Workshop ‚Hecht‘ am 1./2. November

14 10 2014

von Alex

Morgen beginnt an den meisten Gewässern in NRW die gesetzliche Schonzeit für Bachforellen. Einige von uns haben vielleicht noch das Glück bis Ende Oktober ans Wasser zu dürfen, aber spätestens dann müssen wir Fliegenfischer uns nach Alternativen umschauen. ‚Binden!‘, werden jetzt einige laut rufen. ‚Stimmt!‘, sage ich. Aber daneben gibt es weiterhin viele Möglichkeiten mit der Fliegenrute ans Wasser zu ziehen, Schlaufen in die Luft zu zeichnen und Flossenträger mit Fell, Feder, Haar und Co. zu überlisten. Mein Favorit unter diesen Möglichkeiten ist die Fischerei auf Hecht!

Jedes Jahr im September fängt es an. Dieser Drang, das leichte 3er Stökchen gegen ein 9er Arbeitstier auszutauschen und mit buschigen Streamern statt winzigen Nymphen auf Pirsch zu gehen. Für mich gibt es beim Fliegenfischen in unseren Gefilden kaum etwas Aufregenderes, als der agressive Biss eines Esox nach einem langen Wurf mit der Schwimmschnur an eine verlockende Schilfkante. Adrenalin pur! Von diesem Erlebnis habe ich in den vergangenen zwei Jahren viele andere Fliegenfischer begeistern können und die Zahl derer, die es auch bei Sturm und Regen an Seen und Kanäle drängt wächst in unserer Gemeinschaft ständig. Und gerade in der grenznahen Region NRWs ergeben sich viele tolle Optionen, den Winter auch draußen am Wasser, statt „nur“ am Bindestock zu verbringen.

pike

 

Um Euch die Faszination ‚Hecht‘ vorzustellen habe ich in Kooperation mit EFFA-Instruktor Sven Ostermann und Kristof Antheunis einen zwei-tägigen Workshop konzipiert. Am 1. und 2. November widmen wir uns dem Hechtfischen von zwei Seiten:

Der Samstag steht ganz im Zeichen des Werfens mit schwerem Gerät (d.h. 8er, 9er od. 10er Ruten). Gerade das Hechtfischen stellt meiner Meinung nach besondere Herausforderungen an die eigene Wurftechnik. Zum einen sind wir Fliegenfischer während der kalten Jahreszeit häufig mit starkem Wind konfrontiert. Ein sauber ausgeführter Doppelzug kann hier helfen, sich auch unter diesen widrigen Bedingungen in den fischigen Bereich vorzuarbeiten. Zum anderen stellt aber auch der gesamte Wurfablauf aufgrund des weitaus höheren Gewichts von Schnur, Rute und Rolle eine andere Belastung für den menschlichen Körper dar. Wir zeigen Euch, wie ihr Euere Gelenke schont und mit wenig Kraftaufwand auch lange Würfe mit buschigen Streamern einfach meistert. Nicht zuletzt sollte das Vertrauen in die eigene Wurftechnik auch aus Sicherheitsgründen gegeben sein: Wer möchte schon gerne einen beschwerten Streamer an den Kopf (oder den Rutenblank) bekommen?

Der Wurfkurs am Samstag findet in Aachen statt und dauert von 9.00 bis 17.00 Uhr. Anschließend gibt es die Möglichkeit, gemeinsam Hechstreamer für den Folgetag zu binden. Werkzeuge und Arbeitsmaterialien hierfür stellen wir Euch bei Interesse gerne zur Verfügung!

Am Sonntag wird dann das Erlernte am Wasser in die Praxis beim Fischen umgesetzt. Gemeinsam mit Kristof Antheunis erkunden wir ein Labyrinth aus großen und kleinen Kanälen in den Niederlanden. Aufgrund der geringen Wassertiefe von maximal 150 cm und des im Herbst und Winter aufgeklarten Wassers, sind die Binnengewässer vor Ort wie für die Streamerfischerei auf Hecht gemacht. Die unzähligen Gewässer sind Kristof und mir seit vielen Jahren bestens vertraut, so dass wir das großflächige Areal den aktuellen Bedingungen angepasst zielsicher befischen können. Freut Euch mit uns auf unzählige Hechtstandplätze, eine aktive und spannende Fischerei und plötzliche Attacken von Esox lucius unmittelbar vor Euch. Es wird kaum eine Attacke geben, die Ihr nicht sehen werdet! Gemeinsam verbringen wir den Sonntag von 8.00 bis 17.00 Uhr am Wasser. Natürlich werden wir vor dem Fischen über Materialien, Vorfächer etc. sprechen und Euch bei Bedarf gerne ausrüsten.

Die Kosten für unseren zwei-tägigen Workshop betragen pro Person 150 Euro (maximal 6 Personen). Hinzu kommen geringe Kosten für eine niederländische Fischereilizenz. Leihgerät kann zur Verfügung gestellt werden. Bei Interesse kann einer der beiden Tage auch einzeln gebucht werden. Bei näheren Fragen zu unserem Workshop stehen Sven, Kristof und ich Euch gerne per Mail (kontakt@flybei.de) zur Verfügung.

Bis dahin: Genießt die letzten Stunden vor der Schonzeit! Wir sehen uns am Wasser!

 

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Zu Sven Ostermann:

Sven fischt seit dreißig Jahren ausschließlich mit der Fliege, bindet ebenso lange seine eigenen Fliegen und nimmt seit 1995 an internationalen Messen und Fliegenfischerveranstaltungen teil. In 1997 war er mit einer der ersten Absolventen des damals neu ins Leben gerufenem Prüfungsprogramm für Wurfinstruktoren der FFF-Europe (heute EFFA; European Fly Fishing Association). Seitdem ist er als Instruktor tätig und gibt sein Wissen gerne in Kursen und bei Veranstaltungen weiter.

Sven

(Sven Ostermann)

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Zu Kristof Antheunis:

Kristof ist seit seiner Jugend nur noch mit der Fliegenrute unterwegs, vorwiegend in Belgien und den Niederlanden. Im Sommer ist er auf Großforellen-Jagd und im Winter gibt es kein Wochenende, an dem er nicht in den niederländischen Poldergewässern anzutreffen ist. Er kennt das riesige Areal wie seine Streamerdose und weiss genau, wann und wo die besten Hechte anzutreffen sind. Darüber hinaus ist er ein versierter Binder und Werfer und mit seinen Fängen immer wieder im flämischen Fliegenfischer-Magazin zu sehen.

Kristof

(Kristof Antheunis)

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Bleistift vs. Besenstiel

13 12 2013

von Alex

Kennt Ihr das? Ihr fischt das halbe Jahr primär mit der leichten 5er oder 4er Rute am Fluss und geht dann auf die erste Hechtpirsch? Oder andersrum: Ihr stellt im Spätherbst regelmäßig den Hechten nach und habt dann doch noch einmal die Möglichkeit auf Winter-Äschen zu fischen? Nicht nur, dass die Gewässer und Techniken nicht vergleichbar sind. Nein, zu allererst sind es schon vor dem ersten Wurf die Ruten, an denen man große Unterschiede bemerkt. Zumindest ging es mir vor ein paar Tagen wieder so.

Nach fast 30 Ausflügen an Seen und Kanäle in den Niederlanden zog es mich aufgrund des strahlenden Sonnenscheins und eines interessanten Wasserstandes noch einmal für ein paar morgendliche Stunden an den Fluss. Aber nicht nur, weil die Bedingungen passend zu sein schienen machte ich mich auf den Weg in die kalte Eifel. Vorallem, weil ich endlich meine „neue alte“ Guideline LeCie in Klasse 3 testen wollte. Ich hatte das skandinavische Leichtgewicht mit 10ft. vor ein paar Wochen glücklicherweise von einem Bekannten erwerben können, bisher aber leider keine passende Gelegenheit gefunden, das nicht mehr produzierte Stöckchen intensiv auf seine Praxistauglichkeit hin zu untersuchen.

Und dann stand ich da. Bei -2 Grad, die gerade aufgegangene Sonne im Nacken, den knirschenden Bodenfrost unter den Watschuhen und mit diesem fast vergessenen Gefühl: Wie geil filigran kann Fliegenfischen eigentlich sein?! Natürlich waren es auch die spärliche 16er Nymphe und das feine Tippet, welche dieses Gefühl bereits beim Montieren mit den steifen Fingern in ein Lächeln auf meinem Gesicht verwandelten. Aber insbesondere die neue Rute war es, die mich stark an einen Bleistift oder einen Zauberstab in meiner Hand erinnerte. Und dabei ist meine neue Kombi für die Jagd auf Entenschnäbel schon sehr leicht gewählt und wesentlich sensibler, als noch das Besenstiel-Gespann aus Rute und Rolle zuvor. Und dennoch: Die 3er Rute in der Rechten ist doch etwas ganz, ganz, ganz anderes als eine 8er!

Leider verpufft dieser „aha-Effekt“ nach nur wenigen Minuten wieder, denn dann hat man sich an das federleichte Etwas schon gewöhnt. Und als wäre das nicht genug, fühlte ich mich beim Nymphenfischen seltsamerweise schnell wieder an den jährlichen Saisonstart erinnert. Denn nach nur einer Stunde merkte ich meine Schulter, wo ich doch bereits nach den ersten Ausflügen im März den ganzen Tag mühelos und ohne Pause mit erhobenem Arm fischen kann. Der menschliche Körper vergisst schnell (lernt zum Glück aber auch schnell wieder hinzu). Jeder Neuling beim Fliegenfischen und jeder, der mit diesen speziellen Techniken beim Trocken- oder Nymphenfischen zum ersten Mal in Berührung kommt, weiß wovon ich hier spreche 😉

Aber zurück zur Rute: Ich war begeistert! Noch einen Tick feinfühliger als meine 10 ft. Klasse 4 und gleichzeitig ebenwürdig beim Transport beschwerter Nymphen – selbst zwei gleichzeitig gefischte Tungstenköpfe mit 3,5mm und 3mm waren auf die kurzen Distanzen kein Problem! An den ruhigeren Passagen präsentierte die 3er hingegen ohne Mühen eine kleine Klinkhammer am Springer mit einer 14er oder 16er Nymphe am Point (auch hier Tungstenköpfe). Und abgesehen davon, war ich insbesondere von den Drilleigenschaften des langen Leichtgewichts fasziniert, verlor ich doch nur eine der Äschen nach dem sanften Take und dem Setzen des Hakens. Ich behaupte, dass es mit leichten Ruten gerade bei der Fischerei mit der Nymphe und beim Einsatz feiner Vorfächer wesentlich weniger Aussteiger gibt als beispielsweise mit einer sogenannten „Allround-Rute“. Achwas, das brauche ich gar nicht zu behaupten, ich denke, dass die meisten von Euch dies als gut begründete Feststellung so unterschreiben würden 🙂

Mein Tipp daher für alle die noch nach dem passenden Tackle für nächste Saison suchen: Möchtet ihr gezielt mit der Nymphe an der kurzen Leine Fischen? Holt Euch eine leichte, mindestens 9,6 ft. lange Rute (Midflex schlägt hier Tipflex) in Klasse 3 oder 4! Lasst Eure 5er oder gar 6er Rute getrost zu Hause und erlebt eine unvergleichlich feinfühligere Fischerei am Fluss. Und keine Angst, Reserven haben auch diese Geräte „en masse“, so dass Salmoniden ü50 bei weitem keine unlösbare Aufgabe darstellen. Die größte Bachforelle in der letzten Saison an meiner Fario maß 58cm und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, sie nicht schnell und sicher ausdrillen zu können. Habt Vertrauen in Eure Rute, an ihr wird es mit Sicherheit nicht scheitern.

Apropos (ja, dieser Übergang liest sich jetzt vielleicht thematisch nicht ganz passend): Nach dem überraschenden Bruch des Handteils meiner 8er LPXe RS V2 habe ich innerhalb von nur wenigen Tagen ein neues Teil aus dem Hause Guideline bekommen. Da eine Rute normalerweise niemals an dieser Stelle brechen darf, wurde mir der Austausch nicht einmal in Rechnung gestellt. Natürlich gehört hier neben einer kundenfreundlichen Garantiepolitik auch ein kommunikativer Händler dazu. Mein Dank geht daher nicht nur nach Schweden, sondern zunächst nach Bedburg-Hau am Niederrhein und nach Peine für die schnelle und reibungslose Abwicklung. Ohne diesen vorbildlichen Service hätte ich die schönen Hechte der letzten Tage vermutlich nicht gefangen!

Ja, schön waren sie wirklich. Insbesondere zwei Exemplare ü80 cm, die ich wieder mit einem beschwerten Streamer im Barsch-Look verführen konnte. Wird Zeit, dass ich mich wieder mit Bucktail in weiß, grün und orange eindecke, denn der ein oder andere 6/0 und 4/0 Haken hat schon wieder meinen Bindestock verlassen. Dabei war ich doch gerade erst shoppen bzw. habe meine Weihnachts-Wunschliste abgehakt. Was drauf stand? Einiges! Dazu aber in einem späteren Beitrag mehr 😉

Die farbenfrohen Fotos dieser Galerie verdanke ich Max von Troutstalking.





Winter is coming

7 12 2013

von Alex

In meinen letzten Beiträgen auf FLY.BEI habe ich von der herbstlichen Äschenfischerei an Rur und den ersten dichten Laubteppichen bei der ufernahen Hechtpirsch berichtet. Nun hat es gerade eben das erste Mal seit März wieder geschneit: Winter is Coming! Das eine hat mit dem anderen erst einmal wenig zu tun. Bei näherer Betrachtung geben mir diese beiden Umstände jedoch mindestens in zweierlei Hinsicht zu bedenken:

1. Wenn ich mit den Fingern auf dem Touchpad nur wenig nach unten scrollen muss, um hier über das Nymphenfischen auf Salmoniden zu lesen, dann habe ich in letzter Zeit diesen Blog (zumindest was das Verfassen von längeren Artikeln angeht) durchaus vernachlässigt. Stimmt! Auch wenn das natürlich nicht heißt, dass ich meine Erlebnisse nicht festgehalten hätte, denn die aufmerksamen Leser von FLY.BEI wissen mittlerweile, dass sich ein regelmäßiger Blick auf unsere Facebook-Seite durchaus lohnen kann. Zumindest dort schaffe ich es in kurzer Abfolge und mit knappen Worten (und Bildern) vom Wasser zu berichten und auf Dinge in unserem kleinen FF-Kosmos hinzuweisen, die mich interessieren und Euch vielleicht interessieren könnten.

2. Neben der Tatsache, dass ich also etwas schreibfaul war, bedeuten die Schneeflocken vor meinem Fenster unmissverständlich, dass nun die Schritte in Richtung Jahresende immer größer werden und die fischereilichen Möglichkeiten in unseren Regionen damit stetig schrumpfen. Und wenn ich zurückschaue, dann war es in den letzten Jahren stets der Dezember, in dem ich die wenigstens Stunden draußen verbracht habe. Dieser statistischen Korrelation (Monat X -> X Fischtage) möchte ich mich aber in diesem Jahr nicht hingeben. Im Gegenteil! Trotz widriger Bedingungen und teils sehr niedrigen Temperaturen war ich in den letzten Tagen und Wochen viel, sehr viel unterwegs und habe fest vor, die 150 Tage am Wasser vor Sylvester noch zu knacken (und mit etwas Glück auch noch Hecht Nr. 100 seit September zu Gesicht zu bekommen).

Was habe ich gemacht? Zunächst gastierte ich für eine Woche in den Niederlanden (sowohl in Nord- als auch in Südholland) und habe dort versucht endlich den ersten Meterhecht seit Januar zu erwischen und mich dadurch mit einer befreienden Rasur zu belohnen. Vorweg: Es hat nicht gereicht. Der elektrische Haarschneider blieb unberührt, wie so viele andere Sachen auch, in meiner Reisetasche. Dennoch hatten wir wieder einmal eine sehr gute gemeinsame Zeit, denn wie sagt man(n): Größe ist nicht alles!

DAS war jetzt gerade der mieseste Wortwitz, wenn man es überhaupt so nennen darf, in 4 langen Jahren FLY.BEI. Ja, stimmt. Am 18.11.2013 ist unser Baby 4 Jahre alt geworden. Habe ich natürlich auch vergessen hier zu erwähnen. Happy Birthday, alles Gute nachträglich und so! Für einen Kurzpost bei Facebook hatte ich mal ein paar Statistiken gesammelt: 4 Jahre, 180 Beiträge, 335.000 Besucher und fast 500 Kommentare. Im ostbelgischen Eupen würde man jetzt sagen „Mercie, wa!“ Nein, im Ernst: Vielen Dank für das rege Interesse an diesem Projekt! Auf die nächsten Jahre!

Aber jetzt zurück: Die Fänge in den Poldern waren – zumindest was die Anzahl der Entenschnäbel anging – für mich sehr zufriedenstellend und die aktive Fischerei in den schmalen Kanälen vom Boot wieder einmal sehr abwechslungsreich. Nicht nur durfte ich mich über den kurzen Landgang von 32 Hechten freuen, auch hatte ich das Glück, zwei sehr schöne Exemplare von 86cm und 87cm bewundern zu können. Bei meinen Begleitern lief es leider nicht ganz so gut, sie hatten aber auch keinen Rebound Perch am Start 😉 Ich möchte nicht behaupten, dass alles an diesem Barschimitat aus Bucktail gelegen hat, aber selten habe ich Hechte zwei-, drei- oder viermal hintereinander einen Streamer attackieren sehen. Generell haben sich die Hechte in der Zeit unseres Aufenthalts teils sehr „zickig“ benommen. Verbuchten wir an einem Tag neben zahlreichen gelandeten Hechten noch weit über 20 nicht verwertete Bisse, war 24 Stunden später absolute Flaute angesagt. Ich habe immer wieder den Eindruck, dass Esox Lucius wesentlich feinfühliger auf (Wetter-)Bedingungen reagiert als andere Arten, etwa Bachforellen. Man könnte vielleicht so weit gehen und behaupten, dass sich die Hechte eher „digital“ und die Rotgetupften eher „analog“ verhalten. Hechte fressen (und wir fangen) oder sie fressen halt nicht (und wir fangen nicht). Bei Bachforellen hingegen gibt es dieses kollektive „entweder oder“ so nicht. Klar, wir alle erleben überragende und weniger euphorische Tage im Fluss, aber zumindest an den von mir befischten Fließgewässern brauche ich nie befürchten, ohne Kontakt zu bleiben. Bei den Bachforellen gibt es ganz bestimmt keine Absprachen im Sinne von „Dem zeigen wir heute mal die kalte Schulter bzw. Flosse.“ Anders sieht es da eben bei der dicken Diva names Snoek aus. Wiederholt haben wir in der Zeit unseres Aufenthalts die gleichen Stellen sorgfältig abgefischt und während zunächst das Wasser tot zu sein schien, lauerte nur einen Bindeabend später an beinahe jedem aussichtsreichen Standplatz ein williger Hecht. Verrückt!

DAS ist aber nicht nur verrückt, sondern kann in der Tat auch zermürbend sein. Wichtig ist deshalb, dass man dran bleibt, dass die eigene Motivation oben bleibt, dass man – auch über Stunden ohne „Belohnung“ – sorgfältig und konzentriert weiterfischt. Wurf um Wurf, Strip um Strip. An weniger ereignisreichen Tagen schallte daher von Daniel oder mir in unregelmäßigen Abständen ein plötzliches „Push Dich!“ über die Polder. Mit Fabian hilft manchmal auch ein beschwörendes „Hecht, Hecht, Hecht!“ im Takt des monotonen Strip-Rhythmus. Hier und da fangen meine Streamer auch an zu reden, ich denke sie möchten nicht verantwortlich gemacht oder zur Rechenschaft gezogen werden, zumindest betonen sie zumeist, dass SIE ihr Bestes geben. In den häufigsten Fällen glaube ich ihnen das auch 😉

Neben diesen Auf und Abs in den Poldern haben es mir zuletzt wiederholt unterschiedliche grenznahe Seen in den Niederlanden angetan. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich mittlerweile einen ordentlichen Teil der nördlichen Maasplassen bei Roermond erkundet habe, auch wenn es noch Jahre dauern wird, das gesamte wasserreiche Areal kennenzulernen. Zumal auch hier die äußeren Bedingungen unmittelbaren Einfluss auf den Erfolg – ob vom Bellyboot oder vom Ufer – haben und nicht jeder Ausflug gleich verläuft. Höhepunkt war sicherlich ein sonniger, fast windstiller Morgen (!), an dem ich auf nur 30m vier Hechte über 75cm landen konnte und noch mehrere Attacken verpasste. Leider ist dabei auch meine kürzlich erworbene Guideline LPXe RS V2 zu Bruch gegangen. Aber noch mit den Watschuhen im Schlamm feststeckend rief ich Jan Pieter von Finest Fly Fishing an und schon einen Tag später war das neue Teil auf dem Weg nach Aachen. Das nenn ich einen vorbildlichen Service und echte Kundenorientierung!

Apropos Finest Fly Fishing: Vor etwa 3 Wochen fand unter der Regie von Jan Pieter und seinem Vater der zweite Niederrheinische Fliegenfischertag (NFFT) in Bedburg-Hau statt (einen bebilderten Rückblick auf das perfekt organisierte Event findet Ihr z.B. hier). Neben vielen namhaften Werfern und Bindern aus dem In- und Ausland war ich eingeladen worden, um über die Fischerei in Eifel (Rur) und Wallonie zu sprechen. Natürlich kam ich dieser Einladung gerne nach! Zwar halte ich wöchentlich Vorlesungen und bin das Reden vor großen Gruppen gewohnt, aber bisher hatte ich nie – außer natürlich hier auf FLY.BEI oder bei meinen Kursen am Wasser – die Gelegenheit, mein Wissen über das Fliegenfischen an mir unbekannte Personen zu vermitteln. Eine besondere Herausforderung! Ich fragte ein paar Kumpels, was sie denn von einem Vortrag erwarten würden, setze mich an den Laptop und fing an, ein Konzept zu erstellen. Schnell merkte ich, dass in vielen Punkten kaum ein Unterschied zu einem wissenschaftlichen Vortrag an der Uni besteht, außer vielleicht, dass die Thematik ein bisschen interessanter ist 😉

So stellt ich am frühen Samstagnachmittag zunächst meine Ausgangsthese in den gut gefüllten (Vortrags-)Raum bei Finest Fly Fishing: „Das Wasser bestimmt, nicht Du!“ Anschließend diskutierte ich mit den Zuhörern Argumente die dafür sprechen, dass die spezifischen Gewässerstrukturen der Rur inen unmittelbaren Einfluss auf viele der zu berücksichtigenden Parameter der Fischerei haben und sich Erfolg oder Misserfolg maßgeblich an der Umsetzung dieser Parameter messen lassen. Meiner Meinung nach gehören hierzu nicht nur das passende Equipment und Tackle, sondern insbesondere auch die verwendeten (Präsentations-)Techniken und die eingesetzten Trockenfliegen und Nymphenmuster. Ganz abgesehen von der grundlegenden Fähigkeit, die sehr unterschiedlichen Flussläufe lesen und die möglichen Standplätze der Fische bestimmen zu können.

Wenn die Zeit es zulässt werde ich versuchen diesen Vortrag zu verschriftlichen und Euch hier zu präsentieren. Eigentlich ist jetzt doch die beste Zeit für so was, oder? Immerhin wirds jetzt immer kälter und ungemütlicher draußen. Winter is coming!





Intensivkurs: Hecht in Holland am 7./8. Dezember

9 11 2013

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür und die Forellen sind seit ein paar Wochen in ihrer wohlverdienten Schonzeit. Für viele Fliegenfischer beginnt nun eine lange Periode des ungeduldigen Wartens auf den Frühling. Nicht so für uns! Flybei goes Pike!

Am 7. und 8. Dezember bieten wir wieder einen zweitägigen Intensivkurs zum Thema „Hecht“ an. Diesmal werden wir in der Provinz Südholland unterschiedliche Kanalsysteme vom Ufer aus befischen. Aufgrund der geringen Wassertiefe von maximal 150 cm und des im Winter aufgeklarten Wassers, sind die Binnengewässer vor Ort wie für die Streamerfischerei auf Hecht gemacht.

Die labyrinthartigen Poldergewässer sind uns seit vielen Jahren bestens vertraut, so dass wir das großflächige Areal den aktuellen Bedingungen angepasst zielsicher befischen können. Freut Euch mit uns auf unzählige Hechtstandplätze, eine aktive und spannende Fischerei und plötzliche Attacken von Esox lucius unmittelbar vor Euch. Es wird kaum eine Attacke geben, die Ihr nicht sehen werdet!

In unmittelbarer Nähe zum Wasser können wir Euch freundliche, familiär geführte Pensionen (mit Einzel- oder Doppelzimmer; Frühstück inkl.) empfehlen. Am Abend bieten wir Euch nach der ersten Hechtpirsch bei Interesse gerne eine Einführung in das Binden von Hechtstreamern an.

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Wenn Ihr Lust habt auf:

  • Zwei Tage geführtes und angeleitetes Fischen.
  • Intensive Schulung unterschiedlicher Techniken.
  • Leihgeräte bei Bedarf (Fliegenruten der Klassen 7-9, Fliegenrollen, Schnüre).
  • Verbrauchsmaterialien bei Bedarf (Streamer, Vorfächer).
  • Einen Bindekurs „Hechtstreamer“ (inkl. Materialien).

Dann meldet Euch einfach bei uns!

Der Kurs ist für maximal 4 Personen konzipiert, gefischt wird in Zweiergruppen. So kann jeder von Euch den ganzen Tag optimal und individuell begleitet und unterstützt werden. Benötigt wird entweder der niederländische Visspass der Region Südholland oder eine Tageslizenz, die wir im Vorfeld für Euch besorgen können.

Bei näheren Fragen zu unserem Intensivkurs könnt Ihr Euch gerne über das Kontaktformular an uns wenden.

Weitere aktuelle Kursangebote für 2013/14 findet Ihr hier.





Der Meter-Bart

9 11 2013

von Alex

Die Forellensaison 2013 liegt nun bereits ein paar Wochen hinter uns. Wie die Zeit wieder verflogen ist! Ich erinnere mich noch genau an den kühlen Start im März bei leichtem Schneefall und an die ersten großen rotgetupften Fettflossen auf Nymphe und Streamer im eiskalten Wasser der belgischen Wallonie. Glück hat, wer jetzt noch an bestimmten Gewässern gezielt auf Äschen fischen darf. Ich versuche – wenn Pegel und Herbstwetter mitspielen – dies an unterschiedlichen Strecken in D und B zu tun, aber nicht mehr in der Regelmässigkeit der letzten Monate. Denn für mich, und wohl auch die meisten Fliegenfischer unter Euch, gibt es ein Widersehen mit den Salmoniden unserer Regionen erst wieder im Frühjahr nächsten Jahres. Die Fischerei auf Äschen vom verschneiten Ufer aus werde ich aber hoffentlich noch vorher erleben dürfen 😉

Rückblickend kann ich sagen, dass dieses Jahr aus fischereilicher Sicht unterm Strich für mich das beste bisher überhaupt war. Auch wenn die Wasserstände sehr unkonstant waren, habe ich so viele stattliche Bachforellen wie nie zuvor fangen dürfen. Über 20 Forellen hatten die Marke von 50cm überschritten, drei davon waren größer als 60cm. Auch die Äschenpopulationen der von mir befischten Gewässer haben sich weiter stark verbessert, dies belegen zahlreiche Fahnenträgerinnen über 40cm in meinen Augen eindrücklich. Zudem ist es schön zu sehen, dass die 3-jährigen Äschen mittlerweile selbstständig einen gesunden Nachwuchs im Gewässer produzieren können.

Seit Ende September/Mitte Oktober steht nun aber ein anderer Fisch im Fokus meines Interesses: wie in der Vergangenheit widme ich einen Großteil meiner freien Stunden in der kalten Jahreszeit Esox lucius. Ich kann es nicht anders sagen: Hechtfischen macht süchtig! Ich weiß nicht ganz genau woran es liegt, aber im Vergleich zu einem Ausflug an Rur oder in die Wallonie, ist die Vorfreude auf einen Hechttrip (und seien es nur 2-3 Stunden vor oder nach der Arbeit) immer besonders groß. Vielleicht liegt es an der Unberechenbarkeit der Hechte. Wenn ich in den Fluss steige weiß ich in etwa was mich erwarten und wie der Tag verlaufen wird. Richtige Überraschungen gibt es selten. Gerade zum Ende der Saison ertappe ich mich ab und an dabei, dass insbesondere das Fischen mit der Nymphe auf mich wie eine Art entspanntes „Routine-Programm“ wirkt. In beinahe meditativer Gelassenheit bewege ich mich stromaufwärts und fische Drift um Drift, wiederhole immer wieder die gleichen Bewegungsabläufe. Ganz anders das Hechtfischen. Ich vergleiche es gerne mit einer Fahrt in der Geisterbahn oder mit dem Schauen eines Horrorfilms: Du weißt, dass jederzeit etwas Plötzliches passieren kann, was Dich mit rücksichtsloser Entschlossenheit vom Sofa oder hier, aus der monotonen Bewegung des Strippens, reißen wird. Was Du aber nicht weißt ist, „wann“ es passieren wird. Dies resultiert meines Erachtens in einer unberechenbaren Spannungskurve und erzeugt eine ungewisse Atmosphäre, die ich bei keiner anderen Fischerei auf hemische Fische bisher erlebt habe. Es ist also vielleicht eine Sucht oder besser, eine aktive Suche nach einem plötzlichen Adrenalinausstoß – auch wenn dieser bei mir in den letzten Jahren mit Sicherheit etwas nachgelassen hat.

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96cm Kraft

Diese nervenkitzelnde „Fahrt in der Geisterbahn“ führte mich in den letzten Wochen an unterschiedliche Seen und Poldergewässer, vornehmlich in den nahen Niederlanden. Zwar ist das System des niederländischen Vispass auf den ersten Blick nicht ganz leicht zu verstehen (dazu in einem kommenden Beitrag mehr), aber für ein relativ geringes Budget stehen dem Fliegenfischer nach anfänglicher Orientierungsphase unzählige Gewässer zur Verfügung. Ich habe mittlerweile eine Sammlung von drei Lizenzen unterschiedlicher Provinzen (zzgl. Karten kleinerer Vereine) und könnte Jahre damit verbringen, alle aussichtsstreichen Wasser zu erforschen. Gefischt habe ich während meiner Besuche entweder gemeinsam mit Marc von unserem immer weiter aufgerüsteten DIY-Boot, oder aber watend im flachen Uferbereich. Mit den zunehmend fallenden Temperaturen ziehen die Hechte in den Seen jedoch immer mehr in die etwas tieferen Bereiche. Daher throne ich derzeit am liebsten gemütlich auf meinem neuen Bellyboot. Die Fischerei ist nicht nur sehr entspannt und ich habe im Vergleich zum „normalen“ Boot das Gefühl, noch dichter am Fisch zu sein, sondern auch die Scheuchwirkung ist sehr gering und ich habe unbeschränkte Möglichkeiten des Ein-/Ausstiegs ins Gewässer. Dies ist gerade an den Maasplassen interessant, denn die meisten Bootsrampen sind gebührenpflichtig (zwischen 5 und 18 Euro) und einige fischreiche Seen sind gar nicht erst an den Juliankanal bzw. die Maas angeschlossen.

Warum ein neues Bellyboot? Ich hatte doch bereits eines. Absolut richtig, aber zum einen haben sämtliche Reißverschlüsse meines alten, bedingt durch das Salzwasser vor Rügen und in Ostvoorne, mittlerweile ihren Dienst quittiert und zum anderen habe ich nun mit einem zweiten Boot die Möglichkeit, meine Hechtkurse und Workshops in den Niederlanden noch flexibler gestalten und weitere Gewässer anbieten zu können. Ich habe mich wie vor einigen Jahren wieder für das Guideline „Drifter“ entschieden, allerdings für die aktualisierte Version des Modells. Es ist meiner Meinung nach nicht nur optisch ansprechender, sondern hat auch in Sachen „Funktion“ eine Generalüberholung erhalten (zu den Unterschieden der beiden Modelle mehr in einem künftigen Beitrag). Fest steht, dass ich diesmal sorgfältiger darauf achten werde, nach jedem Kontakt mit Salzwasser das Boot gründlich zu reinigen 😉 In den kommenden Tagen wird das Drifter noch um eine Halterung für meinen Fishfinder (samt Batterie) und ein Stativ für meine Hero3 ergänzt. Auch denke ich über größere Flossen nach, nachdem ich zwei Mal mit Vincent von 0031 Flyfishing (sehr empfehlenswerter Blog!) fischen war und er mit seinen Flossen wesentlich schneller und entspannter unterwegs war.

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Entspanntes Fischen vom Bellyboot

Bisher habe ich mich vom Bellyboot an den Seen hauptsächlich auf die Uferzonen und die offensichtlichen Kanten konzentrieren müssen. Mit dem Echolot werde ich künftig aber auch die tieferen Regionen gezielt befischen und nach großen Räubern in der Nähe von Schwärmen kleinerer Fische Aussschau halten können. Für diese Taktik werde ich mir noch eine neue Sinkschnur zulegen, denn meine alte hat nach dem mehrmaligen Kontakt mit Schiffsschrauben nicht nur zahlreiche Macken, sondern auch grundsätzlich ein Sinkverhalten, welches kein perfektes Führen des Streamers erlaubt. Statt sich in einer geraden Linie auf Tiefe zu bringen, entwickelt die Schnur einen Bauch der beim Strippen das unwohle Gefühl verursacht, lediglich in diesen Bauch zu strippen. Vom Pulsieren meines Köders spüre ich, im Gegensatz zum Fischen mit der Schwimmschnur, gar nichts! Abhilfe soll hier die Sixth Sense Di7 von Airflo schaffen. Ich habe sie auf Vincents Rute geworfen und war begeistert! Die Sinkschnur zeigt Dank der sog. „density compensation“ keinen oben beschriebenen Effekt und besitzt zudem einen kaum dehnbaren Schnurkern, der das Setzen des Hakens selbst in 3-5 Meter Tiefe ermöglicht.

Apropos Tackle: Wer Flybei auf Facebook folgt (und noch regelmässiger informiert wird) hat mitbekommen, dass ich in diesem Jahr – seit langem – noch einmal einige Anschaffungen getätigt habe. Dies betrifft auch das Hechtfischen, denn mit der Guideline LPXe RS V2 in Klasse 8, allerdings in der blauen Variante, wurde meine Sage XI2 nach einigen Jahren treuer Dienste abgelöst. Im Vergleich zur Sage besitzt die Guideline ein wesentlich geringeres „gefühltes“ Wurfgewicht und eine sensiblere Spitze, welche das Laden der Rute insbesondere auf kurze Distanzen (z.B. in Poldergewässern) unterstützt. Auch bei der Rolle wollte ich Gewicht einsparen und habe meine Danielsson LW 6nine durch eine Guideline Haze V2 ersetzt. Ich besitze die Rolle mittlerweile in drei Größen und bin von Technik und Design absolut begeistert! Als Schwimmschnur war ich lange zwischen einer Guideline Bullet und einer Guideline Pike hin und her gerissen, habe mich letzten Endes aufgrund der noch kürzeren und agressiveren Keule aber für die Bullet (in Klasse 9) entschieden. Um die „Pike“ bin ich aber dann doch nicht ganz drumrum gekommen, denn sie bestückt nun eine E-Spule, allerdings als Sinktip. Eine fantastische Schnur von der ich restlos begeistert bin und nicht verstehen kann, warum ich so wenig darüber gelesen habe. Sie wirft sich so bequem wie eine Schwimmschnur und fühlt sich in der Führung des Streamers auch beinahe so an. Mit dem gewichtigen Unterschied, dass sie eine etwa 3 Meter lange bzw. kurze sinkende Keule (ich habe die SINK3, also 3 Inch/Sekunde, gewählt) und eine intermediale Runningline besitzt. Wenn man den Streamer damit unmittelbar nach dem Aufsetzen einstrippt, fischt man lediglich 50cm bis 100cm unter der Oberfläche. Wartet man jedoch ein klein wenig, kann man Tiefen bis maximal 3 Meter abdecken, ohne dabei den unmittelbaren Kontakt zum Streamer zu verlieren. Gerade bei starkem Wind und Wellengang, oder bei herbstlichem Laub auf dem Wasser meine derzeit erste Wahl und eine ideale Lösung zwischen Schwimm- und klassischer Sinkschnur. Ein weiterer Vorteil: Ich kann beinahe unbeschwerte Streamer, die sich noch leichter werfen lassen, im Gegensatz zur Fischerei mit der Schwimmschnur etwas weiter unter der Oberfläche anbieten. Dies ist an den flachen Poldergewässern in der kürzeren Vergangenheit sehr häufig erfolgreich gewesen.

Ohnehin ist die Fischerei auf Hecht bisher überaus positiv gelaufen, was gewiss auch am passenden Hechtwetter der letzten Wochen liegen mag. So konnte ich seit Ende der Forellensaison bisher 47 Hechte verbuchen – und selbstverständlich schonend, fehlende Widerhaken machen es möglich, releasen. Darunter waren natürlich einige Hechte unter 70cm aber auch ein paar über 80cm und ein sehr stattliches Exemplar von 96cm Länge. Leider hat dieses wohlgenährte Weibchen mich aber noch nicht von meinem Vollbart befreit, denn der wird erst wieder gestutzt, wenn die Metermarke geknackt ist. Obwohl… mittlerweile habe ich mich schon ein wenig dran gewöhnt. Einen „Meter-Bart“ wird es aber hoffentlich nicht geben. Der Winter ist ja noch lang und es sind bereits einige Trips geplant.








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