Workshop ‚Hecht‘ am 1./2. November

14 10 2014

von Alex

Morgen beginnt an den meisten Gewässern in NRW die gesetzliche Schonzeit für Bachforellen. Einige von uns haben vielleicht noch das Glück bis Ende Oktober ans Wasser zu dürfen, aber spätestens dann müssen wir Fliegenfischer uns nach Alternativen umschauen. ‚Binden!‘, werden jetzt einige laut rufen. ‚Stimmt!‘, sage ich. Aber daneben gibt es weiterhin viele Möglichkeiten mit der Fliegenrute ans Wasser zu ziehen, Schlaufen in die Luft zu zeichnen und Flossenträger mit Fell, Feder, Haar und Co. zu überlisten. Mein Favorit unter diesen Möglichkeiten ist die Fischerei auf Hecht!

Jedes Jahr im September fängt es an. Dieser Drang, das leichte 3er Stökchen gegen ein 9er Arbeitstier auszutauschen und mit buschigen Streamern statt winzigen Nymphen auf Pirsch zu gehen. Für mich gibt es beim Fliegenfischen in unseren Gefilden kaum etwas Aufregenderes, als der agressive Biss eines Esox nach einem langen Wurf mit der Schwimmschnur an eine verlockende Schilfkante. Adrenalin pur! Von diesem Erlebnis habe ich in den vergangenen zwei Jahren viele andere Fliegenfischer begeistern können und die Zahl derer, die es auch bei Sturm und Regen an Seen und Kanäle drängt wächst in unserer Gemeinschaft ständig. Und gerade in der grenznahen Region NRWs ergeben sich viele tolle Optionen, den Winter auch draußen am Wasser, statt „nur“ am Bindestock zu verbringen.

pike

 

Um Euch die Faszination ‚Hecht‘ vorzustellen habe ich in Kooperation mit EFFA-Instruktor Sven Ostermann und Kristof Antheunis einen zwei-tägigen Workshop konzipiert. Am 1. und 2. November widmen wir uns dem Hechtfischen von zwei Seiten:

Der Samstag steht ganz im Zeichen des Werfens mit schwerem Gerät (d.h. 8er, 9er od. 10er Ruten). Gerade das Hechtfischen stellt meiner Meinung nach besondere Herausforderungen an die eigene Wurftechnik. Zum einen sind wir Fliegenfischer während der kalten Jahreszeit häufig mit starkem Wind konfrontiert. Ein sauber ausgeführter Doppelzug kann hier helfen, sich auch unter diesen widrigen Bedingungen in den fischigen Bereich vorzuarbeiten. Zum anderen stellt aber auch der gesamte Wurfablauf aufgrund des weitaus höheren Gewichts von Schnur, Rute und Rolle eine andere Belastung für den menschlichen Körper dar. Wir zeigen Euch, wie ihr Euere Gelenke schont und mit wenig Kraftaufwand auch lange Würfe mit buschigen Streamern einfach meistert. Nicht zuletzt sollte das Vertrauen in die eigene Wurftechnik auch aus Sicherheitsgründen gegeben sein: Wer möchte schon gerne einen beschwerten Streamer an den Kopf (oder den Rutenblank) bekommen?

Der Wurfkurs am Samstag findet in Aachen statt und dauert von 9.00 bis 17.00 Uhr. Anschließend gibt es die Möglichkeit, gemeinsam Hechstreamer für den Folgetag zu binden. Werkzeuge und Arbeitsmaterialien hierfür stellen wir Euch bei Interesse gerne zur Verfügung!

Am Sonntag wird dann das Erlernte am Wasser in die Praxis beim Fischen umgesetzt. Gemeinsam mit Kristof Antheunis erkunden wir ein Labyrinth aus großen und kleinen Kanälen in den Niederlanden. Aufgrund der geringen Wassertiefe von maximal 150 cm und des im Herbst und Winter aufgeklarten Wassers, sind die Binnengewässer vor Ort wie für die Streamerfischerei auf Hecht gemacht. Die unzähligen Gewässer sind Kristof und mir seit vielen Jahren bestens vertraut, so dass wir das großflächige Areal den aktuellen Bedingungen angepasst zielsicher befischen können. Freut Euch mit uns auf unzählige Hechtstandplätze, eine aktive und spannende Fischerei und plötzliche Attacken von Esox lucius unmittelbar vor Euch. Es wird kaum eine Attacke geben, die Ihr nicht sehen werdet! Gemeinsam verbringen wir den Sonntag von 8.00 bis 17.00 Uhr am Wasser. Natürlich werden wir vor dem Fischen über Materialien, Vorfächer etc. sprechen und Euch bei Bedarf gerne ausrüsten.

Die Kosten für unseren zwei-tägigen Workshop betragen pro Person 150 Euro (maximal 6 Personen). Hinzu kommen geringe Kosten für eine niederländische Fischereilizenz. Leihgerät kann zur Verfügung gestellt werden. Bei Interesse kann einer der beiden Tage auch einzeln gebucht werden. Bei näheren Fragen zu unserem Workshop stehen Sven, Kristof und ich Euch gerne per Mail (kontakt@flybei.de) zur Verfügung.

Bis dahin: Genießt die letzten Stunden vor der Schonzeit! Wir sehen uns am Wasser!

 

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Zu Sven Ostermann:

Sven fischt seit dreißig Jahren ausschließlich mit der Fliege, bindet ebenso lange seine eigenen Fliegen und nimmt seit 1995 an internationalen Messen und Fliegenfischerveranstaltungen teil. In 1997 war er mit einer der ersten Absolventen des damals neu ins Leben gerufenem Prüfungsprogramm für Wurfinstruktoren der FFF-Europe (heute EFFA; European Fly Fishing Association). Seitdem ist er als Instruktor tätig und gibt sein Wissen gerne in Kursen und bei Veranstaltungen weiter.

Sven

(Sven Ostermann)

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Zu Kristof Antheunis:

Kristof ist seit seiner Jugend nur noch mit der Fliegenrute unterwegs, vorwiegend in Belgien und den Niederlanden. Im Sommer ist er auf Großforellen-Jagd und im Winter gibt es kein Wochenende, an dem er nicht in den niederländischen Poldergewässern anzutreffen ist. Er kennt das riesige Areal wie seine Streamerdose und weiss genau, wann und wo die besten Hechte anzutreffen sind. Darüber hinaus ist er ein versierter Binder und Werfer und mit seinen Fängen immer wieder im flämischen Fliegenfischer-Magazin zu sehen.

Kristof

(Kristof Antheunis)


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One response

18 11 2014
Hecht-Workshop am 29. November | FLY.BEI - We are haunted by waters.

[…] den positiven Rückmeldungen zu unserem ersten Hecht-Workshop Ende Oktober, haben Kristof und ich einen zweiten Thementag konzipiert. Mit vier von Euch geht es Ende November […]

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