Fish Finder

7 02 2014

von Alex

Wir alle haben derzeit Hummeln im Hintern, man kann es nicht anders sagen. Zumindest geht es mir und den anderen Fliegenfischern in meinem Bekannten- und Freundeskreis so. „Nur“ noch knapp 5 Wochen bis zum Start in die Forellensaison 2014! Was hilft, diese steigende Nervosität und dieses Gefühl der Rastlosigkeit in den Griff zu bekommen, sind entweder die letzten Hechttrips vor Ende Februar, ein paar extra Bindeeinheiten, die xte Bestellung beim Händler des Vertrauens, das Surfen im Netz auf der Suche nach neuen Videos, oder: ein Spaziergang am Wasser!

Bei gutem Wetter entscheide ich mich nach Neujahr regelmäßig für letzte Möglichkeit und versuchte dabei nicht nur frische Luft zu schnuppern, sondern natürlich hier und da schon eine schöne Forelle für den Saisonstart zu finden. Bei einem dieser Streifzüge durch den Wald ist mir dies vor ein paar Tagen gemeinsam mit Nino gelungen. Wir konnten ein paar bereits recht aktive Rotgetupfte ausfindig machen und aus sicherer Entfernung mit dem Makro-Tele ablichten. Da die Lichtverhältnisse aufgrund der tief stehenden Nachmittagssonne allerdings nicht optimal waren und wir bergab/bergauf kein Stativ mitschleppen wollten, sind leider nicht alle Fotos gestochen scharf. Aber vielleicht kommen vor dem 16. März ja noch ein paar sonnige Tage und ich kann ein paar weitere digitale Lichtbilder nachreichen – vorausgesetzt, wir können überhaupt Fische finden. Denn ganz so leicht ist es nicht, die durch ihre dunkle Rückenfärbung perfekt angepassten Bachforellen auf ihren Standplätzen auszumachen. Glück hat, wer neben passendem Wasserstand und ausreichenden Lichtverhältnisse auch einen kleinen Schlupf erlebt. Dann kann man mit ein wenig Glück vielleicht sogar einen Stieg beobachten und die Sucherei wird erheblich erleichtert 😉

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Von magischen Äschen

4 02 2014

von Alex

In einem meiner letzten Beiträge habe ich von der winterlichen Fischerei auf Äschen berichtet. Wobei winterlich hier in 2013/14 lediglich meint, dass ich kalte Füße und eine rote Nase hatte. Denn wirklich winterlich, also so richtig mit Schnee und Eis und so, war es in den letzten Wochen/Monaten selbst in der tiefen Nordeifel nicht.

Dennoch hat auch diese nicht-so-richtig-winterliche Zeit etwas Besonderes. Der Fluss und sein Ufer scheinen in einen entspannten Halbschlaf gefallen zu sein und abgesehen von den durch Regenfälle schwankenden Pegeln ist es ruhig, auf den ersten Blick beinahe trostlos: Die karge und raue Landschaft, die laublosen und feuchten Bäume, der fehlende fröhliche Sing-Sang der Vögel und ein zumeist tiefhängender, grauer Himmel, der alles unter sich zu erdrücken scheint.

Aber manchmal, leider viel zu selten, reißt dieser triste Schleier auf. Die Sonne bahnt sich ihren Weg durchs Grau und alles wird ganz anders, beinahe ‚magisch‘. Das klare und kalte Wasser beginnt plötzlich in den hellsten Farben zu funkeln, die Schneeglöckchen leuchten zwischen den dunklen Tannen und die ersten winzigen Eintagsfliegen tanzen über die Wasseroberfläche. Und wenn man geduldig und aufmerksam am Ufer sitzt, dann darf man mit etwas Glück sogar eine ‚lady of the stream‘ beim vorsichtigen Steigen beobachten.

Genau solch einen ‚magischen‘ Moment erwischten Nino und ich, als wir vor ein paar Tagen spontan in die Eifel aufbrachen, statt uns ins Bellyboot zu schwingen und den niederländischen Hechten nachzustellen. Schon bei unserer Fahrt Richtung Süden wurden wir von der tief stehenden Sonne geblendet und wussten, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten – ganz gleich ob wir nun Äschen finden würden oder nicht. Noch auf dem steinigen Fußweg hinunter ins tiefe Tal versuchte ich unsere Hoffnungen und Erwartungen einzudämmen. „Wenn jeder von uns eine Äsche fängt bin ich vollkommen zufrieden, Hauptsache am Wasser!„, sagte ich zu Nino, der zu Besuch aus Frankfurt gekommen war und noch am Abend wieder abreisen musste.

Der Fluss führte eiskaltes Schmelzwasser und der erhöhte Pegel versprach eine schnelle und aktive Fischerei. Das Wasser war glasklar und auf dem Grund zeichneten sich die dunklen Schieferplatten deutlich ab, nur hier und da leuchtete ein gelber Kiesel. In den schattigen Ecken lag noch etwas Schnee und die Pfützen am Ufer waren mit einer dünnen Eisschicht überzogen. Wir entschieden uns für einen Flussabschnitt, wo Tal und Nachmittagssonne auf einer Linie lagen. Denn nur hier erreichte das Licht die Sohle des Tals und wärmte Gesicht und Wasseroberfläche zugleich. Außerdem konnten wir dort trotz des erhöhten Pegels und einer schnellen Oberflächenströmung deutliche Vertiefungen im Flussgrund erkennen. Wir vermuteten, dass die Äschen am steinigen Grund klebten und entschieden uns für eine feine Nymphentechnik an der kurzen Leine, mit der man kontrolliert diese Rinnen erreichen konnte.

Ich fischte wieder mit meiner 10 ft. langen Guideline LeCie in Klasse 3, Nino hingegen eine LPXe mit 9 Füßen in der Klasse 5. Wir montierten einen Bissanzeiger aus farbigem Monofil am ca. 6 Meter langen Vorfach (dazu mehr im 2. Teil meines Artikels über Bissanzeiger) und entschieden uns für zwei unterschiedliche Nymphen aus den Restbeständen der letzten Saison: An den Springer kam eine 12er Nymphe mit 3,5mm Tungstenperle, einem gelblichen Körper aus ‚Polish Quill‚ und einem Schwanz aus Goldfasan. An den Point knüpfte ich eine schlichte 16er Pheasant-Tail mit 2,5mm Tungstenperle in pink, auf die wir uns letztlich Bisse erhofften.

Nino stand noch unter den Tannen am Ufer und bereitete dieses Setup vor, als ich mich bereits über die erste Äsche freuen durfte. Das ging ja viel schneller als zu erwarten war! Die Fahnenträgerin stand an der äußeren Strömungskante und hatte meine über den Flussgrund taumelnde PT bei der dritten, leicht verlangsamten Drift vorsichtig genommen. Der Biss war kaum zu sehen, lediglich ein leichter Impuls Dank gestrecktem Vorfach im Zeigefinger zu spüren. Und trotz der feinen Rute war der Drill der 35cm Äsche im schnellen Wasser (auch Dank 16er Monofil) überhaupt kein Problem und die Schönheit fand sich schnell und sicher in meinen nässen Händen wieder. Sie glänzte gewohnt silbrig, hatte aber einen beinahe schwarzen Rücken und am Bauch einen großen lila-roten Fleck. Bildhübsch! Besser konnte es für mich kaum werden.

Bevor ich mein Glück aber noch einmal versuchen durfte, war Nino erst einmal an der Reihe. Er begann mit der 5er Rute, wechselte dann aber schnell auf die 3er. Auch, um den Unterschied zwischen den beiden Rutentypen unter gleichen Bedingungen, bei gleicher Technik, gleichem Vorfachaufbau und mit gleichen Nymphen zu testen. Und tatsächlich, nur wenige Zentimeter flussaufwärts stand die nächste willige Fahnenträgerin und die filigrane LeCie bog sich abermals zum Halbkreis. Wieder war der Biss kaum zu sehen gewesen und wieder war es die einfache Fasanenschwanz, die uns eine wunderschöne Äsche bescherte.

In der Folge fingen wir in ein und derselben Rinne in kürzester Zeit noch ein paar weitere Äschen und fanden heraus, dass sie die Nahrung nicht nur grundnah nahmen, sondern auch aufsteigende Nymphen interessant fanden. Wir begannen unsere Driften zu verlängern, indem wir die Rute und den Bissanzeiger an uns vorbei stromabwärts führten, senkten die erhobene Spitze in der Geschwindigkeit des Wassers ab und ließen so am Ende die Nymphen ins Mittelwasser kommen. Gerade hier und mit diesem ‚Lift‘ fingen (und verloren) wir die schönsten Exemplare unseres kurzweiligen Nachmittags! Interessanterweise aber nicht auf die kleine PT, sondern auf die größere Imitation am Springer.

Nachdem wir die lange Rinne gründlich ausgefischt hatten, fischten wir noch kurz eine weitere, schnellere und wildere Passage. Hier standen die Äschen am strömungsärmeren Rand unter schützenden Ästen der Nadelbäume. Für uns bot sich nur hier da ein ‚Loch‘ im dichten Uferbewuchs, dies genügte aber, um die Nymphen in Position zu bringen und mit ganz flacher Rute auf Reise zu schicken.

Auf die Reise machten wir uns erst, als die schwächer werdende Sonne unseren Talabschnitt verließ und hinter den steilen Hügeln zu unserer Rechten verschwand. Unsere Zehen froren und schnell wurde es jetzt richtig kalt. Ganz anders wieder oben auf dem Kamm, als wir unseren Weg die Hänge hinauf gefunden hatten. Wir warfen noch ein paar letzte Blicke hinunter auf den dunklen Fluss und waren froh, ein paar ‚magische‘ Stunden an diesem nicht-so-richtig-winterlichen Winternachmittag erwischt zu haben.





Bleistift vs. Besenstiel

13 12 2013

von Alex

Kennt Ihr das? Ihr fischt das halbe Jahr primär mit der leichten 5er oder 4er Rute am Fluss und geht dann auf die erste Hechtpirsch? Oder andersrum: Ihr stellt im Spätherbst regelmäßig den Hechten nach und habt dann doch noch einmal die Möglichkeit auf Winter-Äschen zu fischen? Nicht nur, dass die Gewässer und Techniken nicht vergleichbar sind. Nein, zu allererst sind es schon vor dem ersten Wurf die Ruten, an denen man große Unterschiede bemerkt. Zumindest ging es mir vor ein paar Tagen wieder so.

Nach fast 30 Ausflügen an Seen und Kanäle in den Niederlanden zog es mich aufgrund des strahlenden Sonnenscheins und eines interessanten Wasserstandes noch einmal für ein paar morgendliche Stunden an den Fluss. Aber nicht nur, weil die Bedingungen passend zu sein schienen machte ich mich auf den Weg in die kalte Eifel. Vorallem, weil ich endlich meine „neue alte“ Guideline LeCie in Klasse 3 testen wollte. Ich hatte das skandinavische Leichtgewicht mit 10ft. vor ein paar Wochen glücklicherweise von einem Bekannten erwerben können, bisher aber leider keine passende Gelegenheit gefunden, das nicht mehr produzierte Stöckchen intensiv auf seine Praxistauglichkeit hin zu untersuchen.

Und dann stand ich da. Bei -2 Grad, die gerade aufgegangene Sonne im Nacken, den knirschenden Bodenfrost unter den Watschuhen und mit diesem fast vergessenen Gefühl: Wie geil filigran kann Fliegenfischen eigentlich sein?! Natürlich waren es auch die spärliche 16er Nymphe und das feine Tippet, welche dieses Gefühl bereits beim Montieren mit den steifen Fingern in ein Lächeln auf meinem Gesicht verwandelten. Aber insbesondere die neue Rute war es, die mich stark an einen Bleistift oder einen Zauberstab in meiner Hand erinnerte. Und dabei ist meine neue Kombi für die Jagd auf Entenschnäbel schon sehr leicht gewählt und wesentlich sensibler, als noch das Besenstiel-Gespann aus Rute und Rolle zuvor. Und dennoch: Die 3er Rute in der Rechten ist doch etwas ganz, ganz, ganz anderes als eine 8er!

Leider verpufft dieser „aha-Effekt“ nach nur wenigen Minuten wieder, denn dann hat man sich an das federleichte Etwas schon gewöhnt. Und als wäre das nicht genug, fühlte ich mich beim Nymphenfischen seltsamerweise schnell wieder an den jährlichen Saisonstart erinnert. Denn nach nur einer Stunde merkte ich meine Schulter, wo ich doch bereits nach den ersten Ausflügen im März den ganzen Tag mühelos und ohne Pause mit erhobenem Arm fischen kann. Der menschliche Körper vergisst schnell (lernt zum Glück aber auch schnell wieder hinzu). Jeder Neuling beim Fliegenfischen und jeder, der mit diesen speziellen Techniken beim Trocken- oder Nymphenfischen zum ersten Mal in Berührung kommt, weiß wovon ich hier spreche 😉

Aber zurück zur Rute: Ich war begeistert! Noch einen Tick feinfühliger als meine 10 ft. Klasse 4 und gleichzeitig ebenwürdig beim Transport beschwerter Nymphen – selbst zwei gleichzeitig gefischte Tungstenköpfe mit 3,5mm und 3mm waren auf die kurzen Distanzen kein Problem! An den ruhigeren Passagen präsentierte die 3er hingegen ohne Mühen eine kleine Klinkhammer am Springer mit einer 14er oder 16er Nymphe am Point (auch hier Tungstenköpfe). Und abgesehen davon, war ich insbesondere von den Drilleigenschaften des langen Leichtgewichts fasziniert, verlor ich doch nur eine der Äschen nach dem sanften Take und dem Setzen des Hakens. Ich behaupte, dass es mit leichten Ruten gerade bei der Fischerei mit der Nymphe und beim Einsatz feiner Vorfächer wesentlich weniger Aussteiger gibt als beispielsweise mit einer sogenannten „Allround-Rute“. Achwas, das brauche ich gar nicht zu behaupten, ich denke, dass die meisten von Euch dies als gut begründete Feststellung so unterschreiben würden 🙂

Mein Tipp daher für alle die noch nach dem passenden Tackle für nächste Saison suchen: Möchtet ihr gezielt mit der Nymphe an der kurzen Leine Fischen? Holt Euch eine leichte, mindestens 9,6 ft. lange Rute (Midflex schlägt hier Tipflex) in Klasse 3 oder 4! Lasst Eure 5er oder gar 6er Rute getrost zu Hause und erlebt eine unvergleichlich feinfühligere Fischerei am Fluss. Und keine Angst, Reserven haben auch diese Geräte „en masse“, so dass Salmoniden ü50 bei weitem keine unlösbare Aufgabe darstellen. Die größte Bachforelle in der letzten Saison an meiner Fario maß 58cm und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, sie nicht schnell und sicher ausdrillen zu können. Habt Vertrauen in Eure Rute, an ihr wird es mit Sicherheit nicht scheitern.

Apropos (ja, dieser Übergang liest sich jetzt vielleicht thematisch nicht ganz passend): Nach dem überraschenden Bruch des Handteils meiner 8er LPXe RS V2 habe ich innerhalb von nur wenigen Tagen ein neues Teil aus dem Hause Guideline bekommen. Da eine Rute normalerweise niemals an dieser Stelle brechen darf, wurde mir der Austausch nicht einmal in Rechnung gestellt. Natürlich gehört hier neben einer kundenfreundlichen Garantiepolitik auch ein kommunikativer Händler dazu. Mein Dank geht daher nicht nur nach Schweden, sondern zunächst nach Bedburg-Hau am Niederrhein und nach Peine für die schnelle und reibungslose Abwicklung. Ohne diesen vorbildlichen Service hätte ich die schönen Hechte der letzten Tage vermutlich nicht gefangen!

Ja, schön waren sie wirklich. Insbesondere zwei Exemplare ü80 cm, die ich wieder mit einem beschwerten Streamer im Barsch-Look verführen konnte. Wird Zeit, dass ich mich wieder mit Bucktail in weiß, grün und orange eindecke, denn der ein oder andere 6/0 und 4/0 Haken hat schon wieder meinen Bindestock verlassen. Dabei war ich doch gerade erst shoppen bzw. habe meine Weihnachts-Wunschliste abgehakt. Was drauf stand? Einiges! Dazu aber in einem späteren Beitrag mehr 😉

Die farbenfrohen Fotos dieser Galerie verdanke ich Max von Troutstalking.





Intensivkurs: Hecht in Holland am 7./8. Dezember

9 11 2013

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür und die Forellen sind seit ein paar Wochen in ihrer wohlverdienten Schonzeit. Für viele Fliegenfischer beginnt nun eine lange Periode des ungeduldigen Wartens auf den Frühling. Nicht so für uns! Flybei goes Pike!

Am 7. und 8. Dezember bieten wir wieder einen zweitägigen Intensivkurs zum Thema „Hecht“ an. Diesmal werden wir in der Provinz Südholland unterschiedliche Kanalsysteme vom Ufer aus befischen. Aufgrund der geringen Wassertiefe von maximal 150 cm und des im Winter aufgeklarten Wassers, sind die Binnengewässer vor Ort wie für die Streamerfischerei auf Hecht gemacht.

Die labyrinthartigen Poldergewässer sind uns seit vielen Jahren bestens vertraut, so dass wir das großflächige Areal den aktuellen Bedingungen angepasst zielsicher befischen können. Freut Euch mit uns auf unzählige Hechtstandplätze, eine aktive und spannende Fischerei und plötzliche Attacken von Esox lucius unmittelbar vor Euch. Es wird kaum eine Attacke geben, die Ihr nicht sehen werdet!

In unmittelbarer Nähe zum Wasser können wir Euch freundliche, familiär geführte Pensionen (mit Einzel- oder Doppelzimmer; Frühstück inkl.) empfehlen. Am Abend bieten wir Euch nach der ersten Hechtpirsch bei Interesse gerne eine Einführung in das Binden von Hechtstreamern an.

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Wenn Ihr Lust habt auf:

  • Zwei Tage geführtes und angeleitetes Fischen.
  • Intensive Schulung unterschiedlicher Techniken.
  • Leihgeräte bei Bedarf (Fliegenruten der Klassen 7-9, Fliegenrollen, Schnüre).
  • Verbrauchsmaterialien bei Bedarf (Streamer, Vorfächer).
  • Einen Bindekurs „Hechtstreamer“ (inkl. Materialien).

Dann meldet Euch einfach bei uns!

Der Kurs ist für maximal 4 Personen konzipiert, gefischt wird in Zweiergruppen. So kann jeder von Euch den ganzen Tag optimal und individuell begleitet und unterstützt werden. Benötigt wird entweder der niederländische Visspass der Region Südholland oder eine Tageslizenz, die wir im Vorfeld für Euch besorgen können.

Bei näheren Fragen zu unserem Intensivkurs könnt Ihr Euch gerne über das Kontaktformular an uns wenden.

Weitere aktuelle Kursangebote für 2013/14 findet Ihr hier.





Wenn es Winter wird

7 12 2010

Der See hat eine Haut bekommen,
so daß man fast drauf gehen kann,
und kommt ein großer Fisch geschwommen,
so stößt er mit der Nase an.

Und nimmst du einen Kieselstein
und wirfst ihn drauf, so macht es klirr
und titscher – titscher – titscher – dirr…
Heißa, du lustiger Kieselstein!

Er zwitschert wie ein Vögelein
und tut als wie ein Schwälblein fliegen –
doch endlich bleibt mein Kieselstein
ganz weit, ganz weit auf dem See draußen liegen.

Da kommen die Fische haufenweis
und schaun durch das klare Fenster von Eis
und denken, der Stein wär etwas zum Eßen;
doch sosehr sie die Nase ans Eis auch preßen,
das Eis ist zu dick, das Eis ist zu alt,
sie machen sich nur die Nasen kalt.

Aber bald, aber bald
werden wir selbst auf eignen Sohlen
hinausgehn können und den Stein wiederholen.

von Christian Morgenstern (1871-1914)

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Aus Fliegenfischersicht natürlich ein trauriges Gedicht 😉








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