WICHTIGER HINWEIS: NEUE SEITE

4 12 2015

Eine fantastische Forellensaison für FLYBEIs Gäste und mich ist bereits seit ein paar Wochen Geschichte. Ein sonniger Herbst bescherte uns anschließend eine traumhafte Äschenfischerei und mittlerweile ist die Hechtfischerei bei niedrigen Temperaturen im vollen Gange. Unsere ersten Workshops in den Niederlanden und eine erfolgreiche Reise auf die Ostseeinsel Rügen liegen ebenfalls bereits hinter uns.

Ruegen06

 

Ganz nebenbei haben wir unser Reiseprogramm in Zusammenarbeit mit dem Salmon Fishing Club (SFC) für das Jahr 2016 zusammengestellt und auf unserer neuen Webseite www.flybei.de veröffentlich. Dort findet ihr die vollständigen Programme der Reisen, unter anderem nach Südamerika, Russland und Skandinavien. In Kürze folgen weitere Infos zu FLYBEIs Reisen nach Bosnien im April ’16 sowie zu einem spannenden Hechttrip nach Irland. Um weiterhin auf dem neusten Stand zu bleiben, möchte ich Euch einladen, unseren neuen Newsletter zu abonnieren. Einfach auf der neuen Webseite Name und Mailadresse hinterlassen und ihr werdet immer als Erste über unsere Berichte, Angebote und Termine informiert. So findet ihr derzeit z.B. aktuelle Termine für unsere Hecht- und Äschenkurse und einen kleinen Fotorückblick auf unsere Hechtjagd an der baltischen See. Schaut einfach mal rein!

FLYBEI | Reisen 2015-12-04 09-51-06

 

Advertisements




Aachener-Fliegenfischer-Stammtisch #6

12 11 2014

von Alex

Die Forellensaison 2014 liegt seit etwa vier Wochen hinter uns. Zeit, das Erlebte der letzten Monate Revue passieren zu lassen. Welch besseren Anlass gäbe es da, als unseren mehr oder weniger regelmäßig stattfindenden Stammtisch in Aachen. Zum 6. Mal in diesem Jahr treffen wir uns in gemütlicher Runde am morgigen Donnerstag (13.11.2014) um 19:00 Uhr im Kapellchen in Burtscheid/Aachen. Unsere Treffen soll aber nicht nur dazu dienen, sich mit den anderen über die (hoffentlich) vielen Ausflüge an unterschiedlichste Gewässer seit Mitte März auszutauschen, sondern natürlich auch, die ein oder andere Fliege zu binden. Wobei „Fliege“ nicht ganz das trifft, was ich mir für morgen Abend vorgenommen habe. Ich möchte nämlich ein paar Hechtstreamer vorstellen, mit denen ich in den letzten Wochen erfolgreich war. Sowohl in den Niederlanden als auch während meines Trips nach Irland haben sich ein paar unterschiedliche Muster sehr bewährt. Darüber hinaus werden wir Euch zeigen, wie ihr verlässliche Vorfächer für die Fischerei auf Esox lucius herstellen könnt.

.Hecht

.

Barsch

Falls Ihr Interesse habt vorbeizukommen, würde ich mich über eine kurze Benachrichtung hier oder aber auf Facebook freuen (oder Veranstaltung auf Facebook). Wir haben wieder Platz für etwa 15 Leute im großen Raum.

Wir sehen uns morgen! Tight Lines!

Alex





Vision: Fly vs. Jerk

30 01 2014

von Alex

Der Markt für Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema ‚Fliegenfischen‘ ist in den letzten Jahren rasant gewachsen und wird von Produzenten, Herstellern, Händlern und vielen weiteren Akteuren gleichermaßen umkämpft. Ergebnis dieses ‚Kampfes‘ sind für den Endverbraucher – also uns Fliegenfischer – eine Fülle von Angeboten, aus denen es nicht immer ganz einfach ist auszuwählen. Um aus dieser Flut von Möglichkeiten herauszustechen und sich im Werbe-Dschugel Gehör und Aufmerksamkeit zu verschaffen, sind moderne Formen des Marketings mittlerweile in vielen Köpfen der Macher hinter der Bühne angekommen und werden vor dem Vorhang, für uns Konsumenten, aufgeführt. Während es in den letzten Jahren vornehmlich noch amerikanische Firmen waren, die hierbei kreative und innovative Strategien entwickelt haben, gibt es in der jüngeren Vergangenheit insbesondere aus Skandinavien ebenfalls sehr interessante Ansätze.

Vision Fly Fishing (bzw. die aktuelle Kampagne des in Finnland sitzenden Herstellers) ist in diesem Zusammenhang ein sehr gutes Beispiel: Um die hauseigene Linie an Produkten für das Fliegenfischen auf Hecht zu promoten, haben sie bereits in den letzten Jahren in Kooperation mit Kanalgratis.se einen unterhaltsamen Wettkampf zwischen Fliegenfischern auf der einen und Spinnfischern auf der anderen Seite organisiert und im Internet in Form bewegter Bilder dokumentiert. Während die ersten Ausgaben jedoch noch in kürzeren und wenig aufwendigen Videos mündeten, ist 2014 eine weitaus komplexere 6-teilige Serie bei YouTube entstanden, die in Ablauf und Skript sogar eine gewisse Spannung erzeugen kann. Die einzelnen Episoden wurden Woche für Woche publiziert und von anderen medialen Formaten in den sozialen Medien (etwa auf Instagram oder Facebook) begleitet. Schnell waren zwischen 15.000 und 20.000 Klicks bei YouTube pro Folge verbucht. Beachtliche Zahlen! Ich bin mir sicher, dass auch die Verkaufszahlen der Big Daddys, der Venus Salzwasserruten, der neuen Watjacken und von vielen weiteren Produkten der aktuellen Kollektion davon beeinflusst werden.

Für alle, die das unterhaltsame Format ‚Fly vs. Jerk‚ (gedreht wurde hauptsächlich in Südschweden) bisher nicht gesehen haben, hier ein kurzes ‚About‘ und die Episoden 1 bis 6.

„In this Fly vs Jerk, Team Fly with Niklaus Bauer and Thomas Søbirk fishes against Team Jerk with Stefan „Trumman“ Trumstedt and Claes „Svartzonker“ Claesson in an epic battle between the two fishing styles. The teams have three days and are free to go wherever they want within Sweden and their mission is to catch as many and as big pikes as possible…“

Ganz nebenbei: Die Fischerei in den gezeigten Gewässern ist natürlich ebenfalls total beeindruckend! Nicht nur aufgrund der hohen Anzahl gefangener Fische, sondern insbesondere aufgrund der Fischdichte, der Kondition und Agression der Hechte gerät man ins Schwärmen – wie man vielleicht an meinen Postings auf Facebook gemerkt hat – und bekommt Fernweh. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass wir im Sommer auch wieder nach Skandinavien fahren werden? 😉 Dazu aber in einem anderen Beitrag mehr! Jetzt erstmal Zurücklehnen:

.

.

.

.

.

.





Bitte ein Biss!

12 01 2014

von Fabian

Ich glaube, dass jeder in Deutschland lebende Fliegenfischer sich schon mal folgende Frage gestellt hat: Warum lebe ich in Deutschland und nicht in Skandinavien, in Kanada oder in NZ? Versteht mich nicht falsch, ich wohne gerne hier. Ich genieße es meine Familie und Freunde um mich zu haben und ich glaube, dass viele Menschen auf dieser Welt gerne in Deutschland leben würden. Aber wenn ich sehe an welchen Gewässern ich fische und wie diese durch den Menschen verändert worden sind, werde ich vom Fernweh befallen. Das schlimme dabei ist, dass die Fischerei vielerorts immer schlechter wird. Die Gründe hierfür sind vielfältig sind: Sie erstrecken sich von der Bestandsexplosion des Kormorans, über das mangelnde Verständnis von Anglern („Ich nehm den Fisch mit, die Karte war doch so teuer…“) bis hin zur immer stärkeren Belastung der Gewässer (z.B. Verschlammung infolge von Straßenabrieb). Mit verschiedenen Freunden und Bekannten habe ich in letzter Zeit darüber diskutiert, ob wir heute noch zum Fischen gehen würden, wenn die Fischerei in unserer Kindheit ebenso schlecht wie heute gewesen wäre. Der Mangel an Erfolgserlebnissen hat die meisten mit „Nein“ antworten lassen. Vielleicht habe ich auch einfach zu viele fischlose Stunden in den letzten 2 Wochen gehabt. Ich brauch einfach mal wieder einen Biss der mir das Blut in den Adern gefrieren lässt. Also bitte lieber Petrus, das nächste Mal bitte mal wieder etwas in diese Richtung:





Hechtfischen in Franken

10 01 2013

von Fabian

Ich persönlich kann der kälteren Jahreszeit nur wenig abgewinnen:  Die Abende an denen ich mit Freunden nach der Arbeit bis in die Nacht mit Caddis-Imitationen den großen Bachforellen nachstellen konnte – und das im luftigen Shirt – sind mittlerweile nicht viel mehr, als blasse Erinnerungen. Auch die selbstverständlich notwendige, aber dennoch langandauernde und unsere Geduld strapazierende Schonzeiten für unsere Salmoniden wirkt sich nicht gerade förderlich auf mein Gesamtbefinden aus 😉
Ein Lichtblick während dieser tristen Phase des Wartens auf den März ist jedoch die sehr gute Fischerei auf Hecht! Das spärliche Nahrungsangebot und das stark aufgeklarte Wasser in vielen Stillgewässern bieten beste Grundvoraussetzungen für eine spannende Streamerfischerei.

Da ich aus beruflichen Gründen wieder zurück nach Hause ins Frankenland gekommen bin, stehen mir hier mit dem Main und den angeschlossenen Baggerseen fantastische Anlaufstellen für das Hechtfischen zur Verfügung. Trotz der zahlreichen, ganz unterschiedlichen Möglichkeiten wählte ich für einen meiner ersten Ausflüge das Vereinsgewässer des SV Kitzingen. Der durch Sandabbau entstandene See, welcher eine Größe von ca. 20 Hektar aufweist, verfügt über einen offenen Zugang zum Main. Jährlich ist zu beobachten, dass bei Abnahme der Wassertemperatur Weißfischschwärme zum Überwintern vom Main in den See wandern. Und wo Futterfisch vorhanden ist, stellen sich bekanntlich ja auch schnell die Räuber ein.

Nachteilig an diesen See erscheint jedoch der enorme Angeldruck, der durch die teilweise Gestattung des Fischens vom Boot und die Duldung des Campierens an den Ufern bedingt ist. Infolge dessen steht fest, dass sich die Raubfische stets auf dem neusten Stand der Technik bezüglich Spinn- und Gummiköder befinden. Kurzum: Die Hechte haben bereits einiges gesehen und sind dementsprechend vorsichtig. Jedoch wurden die Hechte meines Wissens nach bisher nicht oder zumindest kaum mit Streamern befischt, weshalb ich im Vorfeld sehr optimistisch war.

Ich selbst habe den See während meiner Abizeit intensiv befischt und bin entsprechend mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut. Als Startpunkt meiner Pirsch wählte ich daher einen großen Flachwasserbereich mit einer Tiefe von ca. 1,2m. Der Flachwasserbereich endet jedoch mit einer Kante, an der die Gewässersohle nahezu abrupt auf 3m abfällt. HOTSPOT! Da ich weder ein Belly- noch ein Ruderboot zur Hand hatte, musste ich mich watend entlang des Seeufers fortbewegen. Obwohl ich – wenn es ums Fischen geht – kein Probleme habe früh aufzustehen, begann ich erst um kurz nach 8.30 Uhr mit dem Fischen. Meiner Erfahrung nach lohnt sich die Fischerei auf Hecht in der Morgendämmerung ebenso wenig wie bei Einbruch der Dunkelheit. Für mich ist die verheißungsvollste Zeit zwischen Vormittag und Mittag.

Es dauerte exakt fünf Würfe bevor der erste Hecht vor meinen Füssen den Bucktail Streamer attackierte. Aufgrund der harten Switches beim Einstrippen, die zu einem ständigen seitlichen Ausbrechens des Streamers führen und dementsprechend magisch auf Hechte wirken, sind jedoch Fehlbisse unumgänglich. Wie auch in diesem Fall (Nebenbei bemerkt ist es ja auch gerade dieses seitliche Ausbrechen, das Jerkbaits aus dem Spinnfischbereich so fängig machen). Trotz einer kurze Pause und wiederholter Verführungsversuche konnte ich den Hecht kein zweites Mal zur Attacke überreden. Egal, denn die Motivation war jetzt natürlich grenzenlos.

Trotz intensiven Fischens verliefen die nächsten zwei Stunden jedoch ohne Aktion, bis ich 50 Meter neben meinem Standplatz einen Fisch beim Rauben beobachten konnte. Anhand der Größe der flüchtenden Fische schien ein starker Fisch in Fresslaune zu sein. Schnell machte ich mich zur Stelle auf und platzierte meinen Streamer exakt an den Ort der beobachteten Aktion. Als mein Streamer in mein Sichtfeld gelangte, sah ich einen Hecht folgen – ohne dass dieser jedoch zupackte. Sofort hörte ich mit dem Strippen auf und ließ den Streamer einfach zwei Sekunden stehen. Anders als herkömmliche Kunstköder – und das ist ein sehr großer Vorteil – behält der Streamer nahezu seine Position und sinkt nur langsam dem Grund entgegen. Der Hecht beobachtete zunächst ruhig, um im Moment des nächsten Strips schlagartig zuzupacken. Was dann folgte, war Adrenalin pur! Am Ende konnte ich einen wunderschönen Hecht landen und ihn nach ein paar Fotos schonend releasen.
Im Anschluss konnte ich in den nächsten drei Stunden noch drei weitere Hechte landen, jedoch kam keiner an die Größe des Ersten heran. Interessant war, dass an diesem Tag, trotz der zahlreichen weiteren Spinnfischer vor Ort, keiner auch nur einen Hecht fangen konnte.
Folgendes meine ich aus diesem Fischtag gelernt zu haben:

  1. In stark befischten Gewässern können Streamer aufgrund der variablen Führung, wie beispielsweise das Stehenlassen, vorteilhaft gegenüber üblichen Kunstködern sein vorausgesetzt das Wasser ist nicht zu tief.
  2. Harte Strips, die ein Ausbrechen des Streamers zur Folge haben, sind sehr effektiv. Grund hierfür ist, dass Hechte vorzugsweise ihre Beutefische von der Seite     attackieren. Wird einem nachlaufenden Hecht plötzlich die Breitseite des Streamer angeboten, steigen die Chancen für einen Biss erheblich. Unterstützen kann man das seitliche Ausbrechen des Streamers bereits beim Binden, indem man Kettenaugen schräg einbindet.
  3. Streamer gefertigt aus Bucktail, sind aufgrund ihres geringen Materialbedarfs und der geringen Wasseraufnahme, besonders bei Gewässern mit wenig Freiraum zum Werfen, besser geeignet als Streamer aus Marabou  oder Kaninchen. Bei der Verwendung geeigneter Keulenschnüre sind aufgrund des geringen Eigengewichts kaum Leerwürfe notwendig, um den Streamer auf Weite zu bringen.
  4. Es lohnt sich stets die unmittelbaren Uferbereiche abzufischen, auch wenn diese eine Wassertiefe von 50cm nicht überschreiten. Dazu empfiehlt es sich, sich ganz vorsichtig dem Ufer zu nähern und die ersten Würfe bereits mit einem großzügigen Abstand zum Ufer anzusetzen.
  5. Die besten Hechtstreamer aus Bucktail bindet immer noch Marc 😉







%d Bloggern gefällt das: