Bindevideo: Gammarus

8 03 2012

Bei Vimoe bin ich soeben über ein interessantes Bindevideo eines Gammarus gestolpert. Ich halte meine Exemplare des Gammarus zwar üblicherweise simpler und abstrakter, werde mich aber vielleicht heute Abend einmal hier dran wagen. Denn gerade zu Beginn der Saison habe ich mit Bachflohkrebsen, mit einem Rücken in orange-, olive- oder pearlfarben, sehr gute Erfahrungen gemacht. Am Flussgrund geführt – wo erlaubt hinter einem mit Tungsten beschwerten Dropper – habe ich schon einige Bachforellen im noch kalten Wasser überreden können.

Wie sehen Eure Bachflohkrebse aus? Realistisch? Abstrakt? 

Achja noch eine Ergänzung: Die Macher des spanisch/englischen Blogs „Flymage“ präsentieren in Ihrer Videoreihe neben dieser recht realistischen Version eines Bachflohkrebses auch eine Reihe weiterer interessanter Muster! Reinschauen lohnt sich also. Ein Blick lohnt sich natürlich auch in die aktuelle Februarausgabe des Flymage Magazine, das sich wie immer nicht nur dem Thema Fliegenfischen, sondern auch der Fotografie widmet.

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Scale Magazine #4

1 03 2012

Gerade erreichte mich per Mail und Facebook die frohe Botschaft, dass die vierte Ausgabe des „Scale Magazine“ endlich draußen ist. Die in Hamburg publizierte Lektüre für lesehungrige Fliegenfischer ist sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch zugänglich und spukt seit Mitte 2011 kostenfrei im Netz umher. Mittlerweile dürfen sich die ambitionierten Macher – dank über 2.000.000 Klicks – mit Stolz als Herausgeber des „erfolgreichsten europäische Spin- und Fliegenfischermagazin“ bezeichnen. Gratulation hierzu!

Ich habe bisher zwar nur kurz durch die aktuelle Ausgabe blättern können, aber die Artikel über Patagonien und die Äschenpirsch an der Glomma werde ich mir aber noch einmal in Ruhe genauer ansehen. Das solltet ihr natürlich auch tun, um die letzten Tage bis zum Saisonstart zu überbrücken 😉 Wo geht es denn bei Euch als erstes ans Wasser?





Produktkataloge – Information und Persuasion

11 01 2011

Gestern stöberte ich ein wenig gelangweilt bei Facebook nach Gruppen- und Infoseiten zu unserem Lieblingsthema. Dabei stieß ich über Umwege auf die Seite von Simms Fishing Products. Da Simms bereits 9.999 „Likes“ für sich verbuchen konnte, zögerte ich nicht lange und stimmte zu: Simms? Gefällt mir! Punktlandung. 10.000 mal den digitalen „Daumen hoch“. Jede Menge virtuelle Zustimmung für den Hersteller von Watklamotten aus dem Herzen Montanas.

Verwundert war ich hierüber allerdings kaum. Denn ich denke, dass ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehne, wenn ich behaupte, dass es kaum einen Fliegenfischer zwischen hier und Bozeman gibt, der nicht schon einmal etwas über Simms gehört oder einen anderen Fliegenfischer mit einer entsprechenden Wathose oder -jacke am Wasser getroffen hat. Ich habe zwar leider keine verlässlichen Zahlen, aber ich bin mir sehr sicher: Simms ist im Bereich der funktionalen Bekleidung für Fliegenfischer mit Abstand Weltmarktführer. Aber was ist der Grund für diese Vormachtstellung? Liegt es an der verlässlichen Qualität und sauberen Verarbeitung der Produkte? Der am Wasser erprobten Funktionalität? Dem innovativen Design?

Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Ich weiß nur, dass ich selber auch einige Produkte von Simms im Kofferraum meines Kombis liegen habe. Sei es meine Wathose, meine Watjacke, meine Watschuhe, meine Fleecehose oder meine hässliche gelbe Glückskappe – der Gewinn meines belgischen Freundes Ralf bei einem Bindewettbewerb; er wollte sie aufgrund der knalligen Farbe nicht tragen und schenkte sie mir: alle haben ihre speziellen Aufgaben im Dauereinsatz bisher mit Bravour erledigt und mich noch nie im Stich gelassen. Aber wie sind all diese Sachen in meinen Kofferraum gekommen? Am günstigen Preis liegt es sicher nicht! Ok, ich habe hier und da ein Schnäppchen gemacht, aber dennoch.

Ein Teil der Antwort liegt mit Sicherheit – neben der Qualität – auch im Image von Simms und ist den zahlreichen Marketingkampagnen geschuldet. Träger bzw. Medien dieser absatzsteigernden Strategien sind neben der eigenen Webseite, stimmungsvollen Bildanzeigen und „gesponsorten“ Videos in Online-Magazinen bestimmt auch die jährlichen Produktkataloge. Die neuste Ausgabe, für das junge Jahr 2011, ist erst vor ein paar Tagen im Internet als „e-catalog“ erschienen. Für einen fliegenfischenden Kommunikationswissenschaftler wie mich, der sich beruflich auch mit Werbung und Werbesprache beschäftigt, ist ein Blick in einen solchen Katalog doppelt interessant: Auf der einen Seite bietet er direkt und beschreibend „echte“ Information. Der potentielle Käufer wird über die Eigenschaften eines Produktes aufgeklärt. Auf der anderen Seite – und dieser Aspekt ist mindestens ebenso wichtig – versteht er es sowohl durch Sprache als auch (und vorallem) durch schwarz-weiß Fotos indirekt zu beeinflussen, oder zumindest, ein bestimmtes Gefühl zu erzeugen. Information und Persusion. Es wäre sicherlich interessant, diesen Katalog unter den zwei Gesichtspunkten einmal genauer zu analysieren.

(Natürlich kann ich mir auch die Kataloge von Sage, Hardy, Guideline, Vision oder oder oder anschauen. In meinen Augen hat aber kein Hersteller eine vergleichbare Sonderstellung auf dem Markt; apropos und nur zum Vergleich: Amerikas Rutenbauer Nr.1, Sage, hat nur knapp 2000 Facebook „likes“, Hardy aus England unter 400 „gefällt mir“)

Simms Produktkatalog – Information und Persuasion


Und auch wenn ich mir dieser persuasiven Strategien vollkommen bewusst bin und Kataloge normalerweise nur oberflächlich durchblätter: Wathose, -jacke und -schuhe sind trotzdem irgendwie in meinem Kofferraum gelandet… und dies ist sicherlich nicht den eifrigen Produkttests im Fliegenfischerforum zu verdanken.

Was denkt Ihr über dieses Thema? Warum entscheiden wir uns für bestimmte Produkte und lassen andere, vergleichbare Produkte links liegen? Rein rational auf Basis von Information und vor dem Hintergrund sachlicher Abwägung von Argumenten? Oder lassen wir uns – auch wenn wir es nicht immer zugeben wollen – doch auch ein bisschen um den Finger wickeln?

Würde mich freuen zu hören/zu lesen was Ihr hierüber denkt!





Ralf über E-Zines

11 01 2011

In regel- und unregelmäßigen Abständen flattern elektronische Erinnerungen an neue Ausgaben unterschiedlichster Online-Magazine zum Thema Fliegenfischen in mein Postfach. Meistens – seien wir ehrlich, eigentlich immer – werden diese liebevoll gestalteten und mit vielen Bildern sowie Videos multimedial aufgepeppelten Erzeugnisse schon am selben Abend von mir verschlungen. Ab und an, vornehmlich zu den aktuellen Erscheinungen meiner Favoriten, gebe ich anschließend hier meinen persönlichen Senf ab (säuberlich gesammelt unter dem Tag: Magazine).

Aber was sind eigentlich E-Zines oder Web-Zines? Mit dieser Frage, die sich einem mit dem Internet aufgewachsenen Mitzwanziger vermutlich nicht stellt, hat sich Ralf in einem interessanten Beitrag auf seinem Blog ausführlich beschäftigt. Falls ich beim Bindeabend meines belgischen Vereins von einem „reiferen“ Mitglied also mal gefragt werden sollte „Stimmt es, dass es auch Magazine auf dem Ordinateur gibt?“ werde ich an Ralfs Infos denken. Vielen Dank!





Neues zum Neuen Jahr

3 01 2011

Pünktlich zum Start ins Neue Jahr erreichen uns frisch aus der digitalen Druckerpresse die mittlerweile 15. Ausgabe vom Catch Magazine sowie die 4. Ausgabe vom Blood Knot Magazine. Auch wenn mich beide umfangreichen Hefte diesmal nicht ganz aus den Watschuhen hauen können – für meinen Geschmack ein wenig zuviel „Caribic Feeling“ – möchte ich sie Euch dennoch nicht vorenthalten:

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Damit Ihr Euch bei der Kälte aber dennoch an steigenden Bachforellen erwärmen könnt, habe ich mich im Netz auf die Suche nach einem sehenswerten Video gemacht. Voilà








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