WICHTIGER HINWEIS: NEUE SEITE

4 12 2015

Eine fantastische Forellensaison für FLYBEIs Gäste und mich ist bereits seit ein paar Wochen Geschichte. Ein sonniger Herbst bescherte uns anschließend eine traumhafte Äschenfischerei und mittlerweile ist die Hechtfischerei bei niedrigen Temperaturen im vollen Gange. Unsere ersten Workshops in den Niederlanden und eine erfolgreiche Reise auf die Ostseeinsel Rügen liegen ebenfalls bereits hinter uns.

Ruegen06

 

Ganz nebenbei haben wir unser Reiseprogramm in Zusammenarbeit mit dem Salmon Fishing Club (SFC) für das Jahr 2016 zusammengestellt und auf unserer neuen Webseite www.flybei.de veröffentlich. Dort findet ihr die vollständigen Programme der Reisen, unter anderem nach Südamerika, Russland und Skandinavien. In Kürze folgen weitere Infos zu FLYBEIs Reisen nach Bosnien im April ’16 sowie zu einem spannenden Hechttrip nach Irland. Um weiterhin auf dem neusten Stand zu bleiben, möchte ich Euch einladen, unseren neuen Newsletter zu abonnieren. Einfach auf der neuen Webseite Name und Mailadresse hinterlassen und ihr werdet immer als Erste über unsere Berichte, Angebote und Termine informiert. So findet ihr derzeit z.B. aktuelle Termine für unsere Hecht- und Äschenkurse und einen kleinen Fotorückblick auf unsere Hechtjagd an der baltischen See. Schaut einfach mal rein!

FLYBEI | Reisen 2015-12-04 09-51-06

 

Advertisements




Hecht-Workshop am 29. November

18 11 2014

von Alex

Nach den positiven Rückmeldungen zu unserem ersten Hecht-Workshop vor ein paar Wochen, haben Kristof und ich einen zweiten Thementag konzipiert. Mit vier von Euch geht es Ende November ein zweites Mal in die Niederlande! Einen Tag lang wird sich wieder alles um die räuberischen Entenschnäbel der kleinen und großen Kanäle Südhollands drehen. Wir führen Euch durch das riesige Wasser-Labyrinth und stehen Euch bei allen Fragen zu Wurftechnik, Präsentation, Köderführung und Vorfächern zur Seite.

Take

Bisse auf Sicht? Keine Seltenheit!

.

Die nötigen Angellizenzen werden von uns im Vorfeld für Euch besorgt. Gerätschaften der Firma Vision Fly Fishing können bei Bedarf gestellt werden. Die Teilnehmerzahl ist auf 4 Personen beschränkt. Die Teilnahmegebühr beträgt 90 Euro (zzgl. Fischereilizenz; ca. 10 Euro). Gefischt wird von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

Bei Interesse oder Fragen zu unserem Workshop könnt Ihr Euch einfach per Mail bei uns melden: kontakt@flybei.de

Tight Lines!

Alex und Kristof

:

DSC05894 - Arbeitskopie 2

Kristof

:





Bleistift vs. Besenstiel

13 12 2013

von Alex

Kennt Ihr das? Ihr fischt das halbe Jahr primär mit der leichten 5er oder 4er Rute am Fluss und geht dann auf die erste Hechtpirsch? Oder andersrum: Ihr stellt im Spätherbst regelmäßig den Hechten nach und habt dann doch noch einmal die Möglichkeit auf Winter-Äschen zu fischen? Nicht nur, dass die Gewässer und Techniken nicht vergleichbar sind. Nein, zu allererst sind es schon vor dem ersten Wurf die Ruten, an denen man große Unterschiede bemerkt. Zumindest ging es mir vor ein paar Tagen wieder so.

Nach fast 30 Ausflügen an Seen und Kanäle in den Niederlanden zog es mich aufgrund des strahlenden Sonnenscheins und eines interessanten Wasserstandes noch einmal für ein paar morgendliche Stunden an den Fluss. Aber nicht nur, weil die Bedingungen passend zu sein schienen machte ich mich auf den Weg in die kalte Eifel. Vorallem, weil ich endlich meine „neue alte“ Guideline LeCie in Klasse 3 testen wollte. Ich hatte das skandinavische Leichtgewicht mit 10ft. vor ein paar Wochen glücklicherweise von einem Bekannten erwerben können, bisher aber leider keine passende Gelegenheit gefunden, das nicht mehr produzierte Stöckchen intensiv auf seine Praxistauglichkeit hin zu untersuchen.

Und dann stand ich da. Bei -2 Grad, die gerade aufgegangene Sonne im Nacken, den knirschenden Bodenfrost unter den Watschuhen und mit diesem fast vergessenen Gefühl: Wie geil filigran kann Fliegenfischen eigentlich sein?! Natürlich waren es auch die spärliche 16er Nymphe und das feine Tippet, welche dieses Gefühl bereits beim Montieren mit den steifen Fingern in ein Lächeln auf meinem Gesicht verwandelten. Aber insbesondere die neue Rute war es, die mich stark an einen Bleistift oder einen Zauberstab in meiner Hand erinnerte. Und dabei ist meine neue Kombi für die Jagd auf Entenschnäbel schon sehr leicht gewählt und wesentlich sensibler, als noch das Besenstiel-Gespann aus Rute und Rolle zuvor. Und dennoch: Die 3er Rute in der Rechten ist doch etwas ganz, ganz, ganz anderes als eine 8er!

Leider verpufft dieser „aha-Effekt“ nach nur wenigen Minuten wieder, denn dann hat man sich an das federleichte Etwas schon gewöhnt. Und als wäre das nicht genug, fühlte ich mich beim Nymphenfischen seltsamerweise schnell wieder an den jährlichen Saisonstart erinnert. Denn nach nur einer Stunde merkte ich meine Schulter, wo ich doch bereits nach den ersten Ausflügen im März den ganzen Tag mühelos und ohne Pause mit erhobenem Arm fischen kann. Der menschliche Körper vergisst schnell (lernt zum Glück aber auch schnell wieder hinzu). Jeder Neuling beim Fliegenfischen und jeder, der mit diesen speziellen Techniken beim Trocken- oder Nymphenfischen zum ersten Mal in Berührung kommt, weiß wovon ich hier spreche 😉

Aber zurück zur Rute: Ich war begeistert! Noch einen Tick feinfühliger als meine 10 ft. Klasse 4 und gleichzeitig ebenwürdig beim Transport beschwerter Nymphen – selbst zwei gleichzeitig gefischte Tungstenköpfe mit 3,5mm und 3mm waren auf die kurzen Distanzen kein Problem! An den ruhigeren Passagen präsentierte die 3er hingegen ohne Mühen eine kleine Klinkhammer am Springer mit einer 14er oder 16er Nymphe am Point (auch hier Tungstenköpfe). Und abgesehen davon, war ich insbesondere von den Drilleigenschaften des langen Leichtgewichts fasziniert, verlor ich doch nur eine der Äschen nach dem sanften Take und dem Setzen des Hakens. Ich behaupte, dass es mit leichten Ruten gerade bei der Fischerei mit der Nymphe und beim Einsatz feiner Vorfächer wesentlich weniger Aussteiger gibt als beispielsweise mit einer sogenannten „Allround-Rute“. Achwas, das brauche ich gar nicht zu behaupten, ich denke, dass die meisten von Euch dies als gut begründete Feststellung so unterschreiben würden 🙂

Mein Tipp daher für alle die noch nach dem passenden Tackle für nächste Saison suchen: Möchtet ihr gezielt mit der Nymphe an der kurzen Leine Fischen? Holt Euch eine leichte, mindestens 9,6 ft. lange Rute (Midflex schlägt hier Tipflex) in Klasse 3 oder 4! Lasst Eure 5er oder gar 6er Rute getrost zu Hause und erlebt eine unvergleichlich feinfühligere Fischerei am Fluss. Und keine Angst, Reserven haben auch diese Geräte „en masse“, so dass Salmoniden ü50 bei weitem keine unlösbare Aufgabe darstellen. Die größte Bachforelle in der letzten Saison an meiner Fario maß 58cm und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, sie nicht schnell und sicher ausdrillen zu können. Habt Vertrauen in Eure Rute, an ihr wird es mit Sicherheit nicht scheitern.

Apropos (ja, dieser Übergang liest sich jetzt vielleicht thematisch nicht ganz passend): Nach dem überraschenden Bruch des Handteils meiner 8er LPXe RS V2 habe ich innerhalb von nur wenigen Tagen ein neues Teil aus dem Hause Guideline bekommen. Da eine Rute normalerweise niemals an dieser Stelle brechen darf, wurde mir der Austausch nicht einmal in Rechnung gestellt. Natürlich gehört hier neben einer kundenfreundlichen Garantiepolitik auch ein kommunikativer Händler dazu. Mein Dank geht daher nicht nur nach Schweden, sondern zunächst nach Bedburg-Hau am Niederrhein und nach Peine für die schnelle und reibungslose Abwicklung. Ohne diesen vorbildlichen Service hätte ich die schönen Hechte der letzten Tage vermutlich nicht gefangen!

Ja, schön waren sie wirklich. Insbesondere zwei Exemplare ü80 cm, die ich wieder mit einem beschwerten Streamer im Barsch-Look verführen konnte. Wird Zeit, dass ich mich wieder mit Bucktail in weiß, grün und orange eindecke, denn der ein oder andere 6/0 und 4/0 Haken hat schon wieder meinen Bindestock verlassen. Dabei war ich doch gerade erst shoppen bzw. habe meine Weihnachts-Wunschliste abgehakt. Was drauf stand? Einiges! Dazu aber in einem späteren Beitrag mehr 😉

Die farbenfrohen Fotos dieser Galerie verdanke ich Max von Troutstalking.





Winter is coming

7 12 2013

von Alex

In meinen letzten Beiträgen auf FLY.BEI habe ich von der herbstlichen Äschenfischerei an Rur und den ersten dichten Laubteppichen bei der ufernahen Hechtpirsch berichtet. Nun hat es gerade eben das erste Mal seit März wieder geschneit: Winter is Coming! Das eine hat mit dem anderen erst einmal wenig zu tun. Bei näherer Betrachtung geben mir diese beiden Umstände jedoch mindestens in zweierlei Hinsicht zu bedenken:

1. Wenn ich mit den Fingern auf dem Touchpad nur wenig nach unten scrollen muss, um hier über das Nymphenfischen auf Salmoniden zu lesen, dann habe ich in letzter Zeit diesen Blog (zumindest was das Verfassen von längeren Artikeln angeht) durchaus vernachlässigt. Stimmt! Auch wenn das natürlich nicht heißt, dass ich meine Erlebnisse nicht festgehalten hätte, denn die aufmerksamen Leser von FLY.BEI wissen mittlerweile, dass sich ein regelmäßiger Blick auf unsere Facebook-Seite durchaus lohnen kann. Zumindest dort schaffe ich es in kurzer Abfolge und mit knappen Worten (und Bildern) vom Wasser zu berichten und auf Dinge in unserem kleinen FF-Kosmos hinzuweisen, die mich interessieren und Euch vielleicht interessieren könnten.

2. Neben der Tatsache, dass ich also etwas schreibfaul war, bedeuten die Schneeflocken vor meinem Fenster unmissverständlich, dass nun die Schritte in Richtung Jahresende immer größer werden und die fischereilichen Möglichkeiten in unseren Regionen damit stetig schrumpfen. Und wenn ich zurückschaue, dann war es in den letzten Jahren stets der Dezember, in dem ich die wenigstens Stunden draußen verbracht habe. Dieser statistischen Korrelation (Monat X -> X Fischtage) möchte ich mich aber in diesem Jahr nicht hingeben. Im Gegenteil! Trotz widriger Bedingungen und teils sehr niedrigen Temperaturen war ich in den letzten Tagen und Wochen viel, sehr viel unterwegs und habe fest vor, die 150 Tage am Wasser vor Sylvester noch zu knacken (und mit etwas Glück auch noch Hecht Nr. 100 seit September zu Gesicht zu bekommen).

Was habe ich gemacht? Zunächst gastierte ich für eine Woche in den Niederlanden (sowohl in Nord- als auch in Südholland) und habe dort versucht endlich den ersten Meterhecht seit Januar zu erwischen und mich dadurch mit einer befreienden Rasur zu belohnen. Vorweg: Es hat nicht gereicht. Der elektrische Haarschneider blieb unberührt, wie so viele andere Sachen auch, in meiner Reisetasche. Dennoch hatten wir wieder einmal eine sehr gute gemeinsame Zeit, denn wie sagt man(n): Größe ist nicht alles!

DAS war jetzt gerade der mieseste Wortwitz, wenn man es überhaupt so nennen darf, in 4 langen Jahren FLY.BEI. Ja, stimmt. Am 18.11.2013 ist unser Baby 4 Jahre alt geworden. Habe ich natürlich auch vergessen hier zu erwähnen. Happy Birthday, alles Gute nachträglich und so! Für einen Kurzpost bei Facebook hatte ich mal ein paar Statistiken gesammelt: 4 Jahre, 180 Beiträge, 335.000 Besucher und fast 500 Kommentare. Im ostbelgischen Eupen würde man jetzt sagen „Mercie, wa!“ Nein, im Ernst: Vielen Dank für das rege Interesse an diesem Projekt! Auf die nächsten Jahre!

Aber jetzt zurück: Die Fänge in den Poldern waren – zumindest was die Anzahl der Entenschnäbel anging – für mich sehr zufriedenstellend und die aktive Fischerei in den schmalen Kanälen vom Boot wieder einmal sehr abwechslungsreich. Nicht nur durfte ich mich über den kurzen Landgang von 32 Hechten freuen, auch hatte ich das Glück, zwei sehr schöne Exemplare von 86cm und 87cm bewundern zu können. Bei meinen Begleitern lief es leider nicht ganz so gut, sie hatten aber auch keinen Rebound Perch am Start 😉 Ich möchte nicht behaupten, dass alles an diesem Barschimitat aus Bucktail gelegen hat, aber selten habe ich Hechte zwei-, drei- oder viermal hintereinander einen Streamer attackieren sehen. Generell haben sich die Hechte in der Zeit unseres Aufenthalts teils sehr „zickig“ benommen. Verbuchten wir an einem Tag neben zahlreichen gelandeten Hechten noch weit über 20 nicht verwertete Bisse, war 24 Stunden später absolute Flaute angesagt. Ich habe immer wieder den Eindruck, dass Esox Lucius wesentlich feinfühliger auf (Wetter-)Bedingungen reagiert als andere Arten, etwa Bachforellen. Man könnte vielleicht so weit gehen und behaupten, dass sich die Hechte eher „digital“ und die Rotgetupften eher „analog“ verhalten. Hechte fressen (und wir fangen) oder sie fressen halt nicht (und wir fangen nicht). Bei Bachforellen hingegen gibt es dieses kollektive „entweder oder“ so nicht. Klar, wir alle erleben überragende und weniger euphorische Tage im Fluss, aber zumindest an den von mir befischten Fließgewässern brauche ich nie befürchten, ohne Kontakt zu bleiben. Bei den Bachforellen gibt es ganz bestimmt keine Absprachen im Sinne von „Dem zeigen wir heute mal die kalte Schulter bzw. Flosse.“ Anders sieht es da eben bei der dicken Diva names Snoek aus. Wiederholt haben wir in der Zeit unseres Aufenthalts die gleichen Stellen sorgfältig abgefischt und während zunächst das Wasser tot zu sein schien, lauerte nur einen Bindeabend später an beinahe jedem aussichtsreichen Standplatz ein williger Hecht. Verrückt!

DAS ist aber nicht nur verrückt, sondern kann in der Tat auch zermürbend sein. Wichtig ist deshalb, dass man dran bleibt, dass die eigene Motivation oben bleibt, dass man – auch über Stunden ohne „Belohnung“ – sorgfältig und konzentriert weiterfischt. Wurf um Wurf, Strip um Strip. An weniger ereignisreichen Tagen schallte daher von Daniel oder mir in unregelmäßigen Abständen ein plötzliches „Push Dich!“ über die Polder. Mit Fabian hilft manchmal auch ein beschwörendes „Hecht, Hecht, Hecht!“ im Takt des monotonen Strip-Rhythmus. Hier und da fangen meine Streamer auch an zu reden, ich denke sie möchten nicht verantwortlich gemacht oder zur Rechenschaft gezogen werden, zumindest betonen sie zumeist, dass SIE ihr Bestes geben. In den häufigsten Fällen glaube ich ihnen das auch 😉

Neben diesen Auf und Abs in den Poldern haben es mir zuletzt wiederholt unterschiedliche grenznahe Seen in den Niederlanden angetan. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich mittlerweile einen ordentlichen Teil der nördlichen Maasplassen bei Roermond erkundet habe, auch wenn es noch Jahre dauern wird, das gesamte wasserreiche Areal kennenzulernen. Zumal auch hier die äußeren Bedingungen unmittelbaren Einfluss auf den Erfolg – ob vom Bellyboot oder vom Ufer – haben und nicht jeder Ausflug gleich verläuft. Höhepunkt war sicherlich ein sonniger, fast windstiller Morgen (!), an dem ich auf nur 30m vier Hechte über 75cm landen konnte und noch mehrere Attacken verpasste. Leider ist dabei auch meine kürzlich erworbene Guideline LPXe RS V2 zu Bruch gegangen. Aber noch mit den Watschuhen im Schlamm feststeckend rief ich Jan Pieter von Finest Fly Fishing an und schon einen Tag später war das neue Teil auf dem Weg nach Aachen. Das nenn ich einen vorbildlichen Service und echte Kundenorientierung!

Apropos Finest Fly Fishing: Vor etwa 3 Wochen fand unter der Regie von Jan Pieter und seinem Vater der zweite Niederrheinische Fliegenfischertag (NFFT) in Bedburg-Hau statt (einen bebilderten Rückblick auf das perfekt organisierte Event findet Ihr z.B. hier). Neben vielen namhaften Werfern und Bindern aus dem In- und Ausland war ich eingeladen worden, um über die Fischerei in Eifel (Rur) und Wallonie zu sprechen. Natürlich kam ich dieser Einladung gerne nach! Zwar halte ich wöchentlich Vorlesungen und bin das Reden vor großen Gruppen gewohnt, aber bisher hatte ich nie – außer natürlich hier auf FLY.BEI oder bei meinen Kursen am Wasser – die Gelegenheit, mein Wissen über das Fliegenfischen an mir unbekannte Personen zu vermitteln. Eine besondere Herausforderung! Ich fragte ein paar Kumpels, was sie denn von einem Vortrag erwarten würden, setze mich an den Laptop und fing an, ein Konzept zu erstellen. Schnell merkte ich, dass in vielen Punkten kaum ein Unterschied zu einem wissenschaftlichen Vortrag an der Uni besteht, außer vielleicht, dass die Thematik ein bisschen interessanter ist 😉

So stellt ich am frühen Samstagnachmittag zunächst meine Ausgangsthese in den gut gefüllten (Vortrags-)Raum bei Finest Fly Fishing: „Das Wasser bestimmt, nicht Du!“ Anschließend diskutierte ich mit den Zuhörern Argumente die dafür sprechen, dass die spezifischen Gewässerstrukturen der Rur inen unmittelbaren Einfluss auf viele der zu berücksichtigenden Parameter der Fischerei haben und sich Erfolg oder Misserfolg maßgeblich an der Umsetzung dieser Parameter messen lassen. Meiner Meinung nach gehören hierzu nicht nur das passende Equipment und Tackle, sondern insbesondere auch die verwendeten (Präsentations-)Techniken und die eingesetzten Trockenfliegen und Nymphenmuster. Ganz abgesehen von der grundlegenden Fähigkeit, die sehr unterschiedlichen Flussläufe lesen und die möglichen Standplätze der Fische bestimmen zu können.

Wenn die Zeit es zulässt werde ich versuchen diesen Vortrag zu verschriftlichen und Euch hier zu präsentieren. Eigentlich ist jetzt doch die beste Zeit für so was, oder? Immerhin wirds jetzt immer kälter und ungemütlicher draußen. Winter is coming!





Intensivkurs: Hecht in Holland am 7./8. Dezember

9 11 2013

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür und die Forellen sind seit ein paar Wochen in ihrer wohlverdienten Schonzeit. Für viele Fliegenfischer beginnt nun eine lange Periode des ungeduldigen Wartens auf den Frühling. Nicht so für uns! Flybei goes Pike!

Am 7. und 8. Dezember bieten wir wieder einen zweitägigen Intensivkurs zum Thema „Hecht“ an. Diesmal werden wir in der Provinz Südholland unterschiedliche Kanalsysteme vom Ufer aus befischen. Aufgrund der geringen Wassertiefe von maximal 150 cm und des im Winter aufgeklarten Wassers, sind die Binnengewässer vor Ort wie für die Streamerfischerei auf Hecht gemacht.

Die labyrinthartigen Poldergewässer sind uns seit vielen Jahren bestens vertraut, so dass wir das großflächige Areal den aktuellen Bedingungen angepasst zielsicher befischen können. Freut Euch mit uns auf unzählige Hechtstandplätze, eine aktive und spannende Fischerei und plötzliche Attacken von Esox lucius unmittelbar vor Euch. Es wird kaum eine Attacke geben, die Ihr nicht sehen werdet!

In unmittelbarer Nähe zum Wasser können wir Euch freundliche, familiär geführte Pensionen (mit Einzel- oder Doppelzimmer; Frühstück inkl.) empfehlen. Am Abend bieten wir Euch nach der ersten Hechtpirsch bei Interesse gerne eine Einführung in das Binden von Hechtstreamern an.

.
Wenn Ihr Lust habt auf:

  • Zwei Tage geführtes und angeleitetes Fischen.
  • Intensive Schulung unterschiedlicher Techniken.
  • Leihgeräte bei Bedarf (Fliegenruten der Klassen 7-9, Fliegenrollen, Schnüre).
  • Verbrauchsmaterialien bei Bedarf (Streamer, Vorfächer).
  • Einen Bindekurs „Hechtstreamer“ (inkl. Materialien).

Dann meldet Euch einfach bei uns!

Der Kurs ist für maximal 4 Personen konzipiert, gefischt wird in Zweiergruppen. So kann jeder von Euch den ganzen Tag optimal und individuell begleitet und unterstützt werden. Benötigt wird entweder der niederländische Visspass der Region Südholland oder eine Tageslizenz, die wir im Vorfeld für Euch besorgen können.

Bei näheren Fragen zu unserem Intensivkurs könnt Ihr Euch gerne über das Kontaktformular an uns wenden.

Weitere aktuelle Kursangebote für 2013/14 findet Ihr hier.





Wasser, wir brauchen Wasser

15 08 2013

von Alex

Während ich mich in einem meiner letzten Berichte Anfang Juli über die konstanten Wasserstände an Rur und in Ostbelgien noch gefreut habe, hat sich aus dieser „Freude“ mittlerweile ein kleiner Frust entwickelt. Naja, „Frust“ ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber die Pegel sind in den letzten Wochen permanent gefallen und haben sich nun bei absolutem Niedrigwasser eingependelt. Kurze Regenschauern hier und da ändern daran leider nichts. Die Rur hat derzeit an der Messstation in Dedenborn (warum ist die in Monschau eigentlich seit ein paar Wochen nicht mehr aktiv?!) meist weniger als 18 cm. Zudem ist das wenige Wasser auch noch glasklar – was die Fischerei bei strahlendem Wetter nicht gerade erleichtert. Insbesondere die größeren Bachforellen scheinen bei diesen Konditionen die meiste Zeit ihre Köpfe einzuziehen und sich unter Steinen zu verstecken. Zwar fängt man tagsüber mit laaaangen Vorfächern und tief sitzenden, kleineren Fliegenmustern noch einige Fische (Marc und ich waren in den lezten zwei Wochen zwei Mal für jeweils einen ganzen Tag in der Eifel und konnten uns über die Anzahl nicht beschweren), aber alles ü40 cm lässt sich nur zu bestimmten Tageszeiten und bei bestimmten Wetterverhältnissen blicken. Zudem hat man derzeit nicht dieses typische „Rur-Feeling“, dass die Farios scheinbar nur auf die Fliege warten. Mails, SMS von Freunden und Bekannten sowie Begegnungen mit anderen Fliegenfischern am Ufer, die von einer sehr schwierigen Fischerei berichten, wundern mich jedenfalls nicht.

Was allerdings weiterhin gut funktioniert ist das Nymphenfischen auf Äschen. Die Fahnenträgerinnen halten sich im Moment in den strömungsreichen, unruhigen und etwas tieferen Zügen auf und sind bei entsprechender Präsentation regelmässig – teils in stattlichen Größen – zu fangen. Dies gilt sowohl für die Rur als auch die meine belgischen Flüsse. Für die größeren Bachforellen muss man sich, wie oben angedeutet, allerdings etwas einfallen lassen, was mir bzw. uns in den letzten Wochen teilweise auch ganz gut gelungen ist. In den belgischen Ardennen konnte ich an einer „beschissenen“ Stelle (nicht wahr Lennet?) eine meiner bisher schwersten Rotgetupften in der diesjährigen Saison in Belgien überlisten. Auf ein kurzes Foto-Shooting hatte die kugelrunde Schönheit allerdings keine Lust, da half auch ein verfolgender Hechtsprung von mir in ihren stinkenden Pool nichts…

Einen Tag später durfte ich allerdings dafür eine sehr beeindruckende Bachforelle mit dem Blitz im Dunkeln einfangen. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Peter für seine perfekte Landung! Dieser Fisch hätte niemals in meinen Kescher gepasst. Da muss definitiv ein größeres Modell von Brodin her (vielleicht der Gallatin?). Ich war jedenfalls seit langer Zeit nochmal richtig „baff“ ob der Statur und der Kopfgröße einer Forelle…So ein Prachtexemplar bewohnt das Gewässer mit Sicherheit schon ein paar Jährchen und weiß sich unter verschiedensten Bedingungen souverän zu behaupten. Ich hoffe das bleibt auch so!

Was ist sonst noch passiert? Ich gehe ab und an am Abend in den nahen Niederlanden ein wenig Hechtfischen, aber das Wasser in den Seen ist recht trüb. Bisher hatte ich dennoch in den meisten Fällen Glück und bin seltenst als Schneider wieder über die Grenze nach Hause gefahren. Spätestens im November werden dann hier auch wieder regelmässig die ersten größeren Exemplare zu sehen sein. Dann geht es nämlich mit einem bunten Mix aus Flybei und Troutstalking für eine ganze Woche nach Holland. Drei Boote warten darauf geentert zu werden 😉 Vielleicht zusätzlich auch die neue Version des Bellyboots „Drifter“ von Guideline, welches am Wochenende hier eintreffen wird und natürlich intensiv getestet werden will. Als erstes wohl an der Maas, denn da geht es in der nächsten Woche hin. Ich hoffe auf ein paar an der Oberfläche raubende Rapfen! Alles in allem: Ich freu mich auf die nächste Zeit am Wasser! Ob am Fluss, am See, in der Eifel, in Belgien, in den Niederlanden oder sonstwo. Gerade ist noch eine Einladung nach Rügen aufs Handy geflattert. Es wird Zeit, meine Urlaubstage nochmal zu zählen!

Nachtrag:

Meine Regentänze der lezten Tage haben Wirkung gezeigt, auch wenn sich die Pegel nach den paar kleineren Schauern noch nicht sonderlich beeindruckt gezeigt haben. Aber immerhin funktioniert die Messstation in Monschau wieder! Ich lege noch ein paar Tänze ein und hoffe, dass die 20-Zentimeter-Marke bald wieder geknackt sein wird. Drunter macht es tagsüber derzeit wenig Sinn. Da lohnt ein Abstecher nach Belgien schon eher. Am Sonntag konnte ich alleine im erste Pool 8 Forellen/Äschen landen.





Intensivkurs: Hecht in Holland (8./9. Dezember 2012)

9 10 2012

Die kalte Jahreszeit rückt unaufhaltsam mit großen Schritten näher und die Forellen gehen in ihre wohlverdiente Schonzeit. Für viele Fliegenfischer bricht nun eine lange Periode des ungeduldigen Wartens an. Nicht so für uns! Flybei goes Pike!

Im Dezember bieten Marc und ich einen zweitägigen Intensivkurs zum Thema „Hecht“ an. Am 8. und 9. Dezember werden wir in der Nähe von Alkmaar (Provinz Nordholland) unterschiedliche Kanäle und Seen vom Boot aus befischen. Aufgrund der geringen Wassertiefe und des im Winter klaren, sichtigen Wassers, sind die Binnengewässer vor Ort ideal für die Streamerfischerei auf Hecht geeignet.

Das labyrinthartige Poldergebiet ist uns seit vielen Jahren bestens vertraut, so dass wir das großflächige Areal mit den uns zur Verfügung stehenden Booten (Elektro- und Benzinmotor) flexibel und zielsicher befischen können. Freut Euch auf unzählige Standplätze, eine aktive und spannende Fischerei und plötzliche Attacken von Esox lucius dicht vor Euren Füßen!

Nahe des Wassers können wir Euch unterschiedliche freundliche, familiär geführte Pensionen (mit Einzel- und Doppelzimmern; Frühstück inkl.) empfehlen. Nach der ersten Hechtpirsch bieten wir Euch bei Interesse gerne eine Einführung in das Binden von Hechtstreamern an.

.
Wenn Ihr Lust habt auf:

  • Zwei Tage geführtes und angeleitetes Fischen,
  • zwei Miet-Boote (Elektro- und Benzinmotor),
  • Leihgeräte bei Bedarf (Fliegenruten der Klassen 7-9, Fliegenrollen, Schnüre),
  • Verbrauchsmaterialien bei Bedarf (Streamer, Vorfächer) und
  • einen Bindekurs „Hechtstreamer“ (inkl. Materialien),

dann meldet Euch einfach bei uns!

.

Der Kurs ist lediglich für zwei Personen konzipiert, so dass jeder von Euch den ganzen Tag optimal und individuell betreut werden kann! Benötigt wird lediglich der niederländische Visspass – der auch von uns im Vorfeld für Euch besorgt werden kann.

Bei Fragen zu unserem Intensivkurs könnt Ihr Euch gerne über das Kontaktformular an uns wenden.

Berichte und weitere Impressionen zum Hechtfischen in Holland findet Ihr hier.








%d Bloggern gefällt das: