatte eine massive Schwanzflosse und war weitaus schwerer als einige längere Exemplare, die wir die Wochen zuvor gefangen hatten.

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(Neuseeland – Nur nicht so weit weg)

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Den dritten Fisch schenkte ich mir dann selber zu meinem Geburtstag. Wieder ein Männchen. Ich hatte die Forelle einige Wochen zuvor aus hoher Position gesehen, aber konnte sie damals nicht überlisten. An diesem Tag stimmte der Wasserstand für die Stelle, an der das Wasser in einer engen Kurve mit einem lauten Rauschen ans Ufer prallt. Bei etwas mehr Wasser vermutete ich den Fisch jedoch nicht in dieser starken Strömung am Kurveneinlauf, sondern etwas weiter hinten im Pool. Vielleicht geschützt, tief sitzend neben einem der großen Steine. Und so war es auch. Bereits eine der ersten Driften im ruhigeren Wasser brachte den erhofften Kontakt, noch bevor sich eine der vielen kleineren Rotgetupften im gemächlichen Auslauf meine Nymphe schnappen konnten. Zum Glück zog das torpedoförmige Männchen mit mir stromabwärts, denn in Richtung Kurveneingang hätte ich aufgrund des vielen Totholzes und sehr tiefen Wassers schlechte Karten gehabt. Zumal ich an diesem Tag ausnahmsweise alleine unterwegs war. In diesen Fällen ist es sonst oft ein taktischer Schachzug, dass der jeweils andere den Fisch schleunigst überholt, sich ihm in den Weg stellt, so zur Umkehr auffordert und im Endeffekt von den Gefahrenherden unter Wasser abhält. Alleine ist dies auch machbar, bedarf aber ein bisschen mehr Aufwand. Ich hätte am Fisch vorbei sprinten und dabei die Schnur auf Spannung halten müssen. Oberhalb von ihm hätte ich Druck ausüben müssen und ihn so als natürliche Reaktion in die Gegenrichtung bewegen können (Denn oftmals gilt: Übe ich zu Beginn des Drills Druck nach rechts aus, geht der Fisch nach links. Gleiches natürlich umgekehrt; Möchtet ihr also eine Großforelle unmittelbar nach dem Take vom Totholz fernhalten, kann es erfolgreich sein, ihn in Richtung des Totholzes zu ziehen. Er wird den Druck erwidern und in die Gegenrichtung schwimmen). Ich bin mir sicher, dass wir viele unserer Großforellen alleine und ohne diese Tricks nicht, oder vielleicht nur nach viel längeren und für den Fisch anstrengenderen Drills, gefangen hätten. Ein Freund mit einem großen Kescher, der genau weiß, was er machen soll ist einfach Gold wert!

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(Mein Geburtstagsgeschenk – An der neuen MAG 3/4 10ft.)

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Die vierte Forelle haben Kristof und ich uns hart erarbeitet und für sie einige Strapazen auf uns genommen. Kurz nach Sonnenaufgang erreichten wir bei Nieselregen, mit wenig Schlaf in den Knochen und nach einem längeren Fußmarsch die auf den ersten Blick unspektakuläre Stelle. Hier war in diesem Jahr mit Sicherheit noch nie oder nur wenig gefischt worden. Der Pegel war sehr niedrig und das Wasser floss hier flach und schnell an einer Baumwurzel vorbei. Unterhalb des Baums war ein kleiner Pool, maximal 2m lang und etwa einen Meter tief. Wir näherten uns ihm stromaufwärts, Kristof fischte vor mir mit zwei schwereren Nymphen, ich mit einer leichten Hasenohr auf einen 16er Haken hinterher. Er hatte die Stelle gefunden, also war dies mehr als fair 🙂 Wir fingen im Auslauf des Pools schnell einige Fische und näherten uns Drift für Drift dem Baum und seinem roten Wurzelwerk. Als Kristof vor mir die Stelle mit seinen schweren Nymphen ausgefischt hatte, platzierte ich meine Hasenohr an den Rand der Wurzeln und ließ sie an der kurzen Leine kontrolliert in das winzige Becken trudeln. Sofort kam der Biss! Der Fisch schoss stromauf in Richtung Rausche, Baum und Wurzeln, aber Kristof reagierte schnell. Er stellte sich in den flachen Bereich und der Fisch kehrte in den Pool zurück. Im Auslauf konnten wir ihn wenig später das erste Mal in voller Pracht bewundern und sahen im klaren Wasser seine Punkte leuchtend orange scheinen. Sie sahen aus, wie mit einem zu großen Pinsel und satter Farbe aufgetragen. Makellos!

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(Stealth Mode On – Vorsichtiges Anpirschen brachte dieses Prachtexemplar)

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Bevor ich diesen Artikel beende und überlege, welche Geschichte ich im hoffentlich schon morgen oder übermorgen erscheinenden nächsten Artikel auf FLY.BEI unterbringen werde, noch ein paar abschließende Ankündigungen – mit denen ich die Brücke zur Einleitung dieses Posts schlagen möchte. Zu berichten gibt es nämlich z.B. noch, dass ich im August und September zwei ganz besondere Kurse anbieten werde, auf die ich mich persönlich sehr freue. Hierzu hole ich mir Verstärkung aus Belgien, von bekannten Fliegenfischern, die schon viele Erfahrungen auf nationalen und internationalen Meisterschaften gesammelt und viele Erfolge erzielt haben. Eine einmalige Chance!

Am 17. August werden Philippe Hardy und ich unter dem Titel ‚Nymphing Master Class‚ einen vollen Tag ganz im Zeichen des ‚Euro Nymphings‘ und anderer erfolgreicher Nymphen-Techniken gestalten. Der Kurs richtet sich an Fortgeschrittene oder Neulinge, die sich intensiv mit dem Thema ‚Nymphenfischen‘ auseinandersetzen möchten und die wichtigsten Basics bereits sicher beherrschen. Abhängig von den Wetter- und Wasserbedingungen wird der Kurs entweder in der Eifel oder aber an einem von drei Flüssen in der Wallonie stattfinden. Die Anfahrt vom Dreiländerpunkt wird aber nicht länger als 60 Minuten betragen. Der Kurs ist für maximal 6 Personen ausgelegt, so dass wir Euch intensiv am Wasser begleiten und unterstützen können. Ich werde meinen Beitrag zum Workshop auf Deutsch gestalten, Philippe wird in Englisch unterrichten. Im Fokus stehen neben unterschiedlichen Präsentationstechniken natürlich das eigenständige Aufbauen von Vorfächern, das bewusste Einsätzen unterschiedlicher Muster, das Lesen des Gewässers und das besondere Werfen mit der Nymphe. Nähere Informationen zu diesem Workshop erhaltet ihr jetzt schon bei mir per Mail (kontakt@flybei.de), oder aber spätestens in einem eigenen Infotext, der in Kürze online gehen wird.

Philippe Hardy

(Nymphing Master Class – Workshop mit Philippe Hardy)

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Der Kurs im September (voraussichtlich an einem Tag des Wochenendes 20/21. September) steht unter dem gleichen Motto. Da ich aber hierzu noch ein paar Dinge abschließend abstimmen muss, kommen die konkreten Angaben erst in ein paar Tagen. Aber auch zu diesem Workshop könnt ihr Euch jetzt schon bei mir erkundigen. Ich gehe davon aus, dass die 6 Plätze auch hierzu rasch vergeben sein werden.

Was gibt es daneben sonst noch? Die ersten Hechttouren stehen an und auch die ersten Hechtkurse sind ebenfalls bereits geplant. Ab September (bei schlechtem Wetter auch schon ab Ende August) geht es regelmässig los! Bei Interesse einfach jetzt schon melden.

Hatte ich übrigens schon die neue FLY.BEI Webseite erwähnt? Auch darauf freue ich mich ganz besonderes. Sie geht ebenfalls in Kürze online und wird definitiv dazu beitragen, dass ich neben meiner Aktivität auf Facebook wieder etwas aktiver zum Schreiben komme. Daneben gibt es noch eine für mich persönlich sehr positive Neuigkeit, die ich Euch hoffentlich Ende der Woche mitteilen kann. Vorher werdet ihr aber nochmal hier von mir hören bzw. lesen, denn der gestrige Ausflug in die Eifel muss unbedingt festgehalten werden. (So etwas nennt man im Film einen Cliffhanger, oder?)

Bis dahin: Tight Lines!

Euer Alex

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Was für ein Wochenende!

28 04 2014

von Alex

Da meine präferierten ‚Hausgewässer‘ derzeit entweder kaum Wasser führen, oder aber am Wochenende von Anglern total überrannt werden, habe ich für mich zum Teil neue Abschnitte und Gewässer erkundet. Hierfür hätte ich mir keinen besseren Zeitpunkt aussuchen können!

Zum Wochenendbeginn waren die Fische ‚aus dem Häuschen‘. Es schien, als wäre jeder Fisch im Fluss u40cm in einen Fressrausch verfallen und auf den Flossen. In 7 Stunden schaffte ich gerade einmal ca. 1km Strecke und durfte mich über so viele Bachforellen wie niemals zuvor freuen. Ich habe in den letzten Jahren an unterschiedlichsten Gewässern schon einiges erlebt, aber DAS hat alles getoppt. Dabei war das Besondere, dass viele der Rotgetupften meine Nymphen nicht nur in der DeadDrift, sondern oftmals im Swing oder sogar knapp unter der Oberfläche leicht gezupft nahmen. Das ganze während eines langen und ausgeprägten Schlupfes kleiner, sehr dunkler Eintagsfliegen. Hätte ich entsprechende Nassfliegen dabei gehabt, wäre es mit Sicherheit noch leichter gefallen. Nur die großen Bachforellen ü40cm zeigten sich von diesem Schauspiel relativ wenig beeindruckt. Sie waren auch am Grund nicht so richtig aus der Reserve zu locken. Dies trübte meine Laune aber nicht im geringsten. DAS war wirklich ein Tag aus dem Fliegenfischer-Bilderbuch, den ich so schnell nicht vergessen werde.

Samstag ging es dann ähnlich abwechslungsreich weiter. Die Fische waren weiterhin aktiv und diesmal waren auch wieder ein paar stattlichere Rotgetupfte für kurze Zeit im Schonnetz. Darunter eine richtige „Schönheit“ von 50cm mit perfektem Körperbau und farbenfrohem Schuppenkleid. Nur 200m weiter machte ich hingegen Bekanntschaft mit dem „Biest“. Der Fisch hatte nicht nur eine bullige Statur, sondern fiel leider insbesondere durch seinen deformierten Kiefer (Spinner?) auf. Schön zu sehen, dass er dennoch vor Kraft strotze.

Zum Ausklang dieses Wochenendes war ich gestern dann nur kurz unterwegs, um nochmals andere Abschnitte und Spots zu begutachten. Gefischt habe ich deshalb nur noch sporadisch,  durfte mich aber dennoch über ein paar schöne Bachforellen freuen.

Da ich nun zu Beginn der Woche sehr beschäftigt bin, wäre es doch ideal, wenn Petrus uns mal ein bisschen Regen schenken würde. Die trockenen Böden würden sich freuen! Die Fische sicher auch. Das nächste Wochenden steht mit dem Feiertag ja auch quasi schon wieder vor der Tür und es gäbe nichts Schöneres, als endlich nochmal im schnellen Wasser eine buschige Trockenfliege zu präsentieren 😉





Saisoneröffnung 2014

19 03 2014

von Alex

Wir haben heute den 19.03. und die Saisoneröffnung 2014 ist damit bereits seit ein paar Tagen ‚Geschichte‘. Höchste Zeit also, eine kleine Geschichte über sie zu schreiben, eine Geschichte mit einigen ‚Ups‘ and ‚Downs‘ und einer Fischerei, die ich so nicht erwartet hätte. Aber der Reihe nach, solche Geschichten wollen ja von A bis Z erzählt werden:

Bereits am Freitagabend machte ich mich auf den kurzen Weg Richtung Ostbelgien, denn in diesem Jahr öffneten die Flüsse ihre Pforten ausnahmsweise vor der Rur, schon am 15.03. bzw. laut Reglement am „3. Samstag des Monats“. An den Flüssen NRWs hingegen endete die Schonzeit (wie immer) erst am 16.03. Es lag also ein Wochenende mit vielen Möglichkeiten vor mir.

Mein Plan sah vor, am Vorabend der ‚Ouverture‘ noch einmal den Wasserstand vor Ort zu überprüfen, mich mit meinem belgischen Freund Kristof zu treffen und bei einer ersten belgischen Fritte – der noch einige weitere folgen sollten – eine Reihenfolge der von uns befischten Spots für den Samstag festzulegen. Außerdem wollten wir uns über Taktiken und Techniken für das niedrige und klare Wasser des Flusses – der um diese Jahreszeit meist 20cm mehr führte und leicht angetrübt war – austauschen. Für den Sonntag ließ ich mir dann die Option offen, einen zweiten Tag in der Wallonie zu verbringen, oder aber in Richtung Eifel aufzubrechen und den Fluss zu wechseln.

Wir entschieden uns dafür, unsere Route am frühen, sehr frühen Morgen – nach einer eisigen und ungemütlichen Nacht im Auto – im unteren Teil der bewatbaren Strecke zu starten.

‚Bewatbar‚ meint, dass das Waten dort erlaubt ist. Bis zum 1. Samstag im Juni (bis zur sog. ‚Großen Eröffnung‘) darf an den meisten Flüssen größtenteils nämlich nur vom Ufer gefischt werden. Möchte man weiter flussabwärts fischen, so muss man sich am Ufer bewegen und muss auf Beschwerung jeglicher Art verzichten – dies sollte für uns noch relevant werden.

Wir konzentrierten uns ausschließlich auf solche Spots, von denen wir mit Gewissheit wussten, dass hier in der Vergangenheit oftmals große Bachforellen auf Beute gelauert hatten und versuchten zunächst, diese mit Zonker-Streamern aus dem dichten Wurzelwerk und aus dem Schutz der tiefen Gumpen zu locken. Ohne Erfolg! Das Wasser war hier vermutlich doch zu niedrig und zu klar, um mit dieser plumpen Taktik erfolgreich zu sein. Daher sattelte ich schnell um, wechselte von der 6er auf die 3er Rute und begann, mich nymphend stromaufwärts in Richtung der nächsten aussichtsreichen Stellen zu bewegen. Auf dem Weg dorthin fing ich meine ersten Bachforellen um die 30cm, wobei einige durch Attacken des Kormorans gezeichnet waren.

Saisonstart03

Bild 1: Dem Kormoran entkommen

Den nächsten Hotspot vor dem inneren Auge – eine kurze Folge aus zwei Pools und einer langen, tiefen Rinne – bog ich um die letzte Flussbiegung und voilà: der erste Fliegenfischer kam uns entgegen. Zut! Mais, c’est la vie… Ein Befischen der von ihm passierten Stellen schien wenig aussichtsreich, war der Flussgrund doch vornehmlich lehmig und der Abschnitt daher nicht nur bereits beackert, sondern auch durch aufgewühltes Sediment mit Sicherheit eingetrübt. Also Kehrtwende, zurück zum Auto und weiter im Plan.

Dass wir diesen allerdings wohl schnell verwerfen müssten, merkten wir spätestens auf unserer kurzen Fahrt flussaufwärts: An jedem Sektor sahen wir zahlreiche geparkte Autos am Straßenrand und ganze Scharen von Fliegenfischern im/am Wasser. In den letzten Jahren sah dies noch gänzlich anders aus, allerdings hatten wir zumeist auch Temperaturen um den Gefrierpunkt und auf den ersten Blick weitaus schlechtere Wasserbedingungen gehabt. Der plötzliche Wetterumschwung Ende der Woche, hin zu kühlerer Luft und leichtem Sprühregen, konnte nach den beinahe sommerlichen Tagen offenbar kaum jemanden davon abhalten, loszuziehen. Ärgerlich, aber natürlich durchaus verständlich…

Bei unserem zweiten Hotspot angekommen sahen wir zu unserer Ernüchterung dann in unmittelbarer Nähe vier Personen in ihre Wathosen schlüpfen und sich darauf vorbereiten, in ihre Saisoneröffnung zu starten. Ein schneller Blick ins Wasser setzte dann noch einen drauf: fünf Spinnfischer, die ihre Blinker, Wobbler und Co durch die fischreiche Rinne jagten. Spätenstens hier wussten wir, dass der Tag vor uns sehr ‚tough‘ werden würde und wir an den zugänglichen Abschnitten des Flusses wohl kaum mehr Stellen finden würden, die noch nicht befischt worden waren. Keine schönen Aussichten! Schnell schmiedeten wir also Plan B, der längere Märsche zu Fuß durchs teils dichte Unterholz umfasste, aber zumindest auch die motivierende Aussicht, nicht Nr. 3, 4 oder 5 in der Reihe zu sein. Diese Entscheidung sollte sich auszahlen! Denn in der Folge verbrachten wir zwar weniger Zeit im Wasser als ursprünglich geplant, konnten dafür aber auch die ersten Bachforellen bis 40cm landen, darunter eine stattliche Rotgetupfte für Kristof von 49cm.

Am Frühabend erlebten wir dann sogar noch einen Schlupf kleiner, oliv-farbener Eintagsfliegen und ich durfte mich über die ersten Fische auf die Trockene freuen. So etwas hatte es in den letzten Jahren am 1. Tag auch noch nicht gegeben! Erfolgreich war hier insbesondere eine simple Hasenohr, lediglich bestehend aus etwas grobem Dubbing und einer feinen Goldrippung, gebunden auf einen 19er Schonhaken. Keine Hechel, kein Flügel, kein Schwänzchen. Unscheinbar und schlecht schwimmend, für selektive Bachforellen aber eine sehr gute Wahl. Mit dieser Fliege am dünnen Tippet war der Höhepunkt des Schlupfes, dass ich aus erhöhter Position eine Bachforelle von ca. 50cm beim regelmässigen Steigen beobachten durfte. Anschließend bestand die Herausforderung darin, den Fisch zwischen zwei Krautfahnen und in einer langsameren Passage an der anderen Flusseite mit einer dragfreien Drift zu überzeugen. Es kam jedoch nicht nur auf eine saubere Präsentation über etwa 13 Meter an, sondern auch darauf, den richtigen ‚Rythmus‘ des Fisches, das richtige Intervall seines Steigverhaltens zu finden. Nach etwa 10 Versuchen gelang es mir dann endlich seinen Ansprüchen zu genügen und ich durfte erleben, wie die knapp unter der Oberfläche stehende Bachforelle ihren Kopf leicht zur Seite schwenkte, sich ein paar Zentimeter empor bewegte und meine winzige Hasenohr einschlürfte. Der sanfte Anschlag passte, der dünne Haken schien zu sitzen, löste sich dann allerdings schnell nach einem Sprung des Fisches und seiner anschließenden Flucht ins Grün.

Nach diesem Erlebnis brachte bei Einbruch der Dunkelheit und bei Fritte Nr. 2 der erste Tag der Saisoneröffnung mindestens drei Erkenntnisse:

1. Kein ‚großer‘ gelandeter Fisch für mich.

2. Unfassbar viele Angler, ein damit verbundener hoher Befischungsdruck (nach 32 Personen hörten wir auf zu zählen) und die Gewissheit, dass ein Großteil der Strecke vom ‚who is who‘ der belgischen Fliegenfischerszene besucht worden war.

3. Hier und da bereits regelmäßig steigende Forellen und teils große Exemplare der ‚baetis rhodani‘.

Insbesondere die dritte Erkenntnis ließ mich nach einer zweiten unruhigen Nacht und einer sich zwischenzeitlich ankündigenden Migräne (gegen die Kristofs ‚Wunderpille‘ allerdings schnelle Hilfe brachte) in Belgien verweilen. Obwohl es verlockend schien, den Sonntag bei weniger Trubel entspannt an der Rur zu verbringen, gab es die attraktive Aussicht, eine Großforelle auf Sicht mit der Trockenfliege zu fangen. Vorausgesetzt natürlich, wir konnten erneut einen Schlupf abpassen und einen Abschnitt finden, der nicht schon x-fach befischt worden war.

Wir konzentrierten uns daher am Sonntag auf Teile des Flusses, die für die Fischerei mit Nymphe und Streamer unattraktiv erschienen und von denen wir uns deshalb erhofften, dass hier am Vortag weniger los gewesen war. Und tatsächlich, am späten Vormittag war es so weit: Wieder saßen die ersten Rhodanis auf der Wasseroberfläche und die ersten Ringe zeichneten sich deutlich in der gleichmäßigen und ruhigen Strömung ab. Wir warfen allerdings nicht jeden steigenden Fisch an, sondern hielten Ausschau nach kleinen Ringen und somit sanft und vorsichtig steigenden Fischen – oftmals größere Exemplare. Schnell waren die ersten Bachforellen gefangen, diesmal auf Eintagsfliegenmuster in Größe 16, gebunden mit Quill-Körpern (entweder so oder so), einem Schwänzchen aus Coq de Leon und CDC-Flügeln. Etwas weiter stromab das gleiche Spiel, auch hier viele Fische auf engstem Raum und somit die Herausforderung, selektiv die ‚besseren‘ Flossenträger am Stieg zu erkennen. Schnell zogen mich die Ringe einer Forelle am gegenüberliegenden Ufer in den Bann. Dort befand sich ein Busch mit weit aufs Wasser ragenden Zweigen, im Wasser außerdem jede Menge angeschwemmtes Totholz – ein idealer Standplatz. Ich entschied mich für eine kleine Klinkhammer (#20), gebunden ebenfalls mit einem schlanken, oliv-farbenen Körper und einer spärlichen CDC-Hechel. Bereits die erste saubere Drift, stromabwärts serviert, schien die Rotgetupfte zu interessieren und als sie sich mit der Fliege stromabwärts treiben ließ, erkannte ich ihre Ausmaße: ein Prachtfisch! Schon als sie zum Take ansetzte, rief ich Kristof. Es folgte ein langer Drill mit zwei beeindruckenden Sprüngen zu Beginn und einigen Fluchten stromauf und stromab. Meine 3er Rute federte die Fluchten, trotz des feinen Tippets, jedoch souverän ab und nach wenigen Minuten, konnte Kristof den Fisch sicher landen.

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Bild 2: 58cm auf die Trockenfliege

Er maß 58 cm, war schlank gebaut, hatte einen kleinen Kopf, eine leich-rötliche Grundfärbung und die für den Fluss typische, blaue Wangenzeichnung. Ein Traumfisch und mein persönlicher Rekord auf die Trockenfliege in Ostbelgien. Und das am 2. Tag der neuen Saison! Ich setzte ihn schonend zurück und schnell verschwand er im klaren Wasser in Richtung seines Totholzes.

Nach diesem Erlebnis saßen wir eine Weile still am Ufer und konnten es nicht fassen. Nur ab und an gaben wir mit einem breiten Grinsen ein leises „58 on a dry…“ von uns. Da der Schlupf aber noch immer im Gange war, rafften wir uns motiviert wieder auf und pirschten uns am Ufer weiter flussabwärts entlang. Ein paar hundert Meter unterhalb erreichten wir die nächste ruhige Passage und auch hier konnten wir aus sicherer Entfernung unterschiedliche Ringe ausmachen. Wieder waren zwei dabei, die von größeren Fischen zu stammen schienen. Der erste Fisch verwehrte sich unserer Fliege mehrfach, der andere hingegen konnte nicht widerstehen und nahm direkt. Was dann folgte war eine Wiederholung des ersten Tanzes, mit dem Unterschied, dass dieser Bachforelle im direkten Vergleich ein paar Zentimeter fehlten: 54 cm!

Nicht nur wir lachten jetzt, sondern auch die Sonne kam zuvor, nachdem sie sich den ganzen (Vor-)Mittag hinter dichten Wolken versteckt gehalten hatte. Jetzt gab es nicht nur eine Trockenfischerei, sondern auch noch eine Trockenfischerei im T-Shirt. Was für ein Tag! Mit dem Wetterumschwung ebbte jedoch gleichzeitig der Schlupf stark ab und wenig später schien das Wasser wie ‚tot‘. Kaum zu glauben, dass wenige Minuten zuvor hier große Bachforellen regelmässig gestiegen waren. Bis zum Abend fischten wir daher anschließend wieder vorwiegend schnellere Passagen und fingen mit der Nymphe noch einige Rotgetupfte bis 35cm, größere Exemplare konnte wir nicht mehr ausfindig machen. Aber das wäre des Guten dann auch zuviel gewesen 😉

Den Abend ließen wir bei belgischer Fritte Nr. 3 und einem kühlen Jupiler in der Sonne ausklingen und trafen noch einige weitere Bekannte, die sich ebenfalls dazu entschieden hatten, den Tag mit einer lokalen Spezialität zu beenden. Jeder erzählte von seinen Erlebnissen der beiden Tage und alle waren sich einig, dass dies eine ganz besondere Saisoneröffnung gewesen war. Mit vielen ‚Downs‘ (viele Angler), aber auch vielen ‚Ups‘ – allen voran der Möglichkeit, bereits Mitte März steigende Fische mit der Trockenfliege zu verführen. Fliegenfischerherz, was willst Du mehr?!

Ich hoffe, dass Ihr auch ein paar schöne Stunden am Wasser verbracht habt und bin gespannt darauf, Eure Geschichten zu hören!

Tight Lines.

Alex

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Friday Night Movies #1

7 03 2014

von Alex

Als wären die letzten Wochen vor dem Saisonstart nicht schon immer „busy“ genug, geht es in diesem Jahr richtig drunter und drüber. Man könnte sagen, dass ich an allen Fronten kämpfe, oder zumindest an/auf ein paar Baustellen arbeite. Einige Eckdaten für Trips und Workshops sind noch zu fixieren, drei in Kürze anlaufende Flifi-Projekte verlangen meine Aufmerksamkeit und zwei neue Webseiten (ja, auch eine für FLY.BEI) wollen konzeptionalisiert, designed und umgesetzt werden (dazu bald mehr). Und da wartet auch noch ein ellenlanger Artikel zum Nymphenfischen mit Bissanzeiger darauf, endlich veröffentlicht zu werden. Und …. und… und… Nebenher muss auch noch eine Fliegendose bzw. gleich mehrere Fliegendosen befüllt werden. Eigentlich hatte ich mir dabei fest vorgenommen, meine Auswahl an Mustern noch weiter zu reduzieren. Ich weiß, dass ich mit 4-5 unterschiedlichen Fliegen erfolgreich übers Jahr kommen würde.  Aber wie das so ist, habe ich vor ein paar Wochen aus einer Laune heraus angefangen zu experimentieren. Insbesondere für Nymphen bin ich auf einige interessante Materialien gestoßen. Rausgekommen ist ein bunter Mix aus 300 vornehmlich schlanken Nymphen in den Größen 14 und 16. Nachdem ich vor wenigen Tagen in Belgien war und dort Bachforellen im klaren Wasser und bei sehr niedrigem Pegel habe Nymphen sehen, sind sogar noch ein paar Varianten gänzlich ohne Kopfbeschwerung hinzu gekommen. So etwas hat es Anfang der Saison bei mir noch nie gegeben! Sobald ich in der kommenden Woche meine neue Kamera – eine Sony Alpha 77 – erhalten habe, werde ich hier ein paar Fotos des fein säuberlich aufgereihten Bestandes posten. Da die neue Kamera überdies ausgezeichnete Videoqualitäten besitzt, wird es künftig auch Bindevideos zu sehen geben. Eine Fliege pro Monat habe ich mir vorgenommen. Dass sollte machbar sein, habe ich mich doch bei Mouche Passion ohnehin bereit erklärt, sechs saisonale Muster im Rahmen unserer Bindeabende in der Nähe von Eupen vorzustellen. Apropos Bindeabend: das erste Treffen des Aachener Fliegenfischerstammtischs (ich brauche noch immer eine passendere Bezeichnung hierfür) im Jahr 2014 liegt bereits ein paar Wochen zurück. Wir waren diesmal 12 Leute und das, obwohl einige noch kurzfristig absagen mussten. Besonders gefreut hat mich, dass wir ein paar neue Gesichter begrüßen durften und sich einige von ihnen direkt vom Fliegenbinden haben begeistern lassen. Ein nächstes Treffen schlage ich hiermit übrigens Ende März/Anfang April vor. Termine werde ich wieder per Mail und in der Gruppe auf Facebook vorschlagen. Falls Ihr Euch ebenfalls über Termine informieren lassen möchtet, schreibt mir einfach eine kurze Mail (kontakt@flybei.de) und ich setze Euch in unseren Mail-Verteiler. Jetzt aber endlich zum Titel und eigentlichen Thema dieses Postings: Friday Night Movies #1

Auf der Facebookseite von FLY.BEI versuche ich möglichst täglich ein Video zum Thema ‚Fliegenfischen‘ zu posten. Das klappt meistens auch ganz gut, haben doch sowohl Qualität als auch Menge dieser medialen Erzeugnisse in den letzten Jahren rasant zugenommen. Unter dem Motto Friday Night Movies werde ich eine Auswahl dieser Netzfunde nun wöchentlich ebenfalls hier posten, ggf. versehen mit ein paar Hintergrundinformationen zu den Videos. Anfangen möchte ich heute mit folgender Zusammenstellung und wünsche Euch an diesem Freitagabend viel Spaß beim Schauen:

.1. PIKE ON THE FLY

Diese Bilder wurden in den lezten Wochen und Monaten von Brian und Vincent gedreht und belegen eindrücklich, welch tolle Hechtreviere wir in unserer näheren Umgebung haben. Auch wenn die Fischerei auf den großen Gewässern nicht ganz einfach ist (Ortskenntnisse sind hier das A und O), ist die Fischerei vom Bellyboot und mit schwerem Gerät immer überaus interessant und spannend. An einem der lezten stürmischen Tage vor der Schonzeit war ich mit Vincent unterwegs und wir konnten einige sehr schöne und kampfstarke Hechte landen, darunter diese ‚Big Mama‘ mit 110cm für meinen niederländischen Freund!

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Vincent.

2. JAZZ AND FLYFISHING – S02 E01

Endlich ist sie da! Die zweite Staffel von Jazz and Fly Fishing. Wie immer gibt es nicht nur schöne Bilder, sondern auch gute Musik und Witz der symphatischen Skandinavier. Ich freu mich schon auf die nächsten Episoden!

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3. CASTING A VOICE

In diesem 35-minütigen Film geht es primär nicht ums Fliegenfischen, sondern insbesondere um die Verantwortung, die wir gegenüber unserer Umwelt und unseren Gewässern haben. Außerdem um das Engangement einiger Fliegenfischer, sich für den Erhalt dieser Gewässer und ihrer Bewohner einsetzen. Konkret, um den Skeena River als „the last bastion of wild steelhead.“

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4. OBSESSION

Um wilde Forellen geht es auch in diesem Video. Eindrücklich wird verdeutlicht, wie eine Vielzahl kleiner Faktoren darüber entscheiden, ob wir bei der Pirsch auf Großforellen letztlich erfolgreich sind oder nicht. Im letzten Jahr habe ich mir ebenfalls zu beinahe jedem Ausflug Notizen gemacht, solltet Ihr unbedingt auch einmal ausprobieren!

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5. FLY FISHING LAPLAND (PART 2)

Die Jungs von Rodtrip waren im lezten Jahr in Lappland unterwegs. Nach dem ersten Teil ihres dabei entstandenen Videos ist nun die zweite Hälfte erschienen. Ich habe Mathias und Jeremy von Rodtrip Ende Januar auf der Messe in Charleroi kennengelernt und werde ihnen sicherlich dieses Jahr noch das ein oder andere Mal über den Weg laufen.








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